Kreativblockade: So inspiriere ich mich, wenn ich mich total uninspiriert fühle!

Es gibt viele coole kreative Ideen für neue Fotos. Habe ich eine, will ich sofort die Kamera greifen und loslegen. Ich suche immer wieder nach Inspiration und Tipps für mehr Kreativität in meinen Fotos. Doch hin und wieder klappt gar nichts. Es will so gar keine Idee kommen – ob für neue Fotos, neue Fotobuchideen oder neue kreative Blogartikel. Eine echte Kreativblockade und das berühmte kreative Loch.

Ich drehe mich im Kreis, bin frustriert von den ewig gleichen Perspektiven und zweifele an meiner Motivation überhaupt neue Fotoideen anzugehen. Doch nach Regen kommt Sonne und so habe ich Wege und Mittel gelernt, um mich immer wieder neue zu inspirieren, selbst wenn ich mich total uninspiriert fühle. Hier meine Wege, um aus der Kreativblockade raus zu kommen.

Foto: Mathieu Stern/unsplash

Ich stehe früh auf

Faszinierendes Licht am frühen Morgen – Foto: Cecilia Ueltschy/unsplash

Ich liebe es früh aufzustehen. Naja, ein wenig übertrieben, aber ich bin gerne vor allen anderen wach. Dann habe ich Zeit für meinen ersten Kaffee, den ersten Blick in die mittlerweile digitale Zeitung und das stöbern im Internet. Ich schaue Tutorials, mache mir Notizen und komme auf Ideen – perfekt, um gegen meine kleine Kreativblockade gegen an zu gehen. Lange bevor der Reste meiner Familie aufwacht. Das gibt mir Ruhe und den Weitblick. Meine Frau hasst den Wecker. Unser Sohn ist auch kein Frühaufsteher.

Doch muss mein Wecker wirklich früh klingeln, denn spätestens um 6:45 bekomme ich erste Gesellschaft von meiner nun fast 2 Jahre alten Tochter. Dann bin ich i.d.R. allerdings bereits über 1 Stunde wach. Bereit für einen schönen und motivierten Start in den Tag.


Ich mache einen kreativen Morgenspaziergang

Foto: Kelly Sikkema/unsplash

Was für ein Luxus. Doch gönne ich mir diesen fast jeden Morgen. Seit der Lockdown-Phase und der Geburt unserer Tochter gehört ein morgendlicher Spaziergang zu einer meiner liebsten Routinen. Bevor sie in der KiTa war, bin ich immer noch mit ihr in der Babytrage vor dem Bauch spazieren gegangen. Früh, oft sehr früh. Nun – wo beide Kinder in der KiTa sind habe ich es trotzdem als Routine beibehalten.

Ich bringe die Kinder in die KiTa und gehe anschließend eine mittlere Rund spazieren durch das Wuhletal, welches direkt vor unser Haustür liegt. Mal mit meine Lieblings-Podcasts im Ohr, aber fast immer mit meinem iPhone im Kameramodus und der Morgensonne im Gesicht. Manchmal aber auch ganz ohne Musik und auch mit dem Fotomodus nur im Kopf – einfach nur laufen. Doch egal wie ich unterwegs bin: Ich öffne meinen Geist für neue Ideen, durchdenke vorhandene Ideen und plane meinen Tag.


Ich schreibe Morgenseiten

Foto: pure julia/unsplash.

Kennst du das Buch „Der Weg des Künstlers“ oder im Original „The Artist’s Way“ von Julia Cameron? Da sind so viele tolle Ideen für den Weg aus dem kreativen Loch drin versteckt. Und immer wieder geht’s in dem Buch um die sogenannten Morgenseiten.

Ganz einfach gesagt sind Morgenseiten eine ganz freie Form eines Brainstormings. Du nimmst dir direkt nach dem Aufstehen dein Notizbuch oder das Laptop und schreibst drei leere A4-Seiten voll. Einfach drauf los schreiben, was dir in den Sinn kommt, bis die drei Seiten voll sind. Die erlaubte Frage an dieser Stelle: Was soll ich denn um Himmels Willen schreiben? Genau das ist Chance und Hürde zugleich: Es gibt dabei keine wirkliche Regeln für den Inhalt deiner Morgenseiten. Schreib einfach drauflos.

Du brauchst kein Thema und es muss noch nicht einmal Sinn ergeben. Fang einfach an. Der spannende Punkt dabei ist nämlich, dass du „all die „alltäglichen Dinge“ aus deinem Kopf verbannst und den Weg für Kreativität und kreative Gedanken frei machst.“ so sagt Julia Cameron.


Trage dein Notizbuch bei dir

Ich merke immer wieder: Die Inspiration meldet sich zu ungünstigsten Zeiten. Da recht mir die Kreativität schon die Hand und ich bin nicht vorbereitet. Dann hilft mir immer mein kleines Notizbuch oder seit neustem auch Apps wie Evernote oder einfach die Notizbuchapp auf meinem Smartphone.


Gehe irgendwohin, wo es laut ist

Foto: Marco Spinelli/unsplash

Der Alexanderplatz ist für mich kein schöner Ort. Und doch inspiriert er mich immer wieder. Er ist voll, überlaufen und lebendig. Genau daher bin ich immer mal wieder dort, wenn ich Inspiration suche.

Das ist auch einer der Gründe, dass ich meinen Fotokurs in Berlin immer gerne dort starte.


Gehe an einen ruhigen Ort

Foto: Guillaume de Germain/unsplash

Wenn dir Lärm nicht hilft, mache es genau anders herum – gehe an einen ruhigen Ort. So wie ich es morgens tue, bei meinem morgendlichen Spaziergang. Mache deinen Kopf frei und lasse den kreativen Gedanken freien Lauf einfach los. Es hat etwas sehr reinigendes!


Entdecke das Wunder um dich herum

Foto: Eduard Militaru/unsplash

Es ist schon etwas herausfordernd, nicht auf den großen Reisefotografie-Urlaub zu warten, sondern im Alltäglichen die Schönheit – oder zumindest bildgewaltige Faszination – zu finden. Aber immer wieder zeige ich dir auf meinem Blog so viele kreative Fotoideen, dass es mittlerweile ganz leicht ist, aus fast allem etwas Fotogenes zu zaubern. Darum geht es übrigens auch immer wieder in meinen kreativen Fotoratgebern wie dem Projekt 52.


Sei mutig

Foto: Benjamin Davies/unsplash

Ich bin von Hause aus eher zurückhaltend, schüchtern und leise, wenn ich in neue Situationen komme. Doch hat es mir immer wieder geholfen, wenn ich etwas neues ausprobiert habe – etwas mutiges.

Mich für einen Kochkurs angemeldet habe, mich zu einer Fotogruppe angemeldet habe oder einen Fotokurs besucht habe. Das bringt meinen Kopf in den aktiven Modus, ich muss umdenken, mich an neue Situationen gewöhnen – super erfrischend und toll!

Genau in dieser Phase befinde ich mich auch aktuell, wenn ich mich gerade etwas „neu erfinde“ und meinen klassischen Lohn & Brot Job kündige und tiefer ins Fotobusiness rein möchte.


Nimm an einer kreativen Veranstaltung teil

Wie inspirierend, als meine Frau und ich gemeinsam im CO/Berlin zur Fotoausstellung waren.

Kürzlich war ich zu einer Fotoausstellung im CO/Berlin. Wow, war das inspirierend. Sofort ist mein Kopf aktiviert und ich bin voller Ideen. Versuche es auch einmal – egal ob Konzert, Fotoausstellung oder Lesung – lass dich durch eine kreative Veranstaltung in neue Welten hinein ziehen.


Mache Listen

Foto: Brandi Redd/unsplash

Wenn du einmal fest steckst, so beginne damit dir Listen zu machen. Was willst du lösen oder erreichen? Woran hapert es? Schreibe deine 10 Blockaden auf, schreibe die 10 Orte auf, die du noch in deiner Stadt fotografieren willst, die 10 Fotografen, die du kennenlernen willst oder was auch immer. Listen ordnen deinen Kopf und bringen Bewegung in deine Gedanken.

Noch ein Tipp: Konzentriere dich in denListen auf Quantität statt Qualität – aussortieren kannst du später immer noch.


Versuche es mit Themengeneratoren

Häufig klicke ich mich durch die Google Bildersuche. Oder schaue auf Seiten wie Pinterest, Shutterstock zu Suchworten wie Berlin, um neue Fotoorte zu entdecken. Diese Ideen und Themen bringen mich oft auf neue eigene Ideen – für Motive und Fotoorte.


Ausdauer, Aufmerksamkeit und vor allem Geduld

Ich schreibe immer wieder gerne über kreative Inspirationen für neue Fotoideen. Gerade auf dem Weg zum Fotografieren lernen ist es dabei für mich immer wichtig, dass du nicht an einen exotischen Ort reisen musst, um tolle Fotos zu machen – ganz im Gegenteil. Ich liebe es, aus vermeintlich unscheinbaren Orten und unspektakulären oder auch banalen Situationen faszinierende Fotos entstehen zu lassen. Allerdings erfordert das Ausdauer, Aufmerksamkeit und vor allem Geduld. Aber es lohnt sich!

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An vielen Motiven laufen wir einfach vorbei – nimm dir Zeit und entdecke das Wunder um dich herum!

Darum geht es auch immer wieder in meinen Fotokursen und Büchern. Wenn du Lust hast auch einmal so eine kreative Reise mit mir zu starten, so setzte auch gerne deinen Namen auf die Warteliste für unseren nächsten kreativen Fotokurs. Ich freu mich auf die kreative Reise mit dir!


6 Tipps für mehr Außergewöhnliches im Gewöhnlichen

1. Der banale Alltag

Fotografiere Straßenschilder, den Supermarkt oder einfach die Einkaufswagen vor der Tür. Erinnere dich an die Ideen zu Details und Nähe sowie die Tipps, um deine Szene aufzuräumen:

Typische Herausforderungen bei unser Motivsuche

  • Ist das Motiv zu klein, wird der Betrachter deiner Fotos es vielleicht nicht als Hauptmotiv erkennen.
  • Sind zu viele (unwichtige) Dinge im Bild? Oh je, dann ist der Sinn deines Fotos möglicherweise verfehlt.
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Ein ganz normales Motiv kann im richtigen Bildausschnitt sehr faszinierend wirken!

2. Beobachte Licht und Schatten

Beobachte das Licht und auch den Schattenwurf. Wie können Licht und Schatten deiner Szene helfen? Mehr zum Thema Schatten fotografieren findest du hier.

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Das Spiel mit Schatten ist eine tolle kreative Fotoidee.

3. Achte auf die Ausrichtung

Perspektive und Ausrichtung sind wichtig für den Wow-Effekt. Sobald du einen banalen Fußgängertunnel in perfekter Symmetrie fotografierst, nimmt jeden die Sogwirkung gefangen. Oft sind es nur wenige Schritte nach links oder rechts, die deine Bildwirkung verändern.

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Sehr viel Symmetrie beim Sowjetischen Ehrendenkmal in Berlin Treptow

4. Spiele mit Requisiten

Ich bringe Requisiten in mein Foto ein. Dich fasziniert die Textur des Holztisches in der Diele? Wie wäre das Glas auf dem Tisch inklusive deines Arms und deiner Hand im Foto? Viel lebendiger als ohne!

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So eine einfache Fotoidee: Die Hand bringt Leben in die Szene.

5. Faszination im Hintergrund

Halte Ausschau nach spannenden Mustern und Texturen. Sobald du ein tolles Muster hast, ist dein tolles Foto nicht mehr weit entfernt.

Bildbearbeitung Tipps Tricks
Der Hintergrund betont das Motiv – auch wenn es klein und am Rand platziert ist.

6. Achte auf deine Ecken und Ränder

Erinnere dich an die Tipps zu Rändern und Ecken deines Fotos. Achte darauf, was da passiert. Lass alles raus, was dort nicht reingehört, aber bringe auch rein, was die Komposition spannend macht.


Hier ein meiner liebsten Challenges für das kreative Loch: Setze unspektakuläre Motive in Szene

Deine Challenge besteht darin, dich in deinem Zuhause und in deiner Nachbarschaft umzuschauen und auf den ersten Blick Banales neu zu inszenieren.

Die Spiegelung auf einer Motorhaube liefert tolle Motive - und ganz einfach in Szene zu setzen.
Schau dich um in deinem Zuhause – was wartet als Fotomotiv auf dich?
  1. Welche Momente und Szenen kannst du außergewöhnlich gestalten? Die Wäscheleine im Garten? Den Salzstreuer oder die Ketchup-Flasche auf dem Tisch? Das Treppengeländer im Sonnenlicht? Den Schattenwurf des Gartenzauns?
  2. Ganz egal – setze eine banale Szene in ein Bildmotiv um und arbeite an einem ausgefallenen Motiv.
  3. Befreie dich von allen Hemmungen, etwas Außergewöhnliches zu fotografieren. Es geht um das Alltägliche, was dich umgibt. Frage dich zur Inspiration Fragen wie „Was isst du?“, „Wo fährst du morgens lang?“ oder „Wo ist mein Lieblingsort zu Hause?“ und leg los.

Projekt 52 – dein kreativer Fotoideen-Fotokurs

Du kennst die Herausforderung, dass dir immer mal der kleine Kick für die kreative Idee fehlt? Du liebst die Fotografie, willst aber irgendwie mehr aus deinen Fotos herausholen? Du bist immer mal wieder mit deiner Kamera unterwegs, doch so der richtige Motivblick fehlt dir noch?

Dann habe ich etwas für dich – alsbald startet wieder eine neue kreative Reise hin zu noch tolleren Fotoideen. Komm mit auf unser gemeinsames Abenteuer! Ich sage dir Bescheid, wenn es los geht! Trage dich dafür einfach in die Liste ein:

Unser Erfolgskurs startet voraussichtlich im Februar 2022 in eine neue Runde – trage dich jetzt in die Warteliste ein!


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