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Die Froschperspektive: Einfach erklärt und kreative Bildideen

Du hast genug von den üblichen, langweiligen Perspektiven und möchtest deine Welt aus einer neuen Sichtweise betrachten? Dann solltest du unbedingt die Froschperspektive ausprobieren! Dies ist eine Kameraperspektive, die dich buchstäblich auf den Boden bringt und dir einen völlig neuen Blick auf die Welt ermöglicht. Diese Perspektive ist auch sehr bekannt in anderen Bereichen der Kunst wie beim Zeichnen und in der Malerei. Von dieser Perspektive aus erscheinen Objekte plötzlich gigantisch groß und majestätisch, als wärst du ein winziger Frosch (um es mal auf den Namen zurückzuführen), der die Welt zu seinen Füßen hat.

Diese in der Fotografie auch Untersicht genannte Perspektive meint die Aufnahmen von einer niedrigen Perspektive oder auch einem niedrigen Kamerastandort aus. Beim Fotografieren lernen mag ich das Spiel mit Blickwinkeln. Jede Änderung des Blickwinkels verändert auch die Wirkung deiner Fotos. Dafür ist die Froschperspektive ein tolles Stilmittel, um Fotos aus sonst gewöhnlichem Winkel spannender und interessanter zu gestalten.

Bist du bereit, dich in eine Welt der fotografischen Möglichkeiten zu stürzen? Dann lass uns gemeinsam die faszinierende Welt der Froschperspektive entdecken!

Was genau ist die Froschperspektive?

  • Die Froschperspektive bezeichnet die Betrachtung oder Darstellung eines Gegenstandes von einem unter der normalen Augenhöhe liegenden Blickwinkel – weiß Wikipedia zu erklären
  • In der Fotografie bezeichnen wir die Froschperspektive als Untersicht oder im englischen “Low Angle”. Diese Perspektive ermöglicht dem Betrachter einen ungewöhnlichen, aber immer noch leicht nachvollziehbaren Blickwinkel.
  • Die Froschperspektive wird oft als Stilmittel in Filmen verwendet, um Unterlegenheit auszudrücken

Natürlich ist die Perspektive nicht alles. Nutze diese in Kombination mit weiteren Regeln und Tipps für eine gute Bildgestaltung und du hast schon mal ein gutes Rezept für ein interessantes Foto. 

Also lass uns die Froschperspektive ausprobieren mit der neuen Fotoaufgabe. Hast du Lust mitzumachen und dein Foto zum Thema “Froschperspektive” zu fotografieren und hochzuladen oder auf deinem Blog zu verlinken?

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Die Froschperspektive verzerrt die Welt. Du blickst von unten nach oben – alles erscheint größer und mächtiger.

Die Perspektive ändert den Blickwinkel

Jedes Motiv kann die Wirkung ändern, indem du den Winkel änderst. Sei nie zufrieden mit dem ersten Foto. Probiere aus, Wechsel die Sichthöhe. Und so empfehle ich dir auch die Froschperspektive. Wenn du zudem auch noch einen spannenden Vordergrund hast oder mit Linien den Blick hin zu deinem Hauptmotiv führst, bietest du tolle Details für den Betrachter. Dadurch gewinnt dein Foto.

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Die Froschperspektive wirkt toll mit klarem Vordergrund und Hauptdarsteller – wie hier zwei Kühen im Bild.

Achte auf Linien und Perspektiven

Gerade bei Gebäuden wirkt die Froschperspektive extrem. Aber Vorsicht, es sollte mit bedacht eingesetzt werden und nicht einfach “wild nach oben” fotografieren. Achte auf Linien und Perspektiven.

Wo liegt der Fluchtpunkt bei der Froschperspektive?

In der Fotografie bezieht sich die Froschperspektive auf einen Aufnahmewinkel, bei dem das Motiv, wie wir gelernt haben, aus einer sehr niedrigen Position aufgenommen wird. Dadurch entsteht ein Eindruck von Größe und Macht des Motivs.

In Bezug auf den Fluchtpunkt (bezieht sich dies auf den Punkt, an dem parallele Linien im Bild zusammenzulaufen scheinen. Bei der Froschperspektive befindet sich der Fluchtpunkt normalerweise weit oben im Bild, da die Aufnahme aus einer sehr niedrigen Position aufgenommen wird. Dadurch erscheinen die vertikalen Linien des Motivs in der Aufnahme als stark konvergierend und können den Betrachter visuell nach oben führen.

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Das Axel-Springer-Haus aus der Froschperspektive

Wie zeichnet man die Froschperspektive?

Ich habe ja vor einiger Zeit auch mit dem Zeichnen mit Bleistift angefangen. Eine tolle Schule für mein Auge, da ich mich sehr intensiv mit Perspektiven, Schatten und Tiefenwirkung befasse.

So erstelle ich übrigens eine Zeichnung in Froschperspektive:

  1. Wähle ein geeignetes Motiv aus (in der Regel sind es für mich als Anfänger Architekturmotive).
  2. Dann bestimme ich einen Fluchtpunkt.
  3. Nun skizziere ich die Grundformen des Motivs.
  4. Ich füge kleine Details hinzu – insbesondere Schattierungen, um Tiefe zu erzeugen.
  5. Nun überprüfe ich das Ergebnis auf Perspektive und Proportionen.

4 Tipps, um das beste aus deiner Froschperspektive rauszuholen

  1. Mach es dir bequem:
    Da die Froschperspektive dich buchstäblich auf den Boden bringt, solltest du dich auf eine unbequeme Verrenkungen einstellen. Packe also bequeme Kleidung und eine Unterlage ein, damit du dich auf den Boden legen kannst, ohne dass dir kalt oder alles schmutzig wird.
  2. Halte deine Kamera stabil:
    Wenn du dich auf den Boden legst, kann es schwierig sein, deine Kamera stabil zu halten. Verwende am besten ein Stativ oder lege die Kamera auf eine flache Oberfläche, um Verwacklungen zu vermeiden. Bei der Wahl des Stativs ist es wichtig, dass es Bodennah platziert werden kann. Eine drehbare Mittelsäule erlaubt bei einigen Stativen beispielsweise den Umbau zum Makrostativ. Hier findest du ein solches Stativ.
  3. Achte auf die Hintergrundgestaltung:
    Die Froschperspektive kann dazu führen, dass der Hintergrund übermächtig wirkt. Achte also darauf, dass der Hintergrund nicht vom eigentlichen Motiv ablenkt und das Bild unruhig macht. Suche nach einfachen, kontrastreichen Hintergründen, die dein Motiv hervorheben.
  4. Experimentiere mit verschiedenen Brennweiten:
    Wenn du verschiedene Brennweiten ausprobierst, kannst du die Wirkung der Froschperspektive noch verstärken. Weitwinkelobjektive eignen sich gut, um eine ganze Szene einzufangen, während Teleobjektive es dir ermöglichen, das Motiv näher heranzuholen und es groß und majestätisch wirken zu lassen.

Hier ein Stative, perfekt für die Froschperspektive – mit drehbarer Mittelsäule

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  • 4in1-Kombistativ: Dreibeinstativ mit einfachem Umbau zum Monopod/Einbeinstativ mit teilbarer Mittelsäule schnell als Ministativ einsetzbar, drehbare Mittelsäule erlaubt Umbau zum Makrostativ
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  • Universelles Leichtgewicht: Mit 159cm maximaler Höhe, 4 Stativsegmenten und 1.666g leicht ist es das ideale universelle Foto-/ Reisestativ für den ambitionierten Fotografen
  • Flexibel: Ob in der Makroposition 2,5cm niedrig oder 159 cm als Dreibeinstativ hoch, durch die 4 Stativsegmente stufenlos schnell aufbau- und einstellbar
  • Lieferumfang: Rollei C5i Stativ, Kugelkopf mit Panoramafunktion, Stativhaken, Inbusschlüssel, Schnellwechselplatte und Stativplatte

Der Blick für Details: Was liegt denn da?

Im Herbst hatte ich immer mal wieder die Froschperspektive ausprobiert. können gut zum Herbst passen. Dann bekommst du am Boden liegende Dinge wie Blätter, Kastanien, Eicheln oder ähnliches toll drauf. Manchmal ist die Froschperspektive natürlich im fließenden Übergang mit der Aufgabe 7 (auf Augenhöhe fotografieren) – doch sollte der Blick eigentlich immer von einem Punkt unter der Augenhöhe leicht nach oben geneigt sein. Das macht die Froschperspektive aus.

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Eigentlich für mich keine 100%ige Froschperspektive – eher auf Augenhöhe. Aber trotzdem ein schönes Perspektivspiel!

Die Froschperspektive in der Porträtfotografie

Auch in der Porträtfotografie macht es Spaß mit der Technik zu spielen. Sie erzeugt oft Macht und Dominanz. Für dieses Foto habe ich mich auf den Tisch gelegt und viel Raum gelassen. Der Blick führt zu meinem Model hin, das unmerklich auf uns herab schaut.

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Bei Portraits kann man die Technik auch nutzen – es erzeugt Macht und Dominanz

Schloss Bellevue aus der Froschperspektive

Gerade sehr häufig fotografierte Motive wie in Berlin zum Beispiel das Schloss Bellevue oder auch das Brandenburger Tor machen Spaß durch neue Blickwinkel betrachtet zu werden. So wird das Bauwerk durch die Froschperspektive noch imposanter.

Hier findest du mehr auf meinem Instagram-Account.

Also merken wir uns für die Froschperspektive:

  • Niedriger Blickwinkel leicht nach oben geneigt
  • Spannend, um Dominanz oder auch Größe und Macht darzustellen
  • Gerade mit viel Himmel im Bild achte darauf, dass dir das Foto nicht ausbrennt (überbelichtet!)
  • Dein Foto sollte etwas im Vordergrund haben

Mach mit! Zeige dein Bild zum Thema “Froschperspektive”

Fotografieren lernen macht gemeinsam mehr Spaß. So freue ich mich, wenn du in dieser Woche wieder auch Lust hast dich der Aufgabe mit mir zusammen zu stellen. Oder einfach mitzureden und zu kommentieren!

Wie kannst du mitmachen? Ganz einfach!

  • Lade das Bild auf deinem Blog hoch, verlinke auf diesen Beitrag (das wird dann erkannt) und poste gerne zusätzlich den Link hier als Kommentar.
  • Poste ein passendes Bild zu dem Thema (das du am besten gerade fotografiert hast oder im Archiv hast) unter dem Beitrag und schreibe 1-2 Sätze zu deinem Foto und wie du die Aufgabe angegangen bist.
  • WICHTIG: Bitte dein Foto maximal in einer Auflösung von einer Breite 1.200 Pixel bzw. nicht größer als 150kb hochladen 🙂 Und gib mir einen Moment, damit ich das Foto im Laufe des Tage freischalten kann.

Alternativ noch ein paar Ideen, wie du auch mitmachen kannst:

  • Lade das Bild auf deinem Blog hoch, verlinke auf diesen Beitrag und poste den Link hier als Kommentar.
  • Oder: Poste dein Foto auf Instagram und füge deinem Post einfach den Hashtag #fotoaufgabe und @igfotografie hinzu. Dann finde ich dich und kann das Foto hier einbetten.
  • Oder: Poste dein Foto auf Facebook und füge deinem Post einfach den Hashtag #fotoaufgabe und @IG-Fotografie hinzu. Dann finde ich dich und kann das Foto hier einbetten.

Ich freu mich auf die Aufgabe und deine Fotos!

Entdecke weitere kreative Inspirationen und Perspektiven

Ich bin immer wieder in spannenden Orten und Locations zum Fotos machen unterwegs. Hier findest du eine Sammlung meiner liebsten Fotoaufgaben und Perspektiven.

17 Kommentare zu „Die Froschperspektive: Einfach erklärt und kreative Bildideen“

  1. Habe im Dezember angefangen zu fotografieren mit meiner ersten Spiegelreflex 😀 Ich liebe Fotos wo Momente aufgenommen werden. Ich habe zu aller erst mir die Aufgabe gegeben Schwarz-weiß Fotos zu erstellen. Hier auch eins aus der Froschperspektive. 🙂

  2. Hallo zusammen, hier also mein Beitrag zum Thema Froschperspektive. Das Foto zeigt einen Humboldtpinguin, aufgenommen im Ozeaneum Stralsund. Die Aufnahmeposition war dabei aus der Not geboren weil im Hintergrund sonst zuviele Besucher zu sehen gewesen wären. Somit sieht der kleine Pinguin ein wenig aus wie ein Denkmal. Grüße aus Berlin – Thomas.

  3. Hi. Ich bin auf deinen Blog gestoßen und total begeistert. Als Quereinsteiger würde ich gerne zu den Beiträgen, wo ich bereits Bilder dazu habe, welche hochladen. Ich fange mit der letzten Aufgabe an. Die Froschperspektive…

  4. Ein sehr wolkiger, grauer Septembertag im Elbtal bei Radebeul. Zahlreiche Heißluftballons waren unterwegs. Auf die Blumen stieß ich in einem Garten am Rande des Tals. Sofort hatte ich die Idee, beide Motive zu kombinieren – ich musste nur einen Ballon in der richtigen Farbe aussuchen und ein paar Blickwinkel ausprobieren. Später brauchte es dann nur noch ein paar Farbfilter, um die erwünschte Wirkung zu erzielen.

  5. Diana /DBPHOTOGRAPHICS

    Hallo Lars , ich folge deinem Block seit kurzem.
    Bei dieser Aufgabe mach ich gerne mit. Hier ein Bild aus dem letzten Sommer. Ich fotografiere unheimlich viel aus der Froschperspektive, liegt wohl auch an meiner Körpergröße *g*

  6. Hallo Lars, aus der Froschperspektive habe ich die ersten zarten Schneeglöckchen als Vorbote des Frühlings aufgenommen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans-Joachim

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