Packliste Fotoausrüstung – Fototasche oder Fotorucksack? Hilfe, was nehm ich mit?

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Juhu, in weniger als 24 Stunden geht’s auf meine die nächste Fotoreise. Oh je, aber was nehme ich mit? Die Fototasche oder den Fotorucksack? Die große DSLR? Noch eine zweite Kamera? Hab ich genug Speicherkarten? Hier meine Tipps für deine Packliste der Fotoausrüstung für deine Fotoreise oder deinen nächsten Fotoworkshop.

Tipps für deine Packliste der Fotoausrüstung:
Was brauchst du wirklich?

Ich bin Fan toller Fotoreisen und Fotoworkshops. Egal, ob das ein Fotoworkshop in Berlin ist oder die Fotoreise nach New York. Jede Fototour ist die perfekte Möglichkeit deine Fotografie zu verbessern. Aber was packst du in deine Fototasche? Nichts ist ärgerlicher, wenn du etwas wichtiges vergessen hast. Aber du weißt was so ein Fotostativ wiegt. Genauso doof ist es also, wenn du viel zu viel dabei hast. Daher ist das A und O für einen gelungene Fotoreise die gute Vorbereitung. Dafür habe ich dir hier mal meine Packliste der Fotoausrüstung, die ich mitnehme, aufgeschrieben. Ich freu mich auf deine Kommentare und Idee.

Wichtigste Frage: Wo geht deine Fotoreise hin?

Die erste Frage die ich mir stelle: Wo geht es hin. Werde ich viel unterwegs sein (= habe ich viele Kilometer zu bewältigen)? Wie bin ich unterwegs (= Bus, Bahn, Flugzeug, zu Fuß)? Wie ist das Wetter? Was für Motive sind geplant? Was für eine Unterkunft habe ich (0 kann ich unterwegs umpacken)? Machen wir es einmal exemplarisch an meinem nächsten Ziel.

Für mich geht es nach New York. Die ersten Tage habe ich für mich, um erst einmal die Gegend in Ruhe zu erkunden. Hier wohne ich in ’nem Airbnb. Hauptgrund meiner Reise ist der Fotoworkshop von Fotograf Mario Dirks. Und da beantworte ich doch gleich mal meine ersten Fragen:

Werde ich viel unterwegs sein?
Ja, sehr viel!

Wie bin ich unterwegs?
Hinflug/Rückflug, Anreise ab Flughafen per Bahn, in der Stadt auch viel zu Fuß.

Wie ist das Wetter?
Sehr warm (puh!)

Was für Motive sind geplant?
Stadtpanorama, Langzeitbelichtung aber auch viel durch die Stadt laufen.

Was für eine Unterkunft hab ich?
Die ersten Tage habe ich für mich, um erst einmal die Gegend in Ruhe zu erkunden. Hier wohne ich in ’nem Airbnb. PS: Wenn du da noch nicht angemeldet bist, habe ich hier übrigens einen 23€ Reisegutschein für Airbnb. Danach wohn ich in ’nem Hotel.

Na super, also alles! So fällt meinen Entscheidung auf meinen Fotorucksack. Hier habe vor einigen Monaten lange überlegt, da ich bereits eine ganz schöne Fototasche habe. Doch will ich sowohl auch mal die Hände frei haben und das geht mit dem Rucksack sehr gut und zudem ist bei meiner Fototasche leider keine Möglichkeit das Stativ zu befestigen.

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Voll gepackt – mein Fotorucksack!

Packliste Fotoausrüstung:
Was nehme ich denn nun eigentlich mit?

So, ich packe meinen Koffer und nehme mit…

  • Canon 6D DSLR-Kamera
  • Canon 50mm Festbrennweite (Infos zum Objektiv)
  • 4 Speicherkarten à 32GB
  • 3 Akkus (Tipp: Akkus nummerieren für den Überblick!)
  • Multi-Ladegerät (kann auch USB/Handy laden)
  • Reisestativ (hier mehr Infos zu Reisestativen)
  • Tamron AF 70-200mm 2,8 (Infos zum Objektiv)
  • Canon EF 17-40mm/1:4,0 (Infos zum Objektiv)
  • Graufilter Set (ND8, ND64, ND1000) (Infos zu den Filtern)
  • Kabelfernauslöser (Infos zum Fernauslöser)
  • Objektiv-Putztuch
  • Ersatzkamera (Sony ILCE-QX1 Systemkamera)
  • Laptop & externe Festplatte (zum Fotos sichern und anschauen)
  • Leichte Wind/Regenjacke
  • Plastiktüte, um die Kamera zu schützen
  • Kartenleser, Datenkabel für USB-Anschluss
  • Reisestecker und Mehrfachstecker (damit ich Akku und Handy gleichzeitig laden kann)
  • Kleiner Schraubenzieher (Achtung, darf nicht ins Handgepäck!)

Ja, ich weiß. Mit dem ganzen Krams auf dem Rücken werde ich ganz schön ins Schwitzen kommen im Hochsommer in New York. Aber ich vertraue drauf die Tasche auch mal etwas leerer zu gestalten. So kommt das Tamron AF 70-200mm nur zu speziellen Gelegenheiten mit (Fährüberfahrt auf die andere Seite von Manhattan) und bleibt ansonsten in der Unterkunft.

Vor der letzten Fotoreise (damals ging es auf eine Fotoreise nach Lappland) habe ich mir einiges an neuem Equipment zugelegt. Also ein paar extra Speicherkarten und vor allem neue Akkus. Ein toller Tipp damals war, sich die Akkus zu nummerieren. Dann weißt du immer, welchen du gerade in gebrauch hast und welchen du laden musst. Und es muss nicht immer alles Marke sein. Mein Kabel-Fernauslöser habe ich als No-Name Artikel gekauft und so viel Geld gespart!

Fotos online speichern: Gratis Cloud Speicher

Ich werde mit einem Haufen an Fotos wiederkommen. Das weiß ich jetzt schon. Doch wie wir alle wissen ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. So werde ich auf jeden Fall eine Sicherheitskopie machen und diese Online sichern. Ist natürlich nur eine Vorsichtsmaßnahme, da ich in RAW fotografiere – und diese sind zu groß für ein vollständiges Backup. Aber zumindest JPGs werde ich Online sichern. Das geht natürlich nur, wenn du auch irgendwo bist, wo du nicht jedes MB teuer bezahlen musst. Bitte vorher also dringend im Hotel klären, ob es ein Limit gibt – sonst von einem Internetkaffee oder nur die wichtigsten Fotos auswählen.

Ich nehme dafür immer Dropbox. Natürlich gibt es Unmengen an Anbietern für Online Speicherplatz. Google Drive ist ebenfalls kostenlos (mir aber im Upload zu langsam!). Gerade habe ich zudem die Telekom Cloud entdeckt. Da bekommt man auch als nicht Telekom-Kunde gratis Cloud Speicher – und zwar ganze 25GB. Klingt ganz gut. Hab mich mal angemeldet und probiere es mal aus. Welche Cloud Speicher nutzt ihr noch so?

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Ohne die geht nichts: Speicherkarten sollten nicht fehlen. Aber behalte den Überblick!

Was ist noch wichtig, bevor es auf die Fotoreise geht?

  1. Lerne deine Kamera kennen.

    • Das ist wichtig. Denn wenn es auf die Tour geht, solltest du schon mal grundsätzlich mit allem vertraut sein oder zumindest dein Basiswissen Fotografie wieder aufgefrischt haben.
  2. Verstehe deine Objektive!

    • Du solltest wissen, was du in die Tasche packst. Mit einem Allround-Zoom Objektiv kannst du zum Start nicht viel verkehrt machen. Du musst nicht deinen ganzen Objektiv-Fuhrpark einpacken. Denn das kann ganz schön schwer werden. Ein gutes Zoom und eine Festbrennweite (ggf. auch mit Makro-Funktion) ist ein gutes Basis-Set. Linsen. Ein Makro-Objektiv ist nämlich immer ’ne gute Wahl, wenn das Wetter auch mal schlecht ist. Makro-Themen findest du dann nämlich immer!
  3. Welches Zubehör brauchst du?

    • Eigentlich sollte das in jeder Workshop-Beschreibung stehen, aber Frage notfalls den Workshop-Leiter. Wird ein Stativ empfohlen? Wenn ja, dann sollte auch der Fern/Kabelauslöser nicht fehlen. Vielleicht auch das ND-Filter Set für Langzeitbelichtung mit Wasser oder Langzeitbelichtung am Tage. Wird ggf. mit einem Blitz gearbeitet? Musst du den mitbringen oder kannst du den leihen?

Ach hätte ich doch…

Ich höre oft, dass sich Teilnehmer ärgern „ach hätte ich doch mein blablabla mitgenommen“. Sage ich selber auch oft. Wenn du natürlich zu den eher spartanisch ausgerüsteten Fotografen gehörst, dann ist das super. Dann wird dir nichts fehlen. Wenn es aber die Möglichkeit gib Dinge mitzunehmen, vor Ort aber zwischenzulagern (im Veranstaltungsraum, im Hotelzimmer o.ä.), dann nutze die Chance und packe deine Lieblingsausrüstung ein und packe vor Ort je nach Lust und Laune deine Fototasche jeden Tag neu. Dann fehlt dir nichts. Ich wünsche dir viel Spaß bei deiner nächsten Fotoreise!

Und ein Tipp zum Schluss

Gib deine Kamera-Ausrüstung nie als Gepäck auf – sondern nimm diese immer als Handgepäck mit in den Flieger. Nur so hast du volle Kontrolle über die Behandlung deiner geliebten Kamera. Aber bitte beachte: Spitze Gegenstände, Flüssigkeiten usw. gehören nicht ins Handgepäck!

Lappland im Winter – meine Reise zum Polarlicht

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Hast du auch so „da wollte ich schon immer mal hin“ Reiseziele auf deiner Liste? Eines meiner absoluten Traumziele war schon immer eine Reise nach Lappland. Einmal das Polarlicht sehen. Einmal mit einem Rentier-Schlitten durch den Tiefschnee fahren. Vielleicht, weil ich kürzlich mal wieder „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ von Selma Lagerlöf gelesen habe? Vielleicht, weil als Astrid Lindgren Fan sowieso schon immer in einem kleinen roten Holzhaus in Schweden wohnen wollte. Im Januar ging ein kleiner Traum in Erfüllung. Ich habe mich auf den Weg gemacht zu einem Foto-Workshop ins kleine Nattavaara, einem 130 Seelen-Dorf in der nordschwedischen Provinz Norrbottens län, direkt am Polarkreis. Also eigentlich war es nicht direkt in Nattavarra sondern in dem Wildnisdorf Solberget, irgendwo im Nirgendwo in den Winterwäldern von Nordschweden.

Wo ist eigentlich Nattavarra?

Fotoworkshop am Polarkreis

So kurzfristig habe ich noch nie ’ne Reise gebucht. Nachdem ich im Internet die Ankündigung zum Fotoworkshop von Fotofgraf Johannes Knorpp entdeckt habe, sind kaum 7 Tage vergangen, schon befinde ich mich im Flieger nach Stockholm.

Fotostopp in Stockholm

In Stockholm habe ich knapp 7 Stunden Aufenthalt. Hab ich mir absichtlich so gelegt. Nun habe ich noch ein paar Stunden für einen kleinen Streifzug mit meiner Kamera durch Stockholm. Die viel zu große Reisetasche schließe ich problemlos im Schließfach vom Bahnhof „Stockholm C“, dem Hauptbahnhof von Stockholm, ein.

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Zwischenstopp in Stockholm: Perfekt für eine kurze Fototour durch Schwedens Hauptstadt

Per Nachtzug nach Lappland

Von Stockholm geht es per Nachtzug hoch nach Nordschweden. Dirk vom Wildnisdorf Solberget hatte mir ’n Platz im Schlafwagen reserviert. Sehr komfortabel! Überhaupt hat Dirk auf deren Webseite total super Arbeit geleistet, um die Anreise total praktisch zu beschreiben. Man bedenke, dass Lappland fern ab von Stockholm liegt.

Nachtzug nach Nord Schweden - nach Lappland
Der Nachtzug nach Lappland wartet
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Grüne Blitze erleuchten die Nacht

Nach einer Nacht durch endlose dunkle Wälder Schwedens erreiche ich kurz vor Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens, mein Zielbahnhof Nattavaara. Ich hab ganz gut geschlafen. Doch habe ich etwas gebraucht, um mich an das seltsame Schauspiel vor dem Zugfenster zu gewöhnen. Eigentlich war es ja dunkel. Einzig haben grüne Lichtblitze die Nacht erhellt. Das kam durch die vereisten Oberleitungen, durch die der Zug seinen Strom bekommt, erfahre ich später.

Der Schaffner kommt. „Good Morning. Next Station is Nattavaara„. Mütze auf, Handschuhe an und raus auf den Bahnsteig. Neben mir steigt noch eine weitere Person aus. Hmm, Fototasche um? Stativ am Rucksack? Schnell merke ich, dass es sich bei der anderen Person um Sebastian handelt. Er kommt aus Süddeutschland, arbeitet als Schreiner und ist ein weiterer Workshop-Teilnehmer. Knapp 10 Minuten später finden Sebastian und ich uns in einem alten roten Volve wieder. Johannes fährt uns über die vom Tiefschnee befreiten Pisten in Richtung des Wildnisdorfes Solberget. Johannes ist Fotograf und leitet den Workshop. Er ist vorgestern schon angereist – aus den Vogesen, dem Mittelgebirge in Ostfrankreich.

Nachtzug nach Lappland
Ankunft in Lappland: Etwas verschlafen, aber froh angekommen zu sein

Warm einpacken!

Heute sei es gar nicht so kalt, sagt Johannes. „Heut hat es nur -7 Grad °C„. Aber in den nächsten Tage solle es auf bis zu -25 Grad °C fallen. Wohl doch gut, dass ich trotz kurzfristiger Reisebuchung mich ordentlich mit Thermohose, Doppelhandschuhen und all so Krams eingedeckt habe.

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Angekommen im Wildnisdorf Solberget in Lappland

Varmt välkommen till Solberget!

Nach knapp 30 Minuten sind wir im Wildnisdorf Solberget angekommen. Das „Dorf“ besteht aus einigen Holzhäusern, einem Rentier-Gehege und Wald. Viel Wald. Sehr viel Wald.

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Täglich muss der Ofen am laufen gehalten werden. Wenn wir es vergessen, ist der Ofen aus. So einfach ist das!

Ich wusste vorher, dass eine gewisse Eigeninitiative gefordert ist. Was das umfasst, konnte ich mir nicht genau vorstellen. Aber nach der Hof-Führung waren wir im Bilde. Das Wasser wird an der Quelle im Wald geschöpft, jeder Raum wird per Holzofen selbst beheizt und das Wasser zum abwaschen und Zähne putzen wird im Brunnen geschöpft. Für alles sind wir selbst verantwortlich. Nach kurzer Einweisung und einer halben Packung Streichhölzer haben wir auch gelernt, wie der Ofen anzubekommen ist. Auch haben wir schnell verstanden, dass beim Wasser schöpfen am Brunnen bei -25°C besser nichts daneben gehen sollte. Nasse Handschuhe sind bei solch Minusgraden in wenigen Momenten tiefgefroren.

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Sebastian und ich holen Wasser aus der Quelle im Wald
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Damit das gleich geklärt ist: Das stille Örtchen im Wald

Möge der Workshop beginnen

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Jeden Morgen gibt es eine Fotoaufgabe. Aufgabe Heute: Finde natürlich Linien

Die Tage bei Fotoworkshop-Leiter Johannes sind gut strukturiert. Morgens nach dem Frühstück gibt es zum Start die tägliche Fotoaufgabe. Da sind der Kreativität keine Grenze gesetzt. Die erste Aufgabe lautet: Gehe über den Hof und finde natürliche Formen und Linien. Johannes überrascht uns jeden Tag mit einer neuen Fotoaufgabe. Wir haben immer zwischen 15-45 Minuten für die Aufgabe Zeit. Im Anschluss treffen wir uns in der Küche wieder. Bei Tee und Kaffee gleichen wir die Ergebnisse ab. Wie ich finde eine tolle Idee zur Schulung des fotografischen Blicks und auch der Argumentationsfähigkeit, wenn wir die täglichen Foto-Ergebnis in der Runde besprechen.

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Sebastian grübelt – welches mag sein Bild des Tages sein?
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So, bitte mal 5 Sekunden still stehen: Workshop-Teilnehmer Marko posiert für mich vor unserer Blockhütte

Ausflug per Langlaufski

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Eisige Temperaturen machen dem Objektiv zu schaffen

Nach der täglichen Fotoaufgabe geht es auf die Langlaufski zum Ausflug durch die Wälder von Lappland. Ich hatte mich im Vorfeld eingelesen über das Zusammenwirken von Minusgraden und Kameraequipment. So gewöhnen wir alle uns schnell an die Routine die Kamera im Vorraum der Küche zu parken. Denn der Wechsel zwischen eisigen Minusgraden und der warmen Küche machte insbesondere den Objektiven zu schaffen.

Für die Touren bin ich bestens eingepackt. Fotorucksack, Doppelhandschuhe und Zwiebelprinzip. So komme ich bei Bewegung etwas luftiger und beim fotografieren etwas wärmer eingepackt bestens mit der Temperatur klar.

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Bitte recht freundlich: Unsere Workshop-Gruppe im Selfie – Johannes, Lars, Marko, Sebastian und Sebastian (v.l.)

Die Big 5 von Lappland

Die Wälder um Solberget gleichen einem Märchenwald. Tiere sind zu dieser Jahreszeit zwar schwer zu finden, doch versichert uns Hofbesitzer Dirk, dass es hier in den Wäldern die Big 5 von Lappland gäbe: Bär, Vielfraß, Wolf, Rentier und Elch. Also Bär und Vielfraß sind bezüglich Winterschlaf eh erst mal raus. Und da ich als Langlaufski-Anfänger nicht gerade die filigranste Figur im anpirschen mache, kann ich mir das Auge in Auge mit Wolf, Elch oder Rentier sicher auch abschminken. Aber egal! Es gibt auch so genug zu sehen.

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Hofbewohner Pele gönnt sich eine Potion Schnee. Hat auch seinen Grund, denn Rentiere können nicht schwitzen.

 

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Mystische Märchenwald-Stimmung am Polarkreis im Tiefschnee

Abendessen in der Gemeinschaftsküche

Ich hatte ja schon eine gewisse Vorstellung von der Gemütlichkeit einer Blockhaus-Küche. Aber wenn Hofbesitzer Dirk Köstlichkeiten wie Rentier-Köttbullar (im Schwedischen: [ɕœtbɵlːar]), Elchbraten oder auch Lachs auftischt, hinzu bei schwedischem Bier der Fototag resümiert wird und im Hintergrund der Holzofen vor sich hin knistert, dann ist das mehr, als ich mir jemals habe vorstellen können. Es ist einfach großartig! Zudem gibt es jeden Abend eine Foto-Impact Runde. Dabei nimmt sich Johannes ein Thema vor, welches er mit uns intensiv bespricht. Und so ein Thema wie „Weißabgleich“ in so einer Runde zu besprechen, macht natürlich viel mehr Spaß.

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Abgewaschen wird im Team – und mit der Hand. Heute übernimmt Johannes die Bürste.

Stativ unter den Arm und raus: Polarlichter über Solberget

Nach dem Abwasch geht es wieder in die warme Polarjacke. Wenn der Himmel frei von Wolken ist, erhöht sich die Chance ungemein auf das erhoffte Polarlicht. Wir hatten fast jeden Abend Glück. Auf meiner Hinreise hatte ich das Vergnügen mit einem Astronomie Studenten der Universität Kiruna im Abteil zu sein. So wusste ich schon ein wenig Bescheid über das Mysterium Polarlicht oder auch Aurora borealis genannt. Doch hat Johannes auch gleich am ersten Abend eine Einführung gegeben. Denn wenn es ernst wird, heißt es: „Stativ schultern und alle raus„.

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Was für ein Traum: Sternenklar und Polarlicht

 

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So schön können Protonen und Elektronen sein: Die Aurora borealis in voller Aktion

90°C in der Sauna am Polarkreis

Es gibt kein fließend Wasser im Wildnisdorf Solberget. Also gibt es auch keine Duschen. Dafür gibt es eine Sauna. Auch hier geht es im Teamwork. Jeden Abend wird sich abgewechselt in der Saunavorbereitung. Holz holen, Wasser holen, Ofen vorheizen und – nicht zu vergessen – Bier kalt stellen. Naja, oder eher aufpassen, dass es nicht einfriert. Und bezüglich der Dusche hat Dirk, als der MacGyver von Lappland, eine tolle Konstruktion gebaut, um einen Wassertank neben dem Saunaofen zu erhitzen. Dieses erhitzte Wasser wird per Rohrkonstruktion in den Sauna-Nebenraum geleitet. Fertig ist das Badezimmer nebst heißem Wasser. Perfekt!

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Alles was ein Bad braucht: Der Duschraum neben der Sauna inkl. Schöpfkelle und Petroleumlampe.

 

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Polarlicht über dem Sauna-Blockhaus

Jeden Tag ein neues Abenteuer

Die Tage vergehen wie im Flug. Wir müssen uns auch ran halten. Die Sonne geht zwar früher auf als ich gedacht habe, doch verschwindet sie auch wieder gegen 15 Uhr. So geht es immer wieder per Schneeschuhen oder auch per Langlaufski auf Entdeckungstour durch die Wälder von Lappland. In den kommenden Tagen entdecken wir das verlassene Wildnisgehöft Slättberg, das Polarkreis-Denkmal und erklimmen den hofeigenen Solberget nebst Aussichtsturm.

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Lost Places auf Schwedisch: Ein verlassener Hof im Tiefschnee

 

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Zeit für ein Portrait-Shooting: Johannes übt sich im verlorenen Blick in die Ferne

 

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Kurze Verschnaufpause beim Skilaufen: Doch nicht zu lange bei den Temperaturen

 

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Tiefschnee

Lumi und ich

Kurz vor Ende meiner Reise erfüllt sich noch ein weiterer meiner Once-in-a-Lifetime Wünsche. Heute steht Rentier-Schlitten fahren auf dem Programm. Heute? Leichter gesagt als getan. Schließlich sind Rentiere Wildtiere. So haben sie auch ihren ganz eigenen Kopf und entscheiden, ob sie heute Lust haben auf Schlitten fahren. Am ersten Tage haben sie es nicht. Am Folgetag aber haben wir Glück. Und mein Glück heißt Lumi und zieht mich mal behäbig, mal im vollen Tempo durch die verschneiten schwedischen Winterwälder.

Once in a lifetime experience: Einmal einen Rentier-Schlitten steuern.
Once in a lifetime experience: Einmal einen Rentier-Schlitten steuern

 

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Der Blick nach draußen: Kursteilnehmer Marko checkt die Lage

 

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Fotokurs-Teilnehmer Sebastian hat gut lachen: Er ist den Hügel im Gegensatz zu mir ohne Sturz runter gekommen

Geschichte der Sami – erzählt von Lars

Den letzten Abend verbringen wir in einer Jurte, einem Nomadenzelt. Dort treffen wir den Sami und Rentier-Züchter Lars. Lars ist der Nachbar von Dirk. Naja, Nachbar ist er, da er den nächst gelegenen Hof hat. Der ist aber gut 45 Auto-Minuten entfernt. Lars erzählt über die Geschichte der Samen in Skandinavien. Deren Kultur wurde viele Jahre von der Schwedischen Regierung verboten. Ein spannender Abend – inklusive spannender Fotomotive.

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Samischer Abend: Rentier-Züchter Lars vom Nachbarhof ist zu Besuch und erzählt am Lagerfeuer über die Kultur der Samen in Lappland

Auch der schönste Tag geht einmal zu Ende

Wie du dir denken kannst, habe ich viel hunderte Fotos gemacht. Schließlich war es ja auch ein Fotoworkshop. Doch habe ich viel gelernt in der Woche in Lappland. Zum Beispiel weiß ich jetzt endlich, wie lange mein Akku wirklich hält bei Minusgraden. Wie fotografiere ich noch bessere Bilder in Langzeitbelichtung. Ab wann fangen die Sterne an zu wandern auf meinem Foto. Und so viel mehr. Aber davon bald mehr…

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Wenn es Nacht wird über Solberget

Hast du auch Lust auf einen Foto-Workshop am Polarkreis?

Vielleicht habe ich dir ja ein Lust machen können auf Lappland. Für mich war es ein großartiges Erlebnis. Mehr zum Workshop (der übrigens in 2016 noch einmal statt findet) findest du auf der Seite von Johannes. Und hier findest du zudem mehr zum Wildnisdorf Solberget in Schweden findest du hier. Aber wenn du Fragen zum Workshop hast, dann kannst du mir auch gerne eine Mail schreiben.

Alle Wege führen nach Rom: Per Fototour durch Italiens Hauptstadt

Auf Fotoreise durch Rom: Die besten Tipps für tolle Foto-Motive

Kürzlich hatte ich mal wieder die Gelegenheit zu einer ausgiebigen Fototour durch Rom. Ich war schon ein paar Mal in Italiens Hauptstadt. Es gibt immer wieder viel zu entdecken. Hier habe ich dir ein paar Bilder zusammengestellt und hinzu ein paar Tipps für deine Fotoreise nach Rom.

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Blick aus dem Fenster in den Vatikanischen Museen: Mit etwa 2,8 Millionen Einwohnern im Stadtgebiet ist Rom die größte Stadt Italiens.

Wo findest du die besten Motive in Rom?

Wie bei allen Foto-Reisen empfehle ich dir auch für Rom ein wenig Vorbereitung für deine Fototour durch Rom. So wirst du bei deiner Recherche schnell einen der beliebtesten Fotospots der Hauptstadt finden – die Ponte Umberto I aus dem Jahre 1885.

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Eines der begehrtesten Motive: Der Blick auf den Vatikan aus Richtung der Engelsburg

Die Brücke ist eine der zahlreichen Brücken über den Tiber. Doch hast du von hier aus den perfekten Blick in Richtung Vatikan und Engelsburg.

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Der Blick von der Ponte Umberto I Brücke in Richtung Vatikan

Das perfekte Rom-Foto: Wo finde ich die Ponte Umberto I?

To Rome with Love: Trastevere – das schönste Viertel in Rom

Wer sich auf auf seine Rom-Reise vorbereiten will, sollte sich schnell noch mal den Film „To Rome with Love“ von Woody Allen anschauen. Viele Passagen des Films wurden in dem Viertel Trastevere gedreht. Für mich ist es das schönste Viertel in Rom. Enge Gassen, alte Fassaden, kleine Restaurants und unzählige tolle Motive. Besonders empfehlen kann ich einen Gang durch Trastevere am frühen Morgen, bevor die Touristenströme die engen Gassen durchströmen.

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Trastevere: Enge Gassen, Kopfsteinpflaster und ursprüngliches Rom
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Spontan bin ich zu diesem alten Schuhmacher ins Geschäft gegangen und habe gefragt, ob ich ein Foto machen darf.

Wie komme ich nach Trastevere?

Petersdom, Vatikan und der kleinste Staat der Welt

Klar, der Petersdom und die Vatikanischen Museen sollten nicht fehlen auf deiner Tour durch Rom. Wer allerdings spontan den Petersdom und die Vatikanischen Museen besuchen möchte, sollte viel Zeit einplanen. Ich kann sehr den Veranstalter „walksinsiderome.com“ empfehlen. Da haben wir die Tour „Early Morning Vatican Tour“ mitgemacht und hatten die Gelegenheit 1 Stunde vor der offiziellen Öffnung in die Museen mit einer kleinen Gruppe zu gehen.

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Das Spiel mit dem Rahmen: Blick durch die Kolonnaden auf den Petersdom
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Wer Treppen mag, sollte sich die Treppe in den vatikanischen Museen nicht entgehen lassen!
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Tolle Motive rund um den Petersdom

Motiv Klassiker für deine Fototour durch Rom

Natürlich entsteht viel spontan, wenn du mit dem Fotoapparat durch Rom unterwegs bist. Ein paar Klassisker solltest du dir aber natürlich fest einplanen – so zum Beispiel die Engelsburg, das Kolosseum oder auch die Schreibmaschine.

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Die Engelsburg – ein wundervolles Motiv zur Blauen Stunde
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Das Kolosseum sollte nicht fehlen auf deiner Fototour. Am besten am frühen Abend, dann steht die Sonne direkt dahinter!
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Die Schreibmaschine – geh so nah ran wie möglich, um nicht allzu viele Touristen im Bild zu haben

Der Blick nach oben

In Rom gibt es unzählige Kirchen. Versäume nicht in jede Kirche, in die du hinein gehst, auch den Blick nach oben zu wagen.  Du wirst es nicht bereuen…

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Kein Weitwinkel schafft die Decke im Petersdom – beschränke dich auf Ausschnitte
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Die Decke in der Kirche Santa Maria in Trastevere
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Michelangelos Schöpfungsgeschichte in der Sixtinischen Kapelle

Das Leben in Rom

Ich finde es immer toll, wenn ich mir Hauptdarsteller für mein Foto suchen kann. Das gibt jedem Motiv noch mehr Leben und zeigt den Ort viel natürlicher, als ohne Menschen. Halte daher Ausschau nach den kleinen Szenen des Alltags.

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Immer wieder suche ich mir Statisten für meine Fotos: Ein Zeichner vor dem Forum Romanum
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Alltagsszenen in Trastevere: Der Zeitungsladen öffnet sein Geschäft

Auch der schönste Tag geht einmal zu Ende

Schnell wirst du feststellen, dass Zeiten gibt, an den wenig in der Stadt los ist. So zum Beispiel zur Mittagszeit. In Monaten wie Juli oder August ist es oft einfach zu heiß. Aber wie in vielen südlichen Städten wird auch in Rom die Nacht zum Tag. Es wird spät gegessen und viel Zeit draußen verbracht.

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Auch der schönste Tag geht einmal zu Ende. Für uns allerdings recht spät, denn die Sommernächte in Rom sind einzigartig

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Wildlife-Volunteering Namibia: 4 Wochen Freiwilligenarbeit mit Wildtieren

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Irgendwie brauchte ich mal eine Auszeit. Quasi mein persönliches: Ich bin dann mal weg. Nach langer Recherche im Internet habe ich mich für ein Wildlife-Volunteering in Afrika, genauer gesagt in Namibia entschieden.

4 Wochen raus und Freiwilligenarbeit mit Wildtieren klingt schon ziemlich gut. Das war übrigens damals auch mein Auftakt mir das erste Mal eine Spiegelreflexkamera zu kaufen. Denn ich fand Wildlife-Volunteering und Wildlife-Fotografie passt sehr gut zusammen. Oder?

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Nach 20 Stunden Flug: Ankunft in Namibia

Was bedeutet Wildlife-Volunteering Namibia?

Natürlich hatte ich eine ungefähre Vorstellung, was ich für mich erwarte von so einer Freiwilligenarbeit mit Wildtieren. Namibia ist das Land mit der höchsten Geparden-Population. Genau die wollte ich auch sehen in meiner Zeit in Afrika. Welche großen und kleinen Tiere das Land allerdings noch so für mich bereit hält, konnte ich mir damals kaum vorstellen.

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Viel zu entdecken: Insects from outer space!

Freiwilligenarbeit in Afrika: Der Vergleich lohnt!

Wenn man nach Volunteering sucht, wird man überrollt von Anbietern im Internet. Doch wollte ich kein 08:15 Projekt, wo ich tausende von Euros für einen Touristen Urlaub bezahle. Ich wollte wirklich arbeiten und – wenn ich schon Geld bezahle – damit auch in irgendeiner Weise seinen Beitrag für die Wildtiere und viel mehr die Menschen dort leisten. Wenn du so eine Reise planst, empfehle ich dir vorab einen gute Recherche!

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Die N/a’an ku sê Foundation in Namibia

N/a’an ku sê Foundation vor den Toren von Windhoek

Ich habe mich für eine Farm in der Nähe von Windhoek, der Hauptstadt von Namibia entschieden – die N/a’an ku sê Foundation. Diese wird geleitet von dem Tierarzt Dr. Rudie van Vuuren und seiner Frau Marlice van Vuuren. Marlice ist eine erfahrene Tiertrainerin, die schon unter anderem schon mit Angelina Jolie zusammengearbeitet hat. Zudem verbindet sie eine Freundschaft mit dem Paar Pitt und Jolie, welches auch vor einigen Jahren für die Farm gespendet hat.

Wildlife-Volunteering-Namibia- Afrikanischer Wildhund
Auf N/a’an ku sê gibt es eine der seltenen Population Afrikanischer Wildhund

Was macht man denn bei so einer Freiwilligenarbeit?

Ich wollte ganz nah an die Tiere und ich musste ganz nah an die Tiere. Es ist schon ein etwas mulmiges Gefühl, wenn du direkt vor einem Geparden stehst. Diese faszinierenden Tiere! Auf N/a’an ku sê gehört das tägliche Tiere füttern zu einer der wichtigsten Aufgaben. Es gibt Geparden, Löwen, Leoparden, Paviane, Wildhunde, afrikanische Luchse, Giraffen aber auch eine ganze Menge normaler (also für mich als Europäer) vertrauter Farm-Tiere wie Rinder, Schafe, Ziegen oder auch Hühner.

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Ein Gepard wird auf seine Auswilderung vorbereitet
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Puffotter (Bitis arietans, veraltet Bitis lachesis) ist eine Giftschlange aus der Familie der Vipern = Finger weg!

Der Himmel über Afrika

Vielleicht hast du schon mal etwas von dem besonderen Himmel über Afrika gehört? Wenn nicht, dann kann ich dir nur ein Wort dazu sagen: Wundervoll!

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Der Himmel über Afrika

Meine Heimat für 4 Wochen

Gesprochen wurde in Englisch. Die Volunteers kamen aus allen Ländern der Welt. Jeder hatte eine eigene Geschichte. Da vergisst man schnell Fernseher, Internet und Co. – so soll es sein. Gewohnt habe ich in einem Zelt. Das Moskitonetz wurde schnell mein bester Freund – nicht wegen der Moskitos, eher wegen allerlei anderer kleiner Insektenfreunde namens Spinnen, Skorpionen und Schlangen.

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Somewhere in the middle of nowhere
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Enjoying Summer in Africa

Jeden Abend Schäfchen zählen

Hätte nie gedacht, wie anstrengend das Schafe zählen in echt sein kann. Wer sie das ausgedacht hat als Tätigkeit zum Einschlafen, hat es wohl nie selbst gemacht …

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Schäfchen zählen in Echtzeit

Eine Erdmännchen Familie

Der ein oder andere verbindet mit Namibia sicher auch die etwas neugierigen Erdmännchen. So war ich auch ziemlich erfreut diese direkt vor meinem Objektiv zu haben.

The Meerkat: Eine Erdmännchen Familie
The Meerkat: Eine Erdmännchen Familie

San Bushmen Kinder in der Grundschule

Auf der Farm arbeiten und wohnen auch viele San bzw. Bushmen Familien, die Ureinwohner von Namibia. Da die Familien sich kein Schulgeld leiten können, hat Marlice kurzerhand eine Schule für die Kinder gegründet. In der Zeit des Volunteering gehörte regelmäßige Besuche und mithelfen in der Schule dazu.

Die San Kinder der Bushmen in der Schule
Die San Kinder der Bushmen in der Schule

Vorbereiten auf die Freiheit

In den Wochen als ich da war wurde gerade die Auswilderung einer Geparden-Dame vorbereitet. Ein aufregendes Projekt. Es wurden Fussabdrücke genommen, Sendehalsbänder vorbereitet und in „Spaziergängen“ die Wiedereingewöhung mit der Geparden-Dame trainiert.

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Vorbereiten auf die Auswilderung

Juhu, meine Kamera kann auch filmen

Als ich mir damals die Kamera gekauft hatte, war es mir wichtig, dass ich mit dieser auch filmen kann. So habe ich neben dem Fotografieren auch etwas gefilmt. Das Ergebnis seht ihr hier:

Mehr zu der N/a’an ku sê Foundation findet ihr hier. Wenn ihr dadrüber hinaus noch Fragen zum Volunteering habt, schreibt mir gerne eine Mail oder per Kommentar!

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Got a monkey on my back …

Übrigens, wenn dich Afrika interessiert, dann ist vielleicht mein Beitrag „Auf Fotosafari in Kenia“ oder der „Besuch im Footprints Waisenhaus in Shimba Hills“ etwas für dich.


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Auf Fotosafari in Kenia: Sonnenaufgang im Tsavo Nationalpark

Afrikanischer Büffel - Fotosafari - Kenia - Afrika

Wie fühlt es sich an zum Sonnenaufgang durch die Graslandschaft vom Tsavo Nationalpark zu fahren, die ersten Antilopen im Unterholz zu entdecken, am Horizont kündigt sich eine Elefantenherde an, Giraffen und Zebras stehen dicht beieinander. Wunderschön trifft es wahrscheinlich am ehesten. Das dann aber auch noch aufs Foto zu bekommen, ist schon ganz schön – schwer.

Antilopen Herde im Unterholz

Morgen früh gibt es einen schnellen Kaffee und dann fahren wir gleich los!„, sagte unser Fahrer. Early Morning Gamedrive nennt sich das dann. Das ist so fast das tollste, was man sich auf Fotosafari in Kenia vorstellen kann. Zwar schläft die Savanne nie wirklich, doch gibt es morgens einfach die Stimmung, dass alles aufwacht.

Fotosafari kenia Afrika: Antilopen zum Sonnenaufgang

 

Sonnenaufgang im Tsavo-Nationalpark

Der Himmel über Afrika ist schon etwas besonderes, besonderes zum Sonnenaufgang. Es sind Farben zu sehen, wie sonst nirgendwo.

Fotosafari - Kenia - Afrika: Sonnenaufgang

 

Postkartenidylle Kenia

So, alle mal aufstellen bitte! Sie zwei da in dem gestreiften Anzug: Bitte in die Kamera schauen …„. Zufällig arrangiert sich vor uns plötzlich das perfekte Postkartenmotiv. Ohne Worte!

Fotosafari - Kenia - Afrika: Zebras und Giraffen

Glück muss man haben: Leoparden sind scheue Tiere

Es ist schon fast wie ein Sport für die Fahrer: Wer bekommt schneller alle Big 5 zusammen? Wer sichtet als erster die Löwen? Wie nahe geht es an die Elefanten ran?

Aber etwas wirklich besonderes sind die nächtlichen Jäger: Die Leoparden. Als wir an einen Busch ranfuhren, hieß es: „Da ist ein Leopard drin„. Warten und sich fragen: „Ähhh, wirklich? Da drin?„.

Um so überraschter ist man natürlich, wenn er plötzlich direkt neben einem auf den Weg springt und in aller Ruhe seinen Weg antritt – direkt in Sichtweite. #Glück auf der Fotosafari!

Fotosafari - Kenia - Afrika: Leopard

Auge in Auge mit dem Afrikanischen Büffel

Plötzlich kam über das Funkgerät, dass ein anderer Safari-Fahrer Büffel gesehen habe. Wir wenden und brausen los. Nach einem Kilometer tauchen die ersten Büffel aus dem Unterholz auf. Schließlich finden wir uns mitten in einer Herde Afrikanischer Büffel wieder.

Afrikanischer Büffel - Fotosafari - Kenia - Afrika

 

Red Elephants of Kenya’s Tsavo East

Zuerst kann man es sich nicht vorstellen: Rote Elefanten? Doch wenn man sie das erste Mal vor sich sieht, ist es sehr beeindruckend. Durch den roten Staub im Tsavo Ost Nationalpark haben die Elefanten hier die besondere Färbung.

Fotosafari in Kenia - Afrika: Fotosafari - Kenia - Afrika: Red Elephant

 

Giraffe aus Plastik

Irgendwie sah diese Giraffe unecht aus. „Maybe she is plastic„, witzelte unser Fahrer. Da stand sie nun, direkt vor uns und starrte uns an. Vielleicht wollte sie einfach nur das gleiche machen, was wir tun: Anstarren.

Fotosafari in Kenia - Afrika: Giraffe

 

Tierbeobachtung rund um die Uhr

Es sind Momente, die sich schwer in Worte fassen lassen. Oder wie kann man es beschreiben, wenn man mit einem Schritt aus dem Zimmer über die Weite der Serengeti den Sonnenaufgang beobachten darf?

Fotosafari in Kenia: Tierbeobachtung vom Zimmer

 

Löwenbaby auf Erkundungstour

Neugierig? Scheint so! Das Löwenbaby posiert für die neugierigen Kameras.

Fotosafari in Kenia: Löwen auf Entdeckungstour

 

Fotosafari in Kenia: Was habe ich gelernt?

Natürlich ist das Fotografieren von Wildtieren schon eine besondere Herausforderung. Es muss alles manchmal sehr schnell gehen. Der Leopard wartet nicht mit seinem Sprung aus dem Busch. Der Elefant läuft nicht noch einmal auf dich zu. Der Löwe hat schon seinen Grund, so weit und versteckt unter dem Baum zu liegen.

Tipps für die nächste Fotoreise

Ein gutes Teleobjektiv

Ein gute Teleobjektiv fehlte mir. Das Canon Ef-S 55-250 4-5.6 war schon ganz okay. Doch sind die Tiere oft zu weit weg, um wirklich klare, scharfe Bilder zu machen. Jedoch muss ich für ein etwas stärkeres Teleobjektiv wohl auch noch ein wenig sparen.

Fotografieren in RAW

Fotografieren in RAW habe ich leider erst nach der Fotoreise für mich entdeckt. So wäre sicher noch viel möglich gewesen in der Nachbearbeitung. Also ab sofort: Immer in RAW!

Genug Speicherplatz

Ich hatte eine 32GB Speicherkarte sowie einige kleinere Karten. Für Jpeg völlig okay. Doch bei RAW und 2 Wochen Fotoreise ist das zu wenig. Entweder ich nehme das nächste Mal ein externes Speichermedium wie ein kleines Laptop mit oder kaufe noch eine weitere große Speicherkarte.

Was habe ich gelernt?

Doch sind Momente auch nicht immer auf dem Foto festzuhalten. Es fotografiert ja nicht nur die Kamera sondern vor allem das Auge und auch das Herz. Und das gefällt mir!

Auf Fotosafari in Kenia

Fotoreportage Afrika: Footprints Orphanage, Shimba Hills in Kenya

Fotoreportage Footprints Orphanage Kenya

Vor einigen Wochen hatte ich das Glück das Footprints Waisenhaus nebst angegliederter Schule in den Shimba Hills in Kenya besuchen zu dürfen. Ich habe dort auch Fotos machen dürfen für den Jahreskalender 2015, den die Unterstützer des Projektes jedes Jahr bekommen. Hier eine kleine Fotoreportage über diesen beeindruckenden Ort unweit des Shimba Hills National Reserve im afrikanischen Kenya.

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Das Waisenhaus in den Shimba Hills

Kerry Watson hat diese Einrichtung im Jahre 2007 gegründet. In dem Waisenhaus wohnen 19 Kinder. Zudem hat die Gründerin Kerry eine Schule eröffnet. In dieser Schule finden bereits über 100 Kinder aus der Region Shimba Hills in Kenya nicht selbstverständlichen Zugang zu Bildung, einem täglichen Frühstück und Mittagessen und viel Liebe und Aufmerksamkeit.

Fotoreportage: Footprints Orphanage Kenya

Fotoreportage: Kids at Footprints Orphanage Kenya

Fotoreportage: Kids at Footprints Orphanage Kenya

Footprints Orphanage Kenya

Fotoreportage: Girl at Footprints Orphanage Kenya

Fotoreportage: Footprints Orphanage Kenya

Fotoreportage: Footprints Orphanage Kenya

Fotoreportage: Rain at Footprints Orphanage Kenya

Fotoreportage: Girl at Footprints Orphanage Kenya

Der Besuch in den Shimba Hills in Kenya war sehr beeindruckend. Ich habe Fotos machen dürfen von tollen Kindern, vielen glücklichen Gesichtern. Das Footprints Kinderheim hat sich sehr über die Bilder gefreut, welche sie jetzt für ihre Webseite, für den jährlichen Kalender und andere Anlässe nutzen möchte.

Kenia-Footprints-Orphanage-3

Für eine Fotoreportage erzählt es natürlich noch nicht eine Geschichte. Es sind eher Momentaufnahmen. Für mich sollte eine echte Fotoreportage noch deutlicher entscheidende Ereignisse in der Bildabfolge enthalten. Nichts desto trotz ist es eine Mischung aus Details, Total, Halbtotale und Nahaufnahme in interessanter Folge. Aber: Ich lerne ja noch.

Übrigens, wenn dich Afrika interessiert, dann ist vielleicht mein Beitrag „Auf Fotosafari in Kenia“ oder mein „Wildlife-Volunteering in Namibia“ etwas für dich.


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