Tipps zum Sonnenaufgang fotografieren: Mein Wecker auf 5:30 Uhr

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Der Tag beginnt: Stimmungen einfangen

Worauf kommt es an beim Sonnenaufgang fotografieren? Welche Kameraeinstellung sind wichtig zum Morgendämmerung fotografieren? Zu allererst gilt natürlich: Der frühe Vogel fängt den Wurm oder Morgenstund‘ hat Gold im Mund. Letztens war ich ein paar Tage bei einem Kurzurlaub an der Müritz in Mecklenburg Vorpommern. Da wollte mir die Chance nicht entgehen lassen, den Sonnenaufgang zu fotografieren. So habe ich mir den Wecker auf 5:30 Uhr gestellt, um ein paar Sonnenaufgang Fotos zu machen. Wobei für den Sommer diese Uhrzeit sogar schon zu spät wäre. Aber dazu später mehr!

Den Sonnenaufgang richtig fotografieren

Ich freu mich ja auf jedes neue Themenfeld beim Fotografieren lernen.

Aber was gilt es zu bedenken, wenn ich den Sonnenaufgang richtig fotografieren will? Wie bin ich zum Thema Kameraeinstellung Sonnenaufgang vorgegangen? Welche Brennweite nutze ich? Im Folgenden habe ich mal ein paar Erfahrungen aufgeschrieben.

Plane im voraus: Wann geht die Sonne auf

Schau dir auf Seiten wie dem Dämmerungsrechner von Jekophoto die Uhrzeiten für den Sonnenaufgang in deiner Gegend an. Andere verwenden dazu  Apps wie Sun Surveyor und PhotoPills. Plane morgens genug Zeit vorab für den Weg und das Zusammenpacken ein, damit du nicht in Hektik kommst. Noch ein Tipp: Im Winter ist es die beste Zeit, um einen Sonnenaufgang zu fotografieren. Da musst du nicht allzu früh raus. Schau vorab auch noch einmal auf den Wetterbericht.

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ISO 250, Blende f/8, 1/640 Sekunde

Packe dein Stativ ein

Je nach Lichtverhältnis und Uhrzeit wirst du eine längere Verschlusszeit verwenden. Alles bis zu einer 1/50 Sekunden kannst du noch aus der Hand halten. Aber um böse Überraschungen zu vermeiden, packe lieber gleich das Stativ ein. Wenn du kein Stativ hast, halte nach einer geraden, stabilen Oberfläche Ausschau. In der Stadt eigenen sich Stromkästen, Mülleimer oder auch kleiner Mauern. Bei Freihand-Aufnahmen halte deine Arme eng am Körper, stelle deine Füße mindestens Schulterbreit auseinander und fotografiere seitwärts. Dann hast du einen stabilen Stand.

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Ein Stativ im Gepäck ist immer hilfreich beim Fotos machen vom Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang.

Es gibt mehr zu sehen als nur den Sonnenaufgang

Zur frühen Stunde gibt es noch mehr faszinierende Motive als nur den Sonnenaufgang. Wie überall gilt: Schau dich um. Liegt Nebel über den Wäldern, wie spiegelt sich das Licht im Tau auf den Wiesen, was passiert über dir am Himmel? Fliegen schon Vögel zur frühen Stunde? Es gibt tolle Dinge zu entdecken, wenn der Tag anbricht.

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Pferde auf der Weide: Zum Sonnenaufgang in tollem Licht
Der Flug der Kraniche zum Sonnenaufgang
Der Flug der Kraniche zum Sonnenaufgang

Fotografiere und fotografiere

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Auch mit dem iPhone kann man tolle Bilder bei Sonnenaufgang machen

Du wirst fasziniert sein, was du nachher alles an Momenten auf deiner Speicherkarte entdeckst. Gib dich nicht mit den ersten Fotos zufrieden. Halte drauf, verändere die Kameraeinstellung, lege dich auf den Boden, verändere den Winkel und wechsele die Perspektive. Die Sonne und die Beleuchtung verändern sich um diese Uhrzeit im Minutentakt und setzten alles permanent in ein neues Licht.

Welche Kameraeinstellung zum Sonnenaufgang fotografieren?

Zu allererst starte ich wie folgt:

  • Ich empfehle etwas unterzubelichten und unbedingt in RAW zu fotografieren. Du hast dann noch genügend Spielraum, um nachher in Lightroom das Foto zu bearbeiten.
  • Schraube deine Kamera auf dein Stativ und wähle einen Wert von ISO 100-200 zu Beginn.
  • Schließe nun die Blende. So hast du die Chance auf diese faszinierenden Blendensterne. Diese hängen aber immer auch vom Objektiv ab.
  • Nun wirst du aller Voraussicht nach eine längere Verschlusszeit benötigen. Das ist okay, wenn deine Kamera auf einem Stativ ist.
  • Als Blende wähle immer mindestens 8 und mehr. Gerne auch mal Blende 11, um eine gute Tiefenschärfe zu bekommen. Warum? Dein Motiv ist in weiter Ferne und du willst ja ein vollends klares Bild.
  • Achte sehr auf deine Anzeige im Belichtungsmesser. Gleich das aber keinesfalls durch höhere ISO-Werte aus. Wie zu Beginn gesagt: Halte den ISO unbedingt niedrig, um kein Rausche zu bekommen.

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Die beste Sammlung zum Fotografieren lernen für Dich!

Tipp: Dein perfekter Start für die Grundlagen der Fotografie. Denn jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Ich empfehle dir dich zu Anfang mit den drei wichtigsten technischen Begriffen ISO, Blende und Belichtungszeit zu beschäftigen. Denn das macht viele einfacher!

Blende – einfach erklärt
Belichtungszeit – einfach erklärt
ISO – einfach erklärt
Fotografieren lernen für Anfänger: 15 Tipps


Sonnenaufgang: Fotos ohne zu verwackeln

Ist deine Belichtungszeit zu lang, dann verwackelt dein Foto. Doch ist für die Wahl der richtigen Belichtungszeit wichtig, dass du nur eine gewisse Zeit die Kamera ruhig halten kannst. Diese Zeit ist kürzer als du denkst. Als Faustregel kannst du die merken, dass du als Verschlusszeit immer den Kehrwert deiner Brennweite wählen solltest. Somit solltest du bei einer Brennweite von 50mm also mindestens 1/50 Sekunde an deiner Kamera wählen. Eher etwas kürzer – also vielleicht eine 1/100 oder auch 1/150 Sekunde.

Faustregel für Freihand-Verschlusszeit

Kehrwert Brennweite = Einstellung Verschlusszeit
(50mm = 1/50 Sekunde oder 100mm = 1/100 Sekunde)


Das Stativ für lange Belichtungszeiten

Wie erwähnt, da ich häufig am frühen Morgen oder späten Abend fotografiere, sind Stativ und Kabelfernauslöser für mich wichtige Begleiter. Nur damit kann ich denn Sonnenaufgang fotografieren sondern auch das nächtliche Stadtpanorama oder in dunklen Lost Places meine Fotos komponieren kann. Klar, natürlich kann ich auch den Sonnenaufgang mit einem Handy fotografieren, nur dann ist es oft eine Frage des Dynamik-Umfangs.

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Der Sonnenaufgang in Kenia – ein tolles und faszinierendes Licht!

Probiere neue Perspektiven aus

Zu den Tages-Randzeiten macht es Spaß auszuprobieren. Fotografiere gegen das Licht, versuche Personen und Gegenstände als Silhouette einzufangen und spiele ein wenig mit dem Licht. Du wirst begeistert und sein und einmal mehr feststellen: Fotografieren und Licht sind die besten Freunde.

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Die Perspektive wechseln: Runter auf den Boden und Details einfangen

Sonnenaufgang fotografieren – Videotutorial

Hier auch ein tolles Video von meinem Blogger-Kollegen Stefan Schäfer. Schaut doch mal rein!


Wie sind deine Erfahrungen beim Sonnenaufgang fotografieren?

Haben dir diese Ideen gefallen? Welche Erfahrungen hast du mit Fotos bei Sonnenaufgang gemacht? Ich freue mich auf deine Kommentare. Ach so, wenn du Tipps für tolle Orte zum Fotografieren zum Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang suchst, habe ich hier ein paar Tipps für tolle Fotolocations aufgeschrieben …


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5 gute Gründe, warum du dir eine Festbrennweite kaufen solltest

Festbrennweite-Fotografieren-Lernen

Brauchst du eine Festbrennweite? Also früher oder später wirst du auf deinem Weg beim Fotografieren lernen definitiv auf den Begriff Festbrennweite gestoßen sein – oder? Hast du vielleicht sogar schon eine?

Ich habe mir meine erste Festbrennweite vor ungefähr einem Dreivierteljahr gekauft. Seit dem bin ich verliebt. Denn ganz ehrlich: Diese 50mm haben mir geholfen meine Fotografie enorm weiter zu entwickeln. Darum geht es unter anderem auch in meinem E-Book „10 Ideen für besser Fotos“, das ich kürzlich für dich geschrieben habe. Doch nun habe ich mir noch einmal ein paar Gründe vor Augen geführt, warum eine Festbrennweite nie wieder in meiner Fototasche fehlen darf.

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So viel Liebe für 50mm: Meine Festbrennweite

Festbrennweiten und die Kreativität: Du komponierst dein Foto

Wahrscheinlich gibt es 1000 tolle Gründe für den Kauf einer Festbrennweite. Aber der für mich entscheidende Faktor ist die Bildgestaltung. Immer wieder bin ich in meiner Bildkomposition gescheitert an dem „ich habe zu viel auf meinem Bild“. Man sagt eine 50mm Festbrennweite bilde in etwa das gleiche Sichtfeld wie das menschliche Auge ab. Das bedeutet, dass der Blick durch deinen Sucher deinem Sichtfeld entspricht. Das macht dir das fotografische Leben einfacher. Denn du kannst eben nicht zoomen. Du kannst nicht „weitwinkeln“. Es geht nicht! Wenn du mehr – oder weniger – auf deinem Bild haben möchtest, benutze deine Füße. So einfach ist das. Mir hat das sehr geholfen. Ich bin ans Motiv ran gegangen, bin auf Distanz gegangen. Ich habe erneut geschaut und viel intensiver überlegt, bevor ich den Auslöser gedrückt habe. Hier findest du weitere Gedanke zum Thema Bildgestaltung.

Festbrennweite-Zoom-Fotografieren-Lernen
Die Festbrennweite lehrt dich das Wesentliche zu fotografieren

Zoomobjektiv vs. Festbrennweite: Scharfe Bilder

Eine Festbrennweite (im englischen auch Prime Lens oder Fixed Lens) liefert dir sehr scharfe Bilder. Es gibt eine Reihe von Gründen, warum das so ist. Zum einen hat eine Festbrennweite weniger optische Elemente als das klassische Zoom-Objektiv und so kommt das Bild schärfer auf deinen Sensor.

Zudem hat ein Zoom Objektiv in der Regel immer mehr Verzeichnungen und chromatische Aberrationen. Das meint Farbsäume an kontrastreichen Kanten, vorzugsweise eher in der Nähe von Bildrändern und den Ecken des Fotos. Diese chromatischen Aberrationen entstehen je nach Objektivqualität mehr oder weniger. Und bei Zoom Objektiven eben mehr. Dazu kann ich dir den Blog Traumflieger ans Herz legen. Da kann man tolle Testberichte zu Objektiven lesen.

Festbrennweite-Portrait-Objektiv
Die Festbrennweite: Mein Portrait-Objektiv

Das 50mm-Geheimnis: Das wunderschöne Bokeh

Sobald du über Festbrennweite recherchierst, wirst du oft auch den Begriff Offenblende lesen. Denn das macht oft eine gute Festbrennweite aus: Die Möglichkeit mit einer so genannten Offenblende Fotos mit einem wundervollen Bokeh hinzubekommen. Das Bokeh bezieht sich auf die Qualität der Unschärfe in den Bereichen, die nicht im Fokus sind. Dieser verschwommene Hintergrund macht dein Foto oft zu einem Wow-Foto. Und Wow-Fotos tun uns als Fotografen doch gut – oder? Das Bokeh betont dein Hauptmotiv und du leitest den Blick des Betrachters. Mit einem Zoom Objektiv ist es nicht immer leicht ein tolles Bokeh hinzubekommen, da es dazu eben kleine Blendenwerte benötigt (hier übrigens eine kurze Auffrischung zum Thema Blende).

Festbrennweite tolles Bokeh und Lichtstärke
Eine Festbrennweite liefert ein tolles Bokeh – auch bei wenig Licht

Lichtstärke: Viel Licht für tolle Bilder

Fotografieren lernen: Die Blende
Fotografieren lernen: Die Blende, Foto: KoeppiK (Eigenes Werk), Wikimedia.

Ebenso wie durch einen kleinen Blendenwert ein tolles Bokeh erzeugt werden kann, lässt ein Objektiv mit einem kleinen Blendenwert (zum Beispiel mit einer Offenblende von f/1.8) sehr viel Licht durch. Die Lamellen der Blende sind weit geöffnet und lassen viel Licht auf den Sensor beim Auslöser drücken.

Das ist super, wenn du in ungünstigen Lichtverhältnissen fotografierst und (natürlich) ohne Blitz auskommen möchtest. Mit einem Zoom-Objektiv, welches mit einer Blende von f/5.6 oder im Zoom-Bereich sogar erst ab f/6.5 startet, wirst du bei wenig Licht Schwierigkeiten haben ein scharfes Bild hinzubekommen, ohne das über ISO (Iso zu hoch = Bild-Rauschen) oder eine lange Belichtungszeit (Belichtungszeit zu lange = Bild verwackeln) ausgleichen zu können. Mit einer Lichtstarken Festbrennweite bist du da sehr viel unabhängiger auch mal in ungünstigen Lichtsituationen zu fotografieren.

Das günstigste Objektiv: Die Festbrennweite

Wenn du dich einmal auf dem Einsteigermarkt für Festbrennweiten umschaust, wirst du erstaunt sein wie günstig eine brauchbare Festbrennweite sein kann. Meine erste Festbrennweite – die Canon 50mm Festbrennweite mit Blende f/1.8 – hat gerade mal knapp unter 100 Euro gekostet. Und ich liebe das Objektiv immer noch! Vor ein paar Monaten habe ich mir noch eine 85mm Festbrennweite hinzu gekauft. Die war schon etwas teurer, aber klar – teurer geht immer. Sobald du nach einer Festbrennweite mit f/1.4 oder f/1.2 Ausschau hältst, wirst du wie immer sehen – äh, es geht auch noch mal teurer.

Aber wenn du keine Profi-Werbefotos machen willst, brauchst du diese nicht. Ich bin mit meinen zwei Festbrennweiten von 50mm und 85mm sehr glücklich.

Hast du schon eine Festbrennweite?

Was ist dein Lieblingsobjektiv? Und warum? Ich freue mich auf deine Meinung!


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