5 einfache Tipps zur Bildbearbeitung: Mein Lieblingsworkflow

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Nicht jedes Foto ist „out of the camera“ ein absolutes Meisterwerk. Daher hier meine ganz einfachen Tipps zur Bildbearbeitung für Anfänger. Denn überall wird ja ein wenig getrickst und aufgebrezelt. Ganz so intensiv will ich es nicht betreiben. Erstens bin ich kein sonderlicher Crack in Photoshop & Co. Es muss nicht immer Photoshop sein. Ich bearbeite meine Fotos gerne mit Lightroom – meiner Meinung eines der besten Bildbearbeitungsprogramme für Anfänger. Denn du hast per se etwas weniger Auswahl an Nachbearbeitungswerkzeugen als im Gegensatz zu Photoshop. Zudem bin ich kein Fan von großer Nachbearbeitung. Doch ein paar einfache Schritte wende ich bei meinen Fotos immer an, um ihnen den kleinen Extraschliff zu geben.

Vorab sei gesagt: Jedes Bearbeitungsprogramm verwendet eine andere Begrifflichkeit. Egal, ob du die Klassiker wie Lightroom, Photoshop oder auch Programme zu Bildbearbeitung online verwendest. Die Basiswerkzeuge hat aber fast jedes halbwegs empfehlenswerte Programm an Bord.

Hier meine wichtigsten Schritte in der Bildbearbeitung

1. Die Welt begradigen: der Horizont

Lightroom ganz einfach: Den Horizont begradigen
Lightroom ganz einfach: Den Horizont begradigen

Zu allererst korrigiere ich den Horizont. Diese Linie sollte wirklich waagerecht sein. Sonst wird den Betrachter unterbewusst irgendwas stören.

2. Unwichtiges raus: klare Schnitte setzen

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Trenne dich von allem, was nicht in deine Szene gehört – notfalls per Schnitt-Tool und Crop

Reduziere dein Motiv und eliminiere alles Unwichtige.
Eine Person läuft halb ins Bild? Ein Baum ragt ungewollt hinein? Trenne dich von Unwichtigem und beschneide bei Bedarf das Foto. Das lenkt den Blick auf das Wesentliche.

3. Die richtigen Farben: der Weißabgleich

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Der Schnee soll nicht blau sein. Das zu korrigieren ist ganz einfach mit Lightroom!

Gleiche den Weißabgleich und damit die Farbe im Foto an. Fotografiere dazu unbedingt im RAW-Format. Dann hast du dein Foto als digitales Negativ und allen Spielraum im Hinblick auf Anpassungen im Weißabgleich.

4. Farben und Kontraste anpassen

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Die Farben in meinen Fotos dürfen gerne richtig satt sein und leuchten!

Wie wirken die Farben? Satt, kräftig und leuchtend? Wie sollen sie wirken? Stimmen die Kontraste? All das ist auch Teil meines Routine- Workflows.

5. Der Blick für das Wesentliche: die Augen

Einfach Lightroom lernen: Augen aufhellen
Ein ganz einfacher Schritt in Lightroom – die Augen aufhellen

Die Augen machen dein Porträt – also gib ihnen etwas Schärfe und Sättigung.
Sobald du Menschen fotografierst, sind die Augen enorm wichtig. Da geht der Blick hin. Also betone diese doch ein wenig. Etwas Schärfe, etwas Sättigung und schon ist es da – das Leuchten in den Augen.


Ich arbeite mit Lightroom

Adobe Lightroom ist neben Photoshop natürlich der ultimative Favorit zur Bildbearbeitung, zur Bildverwaltung und Entwicklung deiner Fotos. Ich finde Lightroom noch um einiges einfacher und intuitiver in der Anwendung.

Wenn du mehr über Lightroom und die Preise erfahren willst (ich nutze beispielsweise die Creative Cloud für Fotografen) dann habe ich hier ein paar Infos für dich.

 


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Fotografieren lernen – Das Buch

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Zum Thema Fotografieren lernen habe ich auch ein Buch geschrieben. Da verrate ich dir, wie du ganz einfach bessere Fotos machen kannst. Und damit es auch richtig dolle Spaß macht, habe ich das ganze als 30 Tage Challenge konzipiert. So führt dich diese 30-Tage-Challenge in kleinen, verständlichen Schritten zu besseren Fotos!

An jedem Tag gibt es tolle Tipps, Anleitungen und Beispiel-Fotos. Dabei erkläre ich dir alles, was du als Foto-Einsteiger wissen musst: Welche Grundregeln der Bildgestaltung muss ich beachten? Welche Kameraeinstellungen helfen mir? Wie komme ich auf gute Bildideen?

Die praktischen Tipps, hilfreichen Erklärungen und kleinen Herausforderungen machen Spaß und führen dich einfach zu tollen Fotos!

Lass dich hier inspirieren!


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Fotobearbeitung: 10 Lightroom-Tipps für großartige Portrait-Fotos

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Irgendwie ist das Foto zu dunkel. Es hat noch nicht diesen Wow-Effekt. Kennst du das beim Fotos durchschauen? Hierfür habe ich 10 Schritte für deine schnelle Portrait Foto Bearbeitung in Lightroom aufgeschrieben. Hinzu findest du alle Schritte als kostenloses Lightroom Video-Tutorial. Damit machst du aus einem naja-geht-so Bild ein echtes Wow-Portrait.

1. Schritt in der Lightroom-Fotobearbeitung: Profilkorrektur

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1. Schritt in Lightroom: Profilkorrektur aktivieren

Die Profilkorrektur in Lightroom erkennt, mit welchem Objektiv dein Foto fotografiert wurde. Die Daten für Verzeichnungen u.ä. werden dadurch raus gerechnet. In der Regel sind alle gängigen Objektivmodelle der Kamerahersteller hinterlegt. Dadurch gleich ihr Helligkeit und ähnliche Objektivabweichungen aus.

2. Schritt zum perfekten Portrait-Foto: Belichtung angleichen

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2. Schritt in Lightroom: Die Belichtung angleichen

Gerade wenn ihr as Foto als RAW-File abgespeichert habt, dann habt ihr noch viel Spielraum, um nachträglich die Helligkeit und Tiefen anzugleichen. Wenn ihr die Regler im Bereich Lichter, Tiefen, Weiß und Schwarz nachjustiert, haltet dazu auch einmal die Alt-Taste gedrückt. Dann erkennt ihr in Lightroom die Punkte, ab wann Zeichnung in den jeweiligen Bereichen des Fotos ist.

3. Schritt: Bildausschnitt angleichen & Cropping

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Den Ausschnitt optimal anpassen ber Cropping

Cropping ist nicht jedermanns Sache. Der eine will das perfekte Foto direkt in der Kamera fotografieren, ein anderer schiebt und schnippelt sich das Foto zurecht, wie er mag. Ich bin da ganz entspannt und croppe gern. Nicht zu letzt, da ich auch Fan der Drittelregel bin und so gerne Fotos genau danach ausrichte, begradige oder anpasse. Das Portrait bringe ich mit dem Punkt zwischen den Augen ausgerichtet auf die linke Achse des Fotos. Das macht es etwas spannender.

4. Schritt: Bereichsreparatur vornehmen

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Ein bisschen Kosmetik per Bereichsreparatur

Ein weiteres tolles Tool ist die Bereichsreparatur. Da wähle ich zuerst des Reparatur-Tool (statt kopieren) und eine Abdeckung von 65-75%. So schaut es schön natürlich aus, trotzdem überdecke ich einige Bereiche, denn gerade bei einem Portrait mit Blitz finde ich das wichtig.

5. Schritt: Augen aufhellen für das perfekte Portrait

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Augen aufhellen per Irisoptimierung

Der Blick bei jedem Portrait geht zuerst auf die Augen. Somit ist es schade, dass in meinem Foto diese Partie etwas zu dunkel war. Das lag daran, dass mein Blitz nicht ausgelöst hatte. Aber kein Problem für ein RAW-File in Lightroom. Ich markiere die Augenpartie. Das kann ich entweder per Effekt-Tool/Pinsel machen oder auch etwas genauer ran gehen und nur die Pupille und Iris markieren. Da gebe ich etwas Belichtung rein, etwas Kontrast und bei Bedarf auch Schärfe und Klarheit. Damit betonst du die Augen sehr schön.

6. Schritt: Farbe anpassen und Weißabgleich vornehmen

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Angleichen per Weißabgleich für die Farbe und den natürlichen Hautton

Wichtig bei einem Portrait ist der natürlich Hautton. Den Weißabgleich nimmst du für den exakten Wert per Grauwert aus einem neutralen Bereich. Wenn du da unsicher bist, kannst du aber auch einfach rum probieren oder den Kelvin-Wert händisch eingeben. Hier findest du übrigens ein schönes Cheat Sheet zum Kelvin-Wert und Weißabgleich.

7. Schritt: Schnappschuss als Zwischenschritt aufnehmen

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Speichere dir einen Schnappschuss für die Zwischenschritte

Wenn du deine einzelnen Schritte nachverfolgen willst, kannst du dir immer auch einen Zwischenstand abspeichern als Schnappschuß. Zudem findest du links im Entwicklerbereich einzelne Bearbeitungsschritte in Lightroom, die du auch problemlos zurück verfolgen kannst – ähnlich wie du es aus Photoshop vielleicht kennst.

8. Schritt: Catchlight per Lightroom hinzufügen

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Catchlight-Reflexion per Lightroom einfügen
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Den Catchlight Effekt in lightroom nachbauen

Für mich einer der wichtigsten Effekte bei einem Indoor-Portrait ist ein schönes Catchlight im Auge der portraitierten Person. Das kommt meist durch die Reflexion der Lichtquelle (Blitz, Reflektor o.ä.) im Auge deines Gegenübers. Aber leider hat das in meinem Foto hier nicht geklappt, da der Blitz nicht ausgelöst hat. Macht aber nichts, denn in Lightroom können wir ganz einfach ein Catchlight als Effekt nachbauen und dann in das Foto einfügen.

Dazu wählst du den den Effekt aufhellen, setzt den Wert der Belichtung maximal hoch (da du ja einen weißen Punkt erzeugen willst). Bei Bedarf kannst du auch Tiefen und Schwarzwerte hoch ziehen, um hier noch mehr Licht zu geben. Abschließend setzt die die Größe des Pinsels auf einen Wert von ca. 2/2,5. Bei Bedarf (sollte der Effekt noch nicht optimal sein), kannst du auch die Sättigung raus nehmen, um ein wirkliches Weiß zu erzeugen.

Dann setzt du jeweils einen Punkt in das Auge. Achte auf den Lichteinfall im Bild. Denn nur dann sieht das Catchlight natürlich aus. Schau dir ein paar Portraits an, wo das Catchlight vielleicht drin ist und vergleiche die Positionen und Größen.

9. Schritt: Bei Bedarf Umwandlung in Schwarzweiß

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Umwandlung in Schwarzweiß-Foto per Reduzierung der Sättigung

Gerade zu einem Charakter-Männer Portrait passt ein Schwarzweiß sehr gut. Den kannst du einfach per Klick von Farbe zu Schwarzweiß erzeugen. Ich bevorzuge aber die Sättigung zu reduzieren und ggf. minimal Farbe im Bild zu lassen. Das sieht cooler aus 🙂

10. Schritt: Fertiges Portrait-Foto als Jpg abspeichern

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Klarheit für das Kanten schärfen für noch mehr Charakter-Effekt im Foto

Abschließend mein Lieblings-Regler. Leider wird er oft überdreht und gerade als ich Lightroom neu hatte, habe ich immer Dynamik und Klarheit voll rein gedonnert. Aber hier passt Klarheit gut ins Foto. Damit betonst du die Kantenschärfe und gibst dem Schwarzweiß Look das gewisse extra. Ich habe einen Wert von 50 hier im Foto.

Mein fertiges Charakter-Portrait Foto

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Vorher: So sah das Foto als Foto direkt aus der Kamera aus…

Freu mich immer, wenn ich dann das finale Ergebnis sehe.

Hier nochmal zum Vergleich das Ausgangsfoto – ohne Bearbeitung als RAW-File direkt aus der Kamera. Also nie täuschen lassen vom eher flachen-direkt aus-der Kamera RAW-Foto. Denn da ist noch ordentlich Luft rin in der Foto-Nachbearbeitung. Und das gehört für mich zum fotografieren immer dazu.

Unten dann das final Schwarzweiß-Charakter Portrait.

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Fertig – mein finales Lightroom Charakter Portrait in Schwarzweiß

Vorher/Nachher Effekt der Lightroom Portrait Nachbearbeitung

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Fertig – toll zu sehen, was man noch aus einem eigentlich zu dunklen Foto rausholen kann

Fertig! Also auf den ersten Blick zumindest. Ich lasse dann immer das Foto ein wenig liegen und justiere nach einiger Zeit hier und da noch mal nach. Vielleicht doch noch etwas die Augen aufhellen? Vielleicht doch noch etwas weniger Klarheit. Welcome to the never ending Story of Bildbearbeitung. Hier übrigens noch ein paar Tipps für Bildbearbeitung, die dir keiner raten wird.


Hier die 10 Schritte zum Charakter-Portrait in Lightroom als Video-Tutorial

Lightroom Presets und Lightroom Cheat Sheet als gratis Download

Hier findest du in Ergänzung übrigens noch ein paar Lightroom Presets zum Download und einen Anleitung zum Importieren eines Lightroom Preset. Wenn du zudem noch ein paar Shortcuts für Lightroom suchst, habe ich hier auch ein paar Lightroom Cheat Sheets für dich.

PS: Wie machst du deine Portrait-Bearbeitung? Ich freue mich auf deine Ideen und Kommentare. Oder lade gerne ein Foto hoch und zeige es uns! Wenn dir der Beitrag gefallen hat, freue ich mich immer über ein „like“.

Bildbearbeitung – Tipps und Tricks: Was dir keiner raten wird

Bildbearbeitung-Tipps-Weihnachtskekse

Es gibt hunderte Seiten und Artikel zum Thema Bildbearbeitung Tipps Tricks. Die digitale Fotobearbeitung ist schließlich die digitale Dunkelkammer. Völlig berechtigt. In jedem Beitrag wird dir erklärt, wie man die Sättigung verändert, den Tonwert anpasst oder die Kontraste anhebt. Einige Hinweise hingegen wirst du nicht finden. Dabei sind es für mich sehr wertvolle Tipps, wenn ich an die Bildbearbeitung ran gehe. Lange habe ich diese außer acht gelassen. Auch wenn ich schon einige Beiträge geschrieben zum Thema Bildbearbeitung oder dir meine liebsten Lightroom Presets vorgestellt habe.

Egal was deine Bildbearbeitungssoftware so drauf hat, wenn du dir diese etwas anderen Tipps und Tricks in der Bildbearbeitung zu Herzen nimmst, wird dir die Bildbearbeitung noch mehr Freude machen.

1. Es gibt keine „funktioniert mit jedem Bild“ Abkürzungen

In der Foto Nachbearbeitung geht es darum viel kleine Einzelschritte zum Ziel auszuführen. Das ist auch gut so. Zum Start der Bildbearbeitung nehme ich meinen Weißabgleich in der Farbtemperatur vor. Dann gleiche ich das Objektiv-Profil an. Ggf. muss ich auch das Foto etwas aufhellen oder Zuschneiden. Erst dann steige ich in die Detailbearbeitung ein. Und das kannst du meiner Meinung nach nur manuell vornehmen. Jedes Bild ist anders, jedes Foto ist einzigartig. Behandele es auch so. Klar, Presets und Stapel sind super praktisch und nehmen dir viel Arbeit ab. Doch manche Handgriffe können eben nur manuell ausgeführt werden.

2. Leg das Foto zur Seite

Foto-Nachbearbeitung
Wie viel Foto-Nachbearbeitung tut dem Bild gut?

Zeit ist ein sehr wichtiger Faktor für eine gute Foto-Nachbearbeitung. Zuerst, bevor du das Foto anfasst. Schau dir an und fühle dich in den Moment. Hast du vielleicht sogar schon vor Augen, wo du mit dem Foto (noch) hin möchtest? Ist es vielleicht schon ohne Bearbeitung wunderschön? Auch das ist erlaubt.

An so manchen Foto habe ich schon Ewigkeiten geschraubt. Ich habe immer weiter gebastelt. Dann hilft mir manchmal nur: Lass es ein wenig liegen, schau dir die Schritte an, die du vorab gemacht hast. Gib dem Foto dann erneut etwas Zeit. Betrachte es nach einer Weile und überlege, was vielleicht noch fehlt oder angepasst werden sollte. Und wenn es nicht passt, leg es zur Seite.

3. Genieße den Moment – du erschaffst etwas besonderes

Bildbearbeitung-Kaffee
Nimm dir Zeit für deine Fotobearbeitung – mach dir ’nen Kaffee.

Genauso wie der Faktor Zeit ist auch der Genuss für mich ganz wichtig. Was soll ich den genießen? Den Prozess der Foto-(Weiter)-Entwicklung. Schließlich befindest du dich bei der Nachbearbeitung ja quasi in deiner digitalen Dunkelkammer. Klar, wenn du jetzt Vollprofi bist und die Zeit im Nacken hast, dann muss es auch schnell gehen. Trotzdem kein Grund dich nicht an dem zu erfreuen, was du tust.

Wie toll ist das: Du kommst von einem Fotowalk oder einer Fotosession wieder. Dann legst du dir coole Musik auf, holst dir ’nen Kaffee, Bier oder einen Rotwein und machst Dich an die Bildbearbeitung. Schritt für Schritt wird am Ausschnitt gearbeitet, aufgehellt, Kontrast intensiviert, das richtige Motiv ausgewählt, Kollektionen zusammengestellt und was auch immer in deiner Nachbearbeitung dazu gehört. Am Computer oder Laptop ist es doch etwas ganz anderes, als mit dem Chemiegeruch der Dunkelkammer.

4. Gib den Fotos eine zweiten Blick und eine zweite Chance

Fotoshooting auf TfP Basis - Zusammenarbeit mit dem Model ist wichtig
Fotoshooting auf TfP Basis – Beide Seiten können tolle Motive überlegen und aussuchen

Ich weiß nicht wie viele Fotos im letzten Jahr auf meiner Festplatte gelandet sind. Tausende, die nur ICH gesehen habe. Geht auch keine was an! Oder?

Äh, vielleicht doch. Ich hatte vor ein paar Monaten eine Fotosession mit einem Fotomodel auf TfP Basis (TfP bedeutet „Time for Print“ in der Fotografen-Branche: Ich fotografiere und investiere Zeit und das Model bekommt dafür einige fertig bearbeitete Fotos).

Während ich anschließend mein Foto-Equipment zusammen räumte fragte sie, ob sie schon mal durch meine Fotos klicken darf. Ohhhhh… Panik – was für eine Frage. Eigentlich lasse ich niemanden meine Fotos sehen, bevor ich nicht grob vorsortiert habe. Wie ist das bei dir?

Aber im Nachgang war es super. Sie hat ganz andere Favoriten ausgesucht, als ich ausgewählt hätte. So kam es schließlich zu einer ganz tollen Mischung und Zusammenstellung, bevor ich an die Nachbearbeitung gegangen bin. Fazit: Also lass auch andere (egal ob Foto-Model, Freund, Freundin, Kollege) durch die Fotos deiner Fotosession klicken und Feedback gegeben, bevor du dich mit Deiner Bildbearbeitungssoftware einschließt.

5. Traue dich deine Regler wieder zurück zu ziehen

Es geht so schnell: Hier ist wird per Regler die Nacht zum Tag gemacht, da werden die Augen strahlend blau, wo vorher kaum eine Farbe zu sehen war und die Unebenheit war vielleicht eine Sommersprosse, die da bleiben wollte. Traue dich nach der Bearbeitung wirklich noch mal den ein oder anderen Regler wieder sanft zurück zu ziehen in der Deckkraft. So behält das Foto etwas mehr Natürlichkeit.

Nun finde deine passende Bildbearbeitungs-Software

Bildbearbeitung-Tipps-Tricks
Die Auswahl an Bildbearbeitungs-Software ist gigantisch.

Also denke daran, wenn du das nächste mal an die Bildbearbeng gehst, dann denke dran: Weniger ist mehr.

Aber vielleicht fragst Du Dich nun, welche Bildbearbeitungssoftware die richtig für dich ist. Hier kann ich nur sagen: Es kommt drauf an! Was soll deine Software für Aufgaben übernehmen. Was für Fotos willst du damit bearbeiten. Im Vorfeld ist es hilfreich dichselbst zu fragen, was du mit der Software machen möchtest.

Geht es dir „nur“ um ein paar Anpassungen in Helligkeit und Kontrast. Willst Du die Gradationskurven anpassen? Arbeitest du mit dem Histogramm? Stehst du auf HDR? Willst du eine Diashow aus deinen Bildern erstellen können. Fotografierst du in RAW und legst wert auf einen guten Weißabgleich? Sollen deine Fotos hinzu auch gut organisiert sein?

Im Internet gibt es schöne Vergleiche von Software zur Fotobearbeitung. Was kann welche Software. Kürzlich habe ich eine ganz schöne Auflistung bei Netzsieger über den Vergleich von Bildbearbeitungssoftware entdeckt. Da sind einige Klassiker in der Bildbearbeitung wie Adobe Photoshop ElementsCorelDRAW oder ähnliche aufgeführt und in den Features miteinander verglichen.  So kannst du im Vergleich der Auswahl deiner Software vorgehen. Schließlich ist die Entscheidung für eine Bildbearbeitungssoftware ja nicht eine ganz alltäglich Sache.

Wie gehst du deine Bildbearbeitung an?

Also, wie du es auch immer angehst – die Bildbearbeitung macht Spaß, braucht Zeit und ist ein ganz wichtiger Prozess in der Fotografie für mich. Womit bearbeitest du deine Bilder nach? Wie viel davon erledigt deine Software. Womit hast du gute Erfahrungen? Und wie denkst Du über das „weniger ist mehr“ bei der Bildbearbeitung?

Ich freu ich auf deine Meinung.