Richtig fotografieren – so vermasselst du es nicht!

Endlich mal richtig fotografieren. Das ist ein super Vorsatz, doch wie geht das? Wie gehe ich es an? Was bedeutet denn überhaupt richtig fotografieren? Auf meinem Weg zum Fotografieren lernen merke ich, dass ich oft neue Wege eingeschlagen habe und der Weg hin zu tollen und faszinierenden Fotos gar nicht so gerade verlaufen ist, wie ich es am Anfang gedacht oder erwartet habe. Ist mit “richtig fotografieren” gemeint, dass du das nötige Basiswissen, um mit deiner Kamera richtig fotografieren zu lernen? Also ISO, Schärfentiefe, Blende und Co. endlich einmal zu kapieren? Klar, das gehörte für meinen Weg unbedingt dazu. Aber was ist mit der Magie der Bildgestaltung? Auf deinem Weg rund ums Fotografieren für Anfänger möchtest du sicher – genau wie ich es zu Beginn gedacht habe – wenig Umwege machen. Dazu aber lass uns noch einmal einen Schritt zurück treten und überlegen was “richtig fotografieren lernen” dann wohl alles beinhaltet.

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WICHTIGE REGEL: Richtig fotografieren hat nichts mit teurem Equipment zu tun!

Kann man auch falsch fotografieren lernen?

Kennst du jemanden der falsch fotografiert? Aber warum denn falsch? Weil alles unscharf ist? Weil die Fotos doof aussehen? Für mich kann richtig fotografieren nur bedeutet “Nicht mehr so viel über Technikkrams stolpern, sondern einfach ein gutes Foto machen“. Kurz gesagt: wissen, ich möchte wissen, was ich tue und vor allem warum ich es tue.

Richtig fotografieren: Wo fange ich an? Ein paar Tipps!

Ich hatte die letzten Jahre eine ganz passable Digitale Spiegelreflexkamera: Die Canon EOS 550D. Noch heute liebe ich diese Kamera. Die ist für ne DSLR nicht zu groß und auch nicht so schwer. Nichts desto trotz habe ich mich vor einiger Zeit entschieden eine neue DSLR Kamera zu kaufen. Sind meine Bilder seit dem besser geworden? Klar, sonst wäre der Kauf ja quatsch gewesen. Ist doch immer die Kamera, die das Foto macht. Ähhh – neee! Das hat so gar nichts mit der Kamera zu tun.

Derzeit fotografiere ich im Wechsel mit einigen Kameras. SO habe ich für meine Business-Fotografie eine Canon R6. Die ist der Wahnsinn, schnell, präzise und für eine Profi-Kamera zudem auch noch sehr leicht. Für die kleineren Touren oder die Fotos zwischendurch nutze ich unter anderem die Sony RX 100 III. Super kompakt, schwenkbares Display, passt in die Hosentasche, lässt mich im Manuellen Modus alles einstellen, hat einen elektronischen Sucher und eine gute Linse nebst Zoom.

Doch auch mit dem Smartphone fotografiere ich gerne. Denn am Ende des Tages ist es nicht die Kamera, die das Foto macht sondern ich – ICH mache das Foto und gestalte das Motiv. Das ist so wichtig zu lernen und auf dem Weg für dich in die Fotografie.

Mit richtig Fotografieren hat das nichts zu tun

Über all die Jahre habe ich so einiges an Equipment und Kameras gekauft, verkauft, ausgeliehen und ausprobiert. Ganz wichtige Erkenntnis dabei: Ich bin einfach dran geblieben, die neuen Kameras machen mir total viel Spaß, um mich noch intensiver mit der Fotografie zu beschäftigen. Aber mit “richtig fotografieren” hat die Kamera nichts (oder nicht so viel) zu tun.

Die Auflösung neuer Kameras ist besser, klar. Ist ja auch ‘ne fette Canon R6 oder 6D Mark2 im Vollformat. Aber trotzdem fotografiere ich immer wieder auch gerne mit meiner Kleinbild-Kompaktkamera. Denn ich beschäftige mich einfach mehr mit dem Thema der Bildgestaltung. Und im Moment macht mir das Fotografieren auch viel mehr Spaß.

PRAXISTIPP: So erreichst du dein Ziel!
1. Fang einfach an. Du musst nicht sofort perfekte Fotos machen. Wichtig ist der erste Schritt.
2. Fotografie ist vielseitig. Ich habe das Thema für mich wie auch in meinem Buch “Fotografieren lernen – Ganz einfach bessere Fotos” und auch in meinen Fotografie Online-Kursen in viele kleine Häppchen zerlegt. So lässt es sich einfacher lernen.
3. Kein Multitasking. Konzentriere dich auf die tägliche Lerneinheit – und bleib bei der Sache.
4. Übe, übe und übe. Dann kommt der Fortschritt.
5. Es gibt viele Gründe, aufzuhören: Du machst nicht so schnell Fortschritte, verlierst die Geduld oder nimmst es nicht ernst genug. Egal, brich nicht ab – sondern zieh es durch!
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Wenn du näher ran gehst, so gewinnt dein Motiv massiv an Wirkung.

Wie mache ich gute Bilder mit einer Kamera?

1. Kamerahandbuch lesen

Klingt total banal, aber es ist so wichtig: Ein guter Einstieg in das – nennen wir es nun wirklich mal – “richtig fotografieren” war in jedem Fall mein Kamerahandbuch zu lesen. Klingt sehr technisch und uncool, ist es auch. Aber es ist schon extrem hilfreich. Es erklärt dir deine Kamera von Grund auf. Wofür sind welche Knöpfchen, was kann welche Funktion. Jetzt klicke ich mich wie im Schlaf im manuellen Modus durch ISO-Wert, Blende, Belichtungszeit, Intensität der Blitzsteuerung und so weiter. Es macht mich als sicherer in der Anwendung meiner Technik!

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Gemeinsam macht die Fotografie noch mehr Spaß

2. Übung macht den Meister!

Immer wieder besuche ich viele Foto-Workshops. Von klassischen Volkshochschulkursen, über geführte Fototouren durch Berlin bis zu Foto-Workshops mit professionellen Fotografen – gerade, wenn ich ein Genre für mich im Blick habe schaue ich immer, von wem ich noch etwas lernen kann. Los gehen diese oft mit der kleinen Einführungsrunde. “Warum seid ihr hier?” fragt dann immer der Referent. “Um wieder mal regelmäßiger zu fotografieren, man kommt ja sonst nie dazu” entgegnen viele Teilnehmer.

Verstehe ich ja, aber dann haben viele Technik im Werte von vielen tausend Euro vor sich liegen und brauchen einen Kurs, um einen Grund zum Fotografieren zu haben? Schade!

Fotografieren lernen: Idee Wassertropfen fotografieren
Wenn das Wetter schlecht ist, fotografiere
doch einfach in deiner Küche!

Ich zwinge mich – nein, fange ich anders an – ich freue mich mindestens zwei Mal pro Woche mir Zeit zum Fotografieren zu nehmen. Entweder gehe ich einfach los und fotografiere mich durch die schönsten Foto-Locations in Berlin. Wenn das Wetter doof ist, probiere ich drinnen einfach etwas neues aus. Das kann auch mal die Bierflasche auf dem Küchentisch oder der Wassertropfen im Waschbecken sein.

Wichtig ist für mich: Dran bleiben, immer weiter lernen, die Kamera ausprobieren, kennen lernen, raus aus dem Automatikmodus, Bilder kontrollieren, was war gut, was kann ich noch nicht?

Fazit: zum Fotografieren lernen gehört, regelmäßig zu fotografieren. Egal was!

3. Wie kann man gut fotografieren? Finde deine Fotomotive!

Was soll ich denn fotografieren? Vor der Frage stand und stehe ich auch heute noch regelmäßig. Die Antwort: Es kommt drauf an!

Du kannst einfach raus gehen und die Landschaft oder die Stadt fotografieren. Suche dir kreative Bildideen einfach vor deiner Haustür. Häuser, Gärten, Parks, Fussgänger… das Angebot scheint unerschöpflich. Doch solltest du dir einen Anlass suchen. Damit meine ich ein Thema, an dem du stetig übst und dich ausprobierst. So habe ich vor einiger Zeit damit begonnen Berlin zu fotografieren.

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Fotomotive im Zoo: Die Natter fotografiert mit Offenblende f/2.8 – und Fokus auf dem Auge

Immer wieder bin ich los gegangen und habe Gebäude, Parks, Sehenswürdigkeiten und alles, was mir zu Berlin einfiel fotografiert. Dann habe ich angefangen Freunde zu fotografieren. Portraits von Freunden sind ein guter Start, wenn du gerne Gesichter fotografierst. Und du wirst in den seltensten Fällen eine Absage bekommen, denn jeder freut sich oder fühlt sich geehrt, wenn du ein Foto machen willst.

Aber genau das ist auch der Grund, dass ich mir regelmäßig Fotoaufgaben stelle. Wenn du Lust hast, dann mach doch gerne mit!

Die Herausforderung der Motivsuche

Typische Herausforderungen bei unser Motivsuche sind:
• Ist das Motiv zu klein, wird der Betrachter deiner Fotos es vielleicht nicht als Hauptmotiv erkennen.
• Sind zu viele (unwichtige) Dinge im Bild? Oje, dann ist der Sinn deines Fotos möglicherweise verfehlt.

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Fotografiere deine Freunde – für dich ne tolle Übung!

4. Was ist mein fotografischer Stil?

Was fotografierst du denn so?” ist auch immer eine gern gestellte Frage in Workshops. “Alles” – müsste ich eigentlich sagen, wenn ich ehrlich bin. Ich entdecke gerne!

Was habe ich denn in den letzten Monaten fotografiert? Alles! Landschaften, Sonnenuntergänge, Porträts, Tierfotografie (übrigens super, wenn man noch zu schüchtern ist, um Menschen zu fotografieren!), Kaffeetassen, Häuser, Pflanzen, Makro … in Schwarzweiss, in Farbe, mit zu viel Licht, zu wenig Licht, genau richtigem Licht. Ich habe meinen Stil noch nicht gefunden. Das ist sicher auch noch zu früh.

Fotografieren lernen: Makrofotografie eröffnet neue Welten
Auf Motivsuche auf dem heimischen Balkon – mit etwas Liebe zum Detail ein ganz toller Einstieg in deine Motivsuche.

In einem Fotokurs über Porträtfotografie habe ich vor einigen Jahren gedacht, dass ich vielleicht ein ganz gutes Auge habe für Gesichter und Ausdruck. Dann habe ich auf dem Fotoblog vom Stilpirat von Steffen Böttcher etwas über Lifestyle Fotografie gelesen – und das ausprobiert. Bei einem Fotowalk mit einem Freund habe ich von ihm etwas gelernt über das Fotografieren von Häusern und Architektur.

Ich weiß, dass ich noch nicht so viel weiß. Ich weiß, dass es noch viel zu fotografieren, ausprobieren und zu entdecken gibt! Dranbleiben!

Welche Kamera für den Einstieg?

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Kamera-Kauf-Empfehlung: Finde die optimale Kamera für dich.

Das große Fragezeichen ist immer wieder: Welche Kamera ist passend für meinen Einstieg in die Fotografie? Dazu habe ich ein paar Tipps und Empfehlungen aufgeschrieben für die passende Kamera. Denn dir die eine passende Kamera zu nennen wäre falsch! Denn wie so oft gilt: Es kommt drauf an – vor allem auch, ob es dir ums richtig Fotografieren mit einer Spiegelreflex-Kamera geht oder richtig Fotografieren mit deinem Handy.

Fazit: Zum richtig Fotografieren lernen gehört, seinen Stil zu entwickeln. Aber das braucht Zeit.


Ein Video zum Thema richtig Fotografieren lernen

Ich habe noch ein schönes Video von dem lieben Blogger-Kollegen Stephan Wiesner gefunden:


6 Tipps für mehr Kreativität

Du hast nun einige Tipps für deinen Start gelesen. Doch wie geht es nun weiter? Ich empfehle dir meinen Newsletter – da warten so einige tolle Ideen für deinen Weg in die Fotografie. Hier habe ich zudem noch ein paar Tipps, die dir helfen, diese Ideen anzuwenden und dich so zu spannenden Bildideen bringen können.

1 . Bring Bewegung in deine Kamera

Bisher ging es um das Nichtverwackeln. Aber was passiert, wenn du 1/10 s auswählst und die Kamera beim Auslösen bewegst?

2 . Bring Bewegung in dein Objekt

Wir wollten immer vermeiden, dass dein Motiv verwackelt. Aber was passiert, wenn der Zug vorbeidüst und du bei langer Belichtungszeit nur Farben und Lichter als Ergebnis hast? Eine tolle Farbmischung!

3 . Fotografiere hindurch

Wie wäre es mit Milchglas oder der beschlagenen Scheibe? Man erkennt kaum noch das Motiv? Bravo, das wollen wir ja!

4 . Greife nur Ausschnitte heraus

Diese wundervollen Ratespiele gab es doch immer in Zeitungen. Zeige per Zoom Details ohne den großen Zusammenhang. Drehe sie vielleicht noch auf den Kopf und dann hast du etwas sehr Abstraktes.

5 . Hell, dunkel, überbelichtet oder stockdunkel

Entscheide, wie viel Licht du auf dein Motiv lässt. Helligkeit und Dunkel- heit können auch deiner Kreativität viel bringen und das Motiv verfrem- den – denn in der Überbelichtung wird aus der Menschenmenge nur noch ein abstraktes Formenmuster.

6 . Technik anders verwenden

Sei kreativ: Fotografiere Porträts mit Weitwinkel, Landschaft mit einem Tele oder Makro mit umgedrehtem Objektiv. Hauptsache, du denkst neu!


Dein Ticket für die große Kickstart-Woche für den Start in deine Fotografie

Ich möchte ich Dich herzlich einladen, denn am 18.04. startet wieder meine Fotografie-Kickstart-Woche für Fotografie-Anfänger – inklusive gratis Challenge-Aufgaben und dem großen “Live-Webinar – Entdecke die Magie des Manuellen Modus“. Das ganze gibt es für 0,- Euro!

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  • Worauf kommt es an für einen guten Start mit deiner Kamera (was ist wichtig und was bewirken die einzelnen Knöpfe und Drehrädchen an deiner Kamera)
  • Wie kommst du auf gute Fotoideen – (inkl. jeder Menge kreative Fototipps und Beispielfotos)

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Los geht es am 18. April 2022

Als 0,- Euro-Bonus für deine Anmeldung:
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Was ist für dich “richtig fotografieren”?

Was verstehst Du unter “richtig fotografieren“? Fotografierst du richtig? Wie gehst du es an? Wie integrierst du die Fotografie in deine Woche? Welchen dieser oben genannten Tipps wendest du bereits schon an? Womit hast du gute Erfahrungen? Nimm dir gerne einen Moment Zeit und beantworte es mir gerne unten in den Kommentaren. Ich freu mich auf unseren Austausch!

Hier habe ich ansonsten auch 10 coole Tipps für Foto-Anfänger und ein gratis Pdf-Download für Deinen Einstieg in die Fotografie mit einem schönen Fotografieren Lernen Pdf als Download für dich.


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PS: So ungefähr schaut der IG-Fotografie Newsletter immer aus!

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