5 Schwarzweiß-Fotografie-Tipps: So werden deine Fotos noch besser!

Schwarzweißfotografie-Tipps

Fotografierst du oft in schwarzweiß? Wie schrieb es der Stilpirat Steffen Böttcher in seinem Buch “Abenteuer Fotografie” so schön: “Wenn ich nicht zwingend von der Fotografie leben müsste, würde ich nur noch schwarzweiß fotografieren”. Was für eine Hommage an die Schwarzweiß-Fotografie.

Es gibt Motive, die sind einfach für Schwarzweiss-Fotografie gemacht worden.

Vor einiger Zeit verriet mir Fotograf Christoph Boecken im Gespräch auch noch: „Farbe lenkt für mich ab … Schwarzweiß lässt mich in Licht und Schatten denken, es ist wesentlich einfacher für mich …„. Da wusste ich, jetzt ist es Zeit mich auch mal intensiver mit der Schwarzweißfotografie zu beschäftigen.

Wow, diese Kontrast werden nur in der Schwarzweiss-Fotografie sichtbar.

Nicht immer, aber immer öfter in schwarzweiß

So habe ich in den letzten Wochen auch hin und wieder meine Bilder in schwarzweiß gemacht beziehungsweise diese anschließend in schwarzweiß entwickelt. Nun schreibe ich euch einmal meine 5 wichtigsten Erfahrungen in meiner Schwarzweiß Fotografie auf. Ich bin gespannt, wie eure Erfahrungen mit schwarzweiß so sind.

Olympia Stadion Berlin Architektur fotografieren
Architektur – fotografiert im Olympia Stadion in Berlin – für mich immer ein Thema für Schwarzweiss-Fotografie.
Schwarzweißfotografie-Tipps-2
Gerade in der Schwarzweiß-Fotografie ist es super das Formen und Muster sehen zu üben

1. Fotografiere in RAW

Architektur fotografieren in Berlin
„Boys Dream“ in schwarzweiß

Es ist verlockend: Jpeg ist schön kompakt und spart Speicherplatz. Hinzu kann man in der Kamera ja eh alle Filter voreinstellen auf schwarzweiß, Sepiatönung und Co. Seit einem halben Jahr aber fotografiere ich nur noch in RAW. Wow, was da in der Nachbearbeitung alles möglich ist. Für einen Schwarzweiß-Fotowalk habe ich einfach die Displayanzeige auf schwarzweiß voreingestellt. Denn RAW speichert alle Informationen (inklusive der Farben) ab. Perfekt, damit habe ich das beste aus zwei Welten.

2. Wenn deine Kamera kein RAW kann, dann fotografiere in Farbe

Nicht jede Kamera kann RAW. Und klar, ein gutes Foto braucht keine teure Kamera. Also wenn deine Kamera kein RAW kann, dann fotografiere in Farbe und wandeln es in der Nachbearbeitung in schwarzweiß um. Die Möglichkeiten mit den Farbreglern auch im Schwarzweiß-Modus zum Beispiel in Lightroom zu arbeiten sind verblüffend.

3. Für schwarzweiß den ISO-Wert an deiner Kamera runter

Fotografiere mit dem niedrigsten, möglichen ISO Wert. Klar, ein Schwarzweiß-Foto darf auch mal eine schöne Körnung haben, aber wenn es verrauscht ist, ist oft wenig zu retten. Also auch hier lieber in der Nachbearbeitung rum spielen, statt vorher auf Qualität zu verzichten.

Gerade für ein schwarz weiß Portrait sind die Einstellungen wichtig.

4. Schlechtes Wetter ist dein Schwarzweiß-Wetter

Alle beschweren über das graue Wetter. Viel zu viele Wolken am Himmel? Dann ist es möglicherweise genau richtig für deine ersten Schritte in die Schwarzweiß Fotografie. Jetzt kannst du den Trumpf der Kontraste voll ausspielen.

Graues Wetter ist perfekt für Schwarzweiss-Fotografie
Graues Wetter ist perfekt für Schwarzweiss-Fotografie

5. Komposition, Kontraste, Texturen und Licht und Schatten

Muster und Rhythmus im Bild – das wird besonders in der Schwarzweiß Fotografie sichtbar.

Grundregeln der Schwarzweiß Fotografie

Klar, jegliche kompositorische Grundregeln der Fotografie gelten auch für die Schwarzweiß-Fotografie. Doch muss ich mein Auge immer etwas dran gewöhnen, wenn ich in schwarzweiß fotografiere. Formen, Tönen, Kontraste und Texturen wirken in schwarzweiß noch viel intensiver. Und das wichtigste: Licht und Schatten haben eine gigantischen Einfluss auf dein Foto – DAS Gestaltungselement in der Schwarzweiß-Fotografie.

Paul Löbe Haus - Architektur fotografieren in Berlin
Der Spaß mit Formen zu spielen in der Schwarzweiß-Fotografie.
Schwarzweiss Fotografie: Tipps
Das Auto meines Nachbarn wirkt auch in schwarzweiß super!
Schwarzweiss Portrait Fotografie
Ein Schwarzweiß-Portrait erzählt Geschichten!

Also, was denkst du so über das Stilmittel Schwarzweißfotografie? Was fotografierst du in schwarzweiß? Ich freu mich auf deine Meinung per Kommentar!


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8 Tipps für Fotos an heißen Sommertagen

Sonnenaufgang-fotografieren-Tipps-Einstellungen

Über 30 Grad? Puh! Es wird heiß die nächsten Tage. Sehr heiß! Bedeutet das für dich eher raus gehen und Fotos machen – und eben gerade Fotografieren im Sommer? Oder Füsse hoch, Kamera bei Seite legen und auf kühlere Tage und weniger direktes Sonnenlicht warten? Schließlich ist die pralle Sonne ja nicht immer mein Lieblingslicht für Fotografen. Aber ich versuche mal mit diesen Tipps zum Fotografieren im Sommer in die kommenden heißen Tage zu gehen. Was sind deine „es-wird-heiß“ Tipps für das Sommer-Sonne-Sonnenschein fotografieren?

1. Zeit für eine Portion Lens Flare: Linsenreflexion geschickt nutzen

In der klassischen Fotografie werden Linsenreflexionen oder auch Blendenflecken durch Hilfsmittel wie die Streulichtblende und Polfilter unterdrückt. Aber spiele doch einfach mal damit und zeige so in deinem Bild den heißen Sommertag.

Linsenreflexion-Lens-Flare
Sonnenblende abnehmen und bewusst Lens Flare erzeugen

2. Beobachte den Sommer, die Sonne und den Sonnenschein

Herrlich, das Leben findet draußen statt. Also warum nutzt du nicht die Gelegenheit und beobachtest, wie andere den Sommer genießen? Zeit für tolle Motive!

Fotomotive im Sommer: Sommerbadespaß im Wasser
Fotomotive im Sommer: Sommerbadespaß im Wasser

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Heißer Sommertag auf Kuba: Zwei alte Männer spielen ein Brettspiel

3. Wo Licht ist, ist auch Schatten

Auch wenn die Sonne hoch am Himmel brät, gibt es viele schattige Plätze. Wenn dir eh zu heiß ist, schaue nach schattigen Plätzen. Wie wäre es mit dem Friedhof um die Ecke, der alten Ruine oder dem Kellergewölbe? Die pralle Sonne sucht sich ihren Weg und liefert dir vielleicht tolle Lichtstrahlen?

Fotolocation Friedhof Weissensee

4. Abstrakt denken

Oft sind es die kleinen Motive, die mir wirklich Spaß machen. Manchmal könnte ich Stunden am Busch vor der Haustür oder vor den Balkonblumen verbringen. Und wenn es heiß wird, ist auch viel „Geschwirre“ um mich herum. Selbst bei hoher Sonne und blauem Himmel ergeben sich wundervolle Motive in einer kleinen Welt.

schmetterling: makrofotografie im sommer

5. Fotografiere in schwarzweiß

Sonne erzeugt schatten. Viel Sonne erzeugt noch härtere Schatten. Suche dir Orte, wo du mit Formen und Linien spielen kannst, schalte auf schwarzweiß um und freue dich auf schöne Schattenspiele.

hard-shadows-photography
Schattenspiele machen an sonnigen Tagen besonders Spaß!

6. Anderen ist auch heiß

Nicht nur dir ist heiß. Wohin ziehen sich andere Menschen zurück. Gehe mit offenen Augen und einem Teleobjektiv durch den Stadtpark, den botanischen Garten oder andere Rückzugsorte. Was entdeckst du?

Ruckzug im Stadtpark - Fototipps für den Sommer
Ruckzug im Stadtpark

7. Steh früh auf und entdecke, wie der Tag beginnt

Im Sommer beginnt das Leben früh. Sonnenaufgang ist je nach Region schon um 5 Uhr oder 5:30 Uhr. Aber wenn du einmal überwindest, wirst du belohnt mit unendlich schönen Motiven. Hier mehr zu meinem früher-Vogel-Trip

Sonnenaufgang-fotografieren-Tipps-Einstellungen
Die Perspektive wechseln: Runter auf den Boden und Details einfangen

8. Auch der schönste Tag geht zu Ende

Klar, wenn der Sommertag zu Ende geht, dann wimmelt es nur so von Motiven. Abendsonne, Blaue Stunde, klarer Nachthimmel oder tolle Plätze für Sonnenuntergangfotos. Selbstgänger! Mir macht es dann besonders viel Spaß gegen das Licht zu fotografieren.

Sommerabend auf dem STREET FOOD THURSDAY
bikeride

Dein Kameraequipment im Sommer

Eine Sache noch: Achte auf dein Kameraequipment im Sommer. Dem kann nämlich auch ganz schön heiß werden. Also niemals im zu heißen Auto liegen lassen (äh, sowieso niemals unbeobachtet im Auto liegen lassen), dem Sensor kann auch heiß werden – also auch mal eine Pause gönnen am eh schon zu heißen Tag, und eine Aufbewahrung in einer guten Tasche ist auch immer zu empfehlen.


Willst du noch mehr Fotolocations entdecken?

Hier findest du Location-Tipps zu Lost Places in Berlin oder auch zu Fototouren und Fotoworkshops in Berlin. Zudem habe ich dir ein paar Ideen aufgeschrieben, wie du selbst nach neuen Fotolocations in deiner Nähe suchen kannst. Oder schau doch mal hier zum Thema fotografieren lernen allgemein.


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Der Selbstmörderfriedhof: Ruhestätte für die Todsünde

Selbstmörder Friedhof Grunewald Forst

Ich musste schon etwas suchen, um meine gestrige Fotolocation zu finden. Tief im Grunewald habe ich ihn dann endlich gefunden: Den kleinen Friedhof Grunewald-Forst.

Schwarzweißfotografie auf dem Selbstmörderfriedhof

Dieser Friedhof wird auch „Friedhof der Namenlosen“ oder „Selbstmörderfriedhof“ genannt. Da ich begonnen habe mich intensiver mit dem Thema schwarzweiß Fotografie zu beschäftigen, war mir sofort klar: Das ist der perfekter Fotoort in Berlin für Schwarzweißfotografie.

Selbstmörder Friedhof Grunewald Forst

Todsünder wollen wir nicht

Der Friedhof liegt unweit eines Havel-Knicks. Hier wurden früher hin und wieder Wasserleichen angetrieben. Unter den Toten waren auch Menschen, die sich das Leben genommen haben. Das galt früher als Todsünde in der christlichen Kirche. Daher durften diese Menschen nicht auf den „normalen“ Friedhöfen beerdigt werden.

Nico Velvet Underground Grab Selbstmörder Friedhof Grunewald Forst

Eine Waldlichtung wird zum Friedhof

Es war Aufgabe der Forstverwaltung sich dieser Vorfälle anzunehmen. So beschloss die Forstverwaltung im Jahre 1878/79, die Toten auf einer kleinen Waldlichtung, dem heutigen Standort des Friedhofes, zu bestatten. Aus dem Jahre 1900 ist der älteste erhaltene Eintrag zu finden. Es war die Beerdigung eines 22-jährigen Schlossergesellen.

Selbstmörder Friedhof Grunewald Forst

Die letzte Ruhestätte als Fotomotiv

Nach und nach sprach sich herum, dass hier Suizidenten die letzte Ruhestätte finden können. Nun wandten sich auch angehörige aus der weiteren Umgebung an den Oberförster. 

Selbstmörder Friedhof Grunewald Forst

Ein Ort, um sich das Leben zu nehmen

Hin und wieder wurden die Toten auch kurzerhand selbst auf der Lichtung begraben. Hinzu kamen auch noch einige Selbstmörder, die sich unweit des Areals ihr Leben nahmen, um der Familie die Tortur der ungnädigen Friedhofsverwaltungen der Stadt zu ersparen.

Selbstmörder Friedhof Grunewald Forst

Letzte Ruhestätte von The Velvet Underground’s Nico

Das wohl bekannteste Grab auf dem Friedhof aber ist des deutschen Models, Schauspielerin und Sängerin Christa Päffgen, besser bekannt als Nico. Sie war Muse und Inspiration für Andy Warhol . Dieser suchte nach einer passenden Band für Nico. Er fand The Velvet Underground, brachte sie zusammen und produzierte das Debütalbum The Velvet Underground & Nico. Nico wurde nach ihrem Tot auf Ibiza auf dem Friedhof Grunewald-Forst im Grab ihrer Mutter beigesetzt.

Nico Velvet Underground Grab Selbstmörder Friedhof Grunewald Forst

Wie kommt ihr zu dieser Fotolocation in Berlin?

Ich bin zuerst den Schildhornweg von der Verbindungschaussee aus gelaufen. Das war keine so gute Idee. Da ist man einige Zeit unterwegs. Besser ist es von der Havelchaussee aus ran zu fahren und dann ein Stück zu laufen. Da ist es dann auch ausgeschildert. Ihr könnt mit dem Bus 218 ab S-Bahn Heerstr. fahren bis zur Station Havelweg.

Was solltet ihr mitnehmen?

Verbindet es doch gleich mit einem Spaziergang durch den Grunewald. Dann natürlich Wasser einpacken. Ansonsten hatte ich ein Weitwinkel (habe ich eigentlich immer bei Landschaft und Outdoor-Fotos dabei) und ein lichtstarkes 18-35mm Objektiv mit dabei. Denn auf dem Friedhof gibt es schon die ein oder andere dunkele Ecke.

Kennst du auch schöne Fotoorte und Plätze zum fotografieren in Berlin? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar.

Fotolocation Selbstmörder Friedhof Grunewald Forst

 


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PS: So schaute der letzte IG-Fotografie Newsletter aus!