Porträtfotografie ganz einfach: Tipps und Anleitung für Einsteiger

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Hast du Lust auf Porträtfotografie? Hier habe ich Tipps für Porträtfotografie-Einsteiger und eine Anleitung für dein gelungenes Porträtfoto, damit du ganz bald auch super coole Porträts fotografieren kannst. Zudem findest du ganz am Ende einen Link zu meinem eBook – mit einigen ganz einfachen Fotografie-Tipps für tolle Fotos.

Du willst also gerne ein cooles Porträt fotografieren? Oder sogar ein spannendes Charakterporträt? Im Charakterporträt setzt du dein Gegenüber optimal in Szene.

Welche Kameraeinstellungen nutze ich bei der Porträtfotografie?

Für Porträtfotografie Blendenvorwahl & Zeitautomatik

Wenn du dich noch nicht so gut auskennst mit dem manuellen Modus, so wähle in der Porträtfotografie einfach die die Zeitautomatik (AV oder A) – das ist perfekt zur Übung mit Blendengröße. Im Programm der Blendenvorwahl oder Zeitautomatik (auf deiner Kamera als A oder AV = Aperture Value zu finden) gibst du deiner Kamera die Blende vor und regelst so die Tiefenschärfe (also die Unschärfe).

Die Belichtungszeit wird automatisch angepasst. Blende, ISO und Belichtungszeit hängen auf faszinierende Weise zusammen. Wie, das üben wir hier auf diesem Blog immer wieder! Das Zeitautomatik-Programm ist jedenfalls super, wenn du Menschen im Porträt fotografierst und unscharfe Hintergründe magst.

Ich fotografiere mit offener Blende

In der Regel fotografiere ich ein Porträt mit großer Blende (f4) oder sogar Offenblende (z.B. f2). Um die porträtierte Person ins rechte Licht zu setzen, ist es für mich wichtig Modell und Umgebung optimal miteinander verschmelzen zu lassen.

Nochmal zur Erinnerung: Mit der Wahl der Blende regelst du, wie viel Licht auf den Kamerasensor gelangt und wie viel in deinem Foto verschwommen und wie viel scharf abgebildet ist. Super, denn damit können wir diese faszinierenden unscharfen Hintergründe zaubern. Die verleihen unserem Porträtfoto den echten Wow-Faktor!

Porträtfotografie Tipps
Ein starkes Charakterporträt setzt den Menschen optimal in Szene – hier vor einem dunklen Hintergrund im Studio

Einzelautofokus sowie einen Autofokuspunkt aktiviert

Ich habe oft den Einzelautofokus sowie einen Autofokuspunkt aktiviert und variiere die Position je nach Motiv. Wichtig ist für mich, dass ich mir Zeit nehme. So bekomme ich ein Gefühl für die Fokussierung.

Drücke zu Beginn den Auslöser nur leicht herunter. So fokussiert deine Kamera sauber das Motiv und die Schärfeebene. Als Fokuspunkt empfehle ich das Auge oder Augenlied als guten Kontrastpunkt.

Anschließend drückst du den Auslöser ganz durch und fotografierst das Foto. Kontrolliere nun den Fokus im Display. Zoome dazu (oft mit einer Lupe am Display gekennzeichnet) in die Fotodetails. Prüfe kritisch, ob dein Foto scharf ist.


Erfahre die Geschichte

Das aussagekräftige Porträt: Forschung: Mit Festbrennweite
Komm ins Gespräch mit deinem Gegenüber

In letzter Zeit entdecke ich für mich immer mehr das persönliche Porträt. Es macht mir Spaß Gesichter zu fotografieren, mit meinem Gegenüber in zu sprechen, ihre Geschichten zu erfahren und dabei zu versuchen die Persönlichkeit auf das Foto zu bekommen. Hier zeige ich dir ein paar meiner liebsten Porträt Fotos, die ich in den letzten Monaten fotografiert habe und verrate dir hinzu ein paar Porträtfotografie Tipps und Tricks zum Thema Porträtfotografie lernen.


Gehe nah ran an dein Fotomodel

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Für ein gutes Porträt musst du nah ran gehen

Es gibt tolle Zoom-Objektive. Doch fotografiere ich in der Regel mit einer 85mm oder 50mm Festbrennweite und gehe sehr nah ran. Hinzu wähle ich eine große Blende von f/4 oder f/2. Wichtig ist, dass du darauf achtest beide Augen scharf zu haben. Solltest du nur eines im Schärfe-Bereich haben wollen, so sollte dieses zumindest das vordere (in Entfernung zur Kamera) sein. Zudem gehe ich sehr nah ran. Das schafft eine tolle Nähe in deinen Porträt Fotos.

Überlege nach der Kontrolle der ersten Aufnahme immer, wie sich diese verbessern ließe. Durch einen ruhigeren Hintergrund, eine andere Perspektive oder einen neue Pose? Probiere es aus!


Pop-out-Effekt verstärken: Je näher dran, desto mehr Wirkung

Je näher du mit deinem Objektiv an deinem fotografierten Hauptmotiv bist, desto stärker setzt sich das Objekt vom Hintergrund ab (das ist der sogenannte Pop-out-Effekt). Zusätzlich gilt, je weiter dein Motiv vom Hintergrund entfernt ist, desto besser ist bei offener Blende die Wirkung der Unschärfe im Hintergrund.


Rede beim Fotografieren mit deinem Gegenüber

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Einfach reden, fragen und auch schön viel Spaß haben. Dann dauert es nicht lang und all die Schüchternheit ist weg!

Porträtfotografie ist immer nah dran. Also gerade wenn dein Gegenüber und du euch noch nicht so gut kennt, mache nicht den Fehler und verstecke dich hinter deiner Kamera. Reden ist alles! Es gibt doch so viel, was du fragen kannst. Sobald dein Gegenüber die Scheu verliert und locker wird, werden die Fotos auch automatisch viel entspannter. Das erfordert einige Übung, gerade wenn du noch viel einstellen willst oder irgend etwas nicht funktioniert. Nur nicht die Nerven verlieren. Lass doch dein Porträt Partner teilhaben und erzähle was du gerade machst.


Bleib in Bewegung und wechsle den Standpunkt

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Mal nicht in die Kamera zu schauen kann eine schöne Auflockerung sein

Bleibe neugierig auf neue Perspektiven. Denn das passiert mir immer wieder: Du hast alles schön aufgebaut und merkst „äh, nee, so funktioniert das nicht„. Dann schließe ich den Kabel- oder Fernauslöser an und bewege mich im Raum. Mein Gegenüber folgt mir, wir unterhalten uns und ich fotografiere einfach weiter. Spannend, was dabei für Fotos raus kommen!


Beachte die Drittel-Regel – auch in der Porträtfotografie

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Achte auch auf die Komposition. Natürlich ist das Gesicht und die Augen das Highlight, doch ist es noch spannender, wenn du dabei die Drittelregel im Kopf behältst

Klar, dein Gegenüber ist das Hauptmotiv. Doch platziere das Gesicht nicht immer in der Fotomitte sondern denke an die gute alte Drittelregel. Hier auch noch ein paar Tipps für eine gute Bildkomposition.


Super wichtig: Das Funkeln in der Augen

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Das Funkeln in den Augen schafft Lebendigkeit: Das Catchlight

In der Porträtfotografie geht’s oft um das Funkeln in den Augen. Das nennt sich Catchlight und wird in der Regel durch die Reflexion der Lichtquelle in den Augen der fotografierten Person erzeugt. Dafür kannst du verschiedene Tricks anwenden. So kannst du zum Beispiel mit einem Blitz arbeiten, jedoch diesen nicht direkt auf die Person richten. Dieses Foto habe ich mit einer Softbox von links oben sowie einer Lichtquelle gegenüber der Person fotografiert. Das ergab eine schöne Lichtmischung. Aber auch Fenster oder ähnliches erzeugen schöne Catchlights. Achte darauf, dass immer das Gesicht zum Licht gedreht ist oder zumindest ein Teil.


Geh auch mal nach draußen

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Draußen sind Porträts oft lebendiger

Nimm dir Zeit, um den passenden Hintergrund zu finden. Wichtig: er sollte nich zu überladen für dein Porträt sein. Das ist draußen immer wieder eine Herausforderung, aber es oft ist es nur eine kleine Anpassung und *schwups* ist der unruhige Hintergrund viel ruhiger!


Welche Location passt zu deinem Porträt?

Fotografieren lernen: Porträtfotografie - Gesichter erzählen Geschichten
Der Hintergrund sollte ruhig sein und das Gesicht eher betonen.

Klar, zum Start habt ihr nicht unbedingt das super durchgestylte Fotostudio. Das brauchst du aber auch gar nicht nötig. Denn für ein gutes Foto gilt sowie “weniger ist mehr”. Daher reicht für ein gutes Porträtfoto oft schon ein einfarbiger Hintergrund aus. Das kann der graue Fotohintergrund sein, die schöne Steinwand mit spannender Textur oder auch die Hofeinfahrt. Wichtig ist, dass gerade bei Teambildern eine Einheit geschaffen wird. Ein gleicher Hintergrund und ein gleicher Ausschnitt schafft Zusammenhalt in der Porträt-Reihe. Zudem solltet ihr euch fragen, wofür ihr die Fotos anschließend benötigt. Sollen die Fotos gedruckt werden? Dann ist eine hohe Auflösung wichtig. Sollen eure Fotos einen Bezug zu eurer Stadt oder eurem Standort haben? Möglicherweise wollt ihr die Fotos anschließend freistellen. Da ist ein weißer oder zumindest einfarbiger Hintergrund zu empfehlen.


Mit Gegenlicht fotografieren: Der Lifestyle Effekt im Porträt

Gegenlicht Porträt Fotografie Tipps
Im Gegenlicht: Die Kanten werden weich und alles schimmert im gelben Licht

Kennt ihr diesen super coolen Fashion Lifestyle-Look mit satten Farben und Bokeh? Wow, krass sieht das immer super aus. Oft ist der Trick: Gegen die Sonne fotografieren. Dabei ergibt sich ein toller Glanz und Effekt im Licht.

Mehr zum Thema Tipps für Gegenlicht-Porträt habe ich dir hier mal aufgeschrieben.


Typischen Fehler der Porträtfotografie

Am Anfang habe ich immer wieder Fehler gemacht. Mal waren die Augen unscharf, dann habe ich mit Weitwinkel fotografiert und hatte zu viel drauf. Oder ich habe nicht auf den Hintergrund geachtet, war zu weit weg oder was auch immer.

Also versuche diese drei Dinge zu beherzigen:

  • Achte auf den Fokus und die Schärfe der Augen, das macht alles aus
  • Achte auf einen ruhigen, passenden Hintergrund
  • Kommuniziere mit deinem Gegenüber – denn das macht die Porträts viel natürlicher

Weniger ist mehr

Wie oben bereits erwähnt – die Reduzierung spielt eine super wichtige Rolle im Porträt. Was kann raus? Was lenkt vom Motiv bzw. vom Model ab?

Hier habe ich dir 7 Tipps für etwas mehr von weniger in deinem Bild aufgeschrieben.


Welches Licht passt zu deinem Porträt

Welches Licht wähle ich: Kunstlicht, Kerzenlicht, hartes Licht, weiches Licht, Sonnenlicht, Mischlicht? Was für ein Objektiv nutze ich? Ein Teleobjektiv zieht beispielsweise die Staffelung zusammen? Eine kleine Brennweite betont oft etwas unvorteilhaft.

Hier habe ich einen kleinen Leitfaden zum Thema Licht lesen lernen – Tipps für das passende Licht zusammengestellt.

Wie geht es dir beim Porträt Fotos machen? Worauf achtest du? Was macht deine Porträts besonders?


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Porträtfotografie - Tipps und Tricks
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