Entdecke das Geheimnis vom Hochformat und Querformat in der Fotografie

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Die Fotografie ist eine Entscheidung für – aber auch gegen – etwas. Was soll rauf aufs Bild und was eben nicht? Was lasse ich beim Fotografieren weg und wie stelle ich das Verbleibende in meinem Foto dar? Ist ein Hoch- oder Querformat passend? Es klingt banal, ist aber eine wichtige Wahl für deine Bildkomposition.

Fotografieren lernen: Passend machen oder ’ne Philosophie für sich?

Die meisten von uns fotografieren im Querformat. Klar, Fernseher, Computermonitore sowie das Sichtfeld deiner Augen sind ja auf das Querformat ausgerichtet. Landscape-Modus quasi, wenn du also Landschaftsfotografie machst? Doch das wäre zu einfach: Grundsätzlich geht’s darum, dein Motiv in den Rahmen einzupassen und es visuell so spannend wie möglich zu gestalten. Also auch im Hochformat denken? Unbedingt, und das nicht nur wenn es um die Porträtfotografie geht! Du solltest verstehen, dass du dich durch das Format immer entscheidest, was du einschließt und was du ausschließt. Denn diese Entscheidung hat großen Einfluss auf dein Foto und die Bildgestaltung.

Hochformat oder Querformat – die Wirkung verschiedener Fotoformate

Die meisten Kameras sind so gebaut, dass das Querformat am bequemsten ist. Aber halt, wie ist das mit dem Smartphone? Oder mit Instagram? Oder ganz früher – in der Vergangenheit war 6:6 ein beliebtes Format in Mittelformatkameras. Vielleicht ist es also sinnvoll, die Ausrichtung noch zu überdenken? Grundsätzlich empfehle ich dir, die Kamera so zu halten, dass sich dein Format des Fotos der Form deines Motivs anpasst.

ISO 100 / 70 mm / f8 / 1/60 s Beim Hochformat ist die Breite kleiner als die Höhe. Mein Hochformat lässt das Motiv also höher und imposanter wirken – wie hier der Brunnen mit der Fontäne - fotografiert in Langzeitbelichtung.
ISO 100 / 70 mm / f8 / 1/60 s – Beim Hochformat ist die Breite kleiner als die Höhe. Mein Hochformat lässt das Motiv also höher und imposanter wirken – wie hier der Brunnen mit der Fontäne – fotografiert in Langzeitbelichtung.

ISO 100 / 100 mm / f7,1 / 1/800 sI m Querformat wirken Szenen und Straßenzüge breiter und zudem kann ich mehr vom quirligen Drumherum - wie hier auf Kuba - zeigen.
ISO 100 / 100 mm / f7,1 / 1/800 s – Im Querformat wirken Szenen und Straßenzüge breiter und zudem kann ich mehr vom quirligen Drumherum – wie hier auf Kuba – zeigen.

Wie immer in der Fotografie: Ausnahmen bestätigen die Regel

Klassische Formate sollten nie die Regel für dich sein. Im Gegenteil! Fühle dich motiviert das andere Format auszuprobieren. Es ist spannend, die Elemente oberhalb und unterhalb deines Motivs zu zeigen, indem du bei einem klassischen Querformat ins Hochformat wechselst.

ISO 100 / 50 mm / f2,2 / 1/1250 s Mein Vater beim Festumzug: Porträts wirken anders, wenn du das klassische Hochformat plötzlich im Querformat fotografierst und es im Zusammenspiel mit dem Drumherum links und rechts zeigst.
ISO 100 / 50 mm / f2,2 / 1/1250 s
– Mein Vater beim Festumzug: Porträts wirken anders, wenn du das klassische Hochformat plötzlich im Querformat fotografierst und es im Zusammenspiel mit dem Drumherum links und rechts zeigst. Hier findest du auch noch mehr zum Thema Porträtfotografie.

Formatwahl – weglassen trauen!

Wenn du dich für ein Format entscheidest, lässt du immer auch gewisse Details weg. Das kann deinem Foto Spannung geben und neugierig machen.

ISO 200 / 30 mm / f4 / 1/800 s Erzeuge Spannung, indem du gewisse Dinge weglässt. So bleiben viele Fragen offen bei dem Blick in die Ferne dieses Kindes und der Mutter. Genau das macht neugierig!
ISO 200 / 30 mm / f4 / 1/800 s – 
Erzeuge Spannung, indem du gewisse Dinge weglässt. So bleiben viele Fragen offen bei dem Blick in die Ferne dieses Kindes und der Mutter. Genau das macht neugierig!

Wofür willst du das Foto nutzen? Soll es an der Wohnzimmerwand hängen oder auf einer Buchseite abgelichtet sein? Das kann deine Formatwahl auch beeinflussen.


Fotografie-Tipp: Was ist drinnen, was Draußen?

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Die Ausrichtung deiner Aufnahme beeinflusst, was du in deinen Rahmen einbaust. Die vertikale Ausrichtung ermöglicht es dir, mehr Elemente über und unter deinem Motiv einzufügen (wie hier mehr Himmel und Wiese). Die horizontale Aufnahme hingegen erlaubt mehr Spiel und Sicht nach links und rechts (Büsche und Feld).

Achte genau darauf, was im Rahmen enthalten ist und was ausgeschlossen wurde. Wie ändert sich das Gefühl deiner Szene, wenn du deinen Rahmen nach links und dann nach rechts bewegst? Wo springt dein Auge zuerst hin? Fotografiere immer beide Formate und vergleiche diese.


5 Tipps für die Wahl der Ausrichtung

  1. Der Name ist nicht Programm

Entgegen der Namensgebung musst du das Landschaftsformat nicht für Landschaften und den Porträtmodus nicht für Porträts anwenden.

  1. Deine Komposition entscheidet

Deine Ausrichtung hat großen Einfluss auf die Elemente in deinem Rahmen. Es gibt keine Regel, die ich dir beibringen kann. Also Probieren geht über Studieren.

  1. Was soll rein, was soll raus?

Gibt es Elemente, die auf das Foto sollen oder die nicht mit drauf sollen? Hohe Bäume passen im Hochformat besser drauf? Das imposante Bauwerk lieber im Landschaftsmodus? Möchtest du Kompositionstricks anwenden (Rahmen, Linien o. Ä.)? All das kann dir helfen bei der Formatwahl.

  1. Was passiert mit deinem fertigen Foto?

Hast du eine Verwendung im Kopf? Soll es ein cooler Ausdruck oder ein Cover für dein Fotobuch werden? Dann kann dir das auch bei der Wahl der Ausrichtung helfen.

  1. Probiere, ohne die Parameter zu ändern

Probiere aus, ohne viel an den Parametern zu ändern. Wie ändert sich dein Foto durch Änderung der Ausrichtung, aber ohne die Brennweite, Blende oder Weiteres zu ändern. Das hilft ebenfalls bei der Entscheidung.


Hätte ich das früher gewusst: Mit dem Rahmen spielen

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ISO 640 / 35 mm / f2 / 1/50 s

Die vier Kanten deines Fotos sind nicht immer nur Begrenzungen – im Gegenteil. Sie helfen dir, dein Motiv neu zu denken. So kann der Himmel, begrenzt durch die Ränder des Rahmens, die Form eines Rechtecks oder eines Dreiecks ergeben. Kein Wunder, dass ich auch immer wieder in das Denkmuster verfalle, denn es geht stets nur darum, was du alles wegnimmst oder herauslässt durch die Begrenzung des Rahmens. Aber denke doch mal andersrum: Was kannst du noch hinzufügen? Wie wäre es mit der Hand, dem Arm oder der halben Schulter?

Und wie verändert sich die Bedeutung des Rahmens von Hochkant in Querformat? Schließe deinen Frieden mit dem Rahmen und überlege, was du hinzufügen kannst – statt was du wegnehmen solltest.


Grundlagen der Fotografie ganz einfach verstehen:
ISO, Blende & Belichtungszeit

Hättest du gerne noch mal ein paar Grundlagen der Fotografie erklärt? Willst du auch ISO, Blende & Belichtungszeit und Co. super einfach verstehen? Bekommen wir das hin? Ist ja wie jonglieren.

Keine Angst – es ist eine reine Übungssache und ab heute sind wir so weit, dass wir es erstmals ausprobieren. Klar, es ist gar nicht so einfach technisch korrekte Bilder zu machen, ohne ein solides Verständnis vom Zusammenspiel aus ISO, Verschlusszeit und Blende zu haben. Aber Übung macht den Meister.

Hier findest du mehr zu alle den auf den ersten Blick so komplizierten Einstellungen an deiner Kamera – ganz einfach erklärt:

1. Belichtungszeit einfach erklärt

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Belichtungszeit für deine Kamera – ganz einfach erklärt.

Hier findest du eine einfache Lektion, die Belichtungszeit ganz einfach erklärt.

2. ISO einfach erklärt

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ISO für deine Kamera – ganz einfach erklärt!

Wofür steht der Begriff ISO und was macht er für deine Fotografie aus? Hier alles zum Thema ISO – ganz einfach erklärt.

3. Blende ganz einfach erklärt

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Blende in der Kamera – einfach erklärt!

Hier habe ich dir die Funktion der Blende deiner Kamera aufgeschrieben im Beitrag Blende: ganz einfach erklärt.


Mein Buch zum Fotografieren lernen

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Fotografieren lernen – Das Buch

Hier findest du mein neues Buch „Fotografieren lernen: Ganz einfach bessere Fotos – Die 30 Tage Challenge“ erschienen.

Diese 30-Tage-Challenge zum Thema Fotografieren lernen führt dich in kleinen, verständlichen Schritten zu besseren Fotos! An jedem Tag gibt es tolle Tipps, Anleitungen und Beispielfotos. Dabei wird dir alles erklärt, was du als Foto-Einsteiger wissen möchtest: Welche Grundregeln der Bildgestaltung muss ich beachten? Welche Kameraeinstellungen helfen mir? Wie komme ich auf gute Bildideen? Die praktischen Tipps, hilfreichen Erklärungen und kleinen Herausforderungen machen Spaß und führen dich einfach zu tollen Fotos!

„Lars Poeck hatte eine ganz tolle Eigenschaft: man spürt ihn in jedem Tipp, den er aufgeschrieben hat. Er ist im Buch immer präsent, redet mich mit Du an und gibt mir das Gefühl, ganz nah dran zu sein.“
[Bücherchaos-Blog | 10/1017]

„Eigentlich macht Lars nichts anderes, als weiterhin zu dokumentieren, wie er selbst Fotografieren lernt – und der Leser lernt mit. Lars ist kein Profi sondern, wie er selbst sagt, ambitionierter Amateur. Genau das macht ihn für seine Leser so wertvoll.“
[coca-cola Blog | 01/2016]

Lass dich hier inspirieren!


Hast Du Lust auf Inspirationen und Praxistipps für deine Fotos?

Willst du das hier gelesene gleich umsetzen? Dann habe ich hier was für dich. Hier findest du ein paar ganz großartige Fotoshooting Ideen und Inspirationen für tolle Bilder:

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lars poeck

lars poeck

Hier schreibe ich über mein Lieblingsthema: Die Fotografie. Ich schreibe über meinen Weg das Fotografieren zu lernen, mich verbessern zu wollen und stets neugierig zu bleiben.

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