Porträtfotografie lernen: 5 einfache Porträtfotografie Tipps um ein persönliches Porträt zu fotografieren

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Suchst du Porträtfotografie Tipps? Perfekt, denn hier habe ich dir meine ultimativen Tipps zum Gesichter fotografieren und Porträtfotografie lernen aufgeschrieben. In letzter Zeit habe ich immer mehr Spaß ein persönliches Porträt zu fotografieren. So wirken deinen Aufnahmen noch authentischer und das macht jedes Porträt zu etwas Besonderem. Aber schreibt man nicht eigentlich Portraitfotografie also Portrait mit „ai“? Dazu unten ebenfalls mehr!

Zu allererst: Es macht mir Spaß Gesichter zu fotografieren, mit meinem Gegenüber in zu sprechen, ihre Geschichten zu erfahren und dabei zu versuchen die Persönlichkeit auf das Foto zu bekommen. Posen mag ich nicht sonderlich, denn meine Porträts sollen authentisch sein. Klar, wenn die Atmosphäre stimmt und man ein spannendes Model hat, dann geht das auch 🙂 Aber darum soll es hier nicht so viel gehen. Hier zeige ich dir ein paar meiner liebsten Porträt Fotos, die ich in den letzten Monaten fotografiert habe und verrate dir hinzu ein paar Porträtfotografie Tipps und Tricks für deine Shootings. Hier findest du zudem ein ausführliches Tutorial zum Thema Porträtfotografie lernen.

Aus dem klassischen Porträt etwas besonderes machen

Diese Tipps helfen dir aus einem klassischen Porträt etwas besonderes zu machen. Jedoch kommen natürlich noch eine Menge weitere Tricks und Kniffe für tolle hinzu, die nicht nur zum Thema Porträtfotografie lernen gehören. So ist es vorab wichtig dich mit dem Thema Licht zu beschäftigen. Wie sollte dein Model zum Licht sich wenden und welches Licht macht dein Porträtfotos besonders spannend? Diese und viele weitere Tipps kannst du dir übrigens als eBook runterladen. Den Link dafür findest du ganz unten bei der kostenlosen Newsletter-Anmeldung.

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Ich fotografiere gerne Porträts und nutze dafür fast ausschließlich meine Spiegelreflexkamera und eine Festbrennweite. Hier fotografiere ich das Model mit einer Brennweite von 200 mm für einen tollen Farbverlauf und Unschärfe im Hintergrund.

Nun aber lass und starten mit dem Abenteuer Porträtfotografie:

1. Gehe nah ran an dein Porträtmotiv

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Für ein gutes Porträt musst du im Shooting auch mal nah ran gehen.

Es gibt tolle Zoom-Objektive mit faszinierenden Brennweiten. Doch fotografiere ich in der Regel mit einer 85 mm oder 50 mm Festbrennweite und gehe sehr nah ran. Hinzu wähle ich eine große Blende von f/4 oder f/2. Wichtig ist, dass du darauf achtest beide Augen scharf zu haben. Solltest du nur eines im Schärfe-Bereich haben wollen, so sollte dieses zumindest das vordere (in Entfernung zur Kamera) sein. Zudem gehe ich sehr nah ran. Das schafft eine tolle Nähe in deinen Porträt Fotos.

Überlege nach der Kontrolle der ersten Aufnahme immer, wie sich diese verbessern ließe. Durch einen ruhigeren Hintergrund, eine andere Perspektive oder einen neue Pose? Probiere es aus!

2. Sei locker und rede mit deinem Gegenüber

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Einfach reden, fragen und auch schön viel Spaß haben. Dann dauert es nicht lang und all die Schüchternheit ist weg!

Gerade wenn dein Gegenüber und du euch noch nicht so gut kennt, mache nicht den Fehler und verstecke dich beim Shooting schweigend hinter deiner Kamera. Reden ist alles! Es gibt so viel, was du fragen kannst. Sobald dein Gegenüber die Scheu verliert und locker wird, werden die Fotos auch automatisch viel entspannter. Das erfordert einige Übung, gerade wenn du noch viel einstellen willst oder irgend etwas nicht funktioniert. Nur nicht die Nerven verlieren. Lass doch dein Porträt Partner teilhaben und erzähle was du gerade machst. Denn dann werden es noch natürlichere Porträtfotos.

3. Beweg dich und wechsele den Standpunkt beim Porträtfoto

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Mal nicht in die Kamera zu schauen kann eine schöne Auflockerung sein

Du hast alles schön aufgebaut und merkst „äh, nee, so funktioniert das nicht„. Dann schließe ich den Kabel- oder Fernauslöser an und bewege mich im Raum. Mein Gegenüber folgt mir, wir unterhalten uns und ich fotografiere einfach weiter. Spannend, was dabei für Fotos raus kommen!

4. Beachte die Drittel-Regel – auch in der Porträtfotografie

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Achte auch auf die Komposition. Natürlich ist das Gesicht und die Augen das Highlight, doch ist es noch spannender, wenn du dabei die Drittelregel im Kopf behältst

Klar, dein Gegenüber ist das Hauptmotiv. Doch platziere das Gesicht nicht immer in der Fotomitte sondern denke an die gute alte Drittelregel. Hier auch noch ein paar Tipps für eine gute Bildkomposition.

5. Porträts gestalten: Das Funkeln in der Augen

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Das Funkeln in den Augen schafft Lebendigkeit: Das Catchlight

Im Porträt geht es oft um das Funkeln in den Augen. Das nennt sich catch light und wird in der Regel durch die Reflexion der Lichtquelle in den Augen der fotografierten Person erzeugt. Dafür kannst du verschiedene Tricks anwenden. Du kannst zum Beispiel mit einem Blitz arbeiten, jedoch diesen nicht direkt auf die Person richten. Dieses Foto habe ich mit einer Softbox von links oben sowie einer Lichtquelle gegenüber der Person fotografiert. Das ergab eine schöne Lichtmischung. Aber auch Fenster oder ähnliches erzeugen schöne catchlights und faszinieren den Betrachter, denn sie geben einen lebendigen Look.

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Porträts müssen nicht im Studio fotografiert werden. Es macht Spaß die Person bei ihrer Lieblingsbeschäftigung zu fotografieren!

Was bedeutet Porträtfotografie im geschichtlichen Sinne?

Die Porträtfotografie wurde (und wird) häufig zur Anfertigung von Steckbriefen und Passbildern verwendet. Zur Herleitung zitiere ich mal Wikipedia: „Als Porträtfotografie bezeichnet man ein fotografisches Genre, bei dem Porträts von Lebewesen angefertigt werden; Motive sind meist Menschen, häufig werden auch Tierporträts erstellt. Ziel der künstlerischen Porträtfotografie ist meist das fotografische Herausarbeiten des charakteristischen Wesens des Motivs.

Wie schreibt man Porträtfotografie oder Portraitfotografie?

Porträt ist ein Fremdwort und steht für die »Darstellung, Bildnis eines Menschen« (in Kunst, Musik, Literatur, Film) und wurde im 17. Jahrhundert dem bedeutungsgleichen französischen Wort portrait entnommen. Daher auch die Schreibweise Portraitfotografie, die jedoch mittlerweile als veraltet und auch als nicht mehr korrekt gilt. Klar, das dazugehörige Verb ist porträtieren.


Typischen Fehler der Porträtfotografie

Am Anfang habe ich immer wieder Fehler gemacht. Mal waren die Augen unscharf, dann habe ich mit Weitwinkel fotografiert und hatte zu viel drauf. Oder ich habe nicht auf den Hintergrund geachtet, war zu weit weg oder was auch immer. Aber es ist Übungssache. Auch in punkto Licht und Schatten (gerade der Schatten der Nase zum Beispiel) bedarf einiger Übung.

  • Kontrolliere die Schärfe nach dem ersten Foto.
  • Gib deinem Gegenüber Feedback und lobe viel!
  • Grundsätzlich: Rede mit deinem Gegenüber.
  • Überlege dir ein paar tolle Fotoshooting Ideen für dein Porträt Shooting.
  • Lass deinen Gegenüber teilhaben – (auch bei Problemen mit der Technik zum Beispiel).

Wie geht es dir beim Porträt Fotos machen? Worauf achtest du? Was macht deine Porträts besonders?


Die beste Brennweite für Portraits

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Welches ist die beste Brennweite für Portraits? Hier die Wirkung von 24mm, 50mm und 85mm im Vergleich.

Gerade in der Wahl der richtigen Brennweite liegt oft ein Geheimnis in der spannenden Bildwirkung. Hier einmal für dich zum Vergleich drei sehr unterschiedliche Brennweiten – 24mm (Weitwinkel), 50mm (Normal Brennweite) und 85mm (leichter Zoom/Tele).

Mein Favorit ist das 85mm Objektiv, denn da ist die Kompression perfekt für den Porträteffekt, den ich am liebsten mag. Ich fotografiere daher sehr gerne sowohl mit meiner 50mm Festbrennweite sowie meiner 85mm Festbrennweite.


Welche Blende für das perfekte Porträtfoto

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Welche Blende und Einstellung ist die richtige für mein Porträt?

Welche Blende ist die beste für die Wirkung meines Porträts? In Bild A ist es ein kleiner Blendenwert (f8-f16), Bild B ein mittlerer Blendenwert (f5,6) und Bild C hat für mich die optimale Wirkung mit einer Offenblende (bei f2-4). Die offene Blende gibt deinem Foto diesen schöne Unschärfe im Hintergrund und trennt das Motiv vom Hintergrund. Das zieht die Aufmerksamkeit perfekt auf dein Hauptmotiv.


Die besten Porträt Fotografen der Welt

Welche großen Fotografen Meister gibt es eigentlich, von den wir alle noch richtig viel lernen können? Dazu habe ich dir hier einfach mal einige meiner favorisierten Fotografen im Bereich Porträts und Porträtfotografie aufgeschrieben.

Steve McCurry mit einem der bekanntesten Porträts der Welt


Ohne Frage ist das ist das des “Afghanischen Mädchens” – fotografieret von McCurrys zu den wohl bekanntestes Porträtfotos.

Annie Leibovitz

Annie Leibovitz ist großartig. Es gibt auch tolle Tutorials von ihr. Sie arbeitete lange als Fotografin für das Rolling Stone Magazin sowie das Vanity Fair Magazin. Sie gilt – auch für mich – als eine der besten Porträtfotografen Amerikas.

Richard Avedon


Richard Avedon gehört ebenfalls zur absoluten Top 10 der größten Porträtfotografen. Er hatte so viele bekannte Porträts fotografiert, so eine besondere Fähigkeit eine Verbindung zu seinem Gegenüber herzustellen. Wahnsinn!


Blende, Brennweite, mm & Co: Meine Kamera Einstellung bei Porträts

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Die Blende befindet sich in deinem Objektiv. ISO 100 / 70 mm / f/4,5 / 1/50s

Immer wieder werde ich gefragt mit welchem Objektiv ich denn am liebsten Porträts fotografiere. Was ist meine favorisierte Brennweite in Millimetern (mm) und so weiter. Denn damit lenke ich auch das Auge des Betrachters.

85mm oder 50 mm für meine liebsten Porträts

Dieses high-key Foto habe ich Fotografiert mit ISO 100, 85mm, 1/125s und Blende 4,5
Dieses high-key Foto habe ich Fotografiert mit ISO 100, 85mm, 1/125s und Blende 4,5.

Ich empfehle ein Objektiv mit einem leichten Tele-Effekt wie zum Beispiel meinem 85mm Objektiv von Canon. Damit fotografiere ich am meisten, wenn ich Porträts mache.

Offenblende für die Portion Unschärfe im Hintergrund

Fotografiert mit meinem 85mm Objektiv und einer 2,2 Blende (nicht ganz offen – aber fast Offenblende).

Ich wähle in der Regel immer die Offenblende (also die größtmögliche Öffnung meiner Blende) oder fast ganz offen. So kommt eine tolle Unschärfe im Foto zustande. Warum nicht ganz offen? Da mir dann manchmal es etwas zu wackelig wird den eigentlichen Fokuspunkt (hier beide Augen) auch wirklich ganz scharf zu haben. Bei so einem kleinen Fokus ist das tolle, das der Betrachter toll ins Foto gezogen wird.


Noch mehr Tipps zur Porträtfotografie

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Die besten Tipps für tolle Porträtfotografie

Hier findest du noch mehr Tipps zur Porträtfotografie.


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lars poeck

lars poeck

Hier schreibe ich über mein Lieblingsthema: Die Fotografie. Ich schreibe über meinen Weg das Fotografieren zu lernen, mich verbessern zu wollen und stets neugierig zu bleiben.

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