Makrofotografie-Tipps und Motivideen für Anfänger

Makrofotografie für Anfänger: Alles, was du über Makrofotografie wissen musst

Makrofotografie ist eine tolle Möglichkeit, die kleinen Details in der Welt um uns herum einzufangen. In diesem Artikel werden wir uns mit den Grundlagen befassen und herausfinden, worauf es beim Fotografieren ankommt. Wir werden lernen, wie wir die besten Makrofotos machen, wo wir diese Fotos machen (ob draußen oder zuhause) und was für verschiedene Aufnahmetechniken es gibt.

Makrofotografie-Tipps für Anfänger
Makrofotografie macht eine ganz neue Welt auf wundervolle Weise sichtbar.
Foto: Олександр К/unsplash

Einführung in die Makrofotografie

Was ist Makrofotografie?

Das Wunder einer Blüte – in der Detailansicht des Makro wirkt es noch überwältigender.
Foto: Mister Starman/unsplash

Die Makrofotografie ist ein wundervolles Genre der Fotografie, bei der Objekte in großer Detailgenauigkeit festgehalten werden. Durch die starke Vergrößerung lassen wir faszinierende Bilderwelten entstehen. Eine Herausforderung bei der Makrofotografie ist das passende Motiv gekonnt in Szene zu setzen. Dabei geht es zum einem um die passende Schärfe (auf kleinstem Bereich), das passende Licht und vor allem eine spannende Bildgestaltung. Die passende Kameratechnik hängt natürlich von deinem Motiv ab, aber im Allgemeinen bevorzugen viele Makrofotografen eher Kameras mit größerem Sensor und ein spezielles Makroobjektiv. Als Motivideen gibt es unzählige Möglichkeiten (einige schlage ich dir etwas weitere unten vor) – von Insekten bis hin zu Blüten, Haushaltsgegenständen und vielem mehr ist alles möglich

In der Makrofotografie bildest du dein Motive großformatig im Detail ab. Die Herausforderung dabei besteht darin, die richtige Schärfe-Entfernungsrelation zu finden. Das ist für viele Einsteiger eine besondere Herausforderung, die auch schnell zur Frustration führen kann. Dazu findest du etwas weiter unten ein paar Tipps worauf es ankommt, um ein scharfes Bild zu erhalten.

Welche Kameraausrüstung für Makrofotografie?

Stativ für Makrofotografie

Wenn du ein Stativ für Makrofotos einsetzen willst, so sollte es zu allererst einmal stabil sein. Bei einigen Stativen kannst du die Mittelsäule zudem umdrehen. Das hilft, um tiefer runter in Bodennähe zu kommen. Oder du verzichtest gleich komplett auf die Mittelsäule, denn dann kommst du mit dem kompletten Stativ in Bodennähe.

Was ist ein Makro-Objektiv

Fakt ist: Echte Makroobjektive sind Festbrennweiten. Diese Makroobjektive sind nämlich für den Nahbereich optimiert. Das bedeutet, dass sie dort auch höher auflösen und du kannst sehr exakt scharf stellen. Zudem haben manche Objektive noch einen Schalter, um diesen Fokusbereich auf den Makrobereich zu optimieren – also in diesem kleinen Bereich besser zu fokussieren.

Licht für dein Motiv

Ohne Licht gibt es kein Foto. Und manchmal ist das Licht sehr knapp. Dafür empfehle ich den Einsatz von einem Blitz (ggf. sogar indirekt – also nicht als direkter Aufsteckblitz), ein Ringblitz oder Ringlicht (LED) oder einen Aufheller, um dein Motiv zusätzlich aufzuhellen.

Motivideen für Makrofotografie

Die meisten Einsteiger denken, dass Makrofotografie zwingend etwas mit Insekten zu tun hat, aber das stimmt nicht. In der Makrofotografie gibt es viele verschiedene Arten von Motivideen. Makrofotografie kannst du nämlich mit fast jedem Objekt machen – sei es die Libelle am Teich in Stadtpark oder auch die Makrofotografie zuhause mit dem Küchenschwamm oder der Streichholzschachtel.

Die besten Motive für Makrofotos sind kleine Gegenstände mit interessanten Strukturen oder Oberflächen. Dazu gehören zum Beispiel Blumen, Steine, Insekten und so weiter.

Die Grundlagen der Makrofotografie erlernen

Foto: Jill Heyer/unsplash

Makrofotografie befasst sich mit kleinsten Gegenständen und Details und macht wundervolle Perspektiven sichtbar. So schenkst du dem Betrachter ganz neue Ansichten auf Blumen oder Insekten. Doch müssen es nicht immer nur die Klassiker der Makromotive sein. Auch ein Küchenschwamm oder eine Gabel kann super faszinierend vor der Kamera aussehen. Doch gibt es einige Herausforderungen, die die Makrofotografie nicht ganz trivial macht.

Was macht die Makrofotografie so schwer?

Eine gewisse technische Grundausstattung wie Stativ, Fernauslöser und ein gutes Makroobjektiv macht dir das Leben in der Makrofotografie leichter. Foto: Artem Sapegin/unsplash

Makrofotografie gehört für mich zu den etwas schwierigeren Disziplinen der Fotografie für Einsteiger. Aber was macht dieses Fotogenre so schwer? Einfach erklärt habe ich drei wesentliche Herausforderungen bei faszinierenden Makrofotos. Erstens muss möglichst nah an mein Motiv herangehen, um die Details zu erwischen, zweitens die besonders reizvollen Makromotive haben keine Geduld und drittens lässt mich meine Kamera technisch oft nicht so nah ran, wie ich wirklich möchte. 

Die Naheinstellgrenze

Jedes Objektiv hat eine so genannte Naheinstellgrenze. Unter dieser Naheinstellgrenze kannst du mit deinem Objektiv nicht mehr fokussieren. Ein Makroobjektiv ist in der Lage Objekte mit einem Maßstab von 1:1 abzubilden und sehr nah an ein Motiv heran zu gehen und dabei immer noch fokussieren zu können.
Foto: William Thomas/unsplash

Die Naheinstellgrenze ist der nächstmögliche Abstand, den man zum Motiv haben muss, um ein scharfes Bild zu erhalten. Diese Naheinstellgrenze normaler Objektive begrenzt dich in der Makrofotografie leider oft viel zu früh. Daher brauchst du eine gewisse Ausrüstung, um deine Fotos besser gelingen zu lassen. 

Der Schärfebereich

In der Makrofotografie kommt es oft auf einen sehr geringen Schärfebereich an. Du bist sehr nah dran und hast die Blende geöffnet. Da ist Höchstleistung gefragt für den Fokus und eine ruhige Hand beim manuellen Fokussieren.
Foto: Akin Cakiner/unsplash

Die Schärfentiefe beschreibt den Bereich, in dem sich ein scharfes Bild befindet. In der Makrofotografie ist dieser Bereich oft sehr klein, was das exakte Fokussieren erschwert. Jede Bewegung des fotografierten Objektes oder auch der Kamera – selbst eine leichte Verwacklung – führt zu unscharfen Bildern.

Die Bewegung

Gerade als Anfänger in der Makrofotografie ist ein Motiv in Bewegung und der exakte Fokus eine echte Herausforderung. Übe am besten erst einmal mit stillen Motiven.
Foto: Gary Yost/unsplash

Grundregel meiner Fotografie: Kinder und Tiere haben keine Geduld für dein Foto. Und leider gehören kleine Insekten und Krabbeltiere in diese ungeduldige Fotomotiv-Kategorie hinein. Daher macht es sie zu so schwierigen Makrofotografie Motiven, denn sie haben kaum Interesse daran, wenige Millimeter vor deinem Objektiv still zu verharren, bis du sie exakt fokussiert hast.

Makrofotografie Motivideen für zuhause

Motivideen für Makrofotografie zuhause

Das tolle an der Makrofotografie ist, dass du sie perfekt zuhause umsetzen und üben kannst. Denke zum Beispiel an kleine Gegenständen aus deinem zuhause, über Blumen bis hin zu Küchenutensilien. Auch wenn die Küche nicht unbedingt der Ort ist, an dem du vielleicht gerne fotografiert, so gibt es doch unzählige tolle Motivideen in diesem Raum. Und genau diese kreativen Fotoideen kannst du für deine Fotografie zuhause perfekt inszenieren.

  • Küchenutensilien (Sieb, Gabel, Messer)
  • Kleine Gegenstände aus deinem Alltag (Schrauben, Streichhölzer…)
  • Elektronik (Platinen,
  • Spielzeug (Minitaurautos, Spielfiguren)
  • Briefmarken
  • Münzen

Motivideen für Makrofotografie draußen

Wenn du nach draußen gehst, darfst du dich auch ein Sammelsurium an Fotomotiven freuen. Alles was kriecht und krabbelt, ist perfekt für dein Makroobjektiv – aber auch eine Herausforderung. Am besten startest du mit stillen Motiven wie Blumen, Tannenzapfen, Blättern (in der Struktur) und wagst dich dann irgendwann an kleine Insekten. Dabei haben solltest du auf jeden Fall ein Stativ, Fernauslöser und bestenfalls auch ein Licht (Blitz, Ringblitz, Dauerlicht…).

  • Tiere und Insekten (Schnecken, Libellen, Bienen, Käfer…)
  • Pflanzen (Blüten und Blumen)
  • Den Waldboden (Gräser, Blätter …)

Video-Tutorial zum Thema Makrofotografie

Hier noch ein schönes, unaufgeregtes Video zum Thema Makrofotografie.

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Thomas B.
Thomas B.
18 Tage zuvor

Hallo Lars
Ich mache ja selten Makro Aufnahmen. Aber ab und an mache ich einen Schnappschuss aus der Nähe. Eine spezielle Ausrüstung benutze ich keine. Eine lichtstarke Festbrennweite habe ich sowieso immer drauf und ein Meike Zwischenring reicht da aus. Ansonsten benutze ich ein Tele Zoom, wenn ich etwas in Gross haben will….

Gruss Thomas B.

Makro_01.JPG
Mandi
22 Tage zuvor

Ciao Lars, alles Wichtig knapp und klar zusammengefasst, das wird hoffentlich viele dieses tolle Genre der Fotografie motivieren. Toll geschrieben. Und damit noch ein Bild mehr da ist, hier ein weiteres …
Liebe Grüsse
Mandi

20220617_Makro_Falter_Hufeisenklee-Widderchen1B.jpg
Uwe
Uwe
24 Tage zuvor

Hallo Lars,
vielen Dank für deine Tipps. Leider stellt hier niemand weiter Bilder ein (oder ich sehe sie nicht), daher habe ich mir gedacht ich folge mal deinem Aufruf.
Mit der Bitte um konstruktive Kritik der Mitlesenden…

Grüße Uwe

Buntstieliger Helmling.jpg
Ingo
Ingo
25 Tage zuvor

Hallo Lars,
danke für den Beitrag zur Makrofotografie.
So liebe ich es: kurz, aber mit allen wichtigen Info’s.

Grüße Ingo

Ingo
Ingo
25 Tage zuvor

Hallo Lars,
danke für den Beitrag zur Makrofotografie.
So liebe ich es: kurz, aber mit allen wichtigen Info’s.
Freue mich schon auf weitere Beiträge von dir.
Grüße Ingo

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