Bilder mit Geschichte: 5 Tipps für’s Storytelling in der Fotografie

Das visuelle Storytelling ist wichtig für die Entwicklung starker Bildkonzepte gerade wenn du startest mit dem Fotografieren lernen. Denn es ist immer toll, wenn Dein Foto eine Geschichte erzählt. Ganz nach dem Motto „Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte“. Ich habe Dir hier ein paar Tipps aufgeschrieben und auch ein paar Bild-Beispiele zusammengestellt, die Dich inspirieren, um besser zu werden im Storytelling in deiner Fotografie.

Grundsätzlich gilt für alle Bildbeispiele, dass Du bei der Nutzung gewisser „äusserer Einflüsse“ auch mehr Stimmung in Dein Bild bekommen wirst. Was meine ich damit? Bei Regenwetter solltest Du nicht zuhause bleiben, sondern an belebte Plätze gehen und beobachten, wie die Menschen umher eilen und vor dem Wetter flüchten. Hier übrigens noch ein paar Tipps für coole Fotos im Regen. Bei intensivem Sonnenschein wirst Du in der Innenstadt harte Schatten entdecken, die Dein Motiv um so Bildgewaltiger erscheinen lassen. Bei Nebel am Morgen wirst Du ein mystisch-schönes Setting vorfinden, für das Du nur noch Hauptdarsteller finden musst.

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Auf dem Weg zur Arbeit um 7 Uhr im Park…

Doch für alle Ideen gilt: Bringe Geduld mit, denn das ist sehr wichtig für die Fotografie. Verharre vor einem spannenden Motiv und warte darauf, dass der richtige Protagonist vorbei kommt. Das kann auch mal eine halbe Stunde dauern. Aber Deine Bilder werden um so aussagekräftiger. Wenn Du weitere Ideen hast für gutes Storytelling, dann freue ich mich wie immer auf Deine Kommentare.

Rahmen lenken deinen Blick und umrahmen deine Geschichte
Rahmen lenken deinen Blick und umrahmen deine Geschichte

Hauptmotiv: Isoliere Dein Hauptmotiv

Immer wieder haben wir einfach zu viel im Bild. Versuche Dein Hauptmotiv zu isolieren. Geh noch näher ran, wechsele die Perspektive oder verändere Deine Brennweite. Dein Foto gewinnt, wenn Du Dich auf ein Motiv beschränkst.

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Im Gegenlicht: Die Kanten werden weich und alles schimmert im gelben Licht

Diskretion: Halte Dich im Hintergrund

Wenn Menschen nicht wissen, dass sie fotografiert werden, verhalten sie sich viel natürlicher. Nutze das für ein natürliches Foto. Halte Dich im Hintergrund, suche Dir eine passende Beobachter-Position und mach Dich auf die Suche nach Motiven und Momenten. Ich mache es im Nachgang oft so, dass ich den Menschen die Bilder zeige, die ich von Ihnen gemacht habe. Oft sind diese positiv überrascht und freuen sich.

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Gesichter sind überhaupt das spannendste Motiv für mich in New York

Zwischenmenschlichkeit: Halte Ausschau nach Interaktion

Wir lieben Zwischenmenschlichkeiten. Also versuche diese auch auf Dein Foto zu bekommen. Denn dann erzählt Dein Foto ein Geschichte. Zwei Männer spielen zusammen Schach? Ein Pärchen beobachtet den Sonnenuntergang? Alles tolle Motive für Dich. Trau Dich und probiere es aus. Denn das macht Deine Fotos lebendig.

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Heißer Sommertag auf Kuba: Zwei alte Männer spielen ein Brettspiel
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Mal anders rum: Fotografieren beim fotografieren

Mimik: Versuch, den Ausdruck einzufangen

Oh je, eine große Herausforderung. Aber trotzdem macht eine gute Mimik jedes Foto zu einem Genuss. Dafür musst Du nah dran sein und auch etwas Mut haben. Aber wenn es Dir gelingt, ist Dein Foto um so lebendiger. Was erkennst Du in der Mimik? Wut, Angst, Freude, Neugier – alles macht uns neugierig, um das Foto zu betrachten.

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Die Stimmung einfangen bei der Eventfotografie

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Schattenseite: Denke in Schatten und Silhouetten

Street-Fotografie wird oft in Schwarzweiss-Fotos umgesetzt. Das lädt ein sich auch viel mit Schatten und Silhouetten zu beschäftigen. Ein Foto mit Schatten macht Spass, da Formen und Linien noch viel deutlicher werden. Das lässt sich toll üben zur Mittagszeit, denn da hast Du harte Schatten. Also vergiss „Zwischen eins und drei, hat der Fotograf frei“ und mache Dich auf die Suche nach Schatten und Silhouetten.

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Schattenspiele machen an sonnigen Tagen besonders Spaß!

 

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Das kleine Mädchen beobachtet staunend den Hai

Wie sind Deine Erfahrungen im Bereich Storytelling in der Fotografie?

Sicher hast Du auch Deine Erfahrung mit Storytelling in der Fotografie – insbesondere in der Streetfotografie. Ich bin ja noch nicht so erfahren im Bereich Streetfotografie, aber ich übe stetig. Ich freue mich auf Deine Ideen und Kommentare!


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Streetfotografie in Berlin: Meine Tipps für mein nächstes Mal

Streetfotografie in Berlin: Alltägliches einfangen

Streetfotografie finde ich mühsam. Nicht, dass andere Fotografie-Formen nicht ebenso mühsam sind. Doch ist meine Ausbeute zum Thema Streetfotografie in Berlin mir bisher ein Stück zu gewöhnlich. Ich habe keinerlei Kontrolle über Motive. Vielleicht ist das der Reiz? Ich laufe umher auf der Suche nach dem geeigneten Motiv, Bildausschnitt oder der kleinen Ironie im Bild.

Wieso sagt immer jeder: „Ich mache Streetfotografie„. „Cool„, denke ich dann. Ich schaue durch meine Ausbeute und entdecke nur Schnappschüsse. Es ist eben noch ein langer Weg zu Fotos wie die großen der Streetfotografie Eric Kim oder Bruce Gilden sie machen.

Streetfotografie in Berlin: Das Alltagsleben mit dem Fotoapparat einfangen

Was mache ich falsch? Bin ich zu schüchtern? Habe ich zu wenig Spontanität oder zu wenig Blick für das Alltagsmotiv? Streetfotografie verstehe ich als die Fotografie von unbekannten Menschen auf der Straße. Bestenfalls unbemerkt, mein Versuch, das Alltagsleben in Berlin mit dem Fotoapparat einzufangen.

Streetfotografie in Berlin
Streetfotografie in Berlin: Das Motiv einrahmen

Leichter gesagt als getan! Zudem ist es moralisch als auch rechtlich nicht ganz unbedenklich. Schließlich hat jeder ja das Recht auf das eigene Bild. Aber wenn man fragt, ist die Situation oft vorbei. Naja, aber das soll hier nicht mein Thema sein.

Streetfotografie Kamera Empfehlung

Streetfotografie ist unauffällig. Also sollte es die Kamera auch sein. Was sind meine Streetfotografie Kamera Empfehlungen? Klein sollte sie sein. Lasst die große DSLR-Tasche zu hause, nehmt unauffälliges Equipment und am besten eine Festbrennweite. Ich habe immer meine 50mm Festbrennweite drauf. Andere haben ähnliches vorgeschraubt – 35mm macht auch spaß!

Schnappschuss oder Street Photography

Streetfotografie passiert spontan. Vielleicht also doch nah dran am Schnappschuss? Doch was ist anders? Das Foto sollte für mich etwas aussagen, eine Geschichte erzählen. Gerne will ich nah dran sein. Gerne will ich mitten drin sein. Aber daran arbeite ich noch.

Streetfotografie in Berlin: Weniger ist mehr
Streetfotografie in Berlin: Weniger ist mehr

Meine 10 Streetfotografie Tipps für mein nächste Runde:

1. Eine schöne Runde aussuchen mit potentiellen Szenen

2. Wenn jemand bemerkt, dass ich ihn fotografiere: Lächeln!

3. Wenn jemand denkt, dass ich ihn fotografiere: Über ihn hinweg schauen und beschäftigt tun!

4. Ellenbogen rein beim Fotos machen und nicht zu auffällig posieren mit Kamera und Equipment

5. Nicht wie blöde los knipsen – ein gutes Motiv auch mal länger verfolgen und dran bleiben

6. Ein Bild reicht nicht – gerade in einer Bewegung

7. Wenn eine Szene da ist: Schnell sein!

8. Kameraeinstellungen fertig haben und nicht zu lange kurbeln!

9. Festbrennweite ist ’ne gute Wahl

10. Nicht unbedingt im manuellen Kameramodus sondern Programm (da denke ich noch mal drüber nach!)

Fortsetzung folgt!

Streetfotografie in Berlin: Alltägliches einfangen
Streetfotografie in Berlin: Alltägliches einfangen

Wenn ihr gute Orte sucht, um erst einmal zu üben, dann kann ich euch in Berlin zum Beispiel den Streetfoodmarket für tolle Streetfotografie-Motive empfehlen. Oft bin ich auch in der Ecke Kottbusser Damm ode Kreuzberg unterwegs. Da gibt es auch viele tolle Motive für eine schöne Streetfotografie-Tour.