Mein Weg in mein Fotografie-Business (Teil 1)

Ich fotografiere nun doch schon relativ lange. Angefangen hat es in der Tat in den frühen Kindertagen. Irgendwie hat mich dieses Klick-Klack von einem Fotoapparat immer fasziniert. Oft hatte ich als Kind einfach die Kamera meines Vaters in der Hand, ohne Film und habe durch den Sucher geschaut, das zurecht drehen des Schärfepunktes, das Bild wird klar und dann einfach den Auslöser drücken. Wow, spannend.

Mein erster VHS-Kurs für Fotografie Anfänger

Vor einiger Zeit habe ich ja dann meine Anmeldung zum Volkshochschulkurs wieder gefunden. Spannend, was so alles passieren kann in wenigen Jahren, wenn man sich ein klares Ziel setzt. So sind gerade mal 6 Jahre vergangen zwischen meinem ersten VHS-Kurs für Fotografie Anfänger und meiner ersten Fotoreportage in der Digitalphoto. Es ging um eine Fotoreise nach Schweden bzw. zum Polarkreis nach Lappland.

101 Orte in Berlin fotografieren

Nun sind erneut einige Jahre vergangen. Ich hatte die Gelegenheit in der Zeit viel dazu zu lernen. Einige meiner Stationen hast du ja mitverfolgen können – hier auf meinem Blog. So habe ich im Jahre 2015 mein erstes eigenes Buch im humboldt Verlag veröffentlichen dürfen. Was für ein tolles Projekt! Ich habe schreiben dürfen über mein fotografisches Kennenlernen der Stadt Berlin. Auch das war wieder eher per Zufall, denn ich bin damals frisch nach Berlin gezogen und war einfach neu in der Stadt und wollte diese kennenlernen. Meine Freundin kommt aus Berlin und kannte die Stadt. Ich hingegen (komme aus Hamburg) kannte Berlin nur sehr rudimentär. So hatte ich mir vorgenommen in einer Auszeit vom Job in 6 Wochen Berlin kennenzulernen. Ich mag Zahlen und Zahlenspiele, so hatte ich mir als Ziel gesetzt, dass ich in diesen 6 Wochen 101 Orte in Berlin fotografieren wollte. Ich war täglich unterwegs, habe unendlich viele Orte gesehen, entdeckt und fotografiert. War in den Gärten der Welt, auf dem Selbstmörderfriedhof und in einem verfallenen Sanatorium zwischen dem Autobahnkreuz bei Potsdam. Wow, spannend!

Damals bin ich auf den Geschmack gekommen (wenn man das so sagen kann) immer mehr dieser geheimen Orte zu entdecken – so genannte Lost Places. Es war zeitweise wie eine Sucht – diese Entdeckungstouren, alleine (was ich nicht empfehlen kann!) oder mit neuen Fotofreunden, die ich im Internet kennengelernt hatte. Von Beelitz, dem Stasi-Krankenhaus bis hin zur Neuen Hakeburg habe ich immer neue Orte recherchiert, die Kameratasche gepackt und bin losgefahren. War das großartig!

Wo stehe ich heute?

Seit dem sind schon wieder einige Jahre vergangen. Mittlerweile hat sich mein Fotografie-Blog zu einer Anlaufstelle für viele Fotofreunde entwickelt. Mein Newsletter-Verteiler hat mittlerweile viele tausende Leser, mein Blog ebenfalls, meine Bücher sind teils in zweiter und dritter Auflage nachgedruckt, der erste Online-Fotokurs für Fotoanfänger ist kürzlich in die zweite Runde gestartet und neue Buchideen sind bereits in der Vorbereitung.

Doch habe ich alles bisher immer irgendwo zwischen Hobby und nebenberuflichem Schaffen erarbeitet. Viel – unendlich viel – Mühe geht hinein ins Schreiben neuer Beiträge, Optimierung der kostenlosen Ebooks. Ich habe mich immer motiviert durch Emails von Euch mit Danksagungen für die Ideen und Anregungen. Das bedeutet mir super viel. Vielen Dank dafür!

Ich wage einen neuen Schritt – meine Selbstständigkeit

Und nach so viel Experiment und Euphorie wage ich in diesen Wochen einen neuen Schritt. Die Fotografie begleitet mich ja nun schon so viele Jahre mit stetig wachsendem Anteil. Klar, es ist nicht immer mehr nur das tolle Hobby. Ich will mehr, das ist mir schon seit einigen Jahren klar. Doch mit zwei kleinen Kindern und laufenden Kosten ist die Risikobereitschaft oft eher gering. Also ich bin da (jedenfalls eigentlich) sicherheitsliebend.

Und doch springe ich in diesen Tagen über meinen Schatten. Ich habe meinem lieben Arbeitgeber gesagt, dass ich gerne etwas eigenes starten will. So beende ich in kürze meinen gut bezahlten Marketing-Manager Job und wage mich ins kalte Wasser der Selbstständigkeit. Ich weiß: Ja, es ist ein Wagnis.

Aber ich will es ausprobieren. Will für mich erleben, wie es ist Fotoaufträge in der Businessfotografie anzunehmen, wie es ist noch intensiver auf Fototour durch Berlin mit dir zu gehen und endlich auch all die tollen kreativen Fotoideen in neuen kreativen Onlinekursen mit dir ausprobieren.

(M)ein erstes Fotostudio

Kürzlich habe ich nun sogar ein Fotostudio besichtigt, in das ich vielleicht als Untermieter mit einziehen darf. Es geht mir da nicht voll und ganz um das Fotograf werden. Da habe ich immer verschieden Wege gesehen – die klassische Ausbildung zum Fotografen (dafür bin ich etwas alt denke ich), Fotografie durch ein Studium erlernen (für ein echte Studium bin ich auch etwas alt, wobei ich es liebe Kurse/Meisterkurse und Workshops zu besuchen) oder als dritten Weg ins Fotobusiness der Quereinsteiger Fotograf. Das betreibe ich ja nun schon seit einiger Zeit. Wobei es bei mir immer eine Mischung an allem, was mir Freude macht ist – über die Fotografie (und ja auch meine Fehler) zu schreiben, Fotokurse zu geben und hin und wieder mal einen Fotoauftrag zu fotografieren. Doch gerade die Fotoaufträge machen mir immer mehr Freude. Da experimentiere ich immer mehr auch mit Studio und Licht. Wenn gleich es häufig etwas nervt alles immer im Wohnzimmer aufzubauen. Daher hatte ich vor einigen Wochen begonnen nach Fotostudios zu recherchieren – oder einem Atelier. Naja, irgendwas eben, wo ich fotografieren kann und meinen Kram abstellen kann.

Und nun ist es zum greifen nah! Ist das AUFREGEND! Hier habe ich dir mal ein paar Fotos gemacht von dem potentiellen neuen Büro/Studio-Zuhause, in das ich bald einziehen werde. Drücke mir die Daumen, dass es klappt! Vielleicht hast du ja Lust mal vorbei zu kommen – auf eine Kaffee, eine Fotosession oder einfach ein gutes Gespräch.

Ich mache mich auf den Weg

Ab jetzt also mache ich mich auf den Weg – auf den Weg in das erste Jahr meiner Selbstständigkeit. Es wird ein steiniger, sicher nicht immer gerade Weg. Ich weiß auch nicht, ob ich nicht in den nächsten Monaten schon wünschte, ich hätte diesen nicht angetreten. Aber ich freu mich drauf.

Vielleicht hast du Lust mich dabei zu begleiten? Ich freu mich immer auf dein Feedback. Vielleicht bist du diesen Weg ja auch schon einmal gegangen und hast sogar Tipps? Dann freue ich mich auf dein Kommentar.

Ich halte dich auf dem Laufenden, wie es mir so ergeht.

Herzlichst,
Lars.

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Kairysa

Hola Lars, ich wünsche dir viel Spaß vor allem, ansteckenden Spaß und lächelnde Momente! Das ist für mich schon mal Erfolg. Viel Erfolg wünsche ich dir!

Gabi

Hallo Lars, ganz viel Erfolg und tolle Erlebnisse im neuen Business! So gibt es später kein “hätte ich damals …” sondern hoffentlich ein “ich habe mich getraut und… geschafft”. Alles Gute!

Romy

Hallo Lars, ich drücke dir ganz feste die Daumen für deinen neuen Weg. Wenn die location steht und ich mal wieder in Berlin bin, würde ich mal nen Abstecher zu dir machen. Bis dahin toi toi toi

Claudia Heidenreich

Hallo Lars,
Wow, einen ganz großen Schritt wagst du in die Selbständigkeit und ich finde du machst es genau richtig.. Man sollte seine Wünsche nicht nur aussprechen sondern auch in der Tat umsetzen. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass dein großer Schritt ein toller Erfolg wird. Vielleicht sehen wir uns ja mal in Berlin.
Liebe Grüße
Claudia

Regina Schmidt

Hallo Lars,
auchich ziehe meinen Hut vor deinem Mut. Nicht leicht solch einen Schritt zu wagen. Für gutes Gelingen und viel Erfolg drück ich dir ganz fest die Daumen .
TOI TOI TOI
LG.Regina

Steffi P.

Hallo Lars,
ich bewundere Deinen Mut und wünsche Dir alles Glück der Welt beim Neustart !
Ich werde Deinen weiteren Weg mit Spannung verfolgen.

Sabine

Hallo Lars,
ich finde es toll wenn jemand den Mut hat aus der Komfortzone zu treten um seine Leidenschaft zu leben. Ich wünsche dir viel Erfolg und einen erfolgreichen Start in das neue Abenteuer.
Liebe Grüße
Sabine

Bernd Müller

Ich wünsche dir einen guten Start und vor allem Durchhaltevermögen für deinen weiteren fotografischen Weg, den ich sicher von Zeit zu Zeit verfolgen werde.
Alles Gute und vor allem bleibe gesund.
Liebe Grüße
Bernd

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