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Meine 14 Top-Tipps für großartige Businessporträts und Bewerbungsfotos

Ich fotografiere seit einigen Jahren sehr gerne Business-Fotos und Unternehmensporträts und arbeite schon länger als Business-Porträt Fotograf und auch Spezialist für Bewerbungsfotos in Berlin. Immer wieder kommen in den Shootings ähnliche Fragen wie „Styling-Tipps fürs Business- und Bewerbungsfoto“ oder auch „Soll ich als Frau Haar offen oder zusammen beim Businessfoto machen“.

Heute habe ich mal ein paar meiner besten Tipps für dein großartiges Business-Foto zusammengestellt, wenn du neue Unternehmensporträts, Team- oder Mitarbeiterfotos oder auch einen Termin für ein Bewerbungsfoto planst. Denn sind wir mal ehrlich – der alte Spruch „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ ist gerade in aktuellen Zeiten von LinkedIn, Instagram und Co hochaktuell.

Gute Business-Fotos machen als Unternehmen deine Startup-Idee greifbar, geben deinem Team ein Gesicht und können möglicherweise sogar die Conversion steigern. Und ohne Frage kann ein tolles und vor allem charakterstarkes Bewerbungsfoto überzeugen und vielleicht sogar das kleine Zünglein an der Waage sein für die gewünschte Einladung zum Bewerbungsgespräch.

Wir haben in der Regel zwischen zwei Arten der Business-Porträts – entweder im Umfeld oder vor einem Studio-Hintergrund. Hier habe ich mich für eine spannende Perspektive im Büroumfeld entschieden.

1. Zum Start: Wer bist du und wie willst du wirken?

Bei all den SWOT-Analysen habt ihr als Unternehmen euch doch schon hundert Mal selber analysiert. Ihr habt es geschafft eurer Webseite ein Image zu geben (oder ihr arbeitet gerade dran und braucht genau dafür passende Fotos). Dieses sollte sich auch in den Bildern von euch oder dem Team wieder finden. Es geht um Seriosität aber vor allem auch darum, ehrlich und persönlich zu wirken. Sollen euch die Kunden vertrauen? Seid ihr jung und hip? Habt ihr eine aktive Community? All das sollte sich auch in den Bildern wiederfinden. Denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Nutze diese Chance optimal aus.

Dazu hilft es auch, wenn sich all die Verantwortlichen aus den Bereichen Marketing, Social Media, Employer Branding und HR einmal zusammensetzen – vielleicht hilft auch ein gemeinsames Mood-Board, auf dem Ideen gesammelt werden von spannenden Teamfotos.

Gleiches gilt natürlich auch für ein Bewerbungsfoto – wie willst du da rüber kommen? Welche Attribute stehen für das Unternehmen (wenn du schon ein besonderes im Auge hast). Sprich mit dem Fotografen darüber. Vielleicht könnt ihr das mit einfließen lassen.


2. Unterschätze nicht die Über-Uns Seite und die Wirkung spannender Mitarbeiter-Porträts

Die “Über uns” oder auch die Team-Seite auf der Business-Webseite wird öfter geklickt, als viel denken. Denn der Webseiten-Besucher will schließlich wissen, mit wem er es zu tun hat. Ein Grund mehr, um dir frühzeitig Gedanken zu machen über Team-Bilder, Mitarbeiter-Porträts oder auch charakterstarke Gründer-Porträts.

Fotos aus deinem Unternehmens- oder Startup-Alltag ein tolles Wir-Gefühl vermitteln
Foto: unsplash/Brooke Cagle

Hinzu können Fotos aus deinem Unternehmens- oder Startup-Alltag ein tolles Wir-Gefühl vermitteln. Ein gutes Gründer-Porträt kann dir zudem auch in der Akquise-Phase helfen, wenn sich potentielle Investoren ein Bild von deinem Unternehmen und dir machen wollen.


3. Was macht ein gutes Business-Porträt aus

Aber was macht ein gutes Business-Porträt aus? Ein überzeugendes Business-Porträt, auch als Corporate Headshot bezeichnet, ist ein Bild, welches in der Regel das Gesicht von dir als Person zeigt. Ziel des Business Headshots ist es vor allem Professionalität zu vermitteln – du kannst, wofür du stehst. Dies wird oft durch das ein gewisses Posing, die Einstellung, den Gesichtsausdruck und die Kleidung erreicht – also es soll etwas rüberkommen. Wie wir das im Foto umsetzten kommt ganz drauf an – vor allem auf dich und den Anlass für das Foto.

Ein charakterstarkes Business-Porträt darf auch gerne anecken und auffällig sein.
Aber es sollte zum Unternehmen passen.

4. Styling-Tipps fürs Business- und Bewerbungsfoto

Foto: unsplash/Rachel McDermott

Überlege dir mit ausreichendem Vorlauf, was du auf deinem Business-Foto anziehen willst. Super als Inspiration ist auch auch immer Pinterest. Lustige Sprüche, grafisch-auffällige Logos oder Bandnamen würde ich eher vermeiden. Gerade beim Porträt stehen die Chancen gut, dass das Shirt im Foto angeschnitten wird und das sieht echt albern aus.

Gibt es in deinem Unternehmen, eurem Startup oder bei deinem zukünftigen Traumarbeitgeber einen Dresscode? Selbst wenn dem nicht so sein sollte, allzu wild solltest du in deiner Kleiderwahl nicht vorgehen. Insbesondere bei Gruppenfotos ist es empfehlenswert, dass nicht nur einer mit dem buntesten Hawaiihemd vor die Kamera tritt, es sei den es ist das Team-Maskottchen oder der CEO.

Sofern es jemanden im Team gibt mit einem guten Auge für Mode, hol dir dort gerne einen Rat ein. Grundsätzlich gilt aber, dass sich jeder in seiner Haut und seinem Outfit wohlfühlen sollte.

Auch ist es möglich mit Accessoires eine Brücke zu schlagen. Das Blumen-Startup bloomydays hat sich zum Beispiel Blumen als verbindendes Element genommen, BOOK-A-TIGER hat sich für das gemeinsame Team-T-Shirt entschieden und das Mode-für-Männer Startup Outfittery hat sich für das Ganzkörper Fashion-Porträt vor dem virtuellen Outfittery-Dressingroom entscheiden.


5. Welche Location passt zu eurem Business-Fotoshooting?

Klar, zum Start habt ihr nicht unbedingt das super durchgestylte Loft. Das ist auch gar nicht nötig. Denn für ein gutes Foto gilt sowie “weniger ist mehr”. Daher reicht für ein gutes Porträt Foto oft schon ein einfarbiger Hintergrund aus. Das kann der graue Fotohintergrund sein, die schöne Steinwand mit spannender Textur oder auch die Hofeinfahrt. Wichtig ist, dass gerade bei Teambildern eine Einheit geschaffen wird. Ein gleicher Hintergrund und ein gleicher Ausschnitt schafft Zusammenhalt in der Porträt-Reihe. Zudem solltet ihr euch fragen, wofür ihr die Fotos anschließend benötigt. Sollen die Fotos gedruckt werden? Dann ist eine hohe Auflösung wichtig. Sollen eure Fotos einen Bezug zu eurer Stadt oder eurem Standort haben? Möglicherweise wollt ihr die Fotos anschließend freistellen. Da ist ein weißer oder zumindest einfarbiger Hintergrund zu empfehlen.


6. Strahlen, aber bitte nicht glänzen

Je nach Fotograf und Location wird auch super gerne künstliches Licht für das Business-Fotoshooting verwendet – sei es die Blitzanlage, der Aufsteckblitz oder das LED-Dauerlicht. Ich nutze alles gerne immer mal wieder – nicht nur bei meinen Business-Fotoshootings. Doch birgt Kunstlicht auch die Gefahr – oder sagen wir Herausforderung -, dass man ausschaut wie ein glänzendes Irgendwas. Zudem hat nicht unbedingt jeder Fotograf einen Visagisten dabei. Wenn ihr das Shooting für euch selber macht, ist das oft noch unwahrscheinlicher.

Da kommt gerne wieder die oder der Kollege ins Spiel, welche/r sich mit Makeup auskennt. Denn so ein wenig dezentes Puder oder zumindest einmal (bei Herren) das Gesicht trocknen mit einem Tuch kann wahre Wunder wirken. Und wer zu Beginn des Shootings noch nicht glänzt, kann während des Shootings trotzdem ins Schwitzen kommen. Also auch zwischendurch immer mal kurz checken und bei Bedarf kurz abpudern. Denn das kann ich euch verraten: So ein Glänzen weg zu retuschieren per Lightroom oder Photoshop ist eine echte Herausforderung in der Nachbearbeitung der Fotos.


7. Make Up beim Bewerbungsfoto

Und in puncto Make Up sollte sparsam mit dem Make Up umgegangen werden. Zu viel ist nie gut.

Denke daran – du bist im professionellen Kontext – im Arbeitsumfeld. Ein natürlicher Look funktioniert immer am besten. Übertreibe es nicht – du machst dich nicht ausgehfein. Wenn du immer viel Lippenstift trägst, so ist das okay – das bist du. Aber ich kann nur wiederholen: Weniger ist mehr!


8. Lächeln? Gerne, aber bitte authentisch!

Großartig, wenn es ein echtes, tolles und herzhaftes Lachen ist –
aber das gelingt nicht jedem beim Fotoshooting.

Die wenigsten können auf Knopfdruck lächeln. In einer möglicherweise stressigen Fotoshooting-Atmosphäre vielleicht noch viel weniger. Hier ist ebenfalls die Person am Auslöser der Kamera gefragt. Das muss bitte nicht das plumpe “Cheese” sein.

Ein kurzes Gespräch kann eine verkrampfte Fotosituation auflockern und den fotografierten schnell vergessen lassen, dass er gerade fotografiert wird. Nun muss nur im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt werden. Die Bildagentur plainpicture ist auf ihrer Teamseite einen Schritt weiter gegangen und hatte einmal jedem Teammitglied kleine Videos hinterlegt. Auch eine clevere Idee. Derzeit haben sie sogar sympathische Homeoffice Videoclips.

Für den Fotografen gibt es Tricks die Situation aufzulockern. So sollte er viel loben, um dem Fotografierten die Angst zu nehmen. Um sich nicht nur hinter der Linse zu verstecken kann ein Kabel oder Fernauslöser helfen. So kann der Fotograf viel lockerer mit dem Gegenüber sprechen und immer mal auf den Auslöser drücken.


9. Haare beim Bewerbungsfoto

Oh je, so ein gern gefragtes Thema. Frauen: Haare offen oder zusammen? Meine Meinung: Frauen mit langen Haaren, sollten wenn möglich keine offenen Haare auf dem Foto haben.

Ich hatte so viele Leute, die gekommen sind, um eben schnell ihre Mitarbeiter fotografieren zu lassen. Eilig, hastig -und den Wind quasi noch im Haar. Da kurz ein Check im Spiegel und schauen, ob es liegt wie gewünscht. Gerne auch eine zweite Meinung einholen beim Fotografen.

Für den Fall der Fälle eine Bürste im Gepäck. Denn eine Photoshop-Frisuren Rettung ist super aufwändig und nicht immer von Erfolg gekrönt. Zudem sprengt es oft den Zeit und Budgetrahmen einer möglichen Nachbearbeitung. Also lieber vorher die paar Momente Zeit nehmen und das Haar in den Griff bekommen.


10. Der Mann in frisch rasiert oder Vollbart?

Bart, Vollbart oder wie auch immer – derzeit ist ja nahezu alles erlaubt. Doch ist es für das Foto – ebenso wie mit dem Haupthaar – wichtig, das es gepflegt und für den Job passend erscheint. Gerade wenn dein zukünftiger Vorgesetzter das Foto anschaut. Nicht jeder will neben einem Zauselfreddy sitzen. Ebenso ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass du mit einem wilden und ungepflegten Vollbart immer auf dem Bild das Gefühl für „Ich habe alles im Griff“ vermittelst. Also Fazit: Bart – gern, kein Problem, aber bitte ordentlich und gepflegt.


11. Hilfe, meine Brille reflektiert auf dem Foto

In der Tat ist für Fotografie-Anfänger eine Brille auf dem Foto nicht immer ganz einfach. Der Blitz wird reflektiert, es spiegelt und ist nicht ganz einfach zu fokussieren. Wenn du also normalerweise eine Brille trägst und die Leute es gewohnt sind dich damit zu sehen, so solltest du diese für das Foto nicht abnehmen.

Trägst du die Brille nur am Computer oder zum lesen, so kannst du sie auch weglassen. Entscheide dich vorher, ob du sie tragen willst oder nicht. Denn wenn du sie erst im Shooting abnimmst, so können – gerade beim Porträt – die Abdrücke sichtbar sein.


12. Business Porträt selber machen oder eine professionelles Fotoshooting?

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Nicht zu schnell aufgeben. Im linken Foto ist das Gesicht noch zu wenig beleuchtet und das Motiv zu dunkel. Also mehr Licht auf das Motiv geben oder eine andere Blende wählen!

Ein Profi-Shooting kann – muss aber nicht – teurer werden. Aber es lohnt sich – muss ich ja auch sagen als Fotograf 😉 Wenn du also einen Business-Fotografen in Berlin oder auch anderswo sucht – frage mich gern! Denn bevor du auf gute Fotos verzichtest oder auf alte “da-war-ich-noch-an-der-Uni-Bilder” zurück greifst, kannst du auch nach fotografisch talentierten Kollegen oder Bekannten Ausschau halten. In den Unternehmen, in denen ich bisher gearbeitet habe, habe ich immer mal wieder Fotos von Kollegen gemacht. Entweder für das neue Xing-Profilbild des Kollegen, Teamfotos für die Webseite oder das schnelle Porträt für die Pitch-Präsentation.


13. Zeige dich von deiner besten Seite

Meine Nase ist…, mein rechtes Auge ist immer… – viele Leute wissen, wie sie vor der Kamera aussehen und welche Seite ihres Gesichts sie bevorzugen. Ich persönlich nicht, daher überrascht es mich immer, wenn Leute sagen, dass dies meine beste Seite ist. Aber es hilft mir wirklich und macht mein Leben einfacher, da ich mich auf diese Seite konzentriere und damit arbeite.

Ebenso, wenn es eine Eigenschaft deines Gesichts gibt, die du nicht magst oder die dich selbstbewusster macht – lass es den Fotografen wissen.


14. Ganz wichtig: Klappe halten!

Wie oft habe ich schon gehört „„Ich hasse es, wenn ich fotografiert werde“ oder „ich hatte noch nie ein Foto, mit dem ich zufrieden bin.“ Und dann wird nervös drauf los gebrabbelt, quatsch gemacht und versucht die Situation zu überspielen. Nicht gut! Lieber mal durchatmen, dich dem Fotografen anvertrauen und den Profi machen lassen. Ein guter Fotograf wird mit dir sprechen, dir die Sorge und die Angst nehmen. Alles wird gut!


Suchst du noch einen Businessfotografen?

Du bist auf der Suche nach einem Fotografen für deinen Bewerbungsfotos, einem Business-Porträt Fotografen für charakterstarke Businessfotos in Berlin? Super, ich fotografiere sehr gerne spannende Businessfotos und Business-Porträts in Berlin, sowie Business-, Startup- und Unternehmensreportagen. Auch gerne gefragt sind kreative Teamfotos, wenn es um gute Businessfotografie geht.

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