Klunkerkranich: Die perfekte Fotolocation über den Dächern von Berlin Neukölln

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Im letzten Jahr war ich immer mal wieder an einem tollen Ort zum Fotografieren in Berlin: Dem Klunkerkranich über den Dächern von Berlin Neukölln! Eine Fotolocation, bei der ihr Stadtpanorama mit dem entspannten Bier verbinden könnt. Und da alsbald der Frühling kommt: Hier meine Empfehlung an euch für die ersten warmen und sonnigen Tage. Wer also Sonnenuntergang und Nachtfotografie mag: Hier bist du richtig! Und wie ich vom Klunkerkranich höre: Die Marktplanung läuft auf Hochtouren und ab dem 1. Maerz geht es wieder los!

Klunkerkranich mit perfektem Blick über Berlin

Wer nach guten Aussichtsplattformen und Aussichtspunkten in Berlin sucht, wird nicht unbedingt an ein Parkdeck denken. Dabei ist es so naheliegend. Oben auf dem Parkdeck der Neukölln Arcaden wurden knapp 1000 Quadratmeter Holz verbaut. Zudem gibt es hier sehr viel Grün. Viele Pflanzen in eckigen Blumenkästen wachsen in die Höhe und geben dem Kulturdachgarten Klunkerkranich mit seinem Klunkergarten den besonderen Charme. Damit bietet dieser Garten den perfekten Kontrast zu den Betonwüste des ansonsten recht schlichten Parkhauses. 

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Auf dem Weg zum Klunkerkranich geht es durch das graue Parkdeck der Neukölln Arkaden

Weitblick über Berlin: Perfekte Fotolocation zum Sonnenuntergang

Trotz das ich schon ein paar Mal in den eher tristen Neukölln Arkaden war, hatte ich keine Ahnung was für ein toller Ausblick mich oben auf dem Dach des Parkdecks und im Kulturgarten Klunkerkranich erwartet.

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Vom Parkdeck aus hat man Sonne und Wolken im Blick über den Dächern von Berlin

Reger Andrang im Klunkerkranich

Der Klunkerkranich ist natürlich kein Geheimtipp mehr. Regen Andrang zu den üblichen Chill-Out Drink Zeiten und bei gutem Wetter solltest du erwarten. Das gelbe Licht und ein Pfütze waren für mich aber schon Motiv genug, um die Wartezeit zu überbrücken.
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Mit dem richtigen Licht erscheint das Parkdeck zum Eingang zum Klunkerkranich gar nicht mehr so grau.

Wenn die Sonne untergeht: Der nächtliche Blick über Berlin

Schon den Sonnenuntergang vom Klunkerkranich aus zu beobachten war ein feines Erlebnis. Aber als die Nacht gänzlich über der Stadt lag, lohnte der Aufbau des Stativs und der Fernauslöser. Wer übrigens Tipps zum Thema Nachfotografie sucht: Hier habe ich 10 Tipps zum Thema Nachtfotografie und Langzeitbelichtung.

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Der nächtliche Blick vom Klunkerkranich über Berlin

Wie kommt ihr zur Fotolocation Klunkerkranich in Berlin Neukölln?

Der Kulturdachgarten Klunkerkranich liegt mitten im Bezirk Berlin Neukölln. Somit ist die U-Bahn Station Rathaus Neukölln (U7) nur wenige hundert Meter entfernt. Von da aus könnt ihr sehr bequem rüber laufen.

Was solltet ihr mitnehmen?

Ich hatte mein Weitwinkel sowie eine lichtstarke Festbrennweite dabei. Zudem ist ein Stativ Pflicht, sobald die Sonne weg ist und ihr Langzeitbelichtung machen wollt.

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Die Sonne am Horizont vom Parkdeck im Obergeschoss

Öffnungszeiten Klunkerkranich

Mo. – Sa. 10.00 bis 24.00 Uhr So. 12.00 bis 24.00 Uhr

Mehr Infos gibt es unter:
https://www.facebook.com/klunkernderkranich

Kennst du auch schöne Fotoorte und Plätze zum fotografieren in Berlin? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar. Hier findest du zudem noch ein paar Orte für Sonnenuntergang Fotos in Berlin

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go2know: Der Spezialist für Lost Places Fototouren in und um Berlin

Die verbotene Stadt in Wünsdorf

Andreas Böttger und Thilo Wiebers lieben es geheime Orte zu entdecken. Vor einigen Jahren haben die zwei ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und mit go2know Lost Places Fototouren in und um Berlin gestartet.

Meine go2know Erfahrungen

Meine ersten go2know Erfahrungen habe ich auf einem Fototrip zu den Beelitz Heilstätten gemacht. Ich hatte keine go2know Fototour gebucht und war auf eigene Faust unterwegs. Wie es oft der Fall ist: Eifriges Sicherheitspersonal und Wachschutz verwehrten mir den Zugang zu jenen verwunschenen Orten. Hat auch schon seine Berechtigung, schließlich weisen das ein oder andere Schild auf Einsturzgefahr hin.

Doch bemerkte ich hinter den Wachmännern eine kleine Gruppe mit Kamera-Stativ und Co. Allen voran eben Andreas Böttger, der mir klar – aber bestimmt – erklärte, dass die Gruppe die Genehmigung habe dort unterwegs zu sein, sie aber leider ausgebucht seien. Er drückte mir einen Flyer in die Hand mit Fototouren von go2know zu den Lost Places in Berlin. Cool, genau das habe ich gesucht!

Thilo Wiebers, go2know Fototour Gründer
Thilo Wiebers, go2know Gründer. Foto (c) go2know

Einige Wochen später fand ich mich – diesmal mit Genehmigung und einem Platz in der Fotogruppe – im Frauensanatorium der Beelitz Heilstätten wieder zur go2know Fototour. Kurz darauf folgte die nächste Fototour in die Verbotene Stadt Wünschdorf zum Haus der Offiziere und Co.

Da Andreas, einer der  go2know Gründer, und ich uns mittlerweile einige Mal getroffen haben und er immer sprudelt vor neuen Ideen zu neuen Fototouren und Fotolocations, habe ich die Gelegenheit genutzt und ihm einige Fragen gestellt zur go2know-Idee, seine eigenen go2know Erfahrungen, sein Lieblings Lost Places und mehr.

Andreas, wie seid Ihr zur Fotografie gekommen

Das ging schon in der frühen Schulzeit los. Ich bekam von meinem Vater eine Beirette SL100. Später dann durfte ich mit seiner Praktika fotografieren. Ab der 9. Klasse traf ich dann auf Thilo. Auch er fotografierte fleißig und wir zogen von da an zusammen durch Berlin. Anfangs interessierten uns hauptsächlich Baustellen. Wir gingen da nachts rauf und machten heimlich Fotos. So sind wir zum Beispiel auf der S-Bahn-Trasse vom Lehrter Bahnhof bis Friedrichstraße gelaufen. Heute undenkbar. Aber damals war alles noch nicht so streng. Oder am Alex, als der Bahnhof modernisiert wurde. Da gab es keine Zwischendecken und man konnte von den Kelleranlagen bis hoch in das Kuppeldach der Bahnhofshalle sehen.

Andreas Böttger, go2know Fototour Gründer
Andreas Böttger, go2know Fototour Gründer

Unsere Vorliebe zu Lost Places begann mit unserer eigenen Schule. Als wir die Schule ab der 13. Klasse hinter uns ließen (1995), sollte sie dann abgerissen werden. Als der Abriß voran ging, sind wir nachts in das Gebäude rein. Die Außenwände fehlten schon, während innen alles noch da war. Die Tafeln an der Wand, die Vorbereitungsräume der Klassenzimmer und der Essraum. Es war schon aufregend zu sehen, wie das Gebäude, in dem wir Jahrelang jeden Tag gepaukt haben, jetzt so verlassen in der Nacht da war. Es war surreal, denn ich kannte das ja alles. Aber in dieser Nacht war es eben doch befremdlich, still und irgendwie mystisch. Der Wind pfiff durch die Fensterlosen Flure. Es war im November glaub ich. Die Tafelbilder waren noch da. Ich konnte die letzte Physik-Stunde noch sehen. Sogar die Schwämme lagen noch in den Holzkästen. Nur die Außenwände fehlten. In dieser Schule begann für uns die Fotografie. In den Kunst-Kursen wurde auch das Fach Fotografie angeboten. Wir hatten ein eigenes Labor, das wir auch ausgiebig nutzten. So ausgiebig, dass es dem Kunstlehrer am Ende zu blöd wurde und er uns den Schlüssel überließ. Von da ab waren bis Abends im Labor. Übrigens waren wir da die einzigen verrückten, die sich dafür interessierten.

Die verbotene Stadt in Wünsdorf
Die verbotene Stadt in Wünsdorf – ein beeindruckender Lost Place

Welche Fotokurse bietet ihr an?

go2know bietet Fototouren an geheimen Orten an, die sonst so nicht erreichbar sind oder nicht betreten werden dürfen. Dabei achten wir besonders darauf, dass die Orte sorgfältig ausgewählt werden. Es müssen genügend Motive vorhanden sein und der Ort muss fotografisch viel hergeben. An den Orten verfolgen wir unterschiedliche Konzepte. Man soll sich frei bewegen können, um den Ort auf eigene Faust zu erkunden. Auch Seminare, Workshops, Shootings und Events setzen wir an diesen Orten um.

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Beelitz Heilstätten: Die Mutter aller Lost Places in Berlin

Wie sind die Preise für eure Fototouren in und um Berlin?

Wir verfolgen die Philosophie, nie zu teuer zu sein. Momentan sind wir auch mit die günstigsten Anbieter auf dem Markt. Der Preis beginnt bei 30 € für Fotowalks. Die normalen Fototouren liegen um die 50 €. Eine Fotobase kostet dann 70 €. Hier kann man einen Ort den ganzen Tag intensiv nutzen.

Was macht eure Fototouren und Fotoworkshops so besonders?

Die Konzepte der Touren sind sehr erfrischend und neu. Man kann sich frei bewegen und bekommt dennoch alle historischen Details mit. Unsere Guides suchen die Leute individuell auf und kommen mit ihnen ins Gespräch. Zudem lassen die Fototouren den Teilnehmern sehr viel Zeit, um sich in Ruhe auf die Faszination des Ortes einzulassen. Man soll ja nicht nur die Motive finden, sondern auch die Atmosphäre genießen.

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Gespenstische Stille im Keller des Frauensanatoriums

Was nehmen die Leute mit, wenn sie bei euch eine Fototour mitgemacht haben?

… eine gute Fotoausbeute, einen schönen Urlaubstag und sehr schöne Erinnerungen an diesen Ausflug. Eine Fototour ist immer ein gelungener Tag mit unglaublich vielen Eindrücken.

Was sind die häufigsten Fragen der Teilnehmer?

Am meisten fragen die Teilnehmer, was aus den Objekten später mal wird und wie es dazu kam, dass die Gebäude heute in diesem Zustand sind. Die Teilnehmer spüren die Faszination und die historische Bedeutung der Häuser. Sie bekommen von uns auch historische Fotos gezeigt und wir erzählen viele Geschichten aus dem Alltag der vergangenen Zeiten.

Die Geschichten stammen aus sehr gut recherchierten Quellen und von Zeitzeugen, die wir ständig suchen. Auch in Bezug auf diese Infos kommen natürlich sehr viele Fragen. Wenn die Tour dann vorbei ist, und sich alle Leute an der Basis sammeln, ist die häufigste Frage: Was machen wir als nächste Tour?

Was sind eurer liebsten Fotolocations?

Oh, diese Frage ist schwer zu beantworten, da sie von der Stimmung und von dem abhängt, was man gerade für eine Kreative Idee umsetzen will. Wenn ich Details fotografieren möchte, ist es ganz klar die alte Fleischfabrik der Konsum-Genossenschaft Berlin. Wenn ich romantische Motive haben will, sind es die Beelitzer Heilstätten. Auch architektonisch zieht es mich immer wieder nach Beelitz.

Wie sehr ihr die Entwicklung im Bereich Kamera und Technik?

Momentan hat die SLR-Kamera ganz klar die Nase vorn. Und solange sich die noch gut verkauft, wird sich daran auch nichts ändern. Aber die Nachteile liegen auch ganz klar auf der Hand: Der Spiegel! Er ist laut, langsam, verursacht Verwackelung und unterliegt starkem Verschleiß. Die Mechanik ist zudem aufwendig, anfällig und sie macht die Kamera klobig.

Kleine attraktive Modelle mit anspruchsvollen Vollformat-Sensoren und guter Optik ziehen inzwischen nach. Wenn die AF-Probleme und Schwierigkeiten mit verschiedenen Brennweiten endlich mal geklärt sind, dann werden die kleinen Kameras einen Siegeszug antreten. Die SLR wird dann nur noch mit dem Verkaufsargument „Profi“ und „Nostalgie“ verkauft werden.

Die pfiffigen „Profis“ werden hingegen die Vorteile von kleinen, schnellen, leisen und vernetzten Kameras schätzen. Und der letzte Punkt ist auch ein Trend: Die Leute wollen ihre Bilder teilen. Samsung hat das mit den Smartcams bereits erkannt. Sony zieht nach. Wir haben immer mehr Leute auf den Fototouren, die neben der SLR auch ihr Smartphone herausholen, um die erlebten Eindrücke auch zu teilen. Dieser Markt ist noch ganz jung. Aber die Tendenzen können wir auf den Touren deutlich erkennen. Instagram, Facebook und andere Netzwerke sind dort nicht mehr wegzudenken.

Hier findet ihr mehr zu den Fototouren mit go2know.


Noch mehr Fototouren und Fotoworkshops in und um Berlin

Hier findest du mehr zum Thema Fototour in Berlin oder Fotoworkshop in Berlin. Hier findest du zudem Tipps, wenn du auf eigene Faust fotografieren in Berlin willst. Oder du warst schon mal auf einer Fototour mit go2know? Dann berichte doch gerne über deine Erfahrungen hier per Kommentar.


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Tier Fotografie: Mein Tag im Zoo

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Leopard in zoo - scared eyesDie Überschrift klingt wie ein Aufsatz in der 2. Klasse. Wann ward ihr das letzte Mal im Zoo? Irgendwie erweckt es ein positives Gefühl in mir. Viele Menschen schlendern umher, Eisverkäufer, Bratwurst, Sonntagnachmittag, warm. Ach ja, und all die wundervollen Tiere. „Oh, wo sind denn die Tiger?“ „Können wir zu den Leoparden?“

Tier Fotografie lernen

Letzte Woche dachte ich mir, ich könnte das Fotografieren von Wildtieren üben. Wie ich letztens auch in der Umfrage herausgefunden habe: Tier Fotografie gehört zu den beliebtesten Themen für Fotografen. Und wenn der Urlaub noch in weiter ferne ist, warum dann also nicht ab in den Zoo? Stimmt, wo hab ich sonst diese wundervollen Tiere so nah. Zudem kann ich mein Teleobjektiv ganz bequem auflegen ohne zu verwackeln. Doch irgendwie kam alles ganz anders.

Tierportraits im Zoo

Ja, ich war ganz nah dran. Und dann schaute ich ich direkt in diese Augen. Irgendwie war mein Zoo-Besuch nach vielen Jahren der Zoo-Abstinenz ganz anders. Irgendwie traurig.

tiger in the zoo: my little world

animals in the zoo: leopard in cage

leopard in zoo - scared eyes

zoo: tiger behind bars

zoo berlin: sad eyes of a leopard

Eine Geschichte erzählen in Bildern

Natürlich hätte ich auch eine ganz andere Geschichte erzählen können. Ich hätte alle Bilder in Farbe machen können, hätte immer Ausschnitte ohne Gitter oder Menschen auswählen können – wie zum Beispiel mein Bild „Eye of the Tiger„.

Doch finde ich es faszinierend Blicke zu lenken und in der Auswahl an Bildern einen Linie – einen roten Faden – zu erkennen. Kennt ihr das? Erzählt ihr auch Geschichten?