Glaskugel Fotografie – Spannende Ideen, Tipps und kreative Inspiration: Meine Anleitung für faszinierende Glaskugel-Fotos

Die Glaskugel Fotografie ist eine etwas andere Art der Fotografie. Sie verblüfft, macht neugierig und zeigt einen ganz anderen Blick auf die Welt. Aber wie startest du in die Glaskugel Fotografie? Was macht man eigentlich mit einer Glaskugel? Und was passiert da eigentlich genau mit deinem Motiv? Wie kannst du tolle Bilder gestalten und wie verwendest du eigentlich eine einfache Kristallkugel oder Glaskugel für deinen Fotografie, um solch spannende Effekte hinzubekommen? All das will ich dir hier einmal ganz einfach erklären in dieser Anleitung für faszinierende Glaskugel-Fotos.

close up photo of person holding lensball
Foto von Emmanuel Holveck–Lafay auf Pexels.com

Was brauchst du zum Start in die Glaskugel-Fotografie?

Zu allererst brauchst du natürlich eine Glaskugel oder einen Lensball – den bekommst du aber für relativ kleines Geld bei Amazon. Hier habe ich eine Empfehlung, wenn du auf der Suche nach einer Glaskugel für deinen Fotografie bist. Bei der Suche nach der richtigen Kugel, denke daran: Die Kugel sollte bestenfalls nicht zu klein sein.

Doch Vorsicht – eine massive Kristallkugel kann sehr schwer sein. Das ist nicht unwichtig, wenn du die Kugel in der Fototasche dabei haben willst. So empfehle ich dir eine Kugel mit einem Durchmesser von acht bis zehn Zentimetern. Die 10er ist dann aber schon mit einigen Gewicht bemessen (laut Onlinehändle wiegt diese dann bereits 1233 Gramm).

Los geht’s: Wie fotografierst du mit der Glaskugel?

lensball
Foto von Oleg Magni auf Pexels.com

Wie sind meine Glaskugel-Fotografie Einstellungen? Ganz einfach: Wenn ich mit einer Glaskugel fotografiere, wähle ich in der Regel eine Offenblende (f/1.8 oder f/2.8) und ich lege den Fokus auf die Kugel. Diese Kameraeinstellung führt dazu, dass der Hintergrund in deinem Foto schön unscharf wird. Denn du fotografierst nur die fokussierte und scharfe Spiegelung in der Kugel mit etwas Hintergrund, der aber verschwommen ist. Das ist ein toller Foto-Effekt.

Vereinfache dein Glaskugel-Foto

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Foto von Josh Sorenson auf Pexels.com

Wenn gleich wir ja nur einen geringen Schärfebereich bei der Blende haben, so gilt gerade für diesen: Raus mit überschüssigen Dingen. Zudem geh ich nah ran an meine Kugel. Das bedeutet nicht unbedingt die Zoom-Option meiner Kamera zu verwenden – ich zoome mit meinen Füßen, also ich versuche an meine Kugel mit meinem Objektiv auf die maximale Naheinstellgrenze ranzugehen.

Am besten ruht deine Glaskugel beim fotografieren auf einem ruhigen und störungsfreien Untergrund. Denn alles, was neben der Glaskugel im Foto ebenfalls scharf ist, lenkt den Blick des Betrachters ab. Das wollen wir in unserer Bildgestaltung natürlich verhindern. Mach also deine „Leinwand“ so „leer“ wie möglich.

Kreative Ideen für Glaskugel Fotos

Lass uns nun ein paar kreative Ideen mit deiner Glaskugel ausprobieren. Anbei habe ich ein paar Ideen für dich zusammengestellt.

Typography und Muster in der Glaskugel spiegeln

Foto: Robert Stump/unsplash

Die Reflexion in einer Glaskugel verzerrt auf spannende Weise die Perspektive. Linien nehmen neue Richtungen, Größen werden verzerrt und Formen werden neu ausgerichtet. Mache dir das mit der Kugel zu nutze und spiele mit der Perspektive. Das funktioniert toll mit dem Muster eines Geschenkpapiers oder auch mit großen Buchstaben auf Schildern oder Plakaten. Sei kreativ und verdreh die Perspektive.

Dreh das Foto auf den Kopf in der Bildbearbeitung

Foto: Moritz Kindler/unsplash

Dreh dein Glaskugel-Foto doch mal bewusst auf de Kopf. Dazu hast du zwei Möglichkeiten:

  • Du kannst das gesamte Bild in der Nachbearbeitung drehen (in Lightroom und Co.)
  • … oder nur die kleine Spiegelung per Nachbearbeitung, was auch einen interessanten Effekt ergibt. Sie können das invertierte Bild belassen und in die Komposition integrieren.

Muster im Licht der Glaskugel

Fot: Aachal/unsplash

Suche dir spannende Muster abseits der üblichen Landschaften und bringe diese Formatfüllend in deine Glaskugel. Wenn es zusätzlich mit Lichtern geht – um so besser! Glas und Licht wirken toll zusammen.

Bringe Menschen in deine Glaskugel-Fotos

Foto: Kasper Rasmussen/unsplash

Wir sehen gerne Menschen in unseren Fotos – denn das macht sie lebendig. Also experimentiere auch mit Menschen und sogar Portraits mit deiner Glaskugel. Super spannend!

Geh auf Augenhöhe mit deiner Kugel

Foto: Raimond Klavins/unsplash

Wie auch bei anderen kleinen Objekten, kannst du eben das schnelle Foto fotografieren ohne wirklich die Perspektive zu überdenken. Spannender ist es hingegen, wenn du auf Augenhöhe mit deiner Kugel gehst und „von Angesicht zu Angesicht“ gehst – also die Kugel auch wirklich auf Augenhöhe platzierst.

Es muss nicht immer nur die Glaskugel sein

Foto: Marten Newhall/unsplash

Viele dieser Motive funktionieren übrigens auch mit anderem Glas – wie mit Lupen, Weingläsern oder ähnlichem. Probiere es aus und sein kreativ!


Denke an die Sicherheit mit deiner Glaskugel: Suche dir einen sicheren Platz für die Kugel

Einer der wichtigsten Punkte – gerade wenn du an das Gewicht der Kugel denkst (nicht selten wiegen die Dinger fast 1 KG) – ist es, einen sicheren Standort und Platz für die Kugel zu finden. Nicht auszudenken, was passiert, wenn du von einem Balkon fotografierst und die Kugel sich verselbstständigt und runterfällt. So ein Geschoss möchte niemand auf den Kopf bekommen. Also platziere die Kristallkugel immer so, dass sie dir nicht wegrollen kann. Denke dabei auch an Wind oder Erschütterungen – auch dann sollte sie noch halten. Denn selbst wenn sie niemanden trifft, wenn sie runterfällt und Kratzer davonträgt oder zerbricht ist auch nicht in deinem Sinne.

Tipps für weitere Inspirationen mit deiner Glaskugel:

Kugel mit Tasche

Ein Halter für das Stativ

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Gudrun
Gudrun
3 Monate zuvor

Vieleicht noch ein Tipp. So eine Kugel kann ganz schön heiß werden. Hab mir schon die Finger verbrannt, als ich gegen die Sonne fotografiert habe.
Besonders im Gras, Waldbogen dran denken wegen Brandgefahr

Ingo
Ingo
3 Monate zuvor

Bin gerade dabei mich mit der Glaskugelfotografie zu beschäftigen. Da kommt dein Artikel gerade recht. Guter Beitrag, der mich auch inspiriert hat. Danke.
Grüße Ingo

Gernot Blieberger
3 Monate zuvor

Sehr interessanter Beitrag. Ich fotografiere auch selbst gerne immer wieder mit der Glaskugel. Noch ein Hinweis zum Thema Sicherheit: Aufpassen bei Sonnenlicht, da die Glaskugel einen starken Brennglaseffekt hat; da fängt ein entsprechender Untergrund auch schnell mal Feuer.

Andrea
Andrea
3 Monate zuvor

toll!

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