Romantische Fotos schießen: Tipps und Tricks für faszinierende Paarshooting-Ideen

Viele Paare lieben es, die eigenen vier Wände mit romantischen Fotos zu schmücken oder diese mit anderen via Social Media zu teilen. Weihnachten, Jahrestage oder der Valentinstag sind beliebte Anlässe für ein Paarshooting mit dem gewissen Extra für das eigene Fotoshooting. Dabei haben sich so manche Foto-Ideen zu absoluten Dauerbrennern entwickelt, andere begeistern wiederum durch einen besonderen Twist und eine extra Portion Kreativität. In jedem Fall haben Licht, Umgebung, Kameraeinstellungen und die Motivwahl großen Einfluss auf die Ergebnisse. Der folgende Beitrag liefert Tipps und Tricks, wie du richtig gute, romantische Fotos machst.

Kleidung, Accessoires, Posen und Kulissen

Um romantische Pärchenbilder in einem tollen Paarshooting umsetzen zu können, gibt es einige Dinge, die du beachten solltest: Zunächst spielen die Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle, also zum Beispiel die richtige Location, ein paar tolle Posen, die passende Kleidung und Accessoires. Hilfreiche Tipps rund um diese Aspekte liefert der Beitrag “Kreative Ideen für romantische Pärchenbilder“ – die folgende Auflistung ist schon mal ein kleiner Spoiler und greift einige wesentliche Punkte davon heraus:

  • Bei der Kleiderwahl gilt die Devise: Schlicht ist Trumpf. Ideal ist daher ein eher zurückhaltender und schlichter Kleidungsstil, der farblich zur Jahreszeit und zur Location passt.
  • Ausgesuchte Requisiten wie eine Bank, eine Decke oder eine Blüte in der Hand helfen auch unerfahrenen Fotomodellen dabei, ihre Hände natürlich zu platzieren.
  • Die Natur bietet vielfältige und abwechslungsreiche Hintergründe und Kulissen. Nutze dies und gehe mit deinen Fotomodellen an einen besonderen Ort, der Ruhe und Natürlichkeit ausstrahlt.
  • Kreative Posen bringen Esprit in ein Foto. Ein Paar könnte sich zum Beispiel an den Händen halten und gemeinsam in die Luft springen, zusammen über einen Baumstamm balancieren oder einander Huckepack tragen.
Foto: NeONBRAND/unsplash

Die folgenden Tipps dienen zur weiteren Inspiration, um richtig gute Fotos hinzubekommen:

Liebeserklärung mit großer Geste

Foto: Gift Habeshaw/unsplash

Sich bei einem romantischen Shooting auf die Hauptdarsteller zu konzentrieren, versteht sich von selbst. Doch du kannst den Fokus auch zum Beispiel einmal gezielt weg von den Gesichtern und hin zu den Händen lenken. Zu den beliebtesten Romantik-Fotomotiven zählt die Geste, mit zwei Händen ein Herz zu formen.

Foto: Mayur Gala/unsplash

Als Location kommt dabei unter anderem ein Ort mit einem schönen Sonnenuntergang infrage. Alternativ ist aber auch ein Zimmer mit einer Lichtquelle im Hintergrund möglich. Diese sollte dann allerdings relativ klein sein, wie etwa ein Spotlight. Das Paar formt ein gemeinsames Herz mit den Händen und hält es gegen das Licht.

Tipps für Kameraeinstellungen
Du solltest hierbei mit offener Blende arbeiten und die Schärfe auf die Finger richten. Die offene Blende führt zu einem weichen Hintergrund, der die romantische Atmosphäre unterstreicht. Eine geringfügige Überbelichtung sorgt für noch mehr Helligkeit und Leichtigkeit im Foto. Achte allerdings darauf, dass die Lichtquelle das Motiv nicht überstrahlt. Deswegen ist es nützlich, wenn die Hände die Lichtquelle zum Teil verdecken, dann funktioniert es am besten. Sofern deine Kamera eine automatische Belichtungsreihe ermöglicht, solltest du diese auch nutzen. Dies ist speziell immer dann von Vorteil, wenn du in Bezug auf die Belichtung mehr Auswahl haben willst oder wenn die Situation in puncto Belichtung nicht ganz einfach einzuschätzen ist.

Nähe und Verbundenheit zeigen

Foto: Nathan McBride/unsplash

Fotos, auf denen sich Paare küssen oder mit ihren Köpfen ganz eng beieinander sind, zeigen die Nähe und Verbundenheit zwischen zwei Personen einer romantischen Beziehung. Dabei sind verschiedene Posen denkbar:

  • Stirn an Stirn mit geschlossenen Augen, mit den Händen berühren die Protagonisten einander sanft am Gesicht oder Kopf
  • Wange an Wange mit Blick auf einen entfernten Punkt, der jenseits der Kamera liegt
  • ineinander verschlungene Hände mit einer symbolischen Blume oder Herz-Requisiten

Tipps fürs Fotografieren von Symbolen und Gesten

Werden einzelne Gesten, Körperteile oder Symbole in Szene gesetzt, spielt die Schärfe eine große Rolle. Du kannst beim Fotografieren der Gesichter etwa den Fokus auf die Augen setzen oder dich für eine andere Variante entscheiden.

Setze die Schärfe auf das Symbol wie etwa auf die Blüte oder die verschränkten Hände und Sorge für eine weich gezeichnete Unschärfe in den Gesichtern oder beim Hintergrund. Dabei musst du mit dem Autofokus sehr sorgfältig arbeiten. Mit der Kamera wählst du die einzelnen Autofokusfelder an, die exakt jenen Ausschnitt des Bildes scharf stellen, auf den du den Schwerpunkt setzen willst. Verwendest du dabei eine kleine Blendenzahl, steigt die Unschärfe im Hintergrund.

Herrschen gute Lichtverhältnisse kannst du die Blende etwas mehr schließen. Damit verbesserst du die Tiefenschärfe. Mit dem nötigen Fingerspitzengefühl kannst du das Symbol im Vordergrund sowie die Gesichter im Hintergrund scharf stellen. Für das gerne gewählte Motiv, bei dem das Paar mit den Händen ein Herz formt und durch das Herz in die Kamera blickt, ist diese Einstellung eine gute Wahl.

Couples just wanna have fun!

Um etwas mehr Energie in die Bilder zu bringen, kommt das Element der Bewegung ins Spiel. Vielleicht hat das Paar ein gemeinsames Hobby wie zum Beispiel Klettern, Marathon oder Beachvolleyball. Jener Moment, in dem das Ziel erreicht oder das Match gewonnen ist, löst für gewöhnlich große Freude aus und das Paar blickt sich tief in die Augen, fällt einander um den Hals oder jubelt gemeinsam aus vollem Halse. Momente wie diese wirken lebendig, sprühen vor Freude und zeigen die Verbundenheit des Paares in unverwechselbarer Weise. Um eine solche Situation künstlich zu erzeugen, stelle dem Paar eine sportliche Aufgabe (z. B. Hand in Hand mit Anlauf über ein Hindernis zu springen) und fange die natürlich-glücklichen Momente, die dabei entstehen, mit der Kamera ein.

Tipps für Shootings im Freien

Die Natur bietet die schönste Kulisse. Und die gute Nachricht lautet: Selbst trübes Wetter kann dem Fotoshooting nichts anhaben und hat seinen ganz eigenen Reiz. Der Grund: Der bedeckte Himmel sorgt ganz von selbst für diffuses Licht und du musst dich nicht mit großen Schatten in den Gesichtern ärgern. Allerdings solltest du bei schlechtem Wetter mit Blitz arbeiten, damit die Fotos buchstäblich ein Highlight erhalten. Achte darauf, dass der Blitz nur unterstützend wirkt und dass das Tageslicht die Hauptlichtquelle bleibt. Der Blitz sorgt für einen Lichtreflex in den Augen, der das Bild lebendig werden lässt.

Falls das Ergebnis aus deiner Sicht unnatürlich wirkt, mindere die Blitzleistung. Ein Weißabgleich dient dazu, die Farbstimmung im Foto zu variieren. Schieße vom selben Motiv Fotos mit unterschiedlichem Blitzeinsatz und verschiedenen Blitzbelichtungskorrekturen in Richtung Plus und Minus, um eine gute Bildauswahl zu erhalten. Falls es am Tag des Fotoshootings nicht bedeckt ist, sondern strahlend schönes Sommerwetter herrscht, musst du als Fotograf besonders vorsichtig vorgehen. Sonnenlicht sorgt für Schatten und Kontraste, was die beiden Personen auf den Fotos etwas härter wirken lässt. Fotografiert ihr hingegen im Winter, wirft der Schnee das Licht zurück und das grelle Licht blendet. Manchmal ist es sogar so hell, dass die Modelle die Augen zusammenkneifen oder viel zu oft blinzeln. Ein kleiner Trick, der für mehr Frische und einen klaren Blick sorgt, hat sich bewährt: Augen schließen, tief durchatmen und auf drei gemeinsam die Augen öffnen. Das ist der perfekte Zeitpunkt, um auf den Auslöser zu drücken.

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