Fotografieren lernen: Grundbegriffe Blende und Schärfentiefe

Fotografieren lernen: Die Blende

Als ich begonnen habe erstmals aus dem Automatik-Modus meiner Digitalen Spiegelreflexkamera raus zu gehen, waren da ein paar Hürden zu nehmen. Aber so ist das beim Fotografieren lernen. Es gilt erst einmal zu verstehen, was es auf sich hat mit den Begriffen Blende, Schärfentiefe, Belichtungszeit oder dem ISO-Wert. Ohne Theorie geht es eben nicht beim Fotografieren lernen. Und ich lerne am besten, wenn ich es mir aufschreiben.

Fotografieren lernen: Die Blende bestimmt das Licht

Die Blende bestimmt, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Es beginnt bei der „Offenblende“. Bei dieser ist die Iris-Blende vollständig geöffnet. Auf deinem Objektiv findest du die Blendenzahlen. Denn: Die Blende sitzt im Objektiv.

Jede Blendenstufe halbiert das Licht, welches in die Kamera fällt. So findest du zum Beispiel folgende Möglichkeiten, wenn du die Blende einstellst: f/1.4, f/2, f/2.8, f/4, f/5.6, f/8, f/11, f/16, f/22, f/32. Mit jedem Wert verringert beziehungsweise verdoppelt sich die Lichtmenge.

Fotografieren lernen: Die Blende
KoeppiK (Eigenes Werk), Wikimedia.

Wichtig: Kleiner Blendenwert = große Blendenöffnung

Ganz wichtig für das 1×1 beim Fotografieren lernen: kleiner Blendenwert (z.B. f/2.8) = große Blendenöffnung (es kommt viel Licht durch). Und andersrum! Und folglich bedeutet eine größer die Zahl der Blende (wie f/16), dass die Blende einen kleinen Durchmesser hat und somit also weniger Licht rein gelangt. Das finde ich irgendwie immer noch seltsam, aber es ist so.

Mit der Blende bestimme ich die Schärfentiefe

Fotografieren lernen: Porträt Foto
Blende f 1.8 setzt den klaren Fokus auf die Augen

Die Blende bietet mir großartige Chancen in der Bildgestaltung. Möchte ich mein Objekt im Vordergrund scharf darstellen und den Hintergrund verschwimmen lassen? Dann fotografiere ich mit kleiner Blendenzahl (zum Beispiel 2.8). Das wähle ich, wenn ich zum Beispiel Porträts fotografiere. Hier will ich den Fokus auf die Augen legen. Nichts soll von dem Porträt ablenken. Selbst der nur 10 cm entfernte Hintergrund liegt bereits im Unschärfebereich des Fotos.

Anders gehe ich vor, wenn ich eine Landschaftsaufnahme fotografieren will. Hier wähle ich einen höheren Blendenwert. Dann habe ich alles im Schärfebereich und will den Fokus auf die komplette Landschaft legen. Aber probiert es doch einfach mal aus.

Lernvideo zum Thema Blende und Schärfentiefe

Immer mal wieder suche ich auch auf Youtube nach guten Erklärvideos zum Thema Fotografieren. So gibt es da natürlich auch einiges zu finden zu den Begriffen Blende und Schärfentiefe. Das folgende ist vom Fotografen Torsten Stolze und erklärt sehr einfach, was das so geht mit der Blende und der Schärfentiefe …

Porträtfotografie: Fotoworkshop mit Brendan de Clercq

photoplayground-like-a-prayer

Gestern hatte ich die Gelegenheit, an einem Fotoworkshop mit dem holländischen Fotografen Brendan de Clercq teilnehmen zu dürfen. Die Foto-Location war der Photography Playground in den Opernwerkstätten.

Brendan hat eine Einführung in seine Porträtfotografie gegeben. Er sagte, es sei wichtig, den Moment zu erwischen, wenn die fotografierte Person ihre Persönlichkeit zum Ausdruck bringt. Schwierig, wenn man zum Start mehr mit der Kamera beschäftigt ist, als den Blick für die fotografierte Person hat. Aber nichts desto trotz war es eine tolle Übung. Mir war es wichtig nicht das klassische Porträt zu fotografieren, sondern eine etwas andere Perspektive zu bekommen. Zudem wollte ich alles reduzieren, was von meinem Porträt ablenken könnte. Mir sind die Augen am wichtigsten. Hierauf wollte ich mich konzentrieren.

So habe ich mich bei meinem ersten Bild für Schwarz/Weiss entschieden. Der Spiegel passt zum Thema Model und Porträt. Das zweite Motiv erinnerte mich spontan an „Like a prayer“. Ich habe mich für nur ein Licht entschieden. Das lenkt den Blick direkt auf das wesentliche.

black and white portrait girl

like a prayer - portrait girl

Fotografieren lernen: Die Produktfotografie

Heineken-Packshot-Fotografieren

Heute habe ich mich am Thema der Produktfotografie versucht. Als Produkte habe ich mir Getränke ausgesucht. Diese sollten Erfrischung, Kühle und Bewegung ausdrücken.

Wichtig ist der Aufbau und die Beleuchtung. Ich fand die Spiegelung schwer. Ich habe die Flaschen auf einer Glasscheibe platziert, Beleuchtung von hinten links und hinten rechts gesetzt, sowie zwei Blitzlichter genutzt.

Ein Blitz von vorne und einer von unten. Hinzu habe ich, für das Gefühl der Frische und Kühle mit einem Zerstäuber Wasser gesprüht auf die Flasche(n).

Hier mein Ergebnis zum Thema Produktfotografie:

Fotografieren lernen - Produktfotografie: Heineken Packshot Bier

Fotografieren lernen - Produktfotografie: Limonade

 

Langzeitbelichtung am Tag: Berliner Hauptbahnhof in Bewegung

Wieder mal stelle ich mir einen neue Aufgabe zum Thema: Ich will fotografieren lernen. Heute geht es um die Fotografie mit Langzeitbelichtung am Tag. Ausgesucht habe ich mir den Berliner Hauptbahnhof. Dieses Foto ist dabei raus gekommen. Es zeigt schön die Bewegung. Alles ist unterwegs – in alle Richtungen.

Langzeitbelichtung am Tag fotografieren

Wichtig für die Langzeitbelichtung am Tag ohne Filter:

  • Die ideale Position (gerade bei einem so großen Objekt wie dem Hauptbahnhof)
  • Der richtige ISO-Wert (ISO 100 für ein klares Bild)
  • Die richtige Blende (hier f/4.5)
  • Die richtige Belichtungszeit (hier 1/3 Sekunde, da ich die Personen noch erkennbar haben wollte)
  • Ein Stativ für die wackelfreie Auslösung (mit Selbstauslöser auf 2 Sekunden)

Bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Schöner wäre es vielleicht noch mit einem Weitwinkelobjektiv geworden. Aber das fehlt mir noch in meiner Objektiv-Sammlung.

Blitz Diffusor kostenlos selber bauen

blitz-lightbox-diy

Licht kann ganz schön gnadenlos sein. Bei der Innenaufnahme klappt sich schnell der automatische Blitz aus und verwandelt das Fotomodel in ein „Bleichgesicht“.  Die Haut wird nicht mehr rosig frisch dargestellt. Was tun?

Dafür brauchst du weiches Licht. Das liefert ein Diffusor. Dieser wird vor oder auf das Blitzgerät gesteckt und verwandelt hartes Licht in weiches Licht. Gesichter bekommen einen natürlichere Farbe. Das Bild ist gleich viel gelungener. Bei Amazon und Co. kosten diese zwar nicht die Welt, doch ist natürlich viel schöner, diese selbst zu basteln.

Dazu ein paar kreative Vorschläge und Bauanleitungen, um den Blitz Diffusor kostenlos selber zu bauen:

 1. Foto Diffusor für den Blitz aus einem Joghurt-Becher

Diffusor kostenlos selber bauen

Quelle: Foto-Blogger Matt Greer macht auf seinem Blog ein paar schöne Vorschläge inkl. Bauanleitung für kostenlose Diffusor auf Filmdosen und Joghurt-Bechern.

2. Großer Diffusor zum Aufstellen 

Diffusor zum Aufstellen

Quelle: Die Fotozeitschrift Chip FOTO VIDEO liefert eine Bauanleitung für den großen Diffusor zum Aufstellen.

3. Light Box und Diffusor zum selber bauen

Light Box zum selber bauen

Quelle: Der Blogger Bill Huber baut sich in seinem Blog eine Light Box mit Diffusor selber.