5 Überlebenstipps, wenn du dir eine neue DSLR-Kamera kaufen willst

Tipps-Spiegelreflexkamera-Anfaenger

Du liebst das fotografieren genauso wie ich? Du hast das nicht mehr ganz aktuelle Spiegelreflexkamera (DSLR) Model, fotografierst mit deiner iPhone-Kamera oder besitzt eine Digitalkamera jeglicher Gattung? Immer wieder siehst du überall diese Wahnsinnsbilder irgendwelcher Fotografen und denkst: Das will ich auch? Du suchst bei Google nach dslr kamera test oder anderen Themen. Aber worauf kommt es wirklich an, wenn du eine neue DSLR-Kamera kaufen willst? Was ist wichtig, wenn du die beste Spiegelreflexkamera für Anfänger suchst?

Hier übrigens findest du Bestseller in der Kategorie Kompakte Systemkameras, hier hingegen findest du die Bestseller in der allgemeinen Kategorie „Digitale Spiegelreflexkameras„.

Fotoneid: Boah, womit fotografieren die das?

EXIF-Datei zu Kamera Bewertung
Per EXIF-Datei sehen, womit ein Bild fotografiert wurde

Wie nur bekommen die anderen immer diese großartigen und gestochen scharfen Bilder hin?

Wenn du dir Bilder online anschaust, so liefern manche Bilder die so genannten EXIF-Daten mit. Das steht für Exchangeable Image File Format. Diese EXIF-Daten geben Auskunft mit welcher Kamera ein Bild fotografiert wurde. Diese findest du bei vielen Bilder auf Google+ oder oft auch per Rechtsklick auf das Lieblingsbild.

Bingo, ich brauch eine neue Kamera. Das Bild hier rechts wurde beispielsweise mit einer Nikon D800 sowie dem Nikon AF-S Zoom-Nikkor 14-24mm 1:2,8 Weitwinkel Objektiv fotografiert. Natürlich kannst du sofort auf Amazon, Idealo und Co. nach der Kamera suchen. Doch wirst du schnell ernüchtert feststellen – die Kamera der Träume kostet vielleicht 2.500 Euro – ohne zugehörige Objektive. Aber brauchst du das?

Vor jeder DSLR-Kaufberatung, Kamera-Bestenliste und Co …

Nehmen wir doch einmal die rosarote Brille ab und fragen uns: Brauche ich zum jetzigen Zeitpunkt wirklich genau diese Kamera? Wo stehe ich gerade in der Fotografie? In dem Dschungel aus Point-and-shoot Kamera, DSLR, Megazoom, Spiegellos und Co. gibt es nun mal keine „one-size-fits-all“ Kamera. Aber was für eine Kamera ist denn die nächste richtige Kamera für mich und meine Art der Fotografie?

Ich habe ein paar Tipps aufgeschrieben, nach denen ich derzeit meinem Kamerakauf durchdacht habe, bevor ich mein Erspartes in den den nächsten Fotoladen meiner Wahl trage. Dabei ist es egal, ob du die beste Spiegelreflexkamera für Anfänger oder einfach nur ein paar gute Tipps für deinen gelungenen Kamerakauf suchst.

1. Bestandsaufnahme deiner Fotografie vor der Kamera-Kaufberatung

Frage dich selbst: Was fotografierst du derzeit? Was für eine Art Fotograf bist du? Wo willst du hin? Was ist deine Motivation: Profi oder Hobby?

Jede DSLR-Bestenliste und jeder Kameratest ist nur dann gut, wenn du ihn nach deinen Bedürfnissen interpretieren kannst. Wenn du das beantworten kannst, kannst du mit der Suche beginnen oder bestenfalls feststellen: Technisch kann meine Kamera das, was ich derzeit will.

Zudem solltest du dich sicherstellen, dass dein neues Equipment mit deinen vorhandenen Objektiven funktioniert – sofern du diese weiter nutzen willst.

Ich fotografiere gerne das Nachtpanorama über Berlin … Fachbegriff: Long-Exposure Cityscape at Night.
Ich fotografiere gerne das Nachtpanorama über Berlin … Fachbegriff: Long-Exposure Cityscape at Night.

Auf der Photokina und anderen Fotomessen werden jedes Jahr unzählige neue Kamera-Modelle vorgestellt – von Objektiven ganz zu schweigen. Das sollte dir aber erst einmal völlig egal sein.

Frage dich zu Beginn, WAS du eigentlich gerne fotografierst.

Fotografierst du gerne Familienfeiern, Architektur, Reisen, HDR, im Videomodus, nachts, im Automatikmodus, mit viel Gepäck oder ohne schwer zu schleppen, minimalistisch oder das große Stadtpanorama, Insekten in Großaufnahme, alles mögliche? Diese Frage kannst nur du dir beantworten! Und diese Frage ist entscheidend im Hinblick auf jegliche Kamera-Kaufberatung.

Ich zum Beispiel habe in den letzten Monaten viel ausprobiert. Doch immer wieder finde ich mich in zwei Themen wieder: Nächtliches Stadtpanorama in Langzeitbelichtung und Porträts von spannenden Gesichter – egal ob auf bei der Streetfotografie oder in Workshops.

2. Es geht ins Gewicht: Was darf dein Fotoapparat wiegen?

Canon-EOS-700D-SLR-Digitalkamera-18-Megapixel-76-cm-3-Zoll-Touchscreen-Full-HD-Live-View-Kit-inkl-EF-S-18-55mm-135-56-IS-STM-0-4Eine Canon 6D Vollformat-Kamera wiegt mit einem Objektiv knapp 1,5 Kilo. Die Sony Alpha 7 wiegt in betriebsbereitem Modus 500 Gramm. Das neue iPhone 6 wiegt 125 Gramm. Je nach Art und Anspruch, machen alle drei Geräte anständige Fotos.

Also frage dich: Wie viel Gewicht möchte ich mit herum schleppen. Ich habe mir diese Frage beantwortet und sage: Es ist mir egal! Ich will das voll Gewicht und liebe meine DSLR inklusive Objektiv-Park, verstaut in meinem Fotorucksack auf dem Rücken.

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3. Objektiv betrachtet: Geld spielt eine Rolle

Sony-ILCE-QX1-TestberichtMegapixel und Zoom sind nicht alles. Das Objektiv spielt einen entscheidende Rolle in deiner Bildqualität. Entscheidest du dich für eine „point-and-shoot“ oder eine Megazoom Kamera, dann hast du nicht viel mitzureden bei der Objektivauswahl.

Geht es aber ins Gefilde der Digitalen Spiegelreflexkamera oder auch der Spiegellosen Systemkameras, dann stehst du zusätzlich vor der Wahl, welches Objektiv du willst – eine entscheidende Rolle in der Bildqualität. So können Objektive für eine Canon 6D gerne mal über 1.000 Euro pro Stück kosten.

Wenn du also nebst Kamera und auch neue Objektive benötigst, solltest du gut überlegen, mit welchem System du startest.

4. Drum prüfe, wer sich ewig bindet: Das Fotozubehör

Der Einkauf bei Amazon und Co. ist schon wirklich komfortabel. Kurz noch den aktuellen DSLR Kamera Test lesen und dann kaufen. Oder? Doch ist das bei einer neuen Kamera auch etwas risikoreich. Ich kaufe viel über Amazon und empfehle dir auch viel über Amazon. Doch eine Kamera will und muss ich in der Hand halten, bevor ich diese kaufe. Ich möchte fachsimpeln und mich beraten lassen. Somit bevorzuge ich hier doch den örtlichen Fotoladen und nicht den Online-Händler. Bei Objektiven vertraue ich immer auf Foto-Blogs wie Traumflieger mit ihren großartigen Objektiv-Bewertungen. Ein Freund von mir empfiehlt den Foto-Blog dxomark.com. Hier gibt es auch jede Menge toller Reviews zu Kameras und Co.

Wünscht du dir insbesondere ein Feature – wie zum Beispiel filmen in 4k oder einen besonders guten elektronischen Sucher? Versuche dich im Vorfeld etwas mehr damit zu befassen, denn dann kannst du die hochtrabenden Marketingsprüche und Werbeaussagen hinterfragen.

Denke vielleicht auch noch einen Schritt weiter und frage dich, ob dein bisheriges Zubehör mit deiner etwaigen neuen Kamera zusammen passt (UV-Filter, Speicherkarten, externe Blitzgeräte). Das alles kostet auch einiges in der Neuanschaffung.

5. Hast du keins – leih dir eins: Verleih von Fotozubehör

Eine Option, über die ich bisher immer nur gelsen habe, es aber noch nie ausprobiert habe: Foto-Equipment ausleihen. Foto-Ketten wie Calumet oder auch mein örtlicher Fotoladen Foto-Meyer bieten Verleih von Fotozubehör an. Sehr praktisch, wenn ich also an einem Wochenende erst einmal prüfe, ob ich das 1.250 Euro Weitwinkel wirklich brauchen und ob es mir Spaß macht.

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Eines der ersten Bilder mit meiner neuen Canon 6D Kamera

Fazit: Ich weiß, was ich will – meine Fotoausrüstung

All diese Punkte klingen wie ein Plädoyer gegen den Kamerakauf. Doch will ich dich nur dafür sensibilisieren deine Ansprüche zu durchleuchten, damit deine nächste Kamera wirklich auch das erfüllt, was du dir wünscht. Anhand dieser Punkte habe ich mich in den letzten Monaten nämlich häufig hinterfragt, ob ich eine neue Kamera brauche. Ich fotografierte seit knapp 5 Jahren mit meiner Canon EOS 550D und war bisher sehr zufrieden.

Mittlerweile hatte diese Kamera einiges mitgemacht. Damals hatte ich mit meiner Kamera verabredet: „Wenn ich einmal an den Punkt komme, dass sie nicht mehr alles erfüllt, was ich mir wünsche, darf sie in Rente gehen. Vor einigen Jahren dann war es so weit.

Anschließend habe ich mir eine Canon EOS 6D gekauft und bin von APS-C Chip zu Vollformat aufgestiegen. Das war sehr aufregend. Zum Start hatte ich mir die Canon 6D im Kit mit einem 24-70mm Objektiv gekauft. Da ich gerne Portraits fotografiere, habe ich mir hinzu das Canon EF 85mm/ 1,8/ USM Objektiv gekauft. Es fühlte sich toll an! Vor gut einem Jahr habe ich mir dann noch die Fujifilm X100F gekauft. Ein ganz neues Erlebnis. Denn diese Kamera ist wie eine alte Kamera mit tollem Retro-Design.

Wie sieht es mit deinen Wünschen und Ansprüchen aus? Hast du dir in den letzten Monaten einen neue Kamera gekauft? Hast du dich ich ein neues Objektiv verliebt? Ich bin gespannt auf deine Meinung.


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lars poeck

lars poeck

Hier schreibe ich über mein Lieblingsthema: Die Fotografie. Ich schreibe über meinen Weg das Fotografieren zu lernen, mich verbessern zu wollen und stets neugierig zu bleiben.

9 Comments

  1. Ich bin dieses Jahr von der normalen Digitalkamera Nikon Coolpix S2500, auf eine Nikon D5200 umgestiegen, da die Digitalkamera einen Sturz nicht überkebt hat. Ich war mega verwirrt in dem Technik Dschungel und konnte noch gar nicht so genau sagen, wo ich mit meiner Fotografie hin wollte. Feststand, ich möchte es Hobby mäßig machen und das ich gerne Landschaften und Tiere fotografiere. Aufgrund meiner Arbeit mit Kindern nun auch Kinder die in Bewegung sind. Ich habe nur ein Standardkit genommen für den Anfang und das reicht auch erst mal. Irgendwann möchte ich mir aber noch ein zweites Objektiv anschaffen,. Ich habe erst mal noch zusätzlich ein Stativ und ein Fernauslöser gekauft um die Landschaften auch bei Nacht fotografieren zu können.

     
    1. Hi Valerie,
      genau so ging es mir auch. Hab auch mit einem Standart-Kit angefangen und war sehr glücklich damit. Das Nikon System kenne ich nicht. Lese immer nur, dass die sehr scharfe Bilder machen. Also eine gute Wahl von Dir.
      PS: Das Bild aus dem Regierungsviertel von Dir ist toll!

       
  2. 2011 bekam ich zu Weihnachten meine erste Kamera, eine 150€ Kompakte. Damals fand ich die total cool, hab aber nur geknipst.
    Irgendwann hab ich das Interesse verloren.
    Vor ca. einem Jahr hab ich mit einer ziemlich alten DSLR angefangen, der Konica Minolta Dynax 7D und dann anhand des Monds viel gelernt über Kameratechnik.
    Im Februar diesen Jahres hab ich die Canon EOS 400D von meinem Vater abgekauft, der sie nicht mehr wollte.
    Jetzt will mir mein Vater seine komplette restliche Ausrüstung schenken (!), eine Canon EOS 5D (die erste), mit Objektiven.
    Begründung: Ich würde soo gut fotografieren, er will sich lieber seiner analogen Minolta-Ausrüstung widmen.
    Tatsache ist, die 5D hat, seit er sie 2008 gekauft, ca. 200 Auslösungen. Er hat also ein Stück weit das Interesse an Fotografie verloren, auch wenn er meiner Meinung nach besser fotografiert als ich.
    Was denke ich dabei?
    – die 400D würde ich gerne gegen eine neuere austauschen, komme mir aber komisch vor, wenn ich sie nicht einmal ein Jahr hatte
    – die 5D find ich super, hat aber auch ihre besten Jahre im Allgemeinen hinter sich
    – bin ich eigentlich nur ein Kamerafreak, kein Profi, keiner, der Geld verdienen will
    – kommt mir das Alles ein bisschen schnell vor
    -was fotografier ich gern: Portrait (auch wenn ich nur meine Schwester als Model hab), mein Haustier-Nymphensittich, Landschaft, Natur, Vögel (dazu fehlt mir ein gutes Tele), Makro

    Mal schauen. Susanne, 18 Jahre, die alle DSLR Ausrüstung bis zum Ende der Welt schleppen würde 😛
    Glückwunsch, wer bis hier gelesen hat 😉

     
  3. Moin Lars,
    ich fotografiere seit acht Jahren mit meiner geliebten Nikon D300 und habe diese Zeit genutzt um meine Objektivauswahl aufzuhübschen. Hier kann ich jedem Deinen Punkt 5 ans Herz legen: Wenn ein Fotoladen in der Nähe Objektive vermietet – einfach mal für´s Wochenende das Traumobjektiv leihen. Meist merkt man dann ziemlich schnell, ob das Objektiv zu einem passt. Und teuer ist es (im Verhältnis zum Kaufpreis) meist auch nicht.

    Clemens

     
  4. Ich fotografiere mit einer Canon 600 d und habe mir vor zwei Monaten eine Canon 7 D ( gebraucht) gekauft! Nächstes Jahr soll eine Canon 6 d folgen da ich mich auf Vollformat umstellen möchte! Dann geht die 600 er in Rente! Ausprobiert habe ich die 6 D in einem Canon Workshop von Niederrhein Fotografie mit Dirk Boetcher. Echt zu empfehlen da man jede Kamera mit Objektiv für kleines Geld ( um 60 €) ausprobieren kann! Mein Objektivpark besteht aus kleinen Brennweiten ( 50 & 60 mm) Festbrennweiten , Superweitwinkel 11-16 mm und einigen Zoomobjektiven 24-70 & 70-200 mit F2.8 als auch einigen kitobjektiven vom Einstieg. Ein 85 mm objektiv ist noch in Planung dann ist erst mal Schluss .
    Alles um Spaß zu haben und diesen mit anderen zu teilen. Die Fotografie ist Hobby und Ausgleich für mich.
    Gruß Ewald

     
  5. Hallo, habe bisher immer nur Fotos mit meinem Handy oder mit einer einfachen Digitalkamera gemacht, wohne aber mit einem super blick auf einen Berg mit Mega Sonnenuntergängen und Wahnsinns Mondnächten und ärgere mich fast täglich das ich diese tollen Bilder nicht festhalten kann! bin also ein absoluter Neuling und würde gern wissen mit welcher Kamera ich wohl anfangen müsste, wäre Super wenn du mir behilflich wärst! Würde mir wohl erstmal eine gebrauchte kaufen wollen! Deine Bilder sind alle samt Super und würde mir wünschen irgend wann auch mal tolle Bilder zu machen! Dank Dir

     
  6. Toller Beitrag. Ich erkenne da einige Parallelen zu mir. Der Wunsch auf Vollformat umzustellen zum Beispiel.
    Auch ich fotografiere schon ein paar Jahre mit der Canon 550 und liebäugele mit der 6D. Ich denke, die Haptik einer „großen“ Canon spielt dabei eine Rolle.
    Vor ein paar Monaten habe ich mir ein altes 55 mm Objektiv gekauft. Eines aus der Zeit, als Glas noch golden schimmerte. 1,4er Anfangsblende. Das hat auch noch einmal einen Schub gegeben, mit der alten Canon Spaß zu haben.
    Aber irgendwann wird es dann wohl doch vollformatig.
    Danke für die Anregungen in Deinem Blog.
    M

     
  7. Hallo Lars,
    Ich habe mir von meinem Weihnachtsgeld die Sony HX400V geleistet. Grund für meine Entscheidung war, dass ich eine Bridge Kamera mit gutem Objektiv wollte. Da ich schwerbehindert bin, hat auch das Gwicht eine Rolle gespielt. In den Tests kam die Sony sehr gut weg. Bin bisher von der Kamera begeistert. Ich bin absolute Anfängerin und bisher nur mit einer Kleinbild „geknipst“. Mal sehen ob ich in ein paar Jahren mit mehr Erfahrung auf eine Spiegelreflex umsteige.
    Liebe Grüsse
    Claudia

     

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