Meine 10 Anfängerfehler beim Fotografieren lernen

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Beim Fotografieren lernen beginnt alles mit den ersten Schritten. In der Regel lernst du durch ausprobieren, vielleicht auch mal scheitern, die üblichen Anfängerfehler und es noch einmal zu versuchen. So war es jedenfalls bei mir. Aber es gibt ein paar Anfängerfehler, die du beim Fotografieren lernen vermeiden kannst. Hier meine 10 schönsten Anfängerfehler als Fotografie-Einsteiger. Vielleicht findest du dich ja wieder? Oder welche sind dir noch passiert? Ich freu mich auf deine Kommentare.

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Eines meiner wichtigsten Fotos letztes Jahr auf dem Weg zum fotografieren lernen, denn ich merkte: Ich bin auf einem gutem Weg

Du kaufst dir eine Kamera, ohne zu wissen wie man sie benutzt

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Genau so ging es bei mir los. Es gab ein paar Begriffe, die ich schon kannte. Mit diesem Halbwissen bin ich dann los gezogen und habe mit meine erste Kamera gekauft. Cool, damit mal den Verkäufer löchern. Aber die erste Anschaffung will gut überlegt sein. Denn in der Regel wird dich diese Kamera ein ganzes Stück lang begleiten. Hier findest du ein paar Tipps, die ich aus meinem letzten Kamerakauf gelernt habe.


Die Mega Speicherkarte, unformatiert

Eine Digitale Spiegelreflexkamera oder auch Systemkamera arbeitet mit einer SD-Speicherkarte. Es gibt günstige und teure. Es gibt schnelle und langsame. Es gibt riesige Gigabyte-Garagen und kleine SD-Karten.

Und es gibt den Hinweis „Card Read Error“. Oh je, der Horror, wenn du diese vielleicht erstmals nach einem Foto-Walk in das Laptop schiebst oder zurück in die Kamera steckst. Wie kannst dem vorbeugen? Bevor du die Karte erstmals nutzt, denke dran diese Karte zu formatieren. Das kennst du von neuen Festplatten. Das beugt beschädigten Dateien vor. Und ich habe für mich gelernt: Ich brauchen keine 128 GB Mega-Riesen Speicherkarte. Das verleitet mich nämlich dazu tausende von Bildern auf meiner Karte zu horten. Lieber regelmäßig auf den Rechner überspielen und die Fotos von der Karte löschen.


Die ersten Nachtaufnahmen und nur ein schwarzes Irgendwas

Ich habe immer davon geträumt diese wundervollen Linien auf die Straße und in die Lichter zu zaubern. Aber als ich dann das erste Mal nachts draußen war, gab es nur großes Rauschen. Nichts hat geglänzt oder Linien gezogen. Dann habe ich den IOS Wert hoch gestellt. Muss doch irgendwie gehen, dass ich mehr sehen kann in der Nacht. Aber das war auch Fehlanzeige. Hier findest du ein paar Tipps für die wundervolle Disziplin der Nachtaufnahme und Langzeitbelichtung. So werden deine Fotos zu einem Erfolg mit Wow-Effekt.

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ISO 100, 3,2 Sekunden belichtet und dazu noch eine große Blende: Alles zu dunkel. Schade!

Von wegen eine ruhige Hand – alles verwackelt

In der Fotografie geht um den Faktor Zeit. Du bestimmst, wie lange du wie viel Licht auf den Sensor lässt. Auch wenn es nur der Bruchteil einer Sekunde ist, sobald du länger als 1/50 oder 1/40 einer Sekunde belichtest, wird dein Foto unscharf, denn dein Körper bewegt sich – denn du atmest, zitterst. Also versuche dich mit einem Stativ anzufreunden. Das steht stabil, während Licht auf deinen Sensor fällt. Kleine Merkregel: Maximale Verschlusszeit (als Belichtungszeit) die du verwacklungsfrei aus der Hand „halten“ kannst, ist der Kehrwert aus dem Produkt von Brennweite und dem Crop-Faktor (crop = beschneiden) (Verlängerungsfaktor).

Ich fotografiere zum Beispiel mit einer 50mm Festbrennweite und meine Kamera hat einen Vollformat-Sensor: Somit sollte ich also nicht unter 1/50 Sek. in der Belichtungszeit gehen.


Äh, das sah doch auf dem Display so scharf aus?

Beim fotografieren wirst du immer wieder feststellen: Mist, das Foto ist ja gar nicht scharf. Selbst wenn’s am Display scharf aussah. Gerade als Anfänger geht es mir immer wieder so. Klar, ich vergesse den Fokus, Vertraue der Kamera die Arbeit an. Die korrekte Ausrichtung ist wichtig und Autofokus-Systeme sind schnell verwirrt. Also suche dir eine klare Kante auf die Du fokussieren kannst (beim Portrait zum Beispiel die Pupille oder – wenn es darauf nicht fokussiert das Augenlied), stelle darauf Scharf und drücke vorsichtig den Auslöser.

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Mist, und auf dem Display sah es doch gestochen scharf aus … Hätte ich es nur noch einmal mehr kontrolliert!

Oh, war mein ISO wirklich auf 6400?

Ach, ist das wundervoll. Jede dunkele Ecke kann man zum leuchten bringen. Einfach den ISO-Werte schön hoch drehen und alles sieht super aus. Nein! Ein hoher ISO-Wert bringt immer das große Rauschen mit sich. Insbesondere in Landschaftsaufnahmen schaut das nicht so ideal aus. Versuche es eher über eine längere Belichtung zu lösen, statt mit dem ISO hoch zu gehen.


Ach so, das geht bei mir alles automatisch

Ja, ja – die gute Automatik. Verlasse dich nicht immer auf Auto-ISO, Autofokus oder Auto-Weißabgleich. Die Kamera hat auch mal schlechte Tage. Schnee ist ihr zu hell, eine Gesicht vor dunkel Wand ist ihr zu dunkel. Das kann also insbesondere bei High-Key und Low-Key zur Herausforderung werden. Hier findest du ein paar Erfahrungen meiner ersten Gehversuche in High-Key und Low-Key.


Licht? Ich hab doch einen Blitz!

Licht macht dein Bild. Und insbesondere natürliches Licht macht ein Foto oft wundervoll. Wenn du mit natürlichem Licht fotografieren kannst, hast du viel gewonnen. Auch gegen das Licht zu fotografieren macht Spaß. Also lasse den Blitz erst einmal bei Seite. Später kannst du damit noch viel machen. Aber dafür musst du erst einmal mit dem so genannten Available Light zurecht kommen.


Immer schön mittig und alles rauf bekommen

So habe ich angefangen. Gesicht in die Mitte, Haus in die Mitte und alles in die Mitte. Noch ein paar Schritte zurück, damit ich auch alles rauf bekomme. Puh, war das irgendwie, ähm, langweilig. Und verwirrend. Mein Tipp: Lerne das Gitter im (elektronischen) Sucher oder im Live-View kennen und lieben. Es hilft dir. Platziere deine Objekte und Motive im linken oder rechten Bilddrittel und gleich wirkt dein Bild spannender. Ich übe zudem auch gerade das weniger ist mehr. Hier ein paar Ideen für deine Bildgestaltung.


Ich weiß, dass ich super Fotos mache

Stolz und Eigenlob wird dich nicht immer weiter bringen. Naja, ich bin natürlich auch immer wieder stolz, wenn ein Foto mal gelobt wird oder ich Fotos irgendwo zeigen darf. Aber etwas Demut und Respekt vor dem langen Weg noch viel lernen zu wollen, tut mir immer wieder gut. Denn es gibt noch viel zu lernen (und auszuprobieren) in der Fotografie.

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Juhu, das erste mal über 100 likes bei 500px. Ich freu mich. Aber ich sollte auch selbst mein größer Kritiker sein!

Hier findest du noch ein paar „Mist, was mache ich nur falsch“ Fehler auf meinem Weg zum fotografieren lernen. Was ist bei dir so schief gelaufen auf deinem Weg zum bessere Fotos machen?


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Packliste Fotoausrüstung – Fototasche oder Fotorucksack? Hilfe, was nehm ich mit?

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Juhu, in weniger als 24 Stunden geht’s auf meine die nächste Fotoreise. Oh je, aber was nehme ich mit? Die Fototasche oder den Fotorucksack? Die große DSLR? Noch eine zweite Kamera? Hab ich genug Speicherkarten? Hier meine Tipps für deine Packliste der Fotoausrüstung für deine Fotoreise oder deinen nächsten Fotoworkshop.

Tipps für deine Packliste der Fotoausrüstung:
Was brauchst du wirklich?

Ich bin Fan toller Fotoreisen und Fotoworkshops. Egal, ob das ein Fotoworkshop in Berlin ist oder die Fotoreise nach New York. Jede Fototour ist die perfekte Möglichkeit deine Fotografie zu verbessern. Aber was packst du in deine Fototasche? Nichts ist ärgerlicher, wenn du etwas wichtiges vergessen hast. Aber du weißt was so ein Fotostativ wiegt. Genauso doof ist es also, wenn du viel zu viel dabei hast. Daher ist das A und O für einen gelungene Fotoreise die gute Vorbereitung. Dafür habe ich dir hier mal meine Packliste der Fotoausrüstung, die ich mitnehme, aufgeschrieben. Ich freu mich auf deine Kommentare und Idee.

Wichtigste Frage: Wo geht deine Fotoreise hin?

Die erste Frage die ich mir stelle: Wo geht es hin. Werde ich viel unterwegs sein (= habe ich viele Kilometer zu bewältigen)? Wie bin ich unterwegs (= Bus, Bahn, Flugzeug, zu Fuß)? Wie ist das Wetter? Was für Motive sind geplant? Was für eine Unterkunft habe ich (0 kann ich unterwegs umpacken)? Machen wir es einmal exemplarisch an meinem nächsten Ziel.

Für mich geht es nach New York. Die ersten Tage habe ich für mich, um erst einmal die Gegend in Ruhe zu erkunden. Hier wohne ich in ’nem Airbnb. Hauptgrund meiner Reise ist der Fotoworkshop von Fotograf Mario Dirks. Und da beantworte ich doch gleich mal meine ersten Fragen:

Werde ich viel unterwegs sein?
Ja, sehr viel!

Wie bin ich unterwegs?
Hinflug/Rückflug, Anreise ab Flughafen per Bahn, in der Stadt auch viel zu Fuß.

Wie ist das Wetter?
Sehr warm (puh!)

Was für Motive sind geplant?
Stadtpanorama, Langzeitbelichtung aber auch viel durch die Stadt laufen.

Was für eine Unterkunft hab ich?
Die ersten Tage habe ich für mich, um erst einmal die Gegend in Ruhe zu erkunden. Hier wohne ich in ’nem Airbnb. PS: Wenn du da noch nicht angemeldet bist, habe ich hier übrigens einen 23€ Reisegutschein für Airbnb. Danach wohn ich in ’nem Hotel.

Na super, also alles! So fällt meinen Entscheidung auf meinen Fotorucksack. Hier habe vor einigen Monaten lange überlegt, da ich bereits eine ganz schöne Fototasche habe. Doch will ich sowohl auch mal die Hände frei haben und das geht mit dem Rucksack sehr gut und zudem ist bei meiner Fototasche leider keine Möglichkeit das Stativ zu befestigen.

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Voll gepackt – mein Fotorucksack!

Packliste Fotoausrüstung:
Was nehme ich denn nun eigentlich mit?

So, ich packe meinen Koffer und nehme mit…

  • Canon 6D DSLR-Kamera
  • Canon 50mm Festbrennweite (Infos zum Objektiv)
  • 4 Speicherkarten à 32GB
  • 3 Akkus (Tipp: Akkus nummerieren für den Überblick!)
  • Multi-Ladegerät (kann auch USB/Handy laden)
  • Reisestativ (hier mehr Infos zu Reisestativen)
  • Tamron AF 70-200mm 2,8 (Infos zum Objektiv)
  • Canon EF 17-40mm/1:4,0 (Infos zum Objektiv)
  • Graufilter Set (ND8, ND64, ND1000) (Infos zu den Filtern)
  • Kabelfernauslöser (Infos zum Fernauslöser)
  • Objektiv-Putztuch
  • Ersatzkamera (Sony ILCE-QX1 Systemkamera)
  • Laptop & externe Festplatte (zum Fotos sichern und anschauen)
  • Leichte Wind/Regenjacke
  • Plastiktüte, um die Kamera zu schützen
  • Kartenleser, Datenkabel für USB-Anschluss
  • Reisestecker und Mehrfachstecker (damit ich Akku und Handy gleichzeitig laden kann)
  • Kleiner Schraubenzieher (Achtung, darf nicht ins Handgepäck!)

Ja, ich weiß. Mit dem ganzen Krams auf dem Rücken werde ich ganz schön ins Schwitzen kommen im Hochsommer in New York. Aber ich vertraue drauf die Tasche auch mal etwas leerer zu gestalten. So kommt das Tamron AF 70-200mm nur zu speziellen Gelegenheiten mit (Fährüberfahrt auf die andere Seite von Manhattan) und bleibt ansonsten in der Unterkunft.

Vor der letzten Fotoreise (damals ging es auf eine Fotoreise nach Lappland) habe ich mir einiges an neuem Equipment zugelegt. Also ein paar extra Speicherkarten und vor allem neue Akkus. Ein toller Tipp damals war, sich die Akkus zu nummerieren. Dann weißt du immer, welchen du gerade in gebrauch hast und welchen du laden musst. Und es muss nicht immer alles Marke sein. Mein Kabel-Fernauslöser habe ich als No-Name Artikel gekauft und so viel Geld gespart!

Fotos online speichern: Gratis Cloud Speicher

Ich werde mit einem Haufen an Fotos wiederkommen. Das weiß ich jetzt schon. Doch wie wir alle wissen ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. So werde ich auf jeden Fall eine Sicherheitskopie machen und diese Online sichern. Ist natürlich nur eine Vorsichtsmaßnahme, da ich in RAW fotografiere – und diese sind zu groß für ein vollständiges Backup. Aber zumindest JPGs werde ich Online sichern. Das geht natürlich nur, wenn du auch irgendwo bist, wo du nicht jedes MB teuer bezahlen musst. Bitte vorher also dringend im Hotel klären, ob es ein Limit gibt – sonst von einem Internetkaffee oder nur die wichtigsten Fotos auswählen.

Ich nehme dafür immer Dropbox. Natürlich gibt es Unmengen an Anbietern für Online Speicherplatz. Google Drive ist ebenfalls kostenlos (mir aber im Upload zu langsam!). Gerade habe ich zudem die Telekom Cloud entdeckt. Da bekommt man auch als nicht Telekom-Kunde gratis Cloud Speicher – und zwar ganze 25GB. Klingt ganz gut. Hab mich mal angemeldet und probiere es mal aus. Welche Cloud Speicher nutzt ihr noch so?

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Ohne die geht nichts: Speicherkarten sollten nicht fehlen. Aber behalte den Überblick!

Was ist noch wichtig, bevor es auf die Fotoreise geht?

  1. Lerne deine Kamera kennen.

    • Das ist wichtig. Denn wenn es auf die Tour geht, solltest du schon mal grundsätzlich mit allem vertraut sein oder zumindest dein Basiswissen Fotografie wieder aufgefrischt haben.
  2. Verstehe deine Objektive!

    • Du solltest wissen, was du in die Tasche packst. Mit einem Allround-Zoom Objektiv kannst du zum Start nicht viel verkehrt machen. Du musst nicht deinen ganzen Objektiv-Fuhrpark einpacken. Denn das kann ganz schön schwer werden. Ein gutes Zoom und eine Festbrennweite (ggf. auch mit Makro-Funktion) ist ein gutes Basis-Set. Linsen. Ein Makro-Objektiv ist nämlich immer ’ne gute Wahl, wenn das Wetter auch mal schlecht ist. Makro-Themen findest du dann nämlich immer!
  3. Welches Zubehör brauchst du?

    • Eigentlich sollte das in jeder Workshop-Beschreibung stehen, aber Frage notfalls den Workshop-Leiter. Wird ein Stativ empfohlen? Wenn ja, dann sollte auch der Fern/Kabelauslöser nicht fehlen. Vielleicht auch das ND-Filter Set für Langzeitbelichtung mit Wasser oder Langzeitbelichtung am Tage. Wird ggf. mit einem Blitz gearbeitet? Musst du den mitbringen oder kannst du den leihen?

Ach hätte ich doch…

Ich höre oft, dass sich Teilnehmer ärgern „ach hätte ich doch mein blablabla mitgenommen“. Sage ich selber auch oft. Wenn du natürlich zu den eher spartanisch ausgerüsteten Fotografen gehörst, dann ist das super. Dann wird dir nichts fehlen. Wenn es aber die Möglichkeit gib Dinge mitzunehmen, vor Ort aber zwischenzulagern (im Veranstaltungsraum, im Hotelzimmer o.ä.), dann nutze die Chance und packe deine Lieblingsausrüstung ein und packe vor Ort je nach Lust und Laune deine Fototasche jeden Tag neu. Dann fehlt dir nichts. Ich wünsche dir viel Spaß bei deiner nächsten Fotoreise!

Und ein Tipp zum Schluss

Gib deine Kamera-Ausrüstung nie als Gepäck auf – sondern nimm diese immer als Handgepäck mit in den Flieger. Nur so hast du volle Kontrolle über die Behandlung deiner geliebten Kamera. Aber bitte beachte: Spitze Gegenstände, Flüssigkeiten usw. gehören nicht ins Handgepäck!

Finde dein Hauptmotiv: 5 Geheimnisse faszinierender Fotos

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Was ist das Geheimnis faszinierender Fotos? Mal überlegen, immer wieder werde ich gefragt, mit welcher Kamera, welchem Objektiv oder welcher Einstellung ich dieses oder jenes Foto gemacht habe. Selten fragt jemand: „Wie bist du auf diese Motividee gekommen?“. Dabei geht’s mir immer ums Motiv – egal mit welcher Kamera ich mein Bild fotografiere. Daher möchte ich dich vertraut machen mit der Suche nach dem Hauptmotiv, eine meiner wichtigsten Lektionen in der Bildgestaltung – dem, was du wirklich in Szene setzen willst. Denn so werden Deine Fotos noch besser!

Abenteuer Fotomotivsuche: Finde das, was dich fasziniert
Die Gabel in der Milch – eigentlich ein so einfaches Motiv. Finde Motive, die dich faszinieren!

Wer ist Hauptdarsteller auf deinem Foto?

Kurz nach Kauf meiner ersten Spiegelreflexkamera habe ich mir ein cooles 10–20-mm-Weitwinkelobjektiv von Sigma geleistet. Wow, was für eine Dimension. Nun konnte ich die ganze Welt auf ein einziges Foto bekommen. Doch wenn ich heute zurückblicke, hat mich dieser visuelle Überfluss überfordert. Worauf sollte ich mich fokussieren? Mit Fotos ist es wie mit einem guten Film: Es gibt einen Hauptdarsteller. Die Zuschauer erkennen ihn, und alles in deiner Komposition trägt dazu bei, um ihn perfekt in Szene zu setzen: Licht, Perspektive, Fokus, Gestaltungselemente und nicht zuletzt die Handlung.

Mache das Einzigartige in deinem Foto und in der Situation sichtbar
Mache das Einzigartige in deinem Foto und in der Situation sichtbar – geh ganz nah ran und schmeisse alles unwichtige raus. Hier habe ich nur die Reflexion des Baumes fotografiert.

Was siehst du, was dich als Motiv fasziniert?

Wer soll Hauptdarsteller deines Fotos sein? Ich möchte dir einige Tipps und Techniken verraten, die dir helfen, den Blick auf den Hauptdarsteller zu schärfen. Doch muss der erste Impuls von dir kommen. Wen oder was willst du – wie und auf welche Weise – zeigen?

Typische Herausforderungen bei unser Motivsuche

  • Ist das Motiv zu klein, wird der Betrachter deiner Fotos es vielleicht nicht als Hauptmotiv erkennen.
  • Sind zu viele (unwichtige) Dinge im Bild? Oh je, dann ist der Sinn deines Fotos möglicherweise verfehlt.

Versuche alles, um an deinem Motiv zu arbeiten. Deine Augen und dein Gehirn machen es dir nicht leicht. Sie sind die perfekte Kombi für eine spannende Täuschung. Denn siehst du ein Motiv, übernimmt dein Kopf ungefragt die Bildbearbeitung. Alles Unwichtige wird weggeschnitten. Doch deine Kamera kann das nicht! Dein Sucher ist gnadenlos. Er zeigt alles, was du im Rahmen und in den vier Ecken deines Fotos abbildest.

Mitzieher sind schwer, aber toll, um dein Motiv zu betonen. Bleib dran und übe die Technik immer wieder!
Mitzieher sind schwer, aber toll, um dein Motiv zu betonen. Bleib dran und übe die Technik immer wieder!


Hier habe ich für dich 5 Tipps, die dir helfen in der Suche nach deinem Hauptmotiv:

5 Tipps, um dein Hauptmotiv zu finden

  1. Finde das, was dich fasziniert

Was hat dich innehalten lassen, bevor du überlegt hast, dieses Foto zu machen? Das sollte dein Hauptmotiv werden. Eine tolle Lichtsituation? Ein spannendes Gesicht?

  1. Wie kannst du die Faszination im Bild zeigen?

Ist das Motiv schon klar genug im Bild? Stört etwas die Wirkung? Von jetzt an ist deine Mission: Mache das Einzigartige der Situation sichtbar!

  1. Trenne dich von Unwichtigem

Bevor du an deiner Technik oder deinem Unvermögen zweifelst, liegt es in der Regel erst einmal an zu viel, was du im Foto hast. Wir lernen noch das Aufräumen in deinem Foto. Denn weniger ist mehr und genau das Wenige und die Leere betont dein Hauptmotiv.

  1. Was kannst du zeigen, was nicht?

Ist das Motiv etwas Persönliches – die Stimmung eines Abends oder das Haustier, das dir viel bedeutet – ist das okay. Aber die Verbindung zu dir lässt sich nicht immer im Foto so darstellen. Sei kritisch, denke an die Wirkung, wenn ein Fremder deine Fotos anschaut. Gute Fotos funktionieren ohne Erklärung.

  1. Habe Ausdauer

Viele meiner Fotos, die nicht so gelungen sind, sind einzig aus meiner Ungeduld heraus nicht gut geworden. Bleib dran an deiner Idee und deinem Motiv. Fotografiere eher ein Foto mehr und probiere eine neue Perspektive aus. Gib nicht so schnell auf!

Beziehe die Geometrie mit ein in deinen Fotomotivsuche
Beziehe die Geometrie mit ein in deinen Fotomotivsuche


Hier habe ich noch mehr Ideen für Dich

Noch mehr Inspiration gesucht? Dann brauchst Du diese Kreativ-Ideen für Deine Fotografie. Lass Dich inspirieren und überraschen. Vieles kann sooo schön einfach sein 🙂

Kreative Fotografie: Tipps für echte Wow-Fotos
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10 Tipps für wundervolle Alltags-Fotos

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Willst du wissen, warum ich mich gerade in den letzten Jahren immer mehr in die Fotografie verliebt habe? Ich liebe es die alltäglichen Momente zu fotografieren. Diese sind nämlich oft viel fotogener und spannender in Szene zu setzen. Klar, seit ich einen kleinen Sohn hab, gibt es von diesen aufregenden alltäglichen Szenen unendlich viele. Aber auch auf meinen Fototouren mit Euch geht es immer wieder für mich vorbei an vermeintlich alltäglichen Szenen, die ich in Szene setzen will. Daher habe ich einmal meine liebsten Tipps für wundervolle Alltagsfotos zusammengefasst und dir hier aufgeschrieben. Dabei ist es egal, ob du Fotoanfänger bist oder fortgeschrittener Fotoamateur – es ist immer wieder spannend Momente in Szene zu setzen. Du hast noch weitere Tipps? Prima – ich freue mich auf deinen Ideen.

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Der Alltag liefert die tollsten Momente für echte Wow-Fotos – hier ein paar Tipps für tolle Fotos …

Momente, die du gerne festhalten möchtest

Alles ist vergänglich. Aber mit deiner Kamera hast du die Chance Dinge festzuhalten. Klingt philosophisch, ist aber so. Egal, ob es dein Familienleben ist oder der Besuch in der Altstadt von Havanna auf Kuba. Überlege dir Momente, die du gerne festhalten möchtest und schreibe sie dir auf. Keinesfalls musst du sie umgehend fotografieren, aber sobald sich die Gelegenheit ergibt, wirst du dich dran erinnern.

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Die Schaukel im Garten gehörte zu einem der Highlights unseres letzten Urlaubs. Schön, dass ich sie im Foto festgehalten habe!

Fotografiere aus unterschiedlichen Winkeln

Wenn du besondere Sichtweisen erzeugen willst, versuche den Blick aus ungewöhnlichen Perspektiven. Es schaut komisch aus, wenn ich in der Stadt fotografiere und plötzlich auf den Knien herumkrieche oder mich flach auf dem Boden lege. Aber zeige den verwunderten Gesichtern im Anschluss dein Foto, dass du dadurch fotografieren konntest, und plötzlich versteht jeder deine Verrenkungen. Also beobacht und fotografiere aus unterschiedlichsten Richtungen – von oben, von links oder rechts hinten unten oder wie auch immer. Denke kreativ!

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Der Blick über die Schulter liefert eine ganz neue Perspektive auf das Eisessen.

Licht zuerst, danach erst die Location

Licht macht dein Foto. Du machst dich immer auf die Suche nach coolen Locations. Aber was ist ein super Ort ohne das passende Licht. Also suche nach tollen Lichtsituationen und dann kannst du dir dort die passende Ecke für dein Foto suchen.

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Licht macht dein Foto. Hast du Gegenlicht, hast du das Licht im Rücken oder seitliches Streiflicht? Die Richtung des Lichts bestimmt, wo die Höhepunkte und Schatten in deinem Foto liegen.

Details machen die Situation lebendig

Immer haben wir den Blick für das Hauptmotiv, vergessen aber die kleinen Dinge drumherum. Die abgestellten Schuhe am Strand, das Handtuch am Beckenrand oder die Tasse im Sonnenlicht. Diese Details machen deine Szene und dein Fotoreportage lebendig. Also halte Ausschau und

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Entwickle ein Auge für die kleinen Details drumrum. Diese machen es lebendig!

Erzähle eine Geschichte

Es gibt immer zwei Seiten einer Geschichte“ war mal ein Werbespruch. Diese wollen wir zeigen. Na ja, eigentlich noch viel mehr. Du hast die Chance näher ranzugehen. So kann jedes morgendliche Müsli oder den Kaffee als Basis deiner Geschichte nutzen. Welche Handlungsabläufe erkennst du? Was passiert, wenn du einen zweiten Blick zeigst – mit der Kamera, die auf dem Küchentisch liegt und die Tasse in Großaufnahme fotografierst zeigt? Denke in Variationen, in Details, möglichen Perspektiven und mache deine Geschichte spannend. Und denke daran, dass weniger mehr ist. Wie machst du es spannender? Gelingt es dir, deine Geschichte in einem Foto zu erzählen? Wie viel Platz benötigt deine Geschichte – ein Bild, drei oder zehn Bilder?

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In wie vielen Bildern willst du deine Geschichte erzählen?

Lenke den Blick

Gerade in verwirrenden Situationen mit viel Aktivitäten, Details oder auch Farben ist es wichtig den Blick des Betrachters zu lenken. Dafür empfehle ich dir den Rahmen. Denn mit diesem rahmst du genau das ein, was du zeigen möchtest.

Fotografieren lernen: Rahmen für den Blick
Die Arme bilden den Rahmen, um den Blick zu lenken

Fotografiere mit offener Blende

Die offene Blende ist ein idealer Unterstützer, um dein Motiv hervorstechen zu lassen und wirklich den Blick auf die Details zu erlauben.

Die Offenblende erhöht die Wirkung und lenkt den Blick.

Fotografiere mit minimaler Distanz

Geh näher ran ist immer wieder einer der Leitsprüche für eine tolle Bildwirkung. Also geh ruhig mal so nah ran, wie es dein Objektiv erlaubt. Denn wenn du näher rangehst, kann das helfen, eventuelle Störungen in deinem Motiv zu eliminieren. Gleichzeitig gibst du deinem eigentlichen Motiv mehr Raum. Das ist ein Trick, denn die Größe deines Hauptmotivs ist ein Indikator für den Betrachter, dass dieses Element wichtig ist für dein Foto.

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Wenn du näher ran gehst, so gewinnt dein Motiv massiv an Wirkung.

Distanziere dein Motiv vom Hintergrund

Diesen Tipp kann ich nur immer wieder geben: Wirkt dein Motiv noch zu platt vor dem Hintergrund, bringe Abstand zwischen Motiv und Hintergrund. Das erhöht den Effekt der Blende ungemein.

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Durch die Distanz zum Hintergrund verstärkst du die Wirkung des Hauptmotivs.

 

Wiederholungen und Unterbrechungen

Eine Wiederholung erzeugt ein visuelles Echo. Besonders reizvoll ist es, wenn dieses geschickt unterbrochen wird. Manchmal warte ich für diese Chance so einige Zeit, bis sich der passende Moment ergibt.

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Wenn du dein Foto auf Muster und Wiederholungen reduzierst, ist das super reizvoll. Wartest du zudem noch auch eine Unterbrechung, erhöht das den visuellen Reiz.


NEU: Hier noch mehr Foto-Ideen und Tipps in meinem Buch: Kreative Foto-Aufgaben

Juhu, kürzlich ist mein neues Buch „Kreative Foto-Aufgaben: Woche für Woche bessere Fotos. Projekt 52 – Dein Foto der Woche“ erschienen.

Es ist ein kreatives Aufgabenbuch mit unendlich viel Inspiration und Motivation für deine Fotografie. Das Ergebnis: Ungewöhnliche Bildausschnitte, neue Perspektiven, fotografische Blicke über den Tellerrand. Der perfekte Ratgeber für alle, die mit Spaß kreative Fotos machen möchten!

Lass dich hier inspirieren!


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Feuerwerk Fotografieren: 12 Tipps für dein gelungenes Feuerwerks-Foto

Feuerwerk-fotografieren-tipps-Tom-Bricker

Feuerwerk fotografieren ist eine der besonderen Herausforderungen für jeden Fotografen. Wie setzt du das Feuerwerk Fotografisch in Szene, welche Kameraeinstellung solltest du haben, was sind sonst noch gute Tipps zum Feuerwerk fotografieren?

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ƒ/7.1, ISO 100, 1 Sekunde. 50mm, Foto (c) Benjamin Lehman

Feuerwerk fotografieren nach dem Feuerwerks-Kalender

Du musst nicht bis Silvester warten, um das Feuerwerk fotografieren zu üben. Auf Seiten wie der Feuerwerk Fanpage gibt es einen Feuerwerk Kalender. Da findest du viele Termine, um deine nächstes Feuerwerk Fotosession zu planen.

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ƒ/8.0, ISO 100, 10 Sekunden, 24mm, (c) Agustin Rafael Reyes auf Flickr

12 Tipps zum Feuerwerk fotografieren

Hier habe ich dir 12 Tipps und Ideen zusammengestellt zum Feuerwerk richtig fotografieren. Wobei es natürlich immer Geschmacksache ist, wie dein Foto aussehen soll. Vielleicht hast du ja auch ein paar tolle Ideen. Dann freue ich mich auf dein Kommentar.

1. Positioniere dich an einem Ort mit freiem Blick

Der freie Blick meint natürlich insbesondere den freien Blick auf den Himmel. Die Feuerwerks-Raketen können nämlich ganz schön hoch steigen

2. Verwende ein Stativ

Du gehst in Belichtungszeiten, die du unmöglich aus der Hand halten kannst.

3. Niedrigen ISO Wert einstellen an deiner Kamera

Auch wenn es dunkel ist, halte die ISO-Zahl niedrig. Bildrauschen ist insbesondere in dunklen Bildbereichen zu sehen. Ich empfehle ISO 100. Experimentiere vielleicht auch mal mit 200 ISO oder 400 ISO.

4. Schalte den im Fotoapparat eingebauten Blitz aus

Wo immer es geht: Blitz aus! Die Dunkelheit regelst du über die Belichtungszeit, Blende und Co. – nicht über den Blitz!

5. Lange Belichtungszeit einstellen

Die Belichtungszeit entscheidet über deine Komposition. Willst du einzelne Momente einfrieren oder spannende Formen sich ergeben lassen? Fotografiere mal mit 1 Sekunde, mal mit 10 Sekunden, 20 Sekunden und auch mal mit 30 Sekunden und schau dir an, wie es sich verändert.

6. Einen hohen Blendenwert einstellen

Du schaust in die Ferne. Verwende eher einen höheren Blendenwert. Ich würde ab f 8.0 rum probieren – gerne auch höher. Schau auch, was mit

7. Manuell Fokussieren

Versuch auf unendlich scharf zu stellen und geh dann aus dem Autofokus in den Manuellen Modus. Sonst wird sich dein Objektiv kaum beruhigen beim scharf stellen. Wichtig: Mache das bevor das Feuerwerk beginnt. Sobald es los geht hast du keine Zeit dazu.

8. Versuche im Landscape-Modus

Das Querformat gefällt mir besser. Natürlich gehen die Raketen in die Höhe und das schreit nach Hochkant. Aber ich empfehle dir trotzdem Querformat.

9. Wann kommt der Knall?

Versuche abzuschätzen, wann die Explosion kommt, bevor du deinen Auslöser drückst.

10. Fernauslöser verwenden

Verwende einen Fernauslöser oder eine kurze Zeit des Selbstauslösers (2sek). Bei 10 Sekunden kann die Rakete schon lange wieder verglüht sein.

11. Andere Perspektiven ausprobieren

Probiere auch einmal eine andere Perspektive aus. Füge auch Menschen in dein Motiv mit ein. Die angestrahlten Gesichter können toll wirken. Gebäude können dem Motiv ebenfalls einen tollen Ausdruck und Relation geben.

12. Wo es knallt, ist auch Rauch

Bedenke, dass Feuerwerk eine ganze Menge Rauch verursachen kann. Also konzentriere dich insbesondere auf den Beginn der Feuerwerks, wenn noch wenig Rauch in der Luft ist.

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ƒ/18.0, ISO 100, 4 Sekunden (c) Foto Jeff Golden auf Flickr

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ƒ/16.0, 3,9 Sekunden, ISO 100 – Foto (c) Tom Bricker auf Flickr

Ich freu mich schon auf meine nächstes Mal Feuerwerk fotografieren. Wie sind deine Erfahrungen? Hast du das schon mal ausprobiert? Ich freue mich auf deine Kommentare und Ideen.

Auch so, wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann magst du vielleicht auch meine 20 Dinge, die beim Fotografieren schief laufen können oder vielleicht meine 20 Dinge, die dich beim Fotografieren lernen weiter bringen.


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Touristen Hotspots kreativ fotografieren

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Ah nöö, da muss ich doch nicht hin. Da gibt es doch immer nur diese hab-ich-schon-100x-gesehen Motive. Oder doch nicht? Es liegt wie immer an dir, wie du bekannte – und vielleicht sogar weltbekannte – Fotomotive auf dem Foto in Szene setzt. Hier habe ich einmal ein paar Beispiele an Berliner Foto-Locations, die jeder kennt.

Fotolocations zu Spielzeug-Eisenbahn: Der Tilt-Shift Effekt

Mache deine Fotolocations zu Spielzeug-Eisenbahn Motiven. Der Foto-Trick kommt eigentlich aus der Großformat-Fotografie. Bekannt geworden ist er durch den Modellbau-Effekt aus der Telekom-Werbung. Ein Tilt-Shift-Objektiv verschiebt die optische Achse. Doch ich denke die wenigsten haben ein Tilt-Shift-Objektiv in der Kameratasche. Zumindest nicht auf einer Städtreise nach Berlin – oder? Dann bau dir doch den Effekt einfach per Software nach. Das wird erzeugt durch hinzufügen von Unschärfe. Dazu habe ich dir unten ein Lightroom-Preset bereit gestellt, welches du dir kostenlos laden kannst. Der Effekt macht Spaß und wird sicher für den nötigen Wow-Effekt beim betrachten deiner Bilder sorgen.

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Langweiliges Fotomotiv? Wechsel die Perspektive!

Wenn dir die klassischen Ansichten nicht gefallen, dann wechsele doch einfach die Perspektive. Hier habe ich das 100% todlangweilig-Fotomotiv am Checkpoint Charlie einfach mal umgedreht und fotografiere den US-Army Touri Checkpoint Charlie Schauspieler beim Touristen fotografieren. So gefällt mir das ausgelatschte Fotomotiv schon etwas besser!

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Mal anders rum: Fotografieren beim fotografieren

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Schau nach Details und geh nah ran!

Suche Schauspieler für dein Foto

Dein Motiv ist zu gewöhnlich? Es ist zu viel los? Es passiert nichts? Dann lass doch die Passanten mitspielen. Suche dir einen schönen Bildausschnitt und warte darauf, dass dir jemand ins Bild läuft oder fährt. Das kann deinem Bild ein völlig neuen Ausdruck geben. Diese Bild habe ich an der Gedenkstätte Berliner Mauer gemacht.

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Halte die Kamera hoch – sehr hoch!

Immer wieder habe ich dir empfohlen auf die Knie zu gehen, um kleine Objekte zu erwischen. Doch wie sieht es aus mit großen Objekten. Am Potsdamer Platz hast du so einige davon. Wage doch hier einmal den Versuch die Kamera hoch gen Himmel zu halten. Also nicht nur ein bisschen, sondern komplett nach oben. Schaut seltsam aus, wenn dich umliegende Menschen beobachten, aber die Perspektive ist toll und zeigt „Größe“.

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Das die Häuser hoch sind, wissen deine Betrachte. Aber so bekommen sie eine Idee, was du mit hoch meinst!

Füge ungewohntes dem bekannten hinzu

Das Brandenburger Tor gehört sicher zu den am meisten fotografierten Bauwerken in Berlin. Ich habe es auch schon sehr häufig fotografiert. Aber vor einiger Zeit war ich erneut dort und habe etwas neues ausprobiert: Langzeitbelichtung in der Nacht. Die Farbspuren vor dem Bauwerk geben dem Foto ein ganz neuen Effekt. Zudem habe ich in der Nachbearbeitung das Brandenburger Tor ordentlich zum leuchten gebracht. Das passende Lightroom Preset kannst du dir hier kostenlos runter laden.

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Tilt Shift Presets kostenlos zum Download

Hier findest du den oben gezeigten Tilt Shift-Effekt als Zip-Datei zum Download. Zum Anzeigen des Links einfach ’n kleinen Like geben 🙂 1000 Dank! Dann siehst du danach das Wort „Tilt Shift-Filter“ und kannst den Effekt runter laden…

PS: Hier habe ich noch weitere kostenlose Lightroom-Effekte für dich zum Download.


Willst du neue Foto-Locations in Berlin entdecken?

neue fotolocations in berlin entdecken
Neue Foto-Locations in Berlin entdecken!

Immer wieder bin ich auf der Suche nach neuen Fotolocations – nicht nur in Berlin. Willst du mehr? Dann schau dich gerne um. Hier zum Beispiel findest du mehr zum Thema Lost Places in Berlin oder auch zu Fototouren und Fotoworkshops in Berlin.

Oder hier habe ich dir auch ein paar Ideen aufgeschrieben, wie du selbst nach neuen Fotolocations in deiner Nähe suchen kannst. Oder schau doch mal hier zum Thema fotografieren lernen allgemein.


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5 gute Gründe, warum du dir eine Festbrennweite kaufen solltest

Festbrennweite-Fotografieren-Lernen

Brauchst du eine Festbrennweite? Also früher oder später wirst du auf deinem Weg beim Fotografieren lernen definitiv auf den Begriff Festbrennweite gestoßen sein – oder? Hast du vielleicht sogar schon eine?

Ich habe mir meine erste Festbrennweite vor ungefähr einem Dreivierteljahr gekauft. Seit dem bin ich verliebt. Denn ganz ehrlich: Diese 50mm haben mir geholfen meine Fotografie enorm weiter zu entwickeln. Darum geht es unter anderem auch in meinem E-Book „10 Ideen für besser Fotos“, das ich kürzlich für dich geschrieben habe. Doch nun habe ich mir noch einmal ein paar Gründe vor Augen geführt, warum eine Festbrennweite nie wieder in meiner Fototasche fehlen darf.

Festbrennweite-Fotografieren-Lernen
So viel Liebe für 50mm: Meine Festbrennweite

Festbrennweiten und die Kreativität: Du komponierst dein Foto

Wahrscheinlich gibt es 1000 tolle Gründe für den Kauf einer Festbrennweite. Aber der für mich entscheidende Faktor ist die Bildgestaltung. Immer wieder bin ich in meiner Bildkomposition gescheitert an dem „ich habe zu viel auf meinem Bild“. Man sagt eine 50mm Festbrennweite bilde in etwa das gleiche Sichtfeld wie das menschliche Auge ab. Das bedeutet, dass der Blick durch deinen Sucher deinem Sichtfeld entspricht. Das macht dir das fotografische Leben einfacher. Denn du kannst eben nicht zoomen. Du kannst nicht „weitwinkeln“. Es geht nicht! Wenn du mehr – oder weniger – auf deinem Bild haben möchtest, benutze deine Füße. So einfach ist das. Mir hat das sehr geholfen. Ich bin ans Motiv ran gegangen, bin auf Distanz gegangen. Ich habe erneut geschaut und viel intensiver überlegt, bevor ich den Auslöser gedrückt habe. Hier findest du weitere Gedanke zum Thema Bildgestaltung.

Festbrennweite-Zoom-Fotografieren-Lernen
Die Festbrennweite lehrt dich das Wesentliche zu fotografieren

Zoomobjektiv vs. Festbrennweite: Scharfe Bilder

Eine Festbrennweite (im englischen auch Prime Lens oder Fixed Lens) liefert dir sehr scharfe Bilder. Es gibt eine Reihe von Gründen, warum das so ist. Zum einen hat eine Festbrennweite weniger optische Elemente als das klassische Zoom-Objektiv und so kommt das Bild schärfer auf deinen Sensor.

Zudem hat ein Zoom Objektiv in der Regel immer mehr Verzeichnungen und chromatische Aberrationen. Das meint Farbsäume an kontrastreichen Kanten, vorzugsweise eher in der Nähe von Bildrändern und den Ecken des Fotos. Diese chromatischen Aberrationen entstehen je nach Objektivqualität mehr oder weniger. Und bei Zoom Objektiven eben mehr. Dazu kann ich dir den Blog Traumflieger ans Herz legen. Da kann man tolle Testberichte zu Objektiven lesen.

Festbrennweite-Portrait-Objektiv
Die Festbrennweite: Mein Portrait-Objektiv

Das 50mm-Geheimnis: Das wunderschöne Bokeh

Sobald du über Festbrennweite recherchierst, wirst du oft auch den Begriff Offenblende lesen. Denn das macht oft eine gute Festbrennweite aus: Die Möglichkeit mit einer so genannten Offenblende Fotos mit einem wundervollen Bokeh hinzubekommen. Das Bokeh bezieht sich auf die Qualität der Unschärfe in den Bereichen, die nicht im Fokus sind. Dieser verschwommene Hintergrund macht dein Foto oft zu einem Wow-Foto. Und Wow-Fotos tun uns als Fotografen doch gut – oder? Das Bokeh betont dein Hauptmotiv und du leitest den Blick des Betrachters. Mit einem Zoom Objektiv ist es nicht immer leicht ein tolles Bokeh hinzubekommen, da es dazu eben kleine Blendenwerte benötigt (hier übrigens eine kurze Auffrischung zum Thema Blende).

Festbrennweite tolles Bokeh und Lichtstärke
Eine Festbrennweite liefert ein tolles Bokeh – auch bei wenig Licht

Lichtstärke: Viel Licht für tolle Bilder

Fotografieren lernen: Die Blende
Fotografieren lernen: Die Blende, Foto: KoeppiK (Eigenes Werk), Wikimedia.

Ebenso wie durch einen kleinen Blendenwert ein tolles Bokeh erzeugt werden kann, lässt ein Objektiv mit einem kleinen Blendenwert (zum Beispiel mit einer Offenblende von f/1.8) sehr viel Licht durch. Die Lamellen der Blende sind weit geöffnet und lassen viel Licht auf den Sensor beim Auslöser drücken.

Das ist super, wenn du in ungünstigen Lichtverhältnissen fotografierst und (natürlich) ohne Blitz auskommen möchtest. Mit einem Zoom-Objektiv, welches mit einer Blende von f/5.6 oder im Zoom-Bereich sogar erst ab f/6.5 startet, wirst du bei wenig Licht Schwierigkeiten haben ein scharfes Bild hinzubekommen, ohne das über ISO (Iso zu hoch = Bild-Rauschen) oder eine lange Belichtungszeit (Belichtungszeit zu lange = Bild verwackeln) ausgleichen zu können. Mit einer Lichtstarken Festbrennweite bist du da sehr viel unabhängiger auch mal in ungünstigen Lichtsituationen zu fotografieren.

Das günstigste Objektiv: Die Festbrennweite

Wenn du dich einmal auf dem Einsteigermarkt für Festbrennweiten umschaust, wirst du erstaunt sein wie günstig eine brauchbare Festbrennweite sein kann. Meine erste Festbrennweite – die Canon 50mm Festbrennweite mit Blende f/1.8 – hat gerade mal knapp unter 100 Euro gekostet. Und ich liebe das Objektiv immer noch! Vor ein paar Monaten habe ich mir noch eine 85mm Festbrennweite hinzu gekauft. Die war schon etwas teurer, aber klar – teurer geht immer. Sobald du nach einer Festbrennweite mit f/1.4 oder f/1.2 Ausschau hältst, wirst du wie immer sehen – äh, es geht auch noch mal teurer.

Aber wenn du keine Profi-Werbefotos machen willst, brauchst du diese nicht. Ich bin mit meinen zwei Festbrennweiten von 50mm und 85mm sehr glücklich.

Hast du schon eine Festbrennweite?

Was ist dein Lieblingsobjektiv? Und warum? Ich freue mich auf deine Meinung!


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fotografieren-lernen-free-ebookWillst du mit mir zusammen Fotografieren lernen? Melde dich jetzt an und bekomme den Download-Link für mein kostenloses E-Book „Fotografieren Lernen: 10 Tricks für bessere Fotos“ direkt in dein Postfach. Hinzu bekommst du tolle Ideen zum Fotografieren lernen und tolle Orten zum Fotos machen.

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Sigma dp1 Quattro im Test: Wochenendausflug mit extravagantem Sonderling

sigma-dp1-quattro-kameratest

test-sigma-dp1-quattroVor einigen Wochen habe ich diesen kleinen Sonderling das erste Mal in einer Fotozeitschrift gesehen. Was ist das denn? Die Sigma dp1 Quattro schaut aus wie ein in die breite gezogene Systemkamera mit großem Handgriff.

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit für einen Test der Sigma dp1 Quattro. 

Hightech-Innenleben der Sigma dp1 Quattro

Wer an eine Kamera mit echtem Ausmaß gewöhnt ist, mag diese Sigma sogar als schlank empfinden. Doch fallen die Sigma Modelle nicht nur durch ihre etwas eigenartigen Formen auf, auch das Innenleben der Kamera ist etwas besonderes.

Kurz zu den technischen Eckdaten der Sigma dp1 Quattro:
CMOS-Sensor Foveon X3, 29 MP (laut Hersteller-Angabe eine 39-Megapixel-äquivalenter Auflösung), Objektiv: f/2,8/19mm, ISO: 100-6.400 und zu haben zum Preis von derzeit knapp 1.000 €.

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Der volle Farbumfang im Histogramm der Sigma dp1 Quattro

Die SIGMA dp1 Quattro ist die neuste Generation der hochauflösenden SIGMA dp Kompaktkameras. Das Objektiv liefert eine Kleinbild-Brennweite von 28 mm und sollte mit f/2,8 auch sehr lichtstark sein. Der Fotoapparat verfügt über einen sogenannten Direktbild-Sensor. Der X3 Sensor rechnet als 3-Schichten-Sensor. Er erfasst alle Farben vertikal und nimmt für jedes einzelne Pixel den exakten Farb- und Helligkeitswert auf – verteilt auf unterschiedliche Schichten. Das soll die Auflösung gerechnet auf die drei Grundfarben extrem erhöhen. Zudem soll das Rauschverhalten optimiert werden.

Wochenendausflug aufs Land mit der Sigma dp1 Quattro

Genau erklären kann ich das nicht. Wird mir auch zu technisch. Ich muss das immer ausprobieren und habe mir so letztes Wochenende einfach mal die Kamera für eine Kameratest der Sigma dp1 Quattro geschnappt. Ich bin mit der Sigma im Gepäck zu meinen Eltern zu Besuch gefahren. Dort war Weihnachtsmarkt und das kann ja sicher ganz gute Motive liefern für farbige Bilder. Zudem habe ich meine „immer-dabei“ Kamera im Gepäck – eine Fujifilm FinePix X10. Mal schauen, wie sehr die Hightech Kamera die Fuji abhängen kann. Ich habe daher einige Vergleichsbilder fotografiert. Alle Bilder sind i.d.R. klein gerechnete Jpg-Dateien der unbearbeiteten RAW Dateien. Daher kommen auch die teils sehr unterschiedlichen Farben zustande.   

Sigma-dp1-Quattro-Kameratest
Sigma dp1 Quattro im Vergleich mit meiner kompakten „immer dabei“ Fujifilm FinePix X10

Selfie-Test bestanden: Die Kamera liegt gut in der Hand

Die Sigma liegt gut in der Hand. Zugegeben, sicher nicht das günstigste Model für ein Selfie, doch lädt die Form mich nun mal dazu ein. Das extreme Weitwinkel der Sigma dp1 Quattro bekommt die Aufgabe ohne große Mühe hin, sie fokussiert klar und liefert eine tolle Unschärfe im Hintergrund.

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Selfie mit langem Arm und toller Unschärfe: f/2.8, 15s, ISO 200

Sigma dp1 Quattro im Test auf dem Gartower Weihnachtsmarkt

Letztes Wochenende war der Gartower Weihnachtsmarkt auf dem Schlosshof. Perfekter Kulisse für die Kamera, dachte ich mir. Aber Weihnachtsmarkt bedeutet nun mal auch Abenddämmerung. Fazit: Die Farben machen Spaß. Die Kamera passt trotz Ausmaß gut in die Manteltasche. Aber sie hat schon einiges zu rechnen, bei all den Pixeln. Und das, obwohl ich doch meine schnellst Speicherkarte im Slot habe. Man sollte also etwas Geduld mitbringen für die Verarbeitung der Sensor-Schichten. Im hohen ISO Bereich zeigt die Kamera allerdings ein paar Schwächen und überzeugt mich nicht vollends. Natürlich sind ISO 800 und schummeriges Licht auch für andere Kameras eine Herausforderung, doch habe ich irgendwie ein Hauch mehr erwartet von diesem kleinen Powerpaket. Aber dann warten wir mal den Vergleich am nächsten Morgen ab …

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Sigma-dp1-Quattro zur weihnachtlichen Kulisse zur Abenddämmerung: ISO 800, 1/50, f/2.8

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Sigma-dp1-Quattro mit weihnachtlichem Detail: ISO 800, 1/40, f/2.8

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Mit der Sigma dp1 Quattro zum Weihnachtsmarkt

Vergleich der Gartenzwerge

Beim morgendlichen Spaziergang habe ich versucht gleiche Ausgangsbedingungen zu schaffen. Testobjekte waren meine „immer-dabei“ Fuji x10 Kamera und die Sigma dp1-Kamera. Testfeld waren Nachbars Gartenzwerge im morgendlichen Sonnenlicht.

Beide Bilder sind unbearbeitet RAW-Dateien, automatischer weißabgleich, nicht nachgeschärft oder ähnliches – lediglich als Jpg-Bilder runter gerechnet. Die Sigma Gartenzwerg-Kulisse zeigt sehr viel natürlichere Farben (wobei ich natürlich die warmen Fuji Farben auch gerne mag). Aber in der Schärfe des Gartenzwerg-Gesichtes hat Sigma klar die Nase vorn. Auch die vielen Farbnuancen auf dem Waldboden mit den unterschiedlichen Laubfarben in dunkelbraun, hellbraun, gelblich kann die Sigma toll abbilden und hängt die Fuji natürlich um längen ab. Wer wert legt auf Farbnuancen und viel Farbdetails im Bild wird mit der Sigma dp1 sicher seine helle Freude haben.

Vergleich der Gartenzwerge - Fotografiert mit der Sigma dp1 quattro
Vergleich der Gartenzwerge – Fotografiert mit der Sigma dp1 quattro: Beeindruckende Farben im Laub und klare Details im Schärfebereich

testbild-fuji-x10
Vergleich der Gartenzwerge – Fotografiert mit der Fuji x10: Hier ist der Blätterwald braun mit wenigen Abstufungen und die Schärfe kann nicht mithalten

Mein Fazit zum Sigma dp1 Quattro Test

Die Sigma dp1 Quattro ist sehr stabil und kompakt verarbeitet. Sie liegt gut in der Hand und kann so auch bei langen Belichtungszeiten noch sehr ruhig gehalten werden. Natürlich hat sie dabei schon einiges an Gewicht, aber ich mag das gerne. Alle wesentlichen Funktionen sind durch die gute Aufteilung der Knöpfe schnell zu erreichen und zu verstehen, auch ohne intensivem Studium des Kamera-Handbuches. Auch verzichtet die Kamera auf zu viel Schnick-Schnack. Sie legt Wert auf Farbe! Die Kamera und der Chip liefern im niedrigen ISO Bereich detailreiche Bilder mit beeindruckendem Farbspektrum. Voraussetzung für schöne, detailreiche Bilder ist jedoch ausreichend Licht (ISO 100-200).

Da die Sigma ja mit einigem an Chip- und Sensor-Technik aufwartet, benötigt sie auch ihre Rechnerzeit. Bei Werten ab ISO 800 wird es kritisch für die Kamera. Sowohl beim Kamerastart als auch insbesondere nach dem Foto. Zudem wird der Genuss wie so oft durch Kamerahersteller-Politik gebremst. Denn wie alle Hersteller nutzt auch Sigma ein eigenes Rohdaten-Format. Hierzu kann ausschließlich die SIGMA Photo Pro 6.0.6 Software genutzt werden. Nicht, dass ich dem Adobe Imperium zu viel Aufmerksamkeit schenken will – doch habe ich einige Stunden gebraucht, um überhaupt in den Genuss der Bildbetrachtung zu kommen. Das nervt! Hoffentlich wird das in nächster Zeit behoben, so dass jeder Fotograf in seinem gewohnten Workflow mit den Bildern arbeiten kann.

Alles in allem legt Sigma mit der Sigma dp1 Quattro eine interessante Kamera für alle Freunde des großen Farbspektrums vor. Wichtig für den Einsatz ist (ausreichend) Licht – wohl in etwa eine Reduzierung auf das Wesentliche der Fotografie.

Blitz Diffusor kostenlos selber bauen

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Licht kann ganz schön gnadenlos sein. Bei der Innenaufnahme klappt sich schnell der automatische Blitz aus und verwandelt das Fotomodel in ein „Bleichgesicht“.  Die Haut wird nicht mehr rosig frisch dargestellt. Was tun?

Dafür brauchst du weiches Licht. Das liefert ein Diffusor. Dieser wird vor oder auf das Blitzgerät gesteckt und verwandelt hartes Licht in weiches Licht. Gesichter bekommen einen natürlichere Farbe. Das Bild ist gleich viel gelungener. Bei Amazon und Co. kosten diese zwar nicht die Welt, doch ist natürlich viel schöner, diese selbst zu basteln.

Dazu ein paar kreative Vorschläge und Bauanleitungen, um den Blitz Diffusor kostenlos selber zu bauen:

 1. Foto Diffusor für den Blitz aus einem Joghurt-Becher

Diffusor kostenlos selber bauen

Quelle: Foto-Blogger Matt Greer macht auf seinem Blog ein paar schöne Vorschläge inkl. Bauanleitung für kostenlose Diffusor auf Filmdosen und Joghurt-Bechern.

2. Großer Diffusor zum Aufstellen 

Diffusor zum Aufstellen

Quelle: Die Fotozeitschrift Chip FOTO VIDEO liefert eine Bauanleitung für den großen Diffusor zum Aufstellen.

3. Light Box und Diffusor zum selber bauen

Light Box zum selber bauen

Quelle: Der Blogger Bill Huber baut sich in seinem Blog eine Light Box mit Diffusor selber.