Was macht dein Foto spannend? Tipps zum Start für (d)ein gelungenes Foto!

Es gibt immer Gründe die dazu führen, dass ein Foto nie den Weg in deine Favoriten, dein Fotoalbum oder deinen Bilderrahmen findet. Das ist schade, hat aber allzuoft sehr einfache Gründe – wenn gleich viele davon nur unterbewusst durch dich wahrgenommen werden, wenn du dir nicht einige gezielte Fragen zu deiner Fotografie stellst.

Ganz wichtig: Frage dich zu Beginn deines Fotoshootings immer, was die Ziele für dein Foto sein sollen.

  • Wie kann ich Aufmerksamkeit für mein Hauptmotiv erlangen?
  • Wie kann ich die Augen des Betrachters in mein Foto ziehen?
  • Wie kann ich Unnötiges aus dem Foto verbannen?

Um diese Dinge auf dem Weg zu einem spannenderen Foto geht es hier bei mir immer wieder. Heute möchte dir ein paar wertvolle Tipps an die Hand geben, wie wir bessere Fotos machen! Und wenn du mit deiner Fotografie endlich so richtig loslegen willst – raus aus dem Automatikmodus – so möchte ich dir auch meinen neuen Online-Fotokurs “4 Wochen Online-Fototraining – für Einsteiger” sehr ans Herz legen. Dieser startet übrigens alsbald!

Gibt es unfotogene Eigenschaften?

Oft tun wir uns schwer, kritisch mit unseren Bildern umzugehen. Es bedarf etwas Übung, um die Distanz zu haben und sein Foto gut zu reflektieren. Aber das hilft enorm!

(!) Bevor du das Foto unten weiter scrollst über die Pfeilfunktion:
Wie würdest du dieses Foto neu komponieren?

Mein Ziel ist, dass du dich (selbst) stets inspiriert fühlst, um Motive neu zu überdenken. Auf spielerische Weise beschäftigen wir uns immer wieder mit den Kompositions- und Fotografie-Techniken, die dir genau bei der Frage „Was macht ein Foto fotogen?“ helfen.

Mit welchen unfotogenen Eigenschaften in deinem Foto bist du nicht zufrieden? Hier zum Beispiel bei dem Gartenarbeiter ist einfach zu viel im Bild. Wo soll ich hinschauen? Der Betrachter ist verwirrt …

Fast alles lässt sich durch Variation einiger „Stellschrauben“ als spannendes Motiv inszenieren. Hier die gleiche Szene vom Gartenarbeiter im Sowjetischen Ehrenmal in Berlin wie auf dem Bild zuvor, nur mit Fokus auf den Gärtner durch Variation des Bildausschnittes – und gleich wird mein Hauptmotiv deutlich!

Vermeide fade Motive

Oft ist der erste Gedanke, dass dein Motiv vielleicht nicht spannend genug ist. Aber was ist ein spannendes Motiv? Es meint ganz und gar nicht, dass du immer nur supertolle Bauwerke oder hübsche Gesichter fotografieren sollst. Welche „Stellschrauben“ sorgen für ein spannendes Foto? Damit beschäftigen wir uns in meinen Online-Fotokursen und Fotobüchern immer wieder. Nur so viel vorab: Frage dich vor jedem Foto: „Ist dieses Foto spannend? Wie kann ich es sonst variieren – zum Beispiel durch eine andere Perspektive oder einen anderen Bildausschnitt?

Kontrolliere die Schärfe

Nichts ist ärgerlicher als ein unscharfes Foto. Zumindest wenn es nicht beabsichtigt war. Gerade in der Landschafts- oder Architekturfotografie ist eine durchgehende Schärfe gewünscht. Auch in der Porträtfotografie wünschen wir uns z. B. eine scharfe Augenpartie.

Also bevor du gleich zehn Fotos hintereinander fotografierst: Nimm dir die Zeit und kontrolliere nach dem ersten Foto immer noch einmal die Schärfe und den Fokus.

Jedes Foto braucht einen Vordergrund

Bring Tiefe in dein Foto. Man sagt auch: Jedes Foto braucht einen Vordergrund. Damit öffnest du dein Bild und führst den Blick. Deinem Foto einen Vordergrund zu geben ist oft ein echtes Aha- Erlebnis. Dein Objekt im Vordergrund muss übrigens gar nicht immer klar erkennbar sein. Es kann auch unscharf angedeutet sein. Aber das üben wir später noch in einigen Wochenprojekten.

Behalte den Hintergrund im Blick

Ein Telefonmast, der deinem Fotomodel aus dem Kopf wächst? Eine Hochspannungsleitung, die deine Landschaft durchkreuzt? Flecken und Formen, die deinem Hauptmotiv sehr ähnlich sind und damit verschmelzen? Es bedarf etwas Übung, um einen Blick für den Hintergrund zu bekommen.

Schneide keine Füße oder Hände ab

Oft achte ich (nur) auf das Gesicht, wenn ich Personen fotografiere. Aber im Ganzkörperporträt solltest du einen Blick für das große Ganze des Motivs entwickeln. Denn wenn dein Bildschnitt kurz ober- halb von Händen oder Füßen geführt wird, sehen die Gliedmaßen abgehackt aus. Das gilt auch für Gelenke wie Ellenbogen oder Knie. Es ist besser, den Bildschnitt etwas unterhalb zu setzen. Lass lieber mehr Platz und wähle den Bildausschnitt großzügiger.

Achte auf die Richtung

Das Auge will immer der Richtung folgen. Egal ob im Lauf, in der Flugbahn oder Ähnlichem. Also solltest du deinem Motiv immer Platz für die Richtung lassen.

Das Hauptmotiv (egal ob Jogger, Fahrrad oder Lokomotive) sollte immer eher in das Bild hineinfahren und Platz zur anderen Seite haben, als unmittelbar mit der Nase auf den Bildrand zu blicken. Denn das schafft Unruhe beim Betrachter.

Zoome mit deinen Füßen

Wow, mit meinem Tele kann ich ja alles ranzoomen! Schön im Handy das Foto aufziehen. Hä, alles unscharf?! Bedenke, dass der Zoom- und Teleeffekt oft Qualitätseinbußen hat. Lass den Teleeffekt mal weg oder nutze eine Festbrennweite und zoome „mit den Füßen“. Das ver- bessert dein Motiv, und die Qualität bleibt erhalten!

Was willst du fotografieren?

Das Motiv ist zu klein im Bild und wird nicht als Hauptmotiv vom Betrachter erkannt. Somit ist der Sinn des Bildes verloren. Dafür sind zu viele unwichtige Dinge im Bild. Also solltest du zuerst aufräumen. Was kann alles aus deinem Foto verschwinden? Dabei ist es egal, ob wir von einem Porträt oder einer Landschaftsaufnahme sprechen. Auch in der Landschaftsfotografie kannst du dir ein klares Hauptmotiv suchen, wie zum Beispiel einen Baum oder etwas anderes Markan- tes. Der Betrachter sollte immer erkennen, was dein Hauptmotiv ist. Viele Techniken dazu üben wir aber noch in den folgenden Fotografieprojekten der kommenden Wochen.

Erzeuge Spannung und Neugierde

Wenn du nicht alles zeigst, dann lässt du dem Betrachter Raum für Spekulation. Vieles wird automatisch im Kopf vervollständigt.

Wir sind per se neugierige Wesen. Das kann ich jedenfalls über mich sagen. Bilder erzählen Geschichten, und wenn sie besonders gut sind, dann werfen sie bei mir zudem noch die ein oder andere Frage auf. Genau das ist eine Kunst in der Fotografie: Fragen und Spannung zu erzeugen. Das macht den Betrachter neugierig!

Vermeide Unordnung und Verwirrung

Nichts ist schlimmer als zu viel von allem. Denn diese Reizüberflutung hat zur Folge, dass gar nicht mehr klar wird, was du eigentlich zeigen willst.

Achte auf den Horizont

Es liegt in unserer Natur, dass wir uns einen geraden Horizont wünschen. Ist er schief, versuchen wir, Bilder gerade zu rücken oder den Horizont zu begradigen.

Aber Vorsicht, denn oft ist es auch ein Abwägen, wo man den Schwerpunkt setzt. Wenn es mehrere Objekte gibt, die entweder in der Horizontalen (Horizont, Wasseroberfläche …) oder der Vertikalen (Schilder, Türme, Mauern …) nach gerader Ausrichtung verlangen, muss man abwägen, woran sich das Auge orientiert.


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