Drohnenfotografie für Einsteiger – 10 Tipps und Dinge, die du wissen solltest

Stell dir vor, du schwebst über einer atemberaubenden Landschaft, die Kamera in der Hand. Du hast die perfekte Kameraperspektive und den optimalen Blickwinkel, der dir einen Überblick über das gesamte Panorama bietet. Aber du bist nicht in einem Hubschrauber. Du stehst sicher auf dem Boden, während deine Kamera Drohne hoch in der Luft schwebt. Willkommen in der fabelhaften Welt der Drohnenfotografie. Seit einiger Zeit habe ich begonnen mich intensiver mit dieser Disziplin zu beschäftigen, nicht zuletzt, um auch in meiner Businessfotografie immer neue Aspekte mit anbieten zu können.

Der Himmel ist die Grenze – Einleitung zur Drohnenfotografie

Drohnenfotos in der Businessfotografie

Anders als bei der traditionellen Fotografie eröffnet die Drohnenfotografie eine völlig neue Welt der Perspektiven und Panoramen. Als Fotograf stand ich oft vor der Herausforderung, den perfekten Winkel für ein Bild zu finden. Mit einer Drohne wurde ich vom Passagier zum Piloten und konnte auf einmal völlig neue Blickwinkel erkunden, die vorher unerreichbar waren. Doch es kommen auch neue Herausforderungen auf dich zu…

Gängige Herausforderungen bei der Drohnenfotografie sind:

  • Bildqualität:
    Die Bildqualität kann aufgrund von schlechten Lichtverhältnissen oder technischen Begrenzungen und Problemen beeinträchtigt werden.
  • Vorschriften:
    Das Geschäft mit Drohnenfotografie ist stark reguliert, und jeder Verstoß gegen die Vorschriften kann zu rechtlichen Konsequenzen führen.
  • Technische Probleme:
    Drohnen stützen sich stark auf Technologie, und technische Probleme können dazu führen, dass die Drohne abstürzt oder das Bildmaterial beschädigt wird.
  • Erwartungen vs. Realität:
    Die Erwartungen an die Drohnenfotografie können hoch sein, aber die Realität kann manchmal anders aussehen. Es kann schwierig sein, die gewünschten Perspektiven zu erreichen oder das Wetter kann unvorhersehbar sein.
  • Rechtliche Fragen:
    Es gibt viele rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Drohnenfotografie, wie zum Beispiel die Frage nach der Panoramafreiheit und Flugerlaubnis.

Um diese Probleme zu vermeiden oder zu minimieren, ist es wichtig, sich über die Vorschriften und Gesetze im Zusammenhang mit der Drohnenfotografie zu informieren. Zudem solltest du sicherstellen, dass die Drohne in einwandfreiem Zustand ist. Es ist auch hilfreich, – gerade zu Beginn – realistische Erwartungen zu haben und sich auf unvorhergesehene Ereignisse vorzubereiten. Ein paar dieser Herausforderungen erkläre ich dir in diesem Artikel.

Warum die Perspektive so wichtig ist

Foto: Ian Usher/unsplash

Ein guter Fotograf weiß, dass die Perspektive eines Bildes der Schlüssel zum Erfolg ist. Stell dir die Perspektive als die Brille vor, durch die du die Welt siehst. Ändere die Brille und du änderst das Bild. Drohnen bieten uns eine Fülle neuer Brillen, mit denen wir die Welt betrachten können.

Hier sind drei spannende Perspektiven, die du mit einer Drohne erforschen kannst, und was deine Drohne dafür können muss:

  1. Die Vogelperspektive:
    Das ist die klassische Drohnenperspektive, bei der die Kamera direkt nach unten gerichtet ist. Sie kann atemberaubende Muster und Texturen in der Landschaftsfotografie und Architekturfotografie hervorheben, die aus Bodennähe nicht zu erkennen sind.
    Die Drohne sollte für solche AUfnahmen eine Kamera mit entsprechend hoher Auflösung haben, um detaillierte Bilder zu liefern. Zudem sollte sie in der Lage sein, eine stabile Position in der Luft zu halten, um klare Aufnahmen zu machen.
  2. Die Panoramaperspektive:
    Hierbei fliegt die Drohne auf einer bestimmten Höhe und nimmt eine Serie von Fotos auf, die dann zu einem Panoramabild zusammengesetzt werden. Für diese Art von Aufnahme sollte die Drohne über eine Funktion zur automatischen Panoramaaufnahme verfügen.
  3. Die Flugaufnahme:
    Bei dieser Perspektive folgt die Drohne einem beweglichen Objekt wie einem Fahrzeug oder einer Person und nimmt dabei kontinuierlich auf (geht am besten als Video). Die Drohne sollte über eine gute Verfolgungsfunktion und eine ausreichende Flugzeit (Stichwort Akku) verfügen, um lange Sequenzen aufnehmen zu können.

Die notwendige Ausrüstung für die Drohnenfotografie

Als Anfänger in der Drohnenfotografie brauchst du natürlich eine Drohne (haha!).

Aber nicht irgendeine Drohne (mache nicht den Fehler und kaufe dir – zum kennenlernen – eine 100 Euro Drohne wie ich!).

Du brauchst eine Kamera Drohne, speziell ausgestattet mit einer halbwegs hochauflösenden Kamera, die dir gute und scharfe Bilder liefert.

Zusätzlich solltest du auch in extra Akkus, eine gute Speicherkarte und ein stabiles Tragegehäuse investieren.

Hier ein paar Drohnen-Kaufempfehlungen

Meine erste richtige Drohne war die DJI Mini 2 SE. Eine sehr gute Investition, wobei ich heute auf eine noch besser Bildqualität Wert legen würde. Doch ist es nach wie vor eine tolle Drohne – sowohl für einfache Fotos und Videos.

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Dein erstes Mal – der Drohnenflug

Bevor du losfliegst und atemberaubende Luftbilder machst, solltest du dich zunächst mit den Grundlagen des Drohnenfluges vertraut machen. Eine Drohne zu fliegen ist wie das Erlernen einer neuen Sprache. Es braucht Zeit und Übung, aber sobald du den Dreh raus hast, öffnet sich eine neue Welt der Möglichkeiten.

  1. Erlernen der Drohnensteuerung:
    Zuerst musst du dich mit der Steuerung deiner Drohne vertraut machen.
    Übe dabei insbesondere die Drohne in alle Richtungen zu lenken und um ihre eigene Achse zu drehen. Versuche zu verstehen, wie man sie aufsteigen und absteigen lässt, und übe, sie sorgfältig zu steuern, um präzise Bewegungen zu ermöglichen.
  2. Verständnis für Sicherheitsaspekte und Regulierungen:
    Bevor du deine Drohne in die Luft bringst, solltest du dich über die geltenden Sicherheitsbestimmungen und Gesetze in deiner Gegend informieren.
    Manche Länder verlangen zum Beispiel eine Registrierung der Drohne oder spezielle Flugerlaubnisse (dazu im nächsten Absatz mehr insbesondere zum Thema Haftpflichtversicherung und Führerschein). Hier in Berlin ist zum Beispiel das Aufsteigen in der Innenstadt und insbesondere dem Berliner Regierungsviertel streng verboten (No-Fly-Zones). Das muss man wissen, denn sonst kann es viel Ärger geben. Dazu erzähle ich dir gleich noch mehr.
    Lerne auch, wie du deine Drohne sicher startest und landest, wie du auf Notfälle reagierst und wie du deine Drohne bei schlechtem Wetter oder technischen Problemen sicher handhabst.
  3. Üben im manuellen Flugmodus:
    Viele Drohnen haben automatische Flugmodi, die das Fliegen einfacher machen, aber es ist wichtig, dass du auch im manuellen Modus fliegen kannst. Im manuellen Modus hast du die volle Kontrolle und kannst präziser fliegen. Dies ist besonders nützlich, wenn du spezielle Manöver ausführen oder Fotos und Videos aus bestimmten Winkeln aufnehmen möchtest.

Rechtliches und Sicherheit – Der Drohnenführerschein

Ja, du hast richtig gehört! In vielen Ländern, einschließlich der EU, brauchst du einen Drohnenführerschein, um eine Drohne fliegen zu dürfen. Dieser sorgt dafür, dass du die Regeln kennst und sicher fliegen kannst.

Aber dabei kommt es auf das Gewicht der Drohne an. Wenn das Abfluggewicht der Drohne weniger als 250 g beträgt, benötigt der Pilot keinen Drohnenführerschein. Eine gültige Haftpflichtversicherung für die Drohne ist in jedem Fall gesetzlich vorgeschrieben. Die Prüfung zum kleinen Drohnenführerschein A1/A3 (EU-Kompetenznachweis) wird in Deutschland direkt beim Luftfahrtbundesamt (LBA) abgelegt.

Flugverbotszonen einhalten

In Deutschland gibt es geografische Gebiete, in denen ein Drohnen-Flugverbot gilt. Diese Gebiete sind in der Regel No-Fly-Zones, die von verschiedenen Behörden wie dem Bundesamt für Naturschutz oder der Deutschen Flugsicherung festgelegt wurden. VIele Drohnen zeigen dir das auch direkt auf dem Display an – hier in Berlin zum Beispiel ist fast in der gesamten Innenstadt wie auch insbesondere im Regierungsviertel eine Flugverbotszone. 

Einige weitere Beispiele für Flugverbotszonen sind: 

  • Schutzgebiete
  • Flughäfen
  • Segelfluggelände
  • Militärische Einrichtungen

Es empfiehlt sich auch daran zu halten, denn es droht sonst ein Bußgeld.

Panoramabilder – Weite Landschaften in einem Frame

Nun kommen wir zu dem, worauf du sicherlich schon sehnsüchtig wartest: dem Fotografieren selbst. Ein Vorteil der Drohnenfotografie liegt in der Möglichkeit, faszinierende Panoramabilder zu erstellen. Du kannst bequem weite Landschaften, Stadtszenen oder den Horizont mit beeindruckender Klarheit erfassen. Es ist, als ob du die Welt in einem breiteren Winkel siehst. Wie ein Adler, der hoch über der Erde schwebt, kannst du die ganze Schönheit der Welt auf einem einzigen Bild festhalten.

Kreativität aus der Höhe – Motivideen

Die Drohnenfotografie öffnet die Tür zu unzähligen kreative Fotomotive. Überlege dir, wie du die zusätzliche Dimension nutzen kannst, um atemberaubende Bilder zu erzeugen. Du könntest zum Beispiel eine Gruppe von Menschen von oben fotografieren, sodass sie wie Ameisen aussehen. Oder du könntest ein Bild von deinem eigenen Schatten machen, der sich auf dem Boden abzeichnet, während du hoch über dir schwebst. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Hier habe ich einige kreative Motivideen für deine Drohnenfotos:

Suche nach Symmetrien

Halte Ausschau nach symmetrischen Motiven wie Gebäuden, Straßen oder Feldern. Die Vogelperspektive eignet sich besonders gut, um Symmetrien zu entdecken, die vom Boden aus nicht erkennbar sind.

Finde teilende Linien

Drohnenfotografie - Foto: Petar Avramoski
Foto: unsplash/Petar Avramoski

Suche nach Linien, die dein Bild teilen – es könnte eine Straße sein, die eine Landschaft durchschneidet, oder eine Küstenlinie, die Land und Meer trennt.

Erfasse einzigartige Muster

Drohnenfotografie - kreative Muster. Foto: Jason Leung
Kreative Muster Drohnenfotografie.
Foto: Jason Leung/unsplash

Versuche, einzigartige Muster zu finden und zu fotografieren, zum Beispiel die Anordnung der Bäume in einem Wald oder das Muster, das ein Boot auf dem Wasser hinterlässt.

Erstelle ein Luftpanorama

Nutze die Panoramafunktion deiner Drohne, um ein breites Bild der Landschaft zu erfassen. Du kannst auch mehrere Fotos zu einem Panorama zusammensetzen.

Suche nach kontrastierenden Farben

Suche nach Farbkontrasten in der Landschaft. Das kann ein blauer See neben einem grünen Wald sein oder ein rotes Gebäude in einer ansonsten grauen Stadtlandschaft.

Mache ein Selfie

Nutze deine Drohne, um ein einzigartiges Selfie von dir zu machen. Stelle dich in eine interessante Umgebung und lasse die Drohne von oben auf dich herabblicken.

Suche nach Wiederholungen

Drohnenfotos - Ideen - Foto: Jaromír Kavan
Foto: Jaromír Kavan/unsplash

Halte Ausschau nach wiederholenden Mustern, wie einer Reihe von Bäumen, einem Muster in einem Feld oder ähnlichem. Diese Wiederholungen können sehr wirkungsvoll sein, wenn sie aus der Luft fotografiert werden.

Werden abstrakt

Suche nach abstrakten Mustern und Formen, die nur aus der Luft sichtbar sind. Das kann ein Muster auf einem Feld sein oder das Zusammenspiel von Licht und Schatten in einer Stadtlandschaft.

Nutze die Schatten

Drohnenfotografie - Foto: Luís Eusébio
Foto: Luís Eusébio

Fotografiere bei niedrigem Sonnenstand, um lange Schatten zu erzeugen. Diese können aus der Luft besonders dramatisch wirken.

Fotografiere den Horizont

Nutze die Höhe deiner Drohne, um den Horizont zu fotografieren. Du kannst zum Beispiel die Sonne im Hintergrund untergehen lassen, um ein dramatisches Bild zu erzeugen.

Die Nachbearbeitung: Deine Bilder zum Leben erwecken

Nachdem du deine Bilder aufgenommen hast, ist es Zeit für den letzten Schritt: die Bildbearbeitung. Mit der richtigen Software kannst du deine Bilder zum Leben erwecken, Farben korrigieren und deinen Bildern den letzten Schliff verleihen. Es ist wie das Hinzufügen von Gewürzen zu einem Gericht – es hebt die natürlichen Aromen hervor und macht es noch schmackhafter.

Dein Weg zur Drohnenfotografie

Die Drohnenfotografie ist mehr als nur ein neuer Trend. Sie ist eine Art der Fotografie, die eine ganz neue Perspektive auf unsere Welt eröffnet (jedenfalls für mich).

Es ist ein ganz neues Feld, dass ich besser verstehen und lernen will. Dohnenfotos sind super spannend, innovativ und unendlich kreativ – schließlich sehen wir die Welt aus einem völlig neuen Blickwinkel. Also, worauf wartest du noch? Mach den Himmel zu deiner Leinwand und fang an zu fliegen!

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