5 einfache Tipps zur Bildbearbeitung: Mein Lieblingsworkflow

Nicht jedes Foto ist „out of the camera“ ein absolutes Meisterwerk. Daher hier meine ganz einfachen Tipps zur Bildbearbeitung für Anfänger. Denn überall wird ja ein wenig getrickst und aufgebrezelt. Ganz so intensiv will ich es nicht betreiben. Erstens bin ich kein sonderlicher Crack in Photoshop & Co. Deine Bildbearbeitung – gerade als Anfänger – muss zudem nicht immer Photoshop sein. Ich bearbeite meine Fotos gerne mit Adobe Lightroom – meiner Meinung eines der besten Bildbearbeitungsprogramme insbesondere auch für Anfänger & Fotografie Einsteiger. Denn du hast per se etwas weniger Auswahl an Nachbearbeitungswerkzeugen als im Gegensatz zu Photoshop. Zudem bin ich kein Fan von großer Nachbearbeitung. Doch ein paar einfache Schritte wende ich bei meinen Fotos immer an, um ihnen den kleinen Extraschliff zu geben.

Vorab sei gesagt: Jedes Bearbeitungsprogramm verwendet eine andere Begrifflichkeit. Egal, ob du die Klassiker wie Lightroom, Photoshop oder auch Programme zu Bildbearbeitung online verwendest. Die Basiswerkzeuge hat aber fast jedes halbwegs empfehlenswerte Programm an Bord.

Bevor du in in die Bildbearbeitung einsteigst

Bevor es in die Bildbearbeitung geht versuche ich ein paar grundlegende Schritte zu gehen. Dabei achte ich auf folgendes:

Fotografiere im RAW-Modus

Als erstes geht es in die Kameraeinstellung vor dem Fotoshooting. Hier stelle ich meine Kamera bzw. das Dateiformat auf den RAW-Modus um. Da finde ich super wichtig, gerade wenn du im Nachgang mit deinen Fotos noch arbeiten willst. RAW bedeutet dabei nichts anderes als „roh“ oder „unverarbeitet“. Zwar heißt es bei jedem Kamerahersteller anders (z. B. „.cr2“ bei Canon, „.nef“ bei Nikon oder „.arw“ bei Sony), aber es meint immer das Gleiche.

Bei einem Foto im RAW-Format werden alle vom Bildsensor aufgezeichneten Licht- und Farbwerte ohne eine weitere Bearbeitung durch die Software der Kamera auf deiner Speicherkarte abgespeichert. Perfekt also, um später das Bild dann am Computer wenn nötig nachbearbeiten zu können.

Schaffe dir ein gutes Archiv

Die Ablage deiner Fotos ist ebenfalls “die halbe Miete” für eine gute Bildbearbeitung. Denn dann findest du vor und nach der Bearbeitung alles gut wieder. Ich mache meine Datei- und Bildverwaltung übrigens auch in Lightroom, denn dafür ist das Programm ursprünglich einmal gebaut worden – als digitales Bildarchiv. Du kannst bei jedem Import Stichwörter (so genannte Tags) vergeben, Ordner und Sammlungen anlegen und auch nach Dateiformat oder Datum suchen. Also super wichtig, gerade wenn du häufig Fotos machst!


Nun aber meine wichtigsten Schritte in der Bildbearbeitung

1. Die Welt begradigen: der Horizont

Lightroom ganz einfach: Den Horizont begradigen
Lightroom ganz einfach: Den Horizont begradigen

Zu allererst korrigiere ich den Horizont. Diese Linie sollte wirklich waagerecht sein. Sonst wird den Betrachter unterbewusst irgendwas stören. Da kannst du ganz einfach durch ein kleines Tool per Regler in der Nachbearbeitung vornehmen. Die Wirkung ist gigantisch, denn so kippt nichts mehr ungewollt aus dem Foto.

Kleiner Tipp: Viel kannst du da auch bereits mit einer kleinen Wasserwaage in der Kamera bereits beheben, während du das Foto machst. Auch hilft es, wenn du klare Linien im Foto hast (Säulen, Horizont, Geländer o.ä.). Denn dann hast du weniger Stress in der Nachbearbeitung.

2. Unwichtiges raus: klare Schnitte setzen

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Trenne dich von allem, was nicht in deine Szene gehört – notfalls per Schnitt-Tool und Crop

Reduziere dein Motiv und eliminiere alles Unwichtige. Eine Person läuft halb ins Bild? Ein Baum ragt ungewollt hinein? Trenne dich von Unwichtigem und beschneide bei Bedarf das Foto. Das lenkt den Blick auf das Wesentliche. Diesen Vorgang nennt man übrigens auch “croppen”.

3. Die richtigen Farben: der Weißabgleich

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Der Schnee soll nicht blau sein. Das zu korrigieren ist ganz einfach mit Lightroom!

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Wenn du einmal in verschiedenen Lichtsituationen fotografiert hast, wirst du gemerkt haben, dass Farben je nach Lichtart anders wirken. Im Dunst des trüben Tages wirkt das Weiß eher bläulich, im Kunst- licht schimmert die Haut möglicherweise grünlich, und in der Abend- sonne wird alles in ein gelbliches Licht getaucht. Dabei ist das blaue T-Shirt natürlich immer blau, doch um das darzustellen, bedarf es des sogenannten Weißabgleichs deiner Kamera. Dieser dient dazu, die Kamera auf die Farbtemperatur des Lichtes am Aufnahmeort anzupassen.

Ich fotografiere in der Regel immer mit dem automatischen Weißabgleich. Dann orientiere ich mich in der Nachbearbeitung an Dingen die einen hellen Grauton haben, um mich dem Weiß anzugleichen. Das klappt ganz gut mit einem Tool – der so genannten Pipette. Da nimmst du den Farbton auf. Gleiche den Weißabgleich und damit die Farbe im Foto an. Fotografiere dazu unbedingt im RAW-Format. Dann hast du dein Foto als digitales Negativ und allen Spielraum im Hinblick auf Anpassungen im Weißabgleich.

Wenn du komplizierte Licht- und Farbsituationen hast, solltest du eine Graukarte mit dabei haben. Dann kannst du diesen noch exakter bereits im Shooting einstellen.

4. Farben und Kontraste anpassen

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Die Farben in meinen Fotos dürfen gerne richtig satt sein und leuchten!

Farbe findest du überall. Wir neigen dazu, uns gar nicht mehr allzu sehr mit ihr zu beschäftigen. Doch hat Farbe einen so entscheidenden Einfluss auf dein Foto, dass ich diesem Thema einen eigenen Abschnitt widmen möchte.

Wie wirken die Farben? Satt, kräftig und leuchtend? Wie sollen sie wirken? Stimmen die Kontraste? All das ist auch Teil meines Routine-Workflows. Dafür gibt es in Lightroom tolle Möglichkeiten, um die Dynamik anzupassen, Sättigung hoch oder runter zu schrauben. Das tolle ist, dass du in Bildbearbeitungstools wie Adobe Lightroom nie das Original Negativ (das RAW) bearbeitest, sondern es quasi wie ein Image oder eine Kopie ist. Du kannst in der Tat auch virtuelle Kopien anlegen und bearbeiten. So kannst du immer wieder zum Original zurück und die Schritte nachvollziehen.

5. Der Blick für das Wesentliche: die Augen

Einfach Lightroom lernen: Augen aufhellen
Ein ganz einfacher Schritt in Lightroom – die Augen aufhellen

Die Augen machen dein Porträt – also gib ihnen etwas Schärfe und Sättigung. Sobald du Menschen fotografierst, sind die Augen enorm wichtig. Da geht der Blick hin. Also betone diese doch ein wenig. Etwas Schärfe, etwas Sättigung und schon ist es da – das Leuchten in den Augen.


Ich arbeite mit Lightroom

Adobe Lightroom ist neben Photoshop natürlich der ultimative Favorit zur Bildbearbeitung, zur Bildverwaltung und Entwicklung deiner Fotos. Ich finde Lightroom noch um einiges einfacher und intuitiver in der Anwendung.

Wenn du mehr über Lightroom und die Preise erfahren willst (ich nutze beispielsweise die Creative Cloud für Fotografen) dann habe ich hier ein paar Infos für dich.


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Fotografieren lernen: Ganz einfach bessere Fotos – Die 30 Tage Challenge

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Fotografieren lernen – Das Buch

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An jedem Tag gibt es tolle Tipps, Anleitungen und Beispiel-Fotos. Dabei erkläre ich dir alles, was du als Foto-Einsteiger wissen musst: Welche Grundregeln der Bildgestaltung muss ich beachten? Welche Kameraeinstellungen helfen mir? Wie komme ich auf gute Bildideen?

Die praktischen Tipps, hilfreichen Erklärungen und kleinen Herausforderungen machen Spaß und führen dich einfach zu tollen Fotos!

Lass dich hier inspirieren!


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