Du möchtest dich näher mit dem Thema Bildgestaltung beschäftigen und deinem Bild Tiefe verleihen? Klasse, denn das ist ja auch eines der wichtigsten Themen in unserem Abenteuer Fotografieren lernen. Hier habe ich einige tolle Tipps aus der Kompositionslehre für die optimale Tiefenwirkung in deiner Fotografie für dich. Aber mal ganz von vorne. Was bedeutet eigentlich Bildgestaltung? Unter dem Begriff der Bildgestaltung verstehen wir die Anordnung und Verbindung formaler Elemente in einem Kunstwerk – also in unserem Falle der Fotografie. Diese kommen in der Bildbetrachtung und insbesondere der Bildanalyse zum Einsatz.



Erzeuge eine Tiefenwirkung in deinen Fotos
Dein Bild ist eine zweidimensionale Abbildung. Daher ist es eine Herausforderung, wenn du ein Gefühl der Tiefenwirkung erzeugen willst und so die dritte Dimension hinzufügst. Wie das geht? Mit dem Spiel aus Blende, Fokus und den Ebenen. Doch dafür solltest du dir aller Ebenen deines Fotos bewusst werden.
Erzeuge räumliche Wirkung
Versuche, deine Fotos in zwei Ebenen – nämlich den Vordergrund und den Hintergrund – zu unterteilen. Oder besser sogar nimmst du noch den Mittelgrund hinzu. Denn bei einer Tiefenwirkung imitierst du auf einer zweidimensionalen Fläche eine Tiefe, die eigentlich nicht da ist. Dadurch erzielst du eine räumliche Wirkung in deinem Foto. Gerade in der Landschaftsfotografie nutze ich diese Aufteilung gerne, aber auch für Porträts ist sie total spannend.



Tiefenwirkung: 6 Tipps für mehr Tiefe in deinen Fotos
1. Füge einen Vordergrund hinzu

Nutze Steine, Fußabdrücke oder Gräser um deinem Foto Tiefe zu geben. Das stärkt die Tiefenwirkung und führt das Auge. Das Spiel mit Schärfentiefe und Fokus liefert zusätzliches Empfinden für Tiefe.
2. Fotografiere in Hochkant

Das Hochformat schafft Tiefe. Denke an deine Sehgewohnheit: Du hebst und senkst die Augen und nimmst Tiefe anders wahr, konzentrierst dich auf Objekte in unterschiedlicher Entfernung. Also ein wichtiger Tipp für deine Tiefenwirkung in deiner Fotografie.
3. Ändere deinen Standpunkt

Versuche, aus tiefer Perspektive – nah am Boden – zu fotografieren, anstatt auf Augenhöhe. Hiermit überspitzt du die Wahrnehmung, und Objekte werden kleiner, je weiter entfernt sie sind.
4. Rahme deine Szene ein und bilde Schichten

Ähnlich wie beim Vordergrund liefert ein Rahmen ein tolles Empfinden für Tiefe. Dabei kann dieser Rahmen alles Mögliche sein – Zweige, ein Hoftor oder der Schulterblick. Überlappende Objekte geben deiner Szene ebenfalls das Gefühl der Dreidimensionalität.
5. Linien führen den Blick und erzeugen Tiefenwirkung

An die Linien erinnerst du dich sicherlich noch aus dem Kapitel „Linien führen den Blick“. Sie sind perfekt für den Eindruck von Tiefe und führen das Auge durch deine Komposition.
6. Achte auf Beleuchtungskontraste

Beleuchtungskontraste verstärken die Tiefenwirkung in deinem Foto. Ist deine Szene vorn dunkel und hinten hell, so ergibt sich ein Tunneleffekt. Das Auge wird zum hellsten Punkt gezogen – ein toller Effekt.
Noch mehr Tipps zur Bildgestaltung und Tiefenwirkung

Hier findest du noch mehr Tipps zur Bildgestaltung.
Dein perfekter Kickstart ins Abenteur Fotografie
Fotografieren lernen: 25 einfache Tricks für bessere Fotos (eBook/PDF)
✓ 25 kompakte Kapitel mit Fotografie-Tipps
✓ Viele tolle Bildbeispiele zum nachmachen
✓ Über 100 Seiten – ideal für Einsteiger
Randvoll mit spannende Tipps und Inspiration zum Fotografieren lernen
✓ Meine besten Tipps und Tricks
✓ Perfekt für deinen Schnellstart
✓ Über 100 Seiten – ideal für Einsteiger
Lars Poeck – Business-Fotograf, Buchautor & Fototrainer
Lars Poeck arbeitet seit über 10 Jahren als selbstständiger Business-Fotograf in Hamburg, Berlin und deutschlandweit. Auf seinem Fotografieblog ig-fotografie.de vermittelt er seit 2015 praxisnahe Lerninhalte rund ums Fotografieren – mit verständlichen Tipps, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Online-Fotokursen für Einsteiger und ambitionierte Hobbyfotografen.
Seine Fachartikel erscheinen u. a. in c’t Fotografie und DigitalPHOTO. Zudem ist berichtet er in Formaten wie ZDF „leute heute“ oder dem WDR 5 Morgenecho über Lieblingsthemen wie Lost Places oder Porträtfotografie und freut sich über Veröffentlichungen in Zeitungen wie der Preußischen Allgemeinen Zeitung und dem Tagesspiegel.
Lars Poeck ist Autor mehrerer Fotografie-Ratgeber, darunter „Kreative Foto-Aufgaben für jeden Tag“ (Humboldt Verlag). Seine Bücher sind auf Amazon vielfach mit 5 Sternen bewertet und werden auf vielen Fotoseiten positiv rezensiert.
Als Fototrainer ist er gerne auf Messen und Events wie der Autorinnenrunde der Leipziger Buchmesse, dem DVF-Jugendtreff, photo+adventure, den Laupheimer Fototagen oder der Berlin Photo Week zu Gast.





Vielen Dank für die wertvollen Hinweise. Man sieht daran, gute Fotos zu machen ist kein Hexenwerk.
Danke für Dein Feedback. Da hast Du recht, liebe Gaby.