5 Überlebenstipps, wenn du dir eine neue DSLR-Kamera kaufen willst

Tipps-Spiegelreflexkamera-Anfaenger

Du liebst das Fotografieren genauso wie ich? Du hast eine nicht mehr ganz aktuelle Spiegelreflexkamera (DSLR), fotografierst mit deiner iPhone-Kamera oder besitzt eine Digitalkamera oder Kompaktkamera?

Immer wieder siehst du überall diese Wahnsinnsbilder irgendwelcher Fotografen und denkst: Das will ich auch? Vorab sei dir verraten: Mit einer neuen Hightech Spiegelreflexkamera wirst du nicht automatisch ebensolche Bilder machen. Das ist leider die traurige Wahrheit.

Letzte Hilfe durch die Spiegelreflexkamera-Bestenliste

Natürlich kannst du bei Google nach dslr kamera test, rauf und runter suchen. Du kannst Tage und Wochen damit verbringen die letzten Spiegelreflexkamera-Bestenliste deines Lieblings Fotomagazins zu durchforsten.

Worauf kommt es wirklich an, wenn du eine neue DSLR-Kamera kaufen willst?

Ich habe mir immer gesagt: Erst wenn ich besser bin als meine Kamera, erst dann kaufe ich mir einen neuen Fotoapparat. Tja, hat mich nur bedingt davon abgehalten. Hin und wieder kann ich dann doch nicht widerstehen.

Aber worauf kommt es wirklich an, wenn du eine neue DSLR-Kamera kaufen willst? Was ist wichtig, wenn du die beste Spiegelreflexkamera für Anfänger suchst? Hier habe ich dir einmal ausführlich einen Unmenge an Tipps für den Kamerakauf aufgeschrieben.

Hier übrigens findest du Bestseller in der Kategorie Kompakte Systemkameras, hier hingegen findest du die Bestseller in der allgemeinen Kategorie „Digitale Spiegelreflexkameras„.

Fotoneid: Boah, womit fotografieren die das?

EXIF-Datei zu Kamera Bewertung
Per EXIF-Datei sehen, womit ein Bild fotografiert wurde

Wie nur bekommen die anderen immer diese großartigen und gestochen scharfen Bilder hin?

Wenn du dir Bilder online anschaust, so liefern manche Bilder die so genannten EXIF-Daten mit. Das steht für Exchangeable Image File Format. Diese EXIF-Daten geben Auskunft mit welcher Kamera ein Bild fotografiert wurde. Diese findest du bei vielen Bilder oft auch per Rechtsklick auf das Lieblingsbild.

Bingo, ich brauch eine neue Kamera. Das Bild hier rechts wurde beispielsweise mit einer Nikon D800 sowie dem Nikon AF-S Zoom-Nikkor 14-24mm 1:2,8 Weitwinkel Objektiv fotografiert. Natürlich kannst du sofort auf Amazon, Idealo und Co. nach der Kamera suchen. Doch wirst du schnell ernüchtert feststellen – die Kamera der Träume kostet vielleicht 2.500 Euro – ohne zugehörige Objektive.

Also nochmal: Brauchst du das? Wird eine neue Kamera deine Fotos sofort zu kleinen Kunstwerken verzaubern?

Vor jeder DSLR-Kaufberatung, Kamera-Bestenliste und Co …

Nehmen wir doch einmal die rosarote Brille ab und fragen uns: Brauche ich zum jetzigen Zeitpunkt wirklich genau diese Kamera? Wo stehe ich gerade in der Fotografie?

Hier darfst du kurz einmal durchatmen und überlegen wo du hinwillst mit deinen Fotos? Hilft dir eine neue Kamera oder suchst du – wenn du ganz ehrlich zu dir bist – eigentlich neue Inspiration für tolle Fotos?

landschaftsfotografie-smartphone
Die Ironie der Überschrift liegt in diesem Foto – ein Landschaftsfoto, auf das ich sehr stolz bin. Aufgenommen beim morgendlichen Joggen mit dem Smartphone. Dafür brauchte es keine super teure DSLR-Kamera.

In dem Dschungel aus Point-and-shoot Kamera, DSLR, Megazoom, Spiegellos und Co. gibt es nun mal keine „one-size-fits-all“ Kamera. Aber was für eine Kamera ist denn die nächste richtige Kamera für mich und meine Art der Fotografie?

Ich habe ein paar Tipps aufgeschrieben, nach denen ich derzeit meinem Kamerakauf durchdacht habe, bevor ich mein Erspartes in den den nächsten Fotoladen meiner Wahl trage. Dabei ist es egal, ob du die beste Spiegelreflexkamera für Anfänger oder einfach nur ein paar gute Tipps für deinen gelungenen Kamerakauf suchst.

1. Bestandsaufnahme deiner Fotografie vor der Kamera-Kaufberatung

Frage dich selbst: Was fotografierst du derzeit? Was für eine Art Fotograf bist du? Wo willst du hin? Was ist deine Motivation: Profi oder Hobby?

Jede DSLR-Bestenliste und jeder Kameratest ist nur dann gut, wenn du ihn nach deinen Bedürfnissen interpretieren kannst. Wenn du das beantworten kannst, kannst du mit der Suche beginnen oder bestenfalls feststellen: Technisch kann meine Kamera das, was ich derzeit will.

Zudem solltest du dich sicherstellen, dass dein neues Equipment mit deinen vorhandenen Objektiven funktioniert – sofern du diese weiter nutzen willst.

Ich fotografiere gerne das Nachtpanorama über Berlin … Fachbegriff: Long-Exposure Cityscape at Night.
Ich fotografiere gerne das Nachtpanorama über Berlin … Fachbegriff: Long-Exposure Cityscape at Night.

Auf der Photokina und anderen Fotomessen werden jedes Jahr unzählige neue Kamera-Modelle vorgestellt – von Objektiven ganz zu schweigen. Das sollte dir aber erst einmal völlig egal sein.

Frage dich zu Beginn, WAS du eigentlich gerne fotografierst.

Fotografierst du gerne Familienfeiern, Architektur, Reisen, HDR, im Videomodus, nachts, im Automatikmodus, mit viel Gepäck oder ohne schwer zu schleppen, minimalistisch oder das große Stadtpanorama, Insekten in Großaufnahme, alles mögliche? Diese Frage kannst nur du dir beantworten! Und diese Frage ist entscheidend im Hinblick auf jegliche Kamera-Kaufberatung.

Ich zum Beispiel habe in den letzten Monaten viel ausprobiert. Doch immer wieder finde ich mich in zwei Themen wieder: Nächtliches Stadtpanorama in Langzeitbelichtung und Porträts von spannenden Gesichter – egal ob auf bei der Streetfotografie oder in Workshops.

2. Es geht ins Gewicht: Was darf dein Fotoapparat wiegen?

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Eine Canon 6D Vollformat-Kamera wiegt mit einem Objektiv knapp 1,5 Kilo. Die Sony Alpha 7 wiegt in betriebsbereitem Modus 500 Gramm. Das neue iPhone 6 wiegt 125 Gramm. Je nach Art und Anspruch, machen alle drei Geräte anständige Fotos.

Also frage dich: Wie viel Gewicht möchte ich mit herum schleppen. Ich habe mir diese Frage beantwortet und sage: Es ist mir egal! Ich will das voll Gewicht und liebe meine DSLR inklusive Objektiv-Park, verstaut in meinem Fotorucksack auf dem Rücken.

Hier übrigens findest du Bestseller in der Kategorie Kompakte Systemkameras, hier findest du die Bestseller in der Kategorie Digitale Spiegelreflexkameras.

3. Objektiv betrachtet: Geld spielt eine Rolle

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Megapixel und Zoom sind nicht alles. Das Objektiv spielt einen entscheidende Rolle in deiner Bildqualität. Entscheidest du dich für eine „point-and-shoot“ oder eine Megazoom Kamera, dann hast du nicht viel mitzureden bei der Objektivauswahl.

Geht es aber ins Gefilde der Digitalen Spiegelreflexkamera oder auch der Spiegellosen Systemkameras, dann stehst du zusätzlich vor der Wahl, welches Objektiv du willst – eine entscheidende Rolle in der Bildqualität. So können Objektive für eine Canon 6D gerne mal über 1.000 Euro pro Stück kosten.

Wenn du also nebst Kamera und auch neue Objektive benötigst, solltest du gut überlegen, mit welchem System du startest.

4. Drum prüfe, wer sich ewig bindet: Das Fotozubehör

Der Einkauf bei Amazon und Co. ist schon wirklich komfortabel. Kurz noch den aktuellen DSLR Kamera Test lesen und dann kaufen. Oder? Doch ist das bei einer neuen Kamera auch etwas risikoreich. Ich kaufe viel über Amazon und empfehle dir auch viel über Amazon. Doch eine Kamera will und muss ich in der Hand halten, bevor ich diese kaufe. Ich möchte fachsimpeln und mich beraten lassen. Somit bevorzuge ich hier doch den örtlichen Fotoladen und nicht den Online-Händler. Bei Objektiven vertraue ich immer auf Foto-Blogs wie Traumflieger mit ihren großartigen Objektiv-Bewertungen. Ein Freund von mir empfiehlt den Foto-Blog dxomark.com. Hier gibt es auch jede Menge toller Reviews zu Kameras und Co.

Wünscht du dir insbesondere ein Feature – wie zum Beispiel filmen in 4k oder einen besonders guten elektronischen Sucher? Versuche dich im Vorfeld etwas mehr damit zu befassen, denn dann kannst du die hochtrabenden Marketingsprüche und Werbeaussagen hinterfragen.

Denke vielleicht auch noch einen Schritt weiter und frage dich, ob dein bisheriges Zubehör mit deiner etwaigen neuen Kamera zusammen passt (UV-Filter, Speicherkarten, externe Blitzgeräte). Das alles kostet auch einiges in der Neuanschaffung.

5. Hast du keins – leih dir eins: Verleih von Fotozubehör

Eine Option, über die ich bisher immer nur gelsen habe, es aber noch nie ausprobiert habe: Foto-Equipment ausleihen. Foto-Ketten wie Calumet oder auch mein örtlicher Fotoladen Foto-Meyer bieten Verleih von Fotozubehör an. Sehr praktisch, wenn ich also an einem Wochenende erst einmal prüfe, ob ich das 1.250 Euro Weitwinkel wirklich brauchen und ob es mir Spaß macht.

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Eines der ersten Bilder mit meiner neuen Canon 6D Kamera. Klar, hätte ich auch mit einer anderen Kamera machen können. Aber manchmal ist es ja auch ein wenig der Reiz des neuen,

Fazit: Ich weiß, was ich will – meine Fotoausrüstung

All diese Punkte klingen wie ein Plädoyer gegen den Kamerakauf. Doch will ich dich nur dafür sensibilisieren deine Ansprüche zu durchleuchten, damit deine nächste Kamera wirklich auch das erfüllt, was du dir wünscht. Anhand dieser Punkte habe ich mich in den letzten Monaten nämlich häufig hinterfragt, ob ich eine neue Kamera brauche. Ich fotografierte seit knapp 5 Jahren mit meiner Canon EOS 550D und war bisher sehr zufrieden.

Mittlerweile hatte diese Kamera einiges mitgemacht. Damals hatte ich mit meiner Kamera verabredet: „Wenn ich einmal an den Punkt komme, dass sie nicht mehr alles erfüllt, was ich mir wünsche, darf sie in Rente gehen. Vor einigen Jahren dann war es so weit.

Anschließend habe ich mir eine Canon EOS 6D gekauft und bin von APS-C Chip zu Vollformat aufgestiegen. Das war sehr aufregend. Zum Start hatte ich mir die Canon 6D im Kit mit einem 24-70mm Objektiv gekauft. Da ich gerne Portraits fotografiere, habe ich mir hinzu das Canon EF 85mm/ 1,8/ USM Objektiv gekauft. Es fühlte sich toll an! Vor gut einem Jahr habe ich mir dann noch die Fujifilm X100F gekauft. Ein ganz neues Erlebnis. Denn diese Kamera ist wie eine alte Kamera mit tollem Retro-Design.

Wie sieht es mit deinen Wünschen und Ansprüchen aus? Hast du dir in den letzten Monaten einen neue Kamera gekauft? Hast du dich ich ein neues Objektiv verliebt? Ich bin gespannt auf deine Meinung.


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Diese 30-Tage-Challenge führt dich in kleinen, verständlichen Schritten zu besseren Fotos! An jedem Tag gibt es tolle Tipps, Anleitungen und Beispielfotos. Dabei wird dir alles erklärt, was du als Foto-Einsteiger wissen möchtest: Welche Grundregeln der Bildgestaltung muss ich beachten? Welche Kameraeinstellungen helfen mir? Wie komme ich auf gute Bildideen? Die praktischen Tipps, hilfreichen Erklärungen und kleinen Herausforderungen machen Spaß und führen dich einfach zu tollen Fotos!

Lass dich hier inspirieren!


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iPhone 6s Kamera-Test: Wie macht sich das neue Superphone?

iPhone-6s-Kameratest

Ich hatte das Vergnügen heute das neue iPhone 6s einem Kamera-Test zu unterziehen. So habe ich mit dem neuen iPhone 6s die Kamera mal ausprobiert und Foto, Video (filmt mit bis zu 4k!) und die Slow-Motion ausgiebig getestet. Hier findet ihr ein paar Beispiel-Fotos und Videos des neuen iPhone 6s Smartphones.

Beeindruckende Bildwelten mit dem iPhone 6s aufnehmen

Filmen machte mir besonders viel Spaß. Als erstes iPhone kann das iPhone 6s und natürlich auch das iPhone 6s Plus Videos in 4K-Auflösung (mit 30 Bildern pro Sekunde) filmen. Diese vierfache Full-HD-Auflösung frisst zwar viel Speicherplatz, macht aber gerade für die Bearbeitung in z.B. Final Cut viel Spaß. Die Kamera/Fotofunktion des iPhones hat (bisher habe ich noch das iPhone 5c) mich wirklich überrascht. Nicht nur, dass mehr Bild auf den Sensor passt (also vom Ausschnitt her) – die Fotos sind wirklich cool. Satte Farben, klare Kanten und auch im Dynamik-Umfang echt schön anzuschauen.

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Das iPhone 6s hat eine 12 Megapixel Kamera mit gutem Dynamikumfang


iPhone 6s Testvideo


iPhone 6s im Test: Hochauflösende, scharfe und detailreiche Fotos

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Detailreiche Fotos auch bei nicht optimalen Lichtverhältnissen.

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Auch im Zoom/Ausschnitt sind Details und Kanten durchaus scharf.

Das iPhone lieferte im ersten Test bei Tageslicht hochauflösende, scharfe und sehr detailreichere Aufnahmen. Auch beim Zoom in den Ausschnitt sind die Kanten im Vergleich zum Vorgänger noch im guten Bereich.

Die Kamera fokussierte schnell und sauber. Für die Schnelligkeit sorgt nicht zuletzt auch der Apple-A9-Chip.

5 Megapixel Facetime HD Kamera

Eine deutliche Verbesserung liefert die neue Facetime HD Frontkamera. Diese bietet jetzt eine gute Auflösung von ganzen 5 Megapixel. Sie ist sogar mit einem Blitz ausgestattet.

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Die neue Facetime HD Kamera fotografiert mit 5 Megapixeln

Besserer Dynamik-Umfang bei schwierigen Lichtverhältnissen

Im Treppenhaus macht mein altes iPhone immer Zicken. Zu dunkel, es will nicht fokussieren, verschwommene Kanten. Da ist das iPhone 6s schon ein echter Dynamik-Performer. Er gibt die Lichtsituation gut und sauber wieder.

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Deutlicher Sprung nach vorne im Hell/Dunkel Kontrast. Gute Zeichnung auch im dunklen Treppenhaus.

Die Kamera-Features im Überblick

  • 4,7″ Multi-Touch Widescreen Display
  • 1334 x 750 Pixel bei 326 ppi
  • 12 Megapixel iSight Kamera mit 1,22 µm Pixeln
  • ƒ/2.2 Blende
  • Live Photos
  • Optimiertes lokales Tone Mapping
  • Autofokus mit Focus Pixels
  • Panoramabild (mit bis zu 63 Megapixel)
  • Automatische Bildstabilisierung

Weitere Feature findest du auf der Webseite von Apple zum iPhone 6s.

Fazit zum iPhone 6s-Kameratest

Bisher habe ich das iPhone 5c. Im Vergleich zu einem 5c iPhone ist das iPhone 6s ein Quantensprung in Bildauflösung, Detailtreue und Performance. Die Videofunktion des neuen iPhones ist ein Traum. Die Slowmotion Funktion lässt auch in der Bearbeitung auf dem Laptop mit Final Cut noch so viel Spielraum, dass das Schneiden eine echte Freude ist. Wer allerdings bereits ein iPhone 6 besitzt, wird nicht allzu geflashed sein. Hier sind eine Feature-Updates, doch alles in allem sind Funktionen wie zum Beispiel Live Photo nur nette Spielereien, die es nicht wirklich braucht und die auch viel Speicher fressen. Abschließend sei gesagt, dass natürlich du das Foto macht und nicht die Kamera. Somit hadere ich, ob das Upgrade auf ein iPhone 6s wirklich lohnenswert ist, wenn das Smartphone bei mir immer die zweit- oder auch dritt-Kamera bleiben wird. Zumal das iPhone mit großem 128GB Speicher derzeit 959,00 € bei Apple kostet. Wow, stolzer Preis für ein Telefon!

Wie findet ihr das neue iPhone? Ich freue mich auf eure Meinung! Wenn du übrigens gerne mit dem iPhone fotografiert, habe ich hier 10 Tipps für bessere iPhone Bilder für dich.

5 gute Gründe, warum du dir eine Festbrennweite kaufen solltest

Festbrennweite-Fotografieren-Lernen

Brauchst du eine Festbrennweite? Also früher oder später wirst du auf deinem Weg beim Fotografieren lernen definitiv auf den Begriff Festbrennweite gestoßen sein – oder? Hast du vielleicht sogar schon eine?

Ich habe mir meine erste Festbrennweite vor ungefähr einem Dreivierteljahr gekauft. Seit dem bin ich verliebt. Denn ganz ehrlich: Diese 50mm haben mir geholfen meine Fotografie enorm weiter zu entwickeln. Darum geht es unter anderem auch in meinem E-Book „10 Ideen für besser Fotos“, das ich kürzlich für dich geschrieben habe. Doch nun habe ich mir noch einmal ein paar Gründe vor Augen geführt, warum eine Festbrennweite nie wieder in meiner Fototasche fehlen darf.

Festbrennweite-Fotografieren-Lernen
So viel Liebe für 50mm: Meine Festbrennweite

Festbrennweiten und die Kreativität: Du komponierst dein Foto

Wahrscheinlich gibt es 1000 tolle Gründe für den Kauf einer Festbrennweite. Aber der für mich entscheidende Faktor ist die Bildgestaltung. Immer wieder bin ich in meiner Bildkomposition gescheitert an dem „ich habe zu viel auf meinem Bild“. Man sagt eine 50mm Festbrennweite bilde in etwa das gleiche Sichtfeld wie das menschliche Auge ab. Das bedeutet, dass der Blick durch deinen Sucher deinem Sichtfeld entspricht. Das macht dir das fotografische Leben einfacher. Denn du kannst eben nicht zoomen. Du kannst nicht „weitwinkeln“. Es geht nicht! Wenn du mehr – oder weniger – auf deinem Bild haben möchtest, benutze deine Füße. So einfach ist das. Mir hat das sehr geholfen. Ich bin ans Motiv ran gegangen, bin auf Distanz gegangen. Ich habe erneut geschaut und viel intensiver überlegt, bevor ich den Auslöser gedrückt habe. Hier findest du weitere Gedanke zum Thema Bildgestaltung.

Festbrennweite-Zoom-Fotografieren-Lernen
Die Festbrennweite lehrt dich das Wesentliche zu fotografieren

Zoomobjektiv vs. Festbrennweite: Scharfe Bilder

Eine Festbrennweite (im englischen auch Prime Lens oder Fixed Lens) liefert dir sehr scharfe Bilder. Es gibt eine Reihe von Gründen, warum das so ist. Zum einen hat eine Festbrennweite weniger optische Elemente als das klassische Zoom-Objektiv und so kommt das Bild schärfer auf deinen Sensor.

Zudem hat ein Zoom Objektiv in der Regel immer mehr Verzeichnungen und chromatische Aberrationen. Das meint Farbsäume an kontrastreichen Kanten, vorzugsweise eher in der Nähe von Bildrändern und den Ecken des Fotos. Diese chromatischen Aberrationen entstehen je nach Objektivqualität mehr oder weniger. Und bei Zoom Objektiven eben mehr. Dazu kann ich dir den Blog Traumflieger ans Herz legen. Da kann man tolle Testberichte zu Objektiven lesen.

Festbrennweite-Portrait-Objektiv
Die Festbrennweite: Mein Portrait-Objektiv

Das 50mm-Geheimnis: Das wunderschöne Bokeh

Sobald du über Festbrennweite recherchierst, wirst du oft auch den Begriff Offenblende lesen. Denn das macht oft eine gute Festbrennweite aus: Die Möglichkeit mit einer so genannten Offenblende Fotos mit einem wundervollen Bokeh hinzubekommen. Das Bokeh bezieht sich auf die Qualität der Unschärfe in den Bereichen, die nicht im Fokus sind. Dieser verschwommene Hintergrund macht dein Foto oft zu einem Wow-Foto. Und Wow-Fotos tun uns als Fotografen doch gut – oder? Das Bokeh betont dein Hauptmotiv und du leitest den Blick des Betrachters. Mit einem Zoom Objektiv ist es nicht immer leicht ein tolles Bokeh hinzubekommen, da es dazu eben kleine Blendenwerte benötigt (hier übrigens eine kurze Auffrischung zum Thema Blende).

Festbrennweite tolles Bokeh und Lichtstärke
Eine Festbrennweite liefert ein tolles Bokeh – auch bei wenig Licht

Lichtstärke: Viel Licht für tolle Bilder

Fotografieren lernen: Die Blende
Fotografieren lernen: Die Blende, Foto: KoeppiK (Eigenes Werk), Wikimedia.

Ebenso wie durch einen kleinen Blendenwert ein tolles Bokeh erzeugt werden kann, lässt ein Objektiv mit einem kleinen Blendenwert (zum Beispiel mit einer Offenblende von f/1.8) sehr viel Licht durch. Die Lamellen der Blende sind weit geöffnet und lassen viel Licht auf den Sensor beim Auslöser drücken.

Das ist super, wenn du in ungünstigen Lichtverhältnissen fotografierst und (natürlich) ohne Blitz auskommen möchtest. Mit einem Zoom-Objektiv, welches mit einer Blende von f/5.6 oder im Zoom-Bereich sogar erst ab f/6.5 startet, wirst du bei wenig Licht Schwierigkeiten haben ein scharfes Bild hinzubekommen, ohne das über ISO (Iso zu hoch = Bild-Rauschen) oder eine lange Belichtungszeit (Belichtungszeit zu lange = Bild verwackeln) ausgleichen zu können. Mit einer Lichtstarken Festbrennweite bist du da sehr viel unabhängiger auch mal in ungünstigen Lichtsituationen zu fotografieren.

Das günstigste Objektiv: Die Festbrennweite

Wenn du dich einmal auf dem Einsteigermarkt für Festbrennweiten umschaust, wirst du erstaunt sein wie günstig eine brauchbare Festbrennweite sein kann. Meine erste Festbrennweite – die Canon 50mm Festbrennweite mit Blende f/1.8 – hat gerade mal knapp unter 100 Euro gekostet. Und ich liebe das Objektiv immer noch! Vor ein paar Monaten habe ich mir noch eine 85mm Festbrennweite hinzu gekauft. Die war schon etwas teurer, aber klar – teurer geht immer. Sobald du nach einer Festbrennweite mit f/1.4 oder f/1.2 Ausschau hältst, wirst du wie immer sehen – äh, es geht auch noch mal teurer.

Aber wenn du keine Profi-Werbefotos machen willst, brauchst du diese nicht. Ich bin mit meinen zwei Festbrennweiten von 50mm und 85mm sehr glücklich.

Hast du schon eine Festbrennweite?

Was ist dein Lieblingsobjektiv? Und warum? Ich freue mich auf deine Meinung!


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Sigma dp1 Quattro im Test: Wochenendausflug mit extravagantem Sonderling

sigma-dp1-quattro-kameratest

test-sigma-dp1-quattroVor einigen Wochen habe ich diesen kleinen Sonderling das erste Mal in einer Fotozeitschrift gesehen. Was ist das denn? Die Sigma dp1 Quattro schaut aus wie ein in die breite gezogene Systemkamera mit großem Handgriff.

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit für einen Test der Sigma dp1 Quattro. 

Hightech-Innenleben der Sigma dp1 Quattro

Wer an eine Kamera mit echtem Ausmaß gewöhnt ist, mag diese Sigma sogar als schlank empfinden. Doch fallen die Sigma Modelle nicht nur durch ihre etwas eigenartigen Formen auf, auch das Innenleben der Kamera ist etwas besonderes.

Kurz zu den technischen Eckdaten der Sigma dp1 Quattro:
CMOS-Sensor Foveon X3, 29 MP (laut Hersteller-Angabe eine 39-Megapixel-äquivalenter Auflösung), Objektiv: f/2,8/19mm, ISO: 100-6.400 und zu haben zum Preis von derzeit knapp 1.000 €.

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Der volle Farbumfang im Histogramm der Sigma dp1 Quattro

Die SIGMA dp1 Quattro ist die neuste Generation der hochauflösenden SIGMA dp Kompaktkameras. Das Objektiv liefert eine Kleinbild-Brennweite von 28 mm und sollte mit f/2,8 auch sehr lichtstark sein. Der Fotoapparat verfügt über einen sogenannten Direktbild-Sensor. Der X3 Sensor rechnet als 3-Schichten-Sensor. Er erfasst alle Farben vertikal und nimmt für jedes einzelne Pixel den exakten Farb- und Helligkeitswert auf – verteilt auf unterschiedliche Schichten. Das soll die Auflösung gerechnet auf die drei Grundfarben extrem erhöhen. Zudem soll das Rauschverhalten optimiert werden.

Wochenendausflug aufs Land mit der Sigma dp1 Quattro

Genau erklären kann ich das nicht. Wird mir auch zu technisch. Ich muss das immer ausprobieren und habe mir so letztes Wochenende einfach mal die Kamera für eine Kameratest der Sigma dp1 Quattro geschnappt. Ich bin mit der Sigma im Gepäck zu meinen Eltern zu Besuch gefahren. Dort war Weihnachtsmarkt und das kann ja sicher ganz gute Motive liefern für farbige Bilder. Zudem habe ich meine „immer-dabei“ Kamera im Gepäck – eine Fujifilm FinePix X10. Mal schauen, wie sehr die Hightech Kamera die Fuji abhängen kann. Ich habe daher einige Vergleichsbilder fotografiert. Alle Bilder sind i.d.R. klein gerechnete Jpg-Dateien der unbearbeiteten RAW Dateien. Daher kommen auch die teils sehr unterschiedlichen Farben zustande.   

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Sigma dp1 Quattro im Vergleich mit meiner kompakten „immer dabei“ Fujifilm FinePix X10

Selfie-Test bestanden: Die Kamera liegt gut in der Hand

Die Sigma liegt gut in der Hand. Zugegeben, sicher nicht das günstigste Model für ein Selfie, doch lädt die Form mich nun mal dazu ein. Das extreme Weitwinkel der Sigma dp1 Quattro bekommt die Aufgabe ohne große Mühe hin, sie fokussiert klar und liefert eine tolle Unschärfe im Hintergrund.

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Selfie mit langem Arm und toller Unschärfe: f/2.8, 15s, ISO 200

Sigma dp1 Quattro im Test auf dem Gartower Weihnachtsmarkt

Letztes Wochenende war der Gartower Weihnachtsmarkt auf dem Schlosshof. Perfekter Kulisse für die Kamera, dachte ich mir. Aber Weihnachtsmarkt bedeutet nun mal auch Abenddämmerung. Fazit: Die Farben machen Spaß. Die Kamera passt trotz Ausmaß gut in die Manteltasche. Aber sie hat schon einiges zu rechnen, bei all den Pixeln. Und das, obwohl ich doch meine schnellst Speicherkarte im Slot habe. Man sollte also etwas Geduld mitbringen für die Verarbeitung der Sensor-Schichten. Im hohen ISO Bereich zeigt die Kamera allerdings ein paar Schwächen und überzeugt mich nicht vollends. Natürlich sind ISO 800 und schummeriges Licht auch für andere Kameras eine Herausforderung, doch habe ich irgendwie ein Hauch mehr erwartet von diesem kleinen Powerpaket. Aber dann warten wir mal den Vergleich am nächsten Morgen ab …

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Sigma-dp1-Quattro zur weihnachtlichen Kulisse zur Abenddämmerung: ISO 800, 1/50, f/2.8

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Sigma-dp1-Quattro mit weihnachtlichem Detail: ISO 800, 1/40, f/2.8

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Mit der Sigma dp1 Quattro zum Weihnachtsmarkt

Vergleich der Gartenzwerge

Beim morgendlichen Spaziergang habe ich versucht gleiche Ausgangsbedingungen zu schaffen. Testobjekte waren meine „immer-dabei“ Fuji x10 Kamera und die Sigma dp1-Kamera. Testfeld waren Nachbars Gartenzwerge im morgendlichen Sonnenlicht.

Beide Bilder sind unbearbeitet RAW-Dateien, automatischer weißabgleich, nicht nachgeschärft oder ähnliches – lediglich als Jpg-Bilder runter gerechnet. Die Sigma Gartenzwerg-Kulisse zeigt sehr viel natürlichere Farben (wobei ich natürlich die warmen Fuji Farben auch gerne mag). Aber in der Schärfe des Gartenzwerg-Gesichtes hat Sigma klar die Nase vorn. Auch die vielen Farbnuancen auf dem Waldboden mit den unterschiedlichen Laubfarben in dunkelbraun, hellbraun, gelblich kann die Sigma toll abbilden und hängt die Fuji natürlich um längen ab. Wer wert legt auf Farbnuancen und viel Farbdetails im Bild wird mit der Sigma dp1 sicher seine helle Freude haben.

Vergleich der Gartenzwerge - Fotografiert mit der Sigma dp1 quattro
Vergleich der Gartenzwerge – Fotografiert mit der Sigma dp1 quattro: Beeindruckende Farben im Laub und klare Details im Schärfebereich

testbild-fuji-x10
Vergleich der Gartenzwerge – Fotografiert mit der Fuji x10: Hier ist der Blätterwald braun mit wenigen Abstufungen und die Schärfe kann nicht mithalten

Mein Fazit zum Sigma dp1 Quattro Test

Die Sigma dp1 Quattro ist sehr stabil und kompakt verarbeitet. Sie liegt gut in der Hand und kann so auch bei langen Belichtungszeiten noch sehr ruhig gehalten werden. Natürlich hat sie dabei schon einiges an Gewicht, aber ich mag das gerne. Alle wesentlichen Funktionen sind durch die gute Aufteilung der Knöpfe schnell zu erreichen und zu verstehen, auch ohne intensivem Studium des Kamera-Handbuches. Auch verzichtet die Kamera auf zu viel Schnick-Schnack. Sie legt Wert auf Farbe! Die Kamera und der Chip liefern im niedrigen ISO Bereich detailreiche Bilder mit beeindruckendem Farbspektrum. Voraussetzung für schöne, detailreiche Bilder ist jedoch ausreichend Licht (ISO 100-200).

Da die Sigma ja mit einigem an Chip- und Sensor-Technik aufwartet, benötigt sie auch ihre Rechnerzeit. Bei Werten ab ISO 800 wird es kritisch für die Kamera. Sowohl beim Kamerastart als auch insbesondere nach dem Foto. Zudem wird der Genuss wie so oft durch Kamerahersteller-Politik gebremst. Denn wie alle Hersteller nutzt auch Sigma ein eigenes Rohdaten-Format. Hierzu kann ausschließlich die SIGMA Photo Pro 6.0.6 Software genutzt werden. Nicht, dass ich dem Adobe Imperium zu viel Aufmerksamkeit schenken will – doch habe ich einige Stunden gebraucht, um überhaupt in den Genuss der Bildbetrachtung zu kommen. Das nervt! Hoffentlich wird das in nächster Zeit behoben, so dass jeder Fotograf in seinem gewohnten Workflow mit den Bildern arbeiten kann.

Alles in allem legt Sigma mit der Sigma dp1 Quattro eine interessante Kamera für alle Freunde des großen Farbspektrums vor. Wichtig für den Einsatz ist (ausreichend) Licht – wohl in etwa eine Reduzierung auf das Wesentliche der Fotografie.

Sony ILCE-QX1 SmartShot Kamera im Test: Der Kopffüßler unter den Fotoapparaten

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KopffuesslerAls ich auf der diesjährigen Photokina in Köln erstmals die Sony ILCE-QX1 Lens-Style Kamera für eine Test in der Hand hatte, war mein erster Gedanke: Was ist das?

Kennt ihr noch die Kopffüßler, also die Gestalten, die nur aus Beinen und einem kopfähnlichen Gebilde bestehen? „Aha, ein Objektiv“ sagt der Erste. „Nee, ein Adapter-Aufsatz für die Kamera“ rätselt der Zweite.

Ein 20,1 MP SmartShot Fotoapparat in der Größe eines Wechselobjektives

Sony-ILCE-QX1-TestberichtMittlerweile habe ich gelernt, dass die sogenannten SmartShot Kamera ein vollständiger Fotoapparat ist. Naja, fast vollständig.

Bei einem näheren Test in Optik und Größe erinnert die Sony ILCE-QX1 SmartShot an ein kompaktes Objektiv. Innen stecken Zoom-Linse, Bildsensor und die gesamte Technik eines Fotoapparates. Oben drauf zudem ein kleiner Ausklapp-Blitz. Die Leistungsmerkmale des Bildsensors können sich zudem sehen lassen, schließlich arbeitet ein 20,1 Megapixel APS-C CMOS Sensor in dem kleinen Wunderwerk.

Straßenmusikerin fotografiert mit der Sony-ILCE-QX1 Smart Shot und einem Sony SEL 16-50/3,5-5,6 Objektiv
Eine Straßenmusikerin fotografiert mit der Sony-ILCE-QX1 Smart Shot und einem Sony SEL 16-50/3,5-5,6 Objektiv

Per WLAN mit dem Smartphone verbunden

PlayMemories-Mobile-App Sony
Die PlayMemories App als Schaltzentrale

Per WLAN stehen die SmartShots in Verbindung mit dem Smartphone, wo ich das Bild sehen und Einstellungen vornehmen kann. Dazu benötige ich allerdings die PlayMemories App, die es als iOS-App und Android-Smartphone App gibt. Die App ist nicht ganz 100% aus skaliert (da spricht der Mobile Marketing Mensch in mir), aber nach einiger Übung kommt man ganz gut damit zu recht. Ich kann Kontakt zwischen Kamera und Smartphone nur per WLAN aufbauen. Wenn ich allerdings im heimischen WLAN bin, muss ich dort erst mal raus, um ins Kamera WLAN rein zu kommen. Etwas umständlich, aber machbar.

Auch kann ich auch nur mit der PlayMemories App das Objektiv bedienen. Irgendwann auch mit anderen Apps das Objektiv zu nutzen würde mich reizen.

RAW Bilder mit dem iPhone machen

Wenn ich fotografiere, wird ein in der Auflösung reduziertes Bild an das Smartphone gesendet. In der Sony ILCE-QX1 Lens-Style Kamera ist zudem ein Speicherkarten-Slot, der hochauflösende RAW und/oder JPG-Dateien speichert. Auf diese kann ich per Kabel und per Speicherkarten-Slot zugreifen.

Nun gut – ich könnte die Bilder von der Speicherkarte holen, wenn nur mein Mac Book die Kamera erkennen würde. Da muss ich mich wohl noch ein wenig durch fummeln. Denn mein Speicherkarten-Slot im Mac Book Pro kann diese winzigen Speicherkarten nicht per Steckplatz erkennen. Mal schauen, wie ich das gelöst bekomme! So sind alle Bilder, die hier im Beitrag zu sehen sind, die reduzierten Bilder, die ans iPhone gesendet wurden. Was da wohl in der RAW-Datei noch so alles möglich ist …

Sony-ILCE-QX1-SmartShot-Test-5
Ungewöhnliche Perspektiven fotografieren mit der Sony-ILCE-QX1 SmartShot

Eine alles-drin-Objektiv-Kamera: Aber wofür?

Nun aber genug der Technik. Zurück zur Frage: Wofür das ganze?

Eine kompakte alles-in-einem-Kamera-und-Objektiv ist ja irgendwie nichts anderes, als auch eine Action-Cam bietet. Oder? Ich kann diese also unabhängig von einem oft sperrigen Kamera-Body positionieren und entweder per Fernbedienung oder – im Falle der Sony ILCE-QX1 auch per Knopf direkt am Gehäuse – auslösen. Natürlich hat die Lens-Style Kamera andere Ausmaße als GoPro und Co., doch hat sie dafür auch einen 20,1 Megapixel APS-C CMOS Sensor.

Neue Perspektiven fotografieren in Streetfotografie, Tierfotografie oder wo auch immer …

Genau diese Unabhängigkeit in der Positionierung der Kamera (Schraubvorrichtung für das Stativ ist vorhanden), beste Bildqualität und Fernbedienung per Smartphone öffnet Tür und Tor für neue Ideen in der Streetfotografie, Tierfotografie oder wie ich es auch oft mache: Fotografieren in schwer zugänglichen Orten wie den Lost Places in und um Berlin.

Solch eine Nur-Objektiv-Kamera passt problemlos in jede winzige Nische, kann man durch jedes Fenster durchreichen, auf jeden Fenstersims, Fussboden oder mit meinem Lieblings-immer-dabei Stativ, dem Gorilla-Pod, an jede Kante ran klemmen.

Selfies mit der Festbrennweite: E-Mount macht es möglich!

Da ich derzeit auch ein paar Objektive mit E-Mount Anschluss zur Verfügung hatte, habe ich den ILCE-QX1 BODY einfach mal mit einer Festbrennweite (dem Sony/Zeiss SEL55F18Z FE 55 mm F1,8 ZA) zusammengeschraubt. Das Bild (siehe unten) ist dabei rausgekommen (entschuldigt die vielen Selfies, aber zum einen soll das zeigen, dass ich das alles alleine per Smartphone bediene – und zum anderen stand nun mal niemand Modell).

Sony-ILCE-QX1-SmartShot-Foto
Selfie mit SEL55F18Z Festbrennweite – Ausgelöst wird über das iPhone

Fazit zur Sony ILCE-QX1 SmartShot Kamera

Wenn man mich nach technischen Details fragt, fliege ich schnell aus der Kurve. Da kann ich zu wenig die Fachsprache. Die Werte lesen sich aber überzeugend: 20,1 Megapixel, ISO 100-16000, APS-C Sensor und so weiter.

Ich aber fotografiere mit dem Herz, nicht mit der Technik. Die Idee der Sony ILCE-QX1 hat genau das erreicht, was eine Kamera bei mir erreichen soll: Sie hat mich überrascht, sie hat mich inspiriert und in der Nachbetrachtung in Detailtreue und Bildschärfe überzeugt.

Das Gehäuse mit einem 16-50-mm-Zoomobjektiv ist zum UVP von 449,00 Euro gelistet. Das ist im Vergleich zu einer Action Cam teuer. Im Vergleich zu einer Kamera mit APS-C CMOS Sensor aber im Rahmen. Ich bin sehr gespannt zu welchen Fotos mich diese neue Art der Kamera noch inspirieren wird.

Sony-ILCE-QX1-SmartShot-Test-4
Knackige Tiefenschärfe wie bei ’ner Großen

Ungewöhnliche Perspektiven fotografieren mit der Sony-ILCE-QX1 SmartShot
Der Griff ins Schließfach aus ungewöhnlicher Perspektive – fotografiert mit der Sony-ILCE-QX1 SmartShot

Hier ein Video gefilmt mit der Sony ILCE-QX1 SmartShot Kamera

Eine Straßenmusikerin singt vor dem Berliner Hauptbahnhof. Perfekt, um die Videofunktion der Sony Kamera zu testen.

Hier noch ein Videobericht vom Digital Trends Blog


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