Fotobearbeitung soll Spaß machen – nicht in Klick-Orgien ausarten. Viele Hobbyfotografen suchen daher nach einem Programm, das tolle Ergebnisse liefert, ohne dass man erst ein halbes Studium braucht. Genau da setzt das Bildbearbeitungsprogramm Luminar Neo an – und da ich es im Rahmen einer Kooperation testen durfte, möchte ich dir heute einen ausführlichen Einblick geben.
Mit dem neuen Upgrade will Skylum seine Software von einem schicken Fotoeditor zu einem kompletten Kreativsystem machen.
Das habe ich mir einmal näher angeschaut – und das erwartet dich in diesem Artikel:
- Die spannendsten neuen Funktionen (inkl. Tipps)
- Der Unterschied zu früheren Versionen
- Wie Luminar Neo im Vergleich zu Lightroom abschneidet
- Für wen sich das Upgrade wirklich lohnt
Alte Fotos neu beleben: Die „Restoration“-Funktion

Alte Abzüge, Scans oder Polaroids haben Charme – und oft Kratzer, Flecken oder Farbverluste. Hier kommt Restoration ins Spiel. Mit einem Klick analysiert Luminar Neo das Bild und rekonstruiert Details, entfernt Beschädigungen und bringt Farben zurück.
Was sie kann:
- Entfernt Kratzer, Flecken und Risse automatisch
- Stellt verblasste Farben wieder her
- Bringt alte Familienfotos oder analoge Aufnahmen zurück zum Leben
Tipps für bessere Ergebnisse:
- Scanne alte Fotos in mindestens 600 dpi
- Kombiniere Restoration mit Color Harmony für natürlichere Farben
- Perfekt auch für analoge Negative oder eingescanntes Fotopapier
Ein echter Gewinn für alle, die ihre Familiengeschichte digital bewahren wollen – schnell und erstaunlich gut.
Der neue AI Assistant – dein kreativer Begleiter
Das Herzstück des Updates: der AI Assistant.
Er schaut sich dein Foto an, erkennt Motive und schlägt dir passende Tools vor. Kein Rätselraten mehr, welches Werkzeug du brauchst – du bekommst sinnvolle Vorschläge auf Knopfdruck.
Was er macht:
- Analysiert automatisch dein Foto
- Erkennt Motivtypen (z. B. Porträt, Landschaft, Nachtaufnahme)
- Schlägt passende Bearbeitungsschritte vor
- Spart Zeit und hilft beim Lernen
Mein Tipp:
- Nutze ihn als Berater, nicht als Boss – viele Vorschläge sind super, aber manchmal etwas übertrieben
- Ideal, um neue Tools auszuprobieren und mehr über Bildwirkung zu lernen
Früher war Luminar oft überladen – jetzt führt dich der AI Assistant gezielt durchs Menü. Genau das macht ihn auch für Einsteiger sympathisch.
Spaces – endlich zeigen, was du kannst

Fotografie lebt vom Teilen. Mit Online Galerien – so genannten Spaces (diese sind dann unter spaces.skylum.com/de/web-page/… zu finden) kannst du deine fertigen Bilder direkt aus Luminar heraus präsentieren – ohne Website, ohne Technikkenntnisse. Und das ist schon ziemlich super und eröffnet tolle Möglichkeiten!
Was du bekommst:
- Online-Galerien in Sekunden erstellt
- Sauberes, modernes Design ohne Extra-Software
- Einfacher Link zum Teilen mit Kunden, Freunden oder der Community
Ideen:
- Erstelle Galerien zu bestimmten Themen (z. B. „Streetlife“, „Natur“, „Porträtstudien“)
- Nutze sie als Mini-Portfolio oder Kundenübersicht
- Bitte um Feedback – das schult dein Auge
Im Gegensatz zu Lightroom, wo Cloud-Sharing umständlich bleibt, ist das hier wirklich ein Klick-Erlebnis.
Cross-Device Editing – Bearbeiten, wo du willst
Endlich synchronisiert Luminar Neo Bearbeitungen über verschiedene Geräte.
Du kannst ein Foto am Handy beginnen, später am Laptop weitermachen und am Desktop beenden.
Das heißt konkret:
- Bearbeitungsschritte werden automatisch synchronisiert
- Wechsel zwischen Geräten ist flüssig
- Keine doppelte Arbeit mehr
Kleiner Hinweis:
- Du brauchst einen Skylum-Account und Internetzugang
- Offline funktioniert’s, aber Sync erst später
Gerade für unterwegs ist das genial – zum Beispiel auf Reisen, wenn du Inspiration hast, aber keinen Rechner dabeihast.
Light Depth AI – endlich Tiefe im Bild
Manchmal fehlt einem Foto das gewisse Etwas: Es ist korrekt, aber flach.
Light Depth AI erkennt automatisch Vorder- und Hintergrund und sorgt für mehr Tiefe, Lichtstimmung und Atmosphäre.
Ideal für:
- Landschaften mit Nebel oder Dunst
- Porträts mit Hintergrundunschärfe
- Szenen mit natürlichem Gegenlicht
Tricks für den Look:
- Kombiniere mit Structure AI für plastischere Details
- Nicht übertreiben – zu viel Tiefe wirkt künstlich
- Funktioniert hervorragend bei RAW-Dateien
Das ist ein echtes Highlight-Tool für kreative Bildstile – besonders, wenn du gerne mit Licht spielst.
Schneller, stabiler, intuitiver

Skylum hat auch ordentlich an der Performance geschraubt.
Beliebte Werkzeuge wie Sky Replacement, Lens Correction oder Bokeh AI laufen jetzt bis zu 25 % schneller.
Was du merkst:
- Kürzere Ladezeiten
- Flüssigeres Arbeiten mit RAW-Dateien
- Intuitiverer Workflow
Lightroom bleibt bei großen Serien unschlagbar, aber Luminar fühlt sich insgesamt frischer und direkter an. Wenn du kreative Einzelbilder bearbeitest, wirst du den Unterschied spüren.
Luminar Neo früher vs. jetzt
Wer die alte Version kennt, wird überrascht sein, wie rund alles geworden ist.
Vorher:
- Viele Tools, aber wenig Übersicht
- Langsame Ladezeiten
- Kaum Cloud- oder Geräteverknüpfung
Jetzt:
- Klare Struktur dank AI Assistant
- Neue Werkzeuge (Restoration, Web Galleries, Cross-Device)
- Spürbar bessere Stabilität und Performance
Kurz gesagt: Neo ist von einem schicken Experiment zu einer echten Alternative für ernsthafte Fotografen gereift.
Luminar Neo vs. Lightroom
Beide Programme sind stark – aber sie verfolgen unterschiedliche Philosophien.
Wenn du Einsteiger bist:
- Luminar Neo ist einfacher, intuitiver, kreativer
- Lightroom ist präziser, aber technisch und komplex
Wenn du viele Fotos auf einmal bearbeitest:
- Lightroom bleibt besser für Massenbearbeitung
- Luminar hab ich bisher immer für Einzelbilder oder kleine Projekte genutzt
Wenn du kreativ spielen willst:
- Luminar macht einfach richtig viel Spaß
- Die KI-Tools bringen dich schnell zu schönen Ergebnissen
Und beim Preis:
- Luminar ist günstiger und als Einmalkauf erhältlich
- Lightroom nur als Abo (was auf Dauer wirklich teuer werden kann)
Viele kombinieren beide: Lightroom zum Sortieren, Luminar für die kreative Veredelung – das Beste aus beiden Welten.
Praktische Ideen zum Ausprobieren
Hier ein paar einfache Projekte, um das neue Luminar Neo gleich zu testen:
- Porträts im Gegenlicht: Relight + Face AI = natürliches Licht ohne Masken.
- Landschaften im Nebel: Light Depth AI verleiht Tiefe und Stimmung.
- Retro-Fotos restaurieren: Mit Restoration alte Erinnerungen digital retten.
- Mini-Portfolio: Web Gallery für dein Lieblingsprojekt erstellen.
- Experimentiere mit Looks: Mood AI + Color Harmony für individuelle Stile.
Durchdacht, faszinierend und sehr sympathisch
Luminar Neo ist kein Lightroom-Killer – und will das auch gar nicht sein.
In meinen Fotoworkshops suchen viele nach einer kreative, moderne Bildbearbeitung, die flüssig läuft, intuitiv durchdacht ist und Spaß macht. Und genau hier passt Luminar richtig toll rein. Kurzum für alle, die fotografieren, nicht verwalten wollen.
Die neuen Funktionen sind durchdacht, der Workflow flüssiger, und das Gesamterlebnis einfach sympathisch.
Wenn du Spaß an Bildbearbeitung hast, aber keine Lust auf komplizierte Menüs und Abos, dann ist das neue Luminar Neo einen echten Blick wert.
Es macht deine Fotos nicht nur schöner – sondern dich auch ein bisschen mutiger, kreativer und entspannter dabei.
Übrigens: Wenn du Luminar Neo selbst ausprobieren möchtest – die Desktop- und Mobile-Lifetime-Lizenzen starten bereits ab 85 €. Hier bekommst du aber noch einen zusätzlichen Fotoblog-Rabatt von 10%.
Noch ein Hinweis: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Skylum entstanden.
Lars Poeck ist seit über zehn Jahren als selbstständiger Business-Fotograf in Hamburg tätig und arbeitet deutschlandweit für Unternehmen, Selbstständige und Kreative. Sein Fokus: authentische Businessporträts und Bildwelten mit Persönlichkeit – ohne steife Posen.
Auf seinem Fotografieblog ig-fotografie.de vermittelt er seit 2015 praxisnahe Tipps, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Online-Fotokurse für Einsteiger und ambitionierte Hobbyfotografen.
Als Experte veröffentlicht er Fachbeiträge in Medien wie c’t Fotografie und DigitalPHOTO und war Interviewpartner u. a. im ZDF-Magazin „leute heute“ sowie im WDR 5 Morgenecho. Seine fotografischen Arbeiten erscheinen zudem in Zeitungen wie der Preußischen Allgemeinen Zeitung und dem Tagesspiegel.
Er ist Autor mehrerer Fotografie-Ratgeber, darunter „Kreative Foto-Aufgaben für jeden Tag“ (Humboldt Verlag). Seine Bücher werden auf Amazon vielfach positiv bewertet.
Als Fototrainer ist er regelmäßig auf Messen und Events wie der Autorinnenrunde der Leipziger Buchmesse, dem DVF-Jugendtreff, der photo+adventure, den Laupheimer Fototagen und der Berlin Photo Week vertreten.

