Landschaftsfotografie: 11 geniale Tipps & Tricks für atemberaubende Fotos (inkl. Pdf)

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Hier habe ich für dich meine super einfachen Landschaftsfotografie-Tipps für echte Wow-Fotos zum ganz einfach nachmachen. Hinzu findest du unten ein gratis Landschaftsfotografie-Tutorial als Pdf zum Download. Zudem habe ich ein paar Tipps für das passende Kamera-Zubehör, Einstellungen und Bildaufbau für deinen nächsten Landschaftsfotografie-Trip. Mit diesen einfachen Landschaftsfotografie-Tipps erzielst du garantiert super schnell noch bessere Landschaftsfotos. Damit macht es noch mehr Spaß auf dein nächstes Landschaftsfotografie-Abenteuer zu starten und auf Motivsuche zu gehen. Wenn du weitere Tipps hast, dann schreibe das gern in die Kommentare unten. Ich freu mich drauf!

Auch in der Landschaftsfotografie gilt: Finde dein Hauptmotiv

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Überlege dir bei jedem Motiv: Was ist mein Hauptmotiv. Auch in der Landschaftsfotografie sollte das erkennbar sein.

Was ist mein Hauptmotiv? Hier ist es eine Allee mit seinen Linien. Es kann auch ein einzelner Baum sein, eine Person die auf dem Berg gegenüber steht. Aber dem Betrachter sollte immer klar sein, was du genau fotografieren möchtest.

Schlechtes Wetter: Perfekte Voraussetzungen

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Oft erzeugt gerade schlechtes Wetter besonders dramatisches Licht für die Landschaftsfotografie – wie hier bei einer Sturmflut in Zingst

Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Sicher kennst du diese kleine Weisheit. Aber sie trifft auch auf die Fotografie im weitesten Sinne zu. Denn gerade wenn es wolkig und dramatisch draußen aussieht, ist das die beste Voraussetzung für super stimmungsvolle Impressionen. Also das nächste Mal schnell Fototasche packen und raus! Hier habe ich übrigens noch ein paar Tipps, wenn du Fotos bei Regen machen möchstest.

Gutes Weitwinkel-Objektiv im Gepäck

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Zeige die Weite in deinem Foto – und lasse der Landschaft Platz zum atmen

Sonst predige ich immer, dass wir weniger und nochmals weniger aufs Foto nehmen sollten. Aber in der Landschaftsfotografie gestaltet es sich etwas anders. Denn du willst ja die Weite zeigen. Also empfehle ich ein Weitwinkel-Objektiv (ich habe zum Beispiel das Canon Standardzoomobjektiv EF 24-70mm dabei oder auch das Canon EF 35mm Objektiv).

Gut zu wissen: Es gibt Objektive mit fixer Brennweite (Festbrennweite z.B. mein geliebtes 85mm Porträtobjektiv von Canon – nichts für Landschaften) und es gibt Objektive mit einer variablen Brennweite (Zoomobjektive). Merke dir am besten: Je größer die Brennweite ist, um so schmaler wird der Bildausschnitt und um so enger der Aufnahmewinkel (denke da zum Beispiel an das Teleobjektiv). Und für die Landschaftsfotografie ideal: Je geringer die Brennweite ist, um so weiter wird der Bildausschnitt und um so weiter der Aufnahmewinkel (Weitwinkelobjektiv).

Welche Blende ist optimal für die Landschaftsfotografie

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Diese Fahne am Strand von New Jersey war ca. 5 Meter weit entfernt. Spannend: Mit Blende 11 und dem Fokus auf der Fahne erreiche bereits keine komplette Schärfe über das ganze Foto. Hätte ich das gewollt, hätte ich ggf. eine noch kleiner Blende wählen müssen. Wobei es hier auch ehen an dem Dunst über dem Meer liegt. Das kann kein Objektiv unsichtbar machen 😉

Und deine Schärfentiefe zu beeinflussen, kannst du mit drei Variablen arbeiten:
Die verwendete Blende, deine Entfernung zum Objekt (Hauptmotiv) und deine Brennweite. Ich habe dir ja für die Landschaftsfotografie das Weitwinkel empfohlen. Also haben wir als Brennweite einen kleinen Wert (z.B. 24mm – Weitwinkel). Nun ist die Frage: Wie viel soll im Schärfebereich sein?

Willst du die kleinen Details und eine große Unschärfe, dann wähle die Offenblende (f/2) oder willst du die optimale Tiefenschärfe über das gesamte Foto, dann entscheide dich für eine kleine Blende (f/20). Du kannst über die Schärfentiefe den ggf. vom Hauptmotiv ablenkenden Hintergrund in Unschärfe verschwinden lassen. Aber in der Landschaftsfotografie willst du i.d.R. ja die maximale Schärfentiefe über das ganze Foto. Dazu empfehle ich den Fokus auf das ggf. etwas weiter entfernte Objekt einzustellenund zudem die kleine Blende zu wählen. Dann erreichst du mehr Schärfentiefe.

Tipp für mehr Emotionen im Bild: Lass Menschen in deine Landschaft

Wetterfeste, leichte Ausrüstung

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In der Landschaftsfotografie – so wie hier in Lappland – lohnt sich gute Kleidung und ’ne Stirnlampe dabei zu haben.

Klingt so banal, aber ich habe in der Regel einen wetterfesten Kamerarucksack oder zumindest Plastiktüten, in denen ich mein Equipment schützen kann, dabei. Wenn der schnelle Regenguss kommt habe ich auch eine ganz banale Plastiktüte aus der Gemüseabteilung griffbereit. Denn die ist schnell über die Kamera gestülpft 🙂 ALs Jacke habe ich eine wind und regendichte Jacke an, die gute und große Taschen hat, wo ich kleines Equipment verstaue wie Fernauslöser oder Handy. Zudem habe ich immer eine kleine Stirnlampe griffbereit. Wenn du ansonsten auch Tipps für Langzeitbelichtung und Nachtfotografie brauchst, dann habe ich hier welche für dich.

Fotoidee: Lange Schatten im Wald. Aus dem richtigen Winkel verbinden die Schatten Vordergrund und Hintergrund. Das gibt deinem Foto eine tolle Tiefe.

Denke auch an den Vordergrund

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Gerade durch einen Vordergrund erzeugst du weite in deinem Foto – perfekt für deine Landschaftsfotografie

Suche dir kleine Elemente und gestalte auch den Vordergrund in deinem Foto. Hier geh ich zum Beispiel tief in die Knie und nutze die kleinen Schaumkronen vom Wasser am Strand in der Reflektion der Sonne. Perfekt für einen tollen Vordergrund. Hier findest du weitere Tipps zum Fotografieren lernen.

Nutze Spiegelungen für das extra Wow

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Spiegelungen geben deinen Fotos den besonderen Wow-Effekt wie hier in Rom die Tiber mit dem Vatikan

Egal ob Wasserflächen, Glasscheiben oder regennasser Asphalt: Nutze Spiegelungen für beeindruckende Wow-Effekte in deinen Fotos. Auch wenn die Wasserfläche in Bewegung ist, ergeben sich trotzendem tolle Spiegelungen.

Extra-Tipp für gute Spiegelungen: Es ist sehr wichtig, dass du tief auf den Boden gehst. Sonst verlierst du Wirkung, die deinem Foto das extra Wow gibt! Hier im Beispiel (nutze den Schieberegler) wird aus eine kleinen Pfütze (Foto A) eine tolle Spiegelung (Foto B).

Weite zeigen durch Tiefe und Ebenen

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Ein schöner Trick für Ebenen und Weite ist der natürliche Rahmen

Ein natürlicher Rahmen wie hier zum Beispiel Zweige oder auch ein Stein oder Fussabdrücke gibt dem Motiv Tiefe und verbindet Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund. Auch Linien verbinden Vorder- und Hintergrund sehr gut (Schienen oder Fusspuren). Das Foto ist überigens auf meiner Foto-Reise nach Lappland entstanden.

Landschaftsfotografie-Tipps für Ebenen: Gerade durch Rahmen erzeugst du das Gefühl der Räumlichkeit. Nutze verschiedene Objekte, um mal hindurch zu fotografieren und neue Perspektiven zu zeigen.

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Nutze Zweige, Hecken oder auch mal einen Stein, um deinem Landschaftsfoto eine gewisse Tiefe zu geben.

Der frühe Vogel: Gehe rechtzeitig los

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Der frühe Vogel macht besonders spannende Fotos

Landschaftsfotografie in der prallen Mittagssonne ist meist eher langweilig, da die Motive flach und emotionslos wirken. Viel besser sind die Tagesrandzeiten wie am frühen Morgen oder zur goldenen oder blauen Stunde. Plane also genug Ziet ein, gerade wenn du früh zur Landschaftsfoto-Session startest.

Landschaftsfotografie-Tipp: Echt coole, dramatische Fotos machst du, wenn das Wetter gerade wieder umschlägt – also wenn du bei Regen losgehst und es dann plötzlich aufzieht und die Sonne kommt.

Die perfekte Landschaftsfotografie-Kamera

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Die Ironie der Überschrift liegt in diesem Foto – ein Landschaftsfoto, auf das ich sehr stolz bin. Aufgenommen beim morgendlichen Joggen mit dem Smartphone.

Die Überschrift ist etwas provozierend. Denn was ist schon perfekt in der Fotografie? Für mich gibt es keine perfekte Kamera für Landschaftsfotografie. Manche echte Wow-Fotos habe ich in der Tat mit dem Handy gemacht und bei manchen Fotos nutze ich meine Canon EOS 6D Vollformat-DSLR und dann beim nächsten Wandertrip habe ich meine kleine uralte Fujifilm X10 dabei. Also für mich immer ganz klar: Es kommt drauf an, wo und wie du unterwegs bist.

Die perfekte Kamera ist immer die, die du dabei hast!

Ein gutes Foto braucht Zeit

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Fotografie hat sehr viel von Meditation für mich. Also lasse ich mir immer viel Zeit – gerade wenn ich draußen unterwegs bin.

Hektik und Fotografie vertragen sich nicht allzu gut. Denn irgendwas braucht immer etwas länger. Das richtige Licht? Eine bessere Perspektive? Ein Wolke am Himmel? Lass dir Zeit. Fotografieren hat für mich viel mit Meditation zu tun. Du willst ja keine schnellen Schnappschüsse machen sondern tolle Landschaftsfotos. Also nimm dir Zeit und Ruhe und beobachte die Szenen und Motvie genau. Mache auch mal einen Schritt zurück oder geh noch ein paar Meter weiter. Denn da kann das Licht noch ein bißchen besser sein.

Tipp: Beachte auch die Details. Gerade im Gegenlicht ergeben sich sehr Stimmungsvolle Momente wie hier im Gegenlicht im Herbst.

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Streulicht, Gegenlicht und extreme Lichtsituationen können aus kleinen Details sehr stimmungsvolle Landschafts-Momente machen. Nutze das für die Fotos zwischendurch!

Packe dein Stativ ein

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Dieses Foto – fotografiert in Schweden – wäre ohne Stativ unmöglich gewesen. Also habe es für den Fall der Fälle immer dabei, wenn es diesig oder dunkel wird oder noch ist.

Gerade der Tagesanbruch ist super für tolle Wow-Fotos. Aber da ist es oft nocht dunkel und diesig. Also packe dein Stativ mit ein. Und besser auch gleich dein Fernauslöser. Ein paar passende Modelle an Fernauslösern findest du hier.

Es braucht kein Landschaftsfotografie-Buch

Du brauchst kein großes Landschaftsfotografie-Buch, sondern erst einmal ein paar gute Ideen und diese Tipps und Tricks. Dann pack deine Kamera ein und begib dich auf dein erstes Landschaftsfotografie-Abendteuer. Wenn du noch mehr Tipps hast, dann freue ich mich auf deine Kommentare unter diesem kleinen Landschaftsfotografie-Tutorial.


Gratis: Tipps für die Bildkomposition als Pdf-Download

Eigentlich ist es gar nicht so schwer mit der korrekten Foto-Komposition. Zur Übung habe ich dir hier 8 Fragen aufgeschrieben, die du dir selbst immer stellen kannst, bevor du auf den Auslöser drückst.

Diese kannst du als Pdf-Datei runterladen. Klicke dazu einfach ein Like via Facebook, Twitter oder Google auf einem der Symbole und als Dankeschön erscheint ein Downloadlink für die Pdf-Datei:


Nachdem du ein Like geklickt hast, sollte hier drüber der roter Link (fotografieren-lernen-pdf-kompositionshilfe) erscheinen 🙂 1000 Dank!


Hast Du Lust auf noch mehr Inspiration für deine nächsten Fotos?

Willst du das hier gelesene gleich umsetzen? Dann habe ich hier was für dich. Hier findest du ein paar ganz großartige Ideen für tolle Fotos:

Kreative Fotoideen für dich!
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lars poeck

lars poeck

Hier schreibe ich über mein Lieblingsthema: Die Fotografie. Ich schreibe über meinen Weg das Fotografieren zu lernen, mich verbessern zu wollen und stets neugierig zu bleiben.

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