Fotografie als Gemeinschaft

Mehr, als ein Bild: Die verbindende Kraft der Fotografie

Wenn ich auf meine bisherige Zeit in der Fotografie zurückblicke, wird mir immer klarer, dass es für mich nicht (nur) darum geht, beeindruckende Bilder zu erstellen. 

Immer wieder geht es auch darum, Menschen zu verbinden. 

Egal ob durch das Foto, das ich jemandem zeige oder verschenke (was wir viel zu selten machen!), das gemeinsame Fotografieren in der Gruppe (was so inspirierend sein kann), das Fachsimpeln über Techniken (auch das mag ich) oder einfach das Teilen unserer aller Leidenschaft. Unsere Fotografie bringt Menschen zusammen.

Gemeinschaft ist so viel mehr

Das Fotografieren wurde für mich so immer wieder zu einer Brücke. Einer Brücke zu anderen Menschen und zu ihren Geschichten. Das gemeinsame Hobby (das mir gerade nach meinem damaligen Umzug von Hamburg nach Berlin so geholfen hat). Die Fotografie ermöglicht es uns, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. 

Es ist nicht nur ein Bild, das ich erstelle, sondern eine Vision, die ich mit anderen teile. Immer mal wieder, wenn ich mich mit Gleichgesinnten treffe, finde ich mich gern in tiefen Diskussionen über Techniken, Perspektiven und Emotionen wieder. 

Meditation mit der Kamera

Achtsamkeit in der Fotografie
Photo by Helena Lopes on Pexels.com

Es gibt natürlich auch Momente, in denen ich mich einfach zurückziehen und allein sein möchte mit meiner Kamera. Diese meditativen Momente der Achtsamkeit, in denen ich durch Landschaften streife und einfach nur “bin”, haben eine beruhigende Wirkung auf mich. Sie erinnern mich daran, warum ich mich überhaupt in die Fotografie verliebt habe. Es ist diese intime Verbindung zwischen mir, meiner Kamera und der Welt um mich herum. Dann bin ich natürlich auch gerne für mich, bin einfach nur Beobachter, will mich zurückziehen – ganz bewusst. Was auch okay ist.

Ein Plädoyer für Demut in der Kunst

Allerdings gibt es auch Aspekte in der Fotografie, die ich weniger schätze. Das elitäre Denken, zum Beispiel. Ich bin der Meinung, dass Kunst und Können nicht dazu dienen sollten, sich über andere zu stellen. Nicht zuletzt fördert das auch die Selbstzweifel, unter denen viele Einsteiger in ein neues Hobby leiden.

Sicherlich gibt es Menschen, die aufgrund ihrer Erfahrung, ihres Talents oder ihres geschulten Auges beeindruckende(re) Bilder oder Kunst machen können. 

Aber sollte das wirklich dazu führen, dass wir uns dadurch voneinander distanzieren? Oder Gefühle wie Neid oder Missgunst empfinden.

Für mich ist und bleibt Fotografie (wie ich sie betreibe) ein Medium der Verbindung, nicht der Trennung. 

Jeder, unabhängig von seinem Können, sollte den Raum haben (dürfen), sich auszudrücken und Anerkennung für seine Sichtweise zu finden. Ohne Frage sollte in dieser Sichtweise gerne auch Platz für konstruktive Kritik sein. Denn natürlich sollte es nicht für jeden Schnappschuss ein „Bravo“ geben. Es gibt auch Fotos, die nicht gut oder misslungen sind oder technisch “in die Hose” gegangen sind.

Doch am Ende des Tages ist es die Vielfalt der Perspektiven, die die Fotografie für mich so reich und faszinierend macht.

Fotografie als Brücke: Warum jeder Fotograf zählt

Aus meiner persönlichen Erfahrung in der Fotografie habe ich gelernt, dass der Wert eines Bildes nicht nur in seiner technischen Perfektion liegt. Es geht um die Emotion, die Geschichte und die einzigartige Perspektive, die jeder Fotograf in sein Werk einbringt (oder lernen möchte, es einzubringen). 

Diese Diversität ist es, die die Fotografie zu einer so mächtigen Kunstform macht.

Doch gerade als Anfänger in der Fotografie gibt es eine Menge zu lernen und zu entdecken. Und genau das macht den Reiz aus.

Innehalten und Reflektieren

Am Anfang fühlt es sich vielleicht so an, als würden dir tausend Meisterwerke von Profis entgegen strahlen und du fühlst dich vielleicht eingeschüchtert. 

Doch denke immer daran: Jeder dieser Profis hat auch einmal klein angefangen. Anstatt dich also zu fragen, ob du jemals so gut werden kannst, frage dich lieber:

  • Was möchte ich mit meiner Kamera erzählen?
  • Welche Geschichten (Stichwort: Storytelling), Gefühle oder Augenblicke sind es, die nur ich einfangen kann?
  • Wie kann ich durch meine Fotos nicht nur Technik, sondern auch Emotionen transportieren?

Gemeinsam statt Einsam

Ich habe gelernt, dass das Teilen meiner Arbeit und das Lernen von anderen unglaublich wertvoll ist. Ganz gleich, ob du gerade erst anfängst oder schon einige Zeit fotografierst, es gibt immer Raum für Wachstum und Zusammenarbeit. 

Überlege dir:

  • Mit welchen Fotografen, egal ob Fotografie-Anfänger oder Fortgeschrittene, kann ich mich austauschen?
  • Gibt es lokale Fotografie-Gruppen, Fotokurse oder -Workshops, bei denen ich mich einbringen kann?
  • Wie kann ich von den Erfahrungen anderer lernen und gleichzeitig meine eigene, einzigartige Sichtweise beitragen?

Jeder hat seinen Platz

Du wirst in der Fotografie auf Menschen treffen, die ihre Fähigkeiten und Talente über die der anderen stellen. Aber lass dich davon nicht entmutigen. Jeder hat seinen eigenen, einzigartigen Blickwinkel. 

Denke immer daran:

  • Fotografie ist ein Medium, das für alle zugänglich ist, nicht nur für die “Elite”.
  • Jeder Anfänger hat die Chance, mit der Zeit zu wachsen und zu lernen – und die üblichen Anfängerfehler macht (fast) jeder.
  • Wir alle haben unsere eigenen Geschichten, Erfahrungen und Perspektiven, die wir durch unsere Fotos teilen können.

Gemeinsam entdecken 

Ich glaube fest daran, dass die Fotografie eine Reise ist, auf der jeder von uns ständig wächst und lernt. Und das Schönste daran? 

Auf dieser Reise sind wir nicht allein. Also pack deine Kamera, teile deine Geschichten und lass uns gemeinsam die Welt der Fotografie entdecken!

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6 Comments
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Iris

Immer wieder schön wie Du es schaffst Gedanken einen Rahmen zu geben – ich kann Dir in jedem einzelnen Punkt zustimmen, denke es ist immer wieder wichtig sich wieder auf den eigentlichen Grund für die Fotografie zu besinnen.

Danke Dir & weiter so! :o)

Silvia

Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel und die klaren Gedanken dazu.

Mike

Sehe ich genauso. Deshalb können für Amateure Fotoclubs sehr hilfreich und befruchtend sein!

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