Die Regeln brechen: Beim Foto-Workshop mit Martin Krolop

High-Key-und-Low-Key-Fotografie
Fotograf - Martin Krolop
Videotraining mit Fotograf Martin Krolop

Martin Krolop weiß, wie man Foto-Workshops gibt. Auf seiner Foto-Workshop-Webseite sind diverse – von Studiofotografie, Bildsprache, Nachbearbeitung und viele weitere – zu finden. Leider habe ich bisher noch keinen Workshop von ihm besucht.

Trotzdem habe ich von Martin einiges gelernt. Er hat mir das Spiel mit ISO und Belichtungszeit erklärt, Fotoregeln beigebracht – um diese sofort wieder zu brechen, mich in die Kunst der Nachbearbeitung eingeführt und auf kreative Ideen gebracht.

Kürzlich ist nämlich die Foto-Workshop DVD „Breaking the Rules – Inspiration für außergewöhnliche Fotos“ von Martin Krolop erschienen. Bisher habe ich, wenn ich mir Lernvideos zum Thema Fotografie anschaue, immer nur auf Youtube und Co. nach kostenlosen Lernvideos zum Thema Fotografieren lernen gesucht. Daher war ich gespannt, was so ein vollständiger Videokurs wohl hergibt.
Mein Fazit: Es macht total Spaß!

Zu Gast bei Martin Krolop im Fotostudio

Studioportraits-offene-Blende-Martin-Krolop
Was bewirkt die Blende beim Portrait?

Das Video-Training ist aufgebaut wie ein Workshop. Martin begrüßt mich unaufgeregt in seinem Studio, erklärt mir gleich zum Start, es gehe darum eigene Bildideen zu entwickeln und am eigenen Stil zu arbeiten. Das passt mir!

Dabei erklärt Martin routiniert alle Details, zeigt alles an Beispielen. Viele Einblendungen lassen kaum Detailfragen aus (wie: Welche Blende wurde genutzt, wie ist der ISO-Wert), so dass ich eingeladen bin direkt alles nach zu machen. Auch in der Kamerawahl ist er kreativ und legt gleich zum Start die riesige DSLR erst einmal zur Seite. Beim Thema Studioblitz schau ich zwar interessiert zu, habe aber selbst keine solche Blitzanlage. Naja, vielleicht irgendwann mal. Obwohl ich ja eher der „available light portrait“ Fan bin, aber ich bin ja hier beziehungsweise sitze vor meinem Fernseher, um dazu zu lernen.

Fotografieren lernen als Quereinsteiger

Koerperlandschaften-Neonlicht-Martin-Krolop
Was Licht bewirkt: Das Spiel mit Licht und Schatten

Martin ist mir sympathisch. Er zeigt einmal mehr, wie man als Quereinsteiger in die Fotografie kommen kann und durch Euphorie und Begeisterung (Martin hat während seines Studiums mit der Fotografie begonnen) es ziemlich weit bringen kann. Mittlerweile gehört Martin zu einem der bekanntesten deutschen Fotografen. Zusammen mit Marc Gerst betreibt Martin die Firma »Krolop & Gerst Photography« mit eigenem Fotostudio in Köln.

Sein Blog krolop-gerst.com zählt somit auch zu den eher gut besuchten Foto-Webseiten zum Thema Fotografie.

Studioporträts bei offener Blende

An diesem Beispiel seht ihr die Machart des insgesamt 5-stündigen Workshops. Hierbei geht es um die Blende. Die geschlossene Blende ist eigentlich die Regel beim Studioporträt, wo durchgehende scharfe gewünscht ist. Martin Krolop erklärt in diesem Beispiel-Video aus der Foto-Workshop DVD „Breaking the Rules – Inspiration für außergewöhnliche Fotos“, was es ausmacht, wenn man auch im Fotostudio die Blende ganz aufdreht.

Die Themen des Foto-Workshops

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Absurdität der High-Key-und-Low-Key-Fotografie

In 5 Stunden kreuzt das Foto-Training unzählige Themen der Fotografie. Es werden Grundbegriffe Praxisnah erklärt, es wird experimentiert mit neuen Aufnahmetechniken, Fotozubehör und auch artfremdem Material (Stichwort: Stahlwolle).

Sehr schön ist auch die Erklärung der Absurdität meiner geliebten High-Key und Low-Key Fotografie. Eigentlich geht diese Art der Fotos nämlich gegen alle Regeln – nämlich dem ausgeglichenen Histogram. Ein High-Key Foto ist absichtlich in gewissen Bereichen Überbelichtet. Aber genau das ergibt den spannenden Bildeffekt.

Mein Fazit zu diesem Videotraining

Breaking the Rules findet ihr u.a. bei Amazon


Natürlich bevorzuge ich, als großer Foto-Workshop Fan, das echte Training, in dem ich Rückfragen stellen kann und mich mit anderen Workshop Teilnehmern austauschen kann.

Doch muss ich sagen, dass mir dieser Video-Workshop sehr viel Inspiration gebracht hat. Er sehr umfassend, ich kann auf Pause drücken, es selbst ausprobieren und immer noch einmal anschauen. Wer Lust auf diese Art von Übung und Fotografieren lernen hat, dem sei die Foto-Workshop DVD „Breaking the Rules – Inspiration für außergewöhnliche Fotos“ von Martin Krolop unbedingt ans Herz gelegt.

Ist ja auch bald Weihnachten!


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Sag mal, komme ich eigentlich voran? Fotografische (Selbst)-Kritik

zusammen fotografieren beim photowalk meetup berlin
Fototour im Spreepark Berlin
Beste Laune bei meiner Fototour im Spreepark Berlin

Dieses Jahr habe ich bereits so viel fotografiert, wie noch in keinem Jahr vorher. Dabei hat das Jahr noch 3 Monate. Wundervoll! Aber auch ermüdend. Wieso ermüdend? Soll doch Spaß machen!

Klar, fotografieren macht mir Spaß. Deswegen fotografiere ich ja so viel. Ich hab ein Bücherregal voll mit Fotobüchern. Jeder einzelne Fotowalk ist großartig. Ob alleine, zu zweit oder in der – vor ein paar Monaten mit einem Freund gestarteten – Meetup Gruppe quer durch Berlin. Immer wieder bin ich aufs neue gespannt, wenn ich nach Hause komme, die Speicherkarte ins Laptop schiebe und mich in Lightroom durch die Fotos klicke.

Aber komme ich voran?

Nur eben manchmal ist es auch ermüdend. Dann frage ich mich: Entwickele ich mich weiter? Komme ich – aus fotografischer Sicht – voran? Statt dann gleich wieder los zu gehen, habe ich einmal inne gehalten und mich gefragt, wie ich eigentlich dazu lerne. Meine Freundin hat mich gefragt, ob ich denn gar nicht die großen Fortschritte sehe, die ich in den letzten Monaten gemacht habe. Da wurde mir einmal mehr bewusst, wie wichtig Kritik und Feedback auch von außen sein kann in der Weiterentwicklung.

3 Punkte für deine fotografische Selbstkritik

Vor einiger Zeit habe ich dir 20 Punkt für deine fotografische Weiterentwicklung aufgeschrieben. Jetzt habe ich 3 Punkte hervorgehoben, mit denen ich mich an den eignen Fortschritten in der Fotografie freuen kann.

1. Selbstkritik: Beschäftige dich mit deinen Bildern!

Portrait Grit - Lightroom free Preset
Bildbearbeitung per Lightroom Portrait Grit

Nach dem Shooting ist vor dem Shooting. Statt die 32MB Speicherkarte in deiner Kamera zu lassen, klicke dich regelmäßig am Computer durch deine Bilder. Markiere deine guten Fotos, sortiere und favorisiere deine Favoriten.

Aber überlege dir auch: Warum gefällt mir dieses und jenes Bild nicht so gut. Stimmt der Ausschnitt nicht, habe ich die Kamera-Einstellung richtig gewählt, wäre es im Hochkant- oder Quer-Format besser, wie sähe es aus einer anderen Perspektive aus?

Die Fotos sichten

Nach einem Foto-Walk klicke ich mich jedes mal durch meine Bilder. Erst wenn ich die Bilder in Ruhe auf deinem großen Monitor sehe, weiß ich, bei welchen Fotos sich die Nachbearbeitung lohnt. Ich lege mir Kollektionen (beispielsweise Makro, Streetfotografie oder Architektur) an. Zusätzlich vergebe ich Stichworte (Tags) mit Themen, Datum und so weiter, um die Bilder zu sortieren.

Lege Serien an mit wenigen, aber guten Bildern

So werden aus 100 Fotos in der Regel 20-25 passable Aufnahmen. Bevor ich diese bearbeite, sehe ich mir die noch nicht bearbeiteten Aufnahmen nochmals an. Dabei reduziere ich erneut. Ergeben die Bilder nun eine Serie? Versteht ein unbeteiligter, was ich mit diesem und jenem Foto sagen will?

Bearbeite deine Bilder in Lightroom, Gimp, Picsasa und Co.

Dann bearbeite ich ausgewählten Bilder in der Regel mit Lightroom. Für viele Schritte habe ich mir Lightroom Presets zur Fotobearbeitung angelegt. Zudem nutze ich viele Lightroom Tastatur-Shortcuts. Das spart Zeit. Dann komme ich bestenfalls auf 8-12 Bilder, auf die ich dann stolz bin und mich drüber freue, diese fotografiert zu haben.

2. Freundeskritik: Drucke deine Foto-Kollektionen und verschenke sie

Jeder von uns postet kleine Bildserien vom letzten Fotowalk auf Facebook, Flickr und ähnlichen Plattformen. Auch gibt es Kommentare und Feedback.

Kleine Fotogeschenke erhalten die Freundschaft

Aber noch mehr Feedback wirst du bekommen, wenn du deine Fotos deinem gegenüber direkt in die Hand gibst. Das gedruckte Bild gewinnt enorm und es wird nicht so inflationär im „Social Media Overkill“ untergehen.

Echte Fotoentwicklung muss nicht teuer sein

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Juhu, meine Fotos als A3-Kalender

Klar, das kostet ein paar Euro. Aber was kostet denn dein ganzes Kamera Equipment bitte schön? Vielleicht findest du ja einen günstigen – und qualitativ guten – Anbieter. Weltklasse ist natürlich der Großformatdruck als Leinwand oder Alu Dibond.

Ich habe mich aber letztens an die gute alte Idee des Fotokalenders erinnert. Ein Kalender = 12 Monate = 12 Bilder: Perfekt für (m)eine erste Kollektion! Ich habe mal ein bisschen gestöbert. Tipp: Wenn du nach den klassischen Fotogeschenke selbst gestalten Anbietern sucht, gibt es viele Angebote. Also habe ich habe mal nach Kalender bei Business-Anbietern wie zum Beispiel cewe-print.de geschaut. Die kannte ich sonst nur für Flyer oder Visitenkarten. Aber da bekommst du sogar eine kleine Auflage von so ’nem Kalender echt günstig in cooler Druckqualität. Ich habe mir zum Beispiel 10x einen A3 Kalender drucken lassen und zahle gerade mal 9,30€ pro Kalender. Also ruhig mal vergleichen.

Wie wird das Feedback sein?

Jetzt bekommen mein Eltern, Bruder und Co. alle die gleiche Kollektion. Doch bin ich mir sicher, wird jeder ein unterschiedliches Feedback geben. Wer traut sich vielleicht auch mal eine Kritik zu dem ein oder anderen Bild und was lerne ich dabei. Kannst natürlich auch Weihnachtskarten oder das gute alte Papierbild machen – diese Idee soll dich ja nur inspirieren, dass du dir die richtigen Motiv für eine Kollektion aussuchst, es verschenkst und (hoffentlich) ein Feedback bekommst. 

3. Fremdkritik: Hole dir kritisches Feedback

zusammen fotografieren beim photowalk meetup berlin
Zusammen fotografieren & diskutieren beim Fotowalk

Ein Rückmeldung und konstruktive Kritik von anderen ist wirklich hilfreich. Bei manchen Foto-Walks und Foto-Touren beobachte ich immer wieder das Panik „P“ in den Augen und die Zurückhaltung einiger Teilnehmer. Ahhh, lieber nicht den Nebenmann durch die eigene Speicherkarte klicken zu lassen. Aber ich finde es total hilfreich. Was soll denn passieren? Ich lerne beim anschauen der Bilder. Wie er oder sie den Ort gesehen? Wie reagieren andere auf meine Bilder?

Klar, es zwickt auch kurz mal, wenn man hört, warum man dieses und jenes so oder so fotografiert hat. Doch wie soll ich denn dazu lernen, wenn mir niemand sagt: Fotografiere das mal auf gleicher Höhe wie das Objekt. Versuche mal deine Bildinhalte zu minimieren. Setzte den Fokus nicht immer in der Mitte. Dann kann ich argumentieren, interpretieren und Fragen stellen. Und beim nächsten Fotowalk kann ich es neu ausprobieren.

Wo holst du dir dein fotografisches Feedback?

Diese 3 Ideen helfen mir mittlerweile sehr gut, um Fortschritte und Entwicklung bei mir zu beobachten und zu beurteilen. Wo und wie holst du dir Feedback? Wie gehst du mit deinem fotografischen Motivationstief um? Ich freu mich auf deine Kommentare.

6 tolle Pdfs für deinen schnellen Start in Lightroom 5 als Download

Lightroom 5 lernen: Vorher-Nachher

Lightroom ist ein wundervolles Programm für die Bildbearbeitung und Fotobearbeitung. Was da alles möglich ist: Mit wenigen Klicks aus einem blassen Bild ein leuchtendes Kunstwerk machen, Bildausschnitte hervorheben, störende Elemente aus dem Bild verbannen und vieles mehr. Schaut euch zum Beispiel mal mein Bild an, welches ich letztens in Rom gemacht habe:

Lightroom 5 lernen: Vorher-Nachher
Lightroom 5 lernen: Tolle Tools um Perspektiven zu bearbeiten

Lightroom 5 schnell lernen

Doch ist Lightroom, ähnlich wie auch Photoshop, ein mächtiges Tool. Das will gelernt sein. Ich mache jede Woche Fortschritte, aber so oft suche ich nach dieser und jener Funktion. Aber seid ihr auch immer so ungeduldig wie ich und wollt ganz schnell erste Erfolge sehen? Dann geht es leider doch nicht so schell, wie eigentlich gewünscht. Äh, wo war denn noch mal die Lupe? Wo war die Taste für vorher/nachher Effekt? Hmmm …

Meine liebsten Cheat-Sheets für den schnellen Start in Lightroom

So habe ich angefangen im Netz zu schauen nach Pdfs und Hilfen für die Mutter aller Programme für die Fotobearbeitung. Damit ihr euch nicht die Arbeit machen müsst, habe ich euch hier meine liebsten Dateien einiger toller Foto-Blogs zusammengestellt, mit denen ihr den perfekten Schnelleinstieg in Lightroom bekommt. Der Einfachheit halber als praktische Zip-Datei.

So geht’s – solltet ihr noch kein Fan von IG-Fotografie auf FB, Twitter oder Google+ sein, könnt ihr einfach – um den Download-Link zu sehen – auf einen der folgenden Facebook-, Twitter oder Google+ Buttons klicken. Dann erscheint der Link zur Download-Datei. Dann könnt ihr die Lightroom Schnellstart-Listen und Cheatsheets als gezippte Pdf-Datei runter laden:

Hinweis: Um den Download-Link zu sehen, freue ich mich über ein kleinen Like auf einen der folgenden Facebook, Twitter oder Google+ Buttons. Danke!

Mit diesen Listen gelingt der schnelle Einstieg in deine noch besseren Lightroom-Sessions. Einfach ausdrucken und neben die Tastatur legen. Ich wünsche viel Spaß bei der Bildbearbeitung.

Ach so, wenn du noch Tipps hast oder Empfehlungen für Cheat-Sheets, dann schick mir ne Mail oder schreibe es hier in das Kommentarfeld. Hier gibt es übrigens noch mehr kostenlose Fotobearbeitungs-Tutorials zum Fotografieren lernen.

Ich wollte einfach den Leuten zeigen, wie viele wunderschöne Orte es gibt – Fotograf Simon Markhof im Gespräch

Autumn Breeze: Herbsstimmung am Fichtelsee. Foto (c) Simon Markhof.
Interview Simon Markhof
Aus der Serie „Into the Night“, Foto (c) Simon Markhof

Ich weiß nicht mehr genau, wie ich auf Simon Markhof aufmerksam geworden bin. Aber es gab da dieses Foto, welches ich eine gefühlte Ewigkeit anschauen musste. Es ist einfach so wundervoll und beeindruckend. Entstanden ist es in der Fotosession „Into the night“ – zu sehen auf Simons Blog.

Das Thema Landschaftsfotografie und insbesondere Nacht und Sternenhimmel finde ich faszinierend. Noch spannender finde ich es die Geschichten dahinter zu erfahren und vielleicht auch dadurch etwas mehr über die Art der Fotografie zu lernen.

Daher freue ich mich, dass Simon Lust hatte ein paar Fragen auf IG-Fotografie.de zu beantworten.

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Auch wenn er es heute sicher bestreiten würde hat mich mein langjähriger Schulfreund Tobias Rumler das erste Mal wirklich mit der Fotografie als solches konfrontiert. Ich war damals wirklich beeindruckt von einem Bild, dass es vermutlich schon lange nicht mehr gibt. Es handelte sich um ein – aus heutiger Sicht – ziemlich rauschiges und etwas übersättigtes Foto von einem Windpark bei Sonnenuntergang. Tobias war damals auch noch in den Anfängen seiner fotografischen Laufbahn und es war eben die Art von Foto, die einen beeindruckt, wenn man nichts damit zu tun hat. Das war vor ca. 9 – 10 Jahren am Ende meiner Schulzeit und ist mir immer noch im Gedächtnis.

Simon Markhof im Gespräch
Simon Markhof im Gespräch

Ich fing darauf hin an mit meiner Kompaktkamera zu experimentieren. Ich wollte lernen wie das alles funktioniert, was gut aussieht und warum es gut aussieht. In der darauffolgenden Zeit war ich immer daran interessiert alles festzuhalten. Es ging mir zuerst gar nicht so sehr um die Qualität der Fotos, sondern vielmehr um den Spaß am Fotografieren und dem dahinterstehenden Lernprozess, der am Anfang natürlich noch sehr eingeschränkt war.

Meine damalige Kamera, eine Casio Exilim mit 3MP, gab den Rahmen vor, in dem ich mich bewegen konnte. Die Natur war dabei schon immer mein liebstes Motiv.

2008 ergab es sich dann, dass ich den Einstieg in die Fotografie mit einer digitalen Spiegelreflex (einer ziemlich rudimentären Version davon) fand. Ich wollte unbedingt Landschaften weitwinkliger fotografieren können und ging in den Fotoladen um mir eine Vorsatzlinse für meine Kompaktkamera zu kaufen. Der kompetente Verkäufer hatte eine Engelsgeduld mit mir und erklärte mir die Vorteile der Spiegelreflex, ohne dabei den Anschein zu machen unbedingt zu einem Verkaufsabschluss kommen zu müssen.

Nach einigen Tagen der Überlegung kratzte ich mein Erspartes zusammen – ich war damals noch Auszubildender und das Geld war knapp – und gab ca. 500,- € für ein Nikon D40 Kit aus, welches sich von da an schnell zu meinem wertvollsten Besitz mauserte.

Das Fieber hatte mich gepackt und ich habe mich in allen Arten der Fotografie ausprobiert Portrait, Makro, Stillleben, Tiere, Produkte usw. um letztendlich wieder bei der Landschaftsfotografie zu landen, die mich nach wie vor am meisten begeistert.

Interview Simon Markhof
Foto (c) Simon Markhof

Mit welchem Equipment fotografierst Du Deine Langzeit-, Nacht- und Landschaftsfotografie?

Da ich mit einer Nikon ins Spiegelreflex-Business eingestiegen bin, bin ich verständlicherweise auch dabei geblieben. Heute fotografiere ich eigentlich alle genannten Bereiche mit einer Nikon D7000, die mir gehört. Neuerdings leihe ich mir hin und wieder auch eine D610, die ich mir wahrscheinlich auch in näherer Zukunft zulegen werde.

Die Auswahl des Objektivs hängt natürlich immer von der Situation ab, aber für diese Art von Fotos liebe ich mein Sigma 10-20mm wegen dem großen Aufnahmewinkel. Aber auch mein Nikkor 24-70mm, f2.8 verwende ich seit der Anschaffung ganz oft für Landschaftsaufnahmen. Je nachdem, ob mir die Abbildungsleistung oder der Weitwinkel für das Ergebnis wichtiger erscheint entscheide ich eigentlich nur zwischen diesen beiden Objektiven.

„Darüber hinaus habe ich mich in die Langzeitaufnahmen am Tag verliebt, weil man so einfach Situationen abbilden kann, die man eigentlich nicht zu Gesicht bekommt.“

Darüber hinaus habe ich mich in die Langzeitaufnahmen am Tag verliebt, weil man so einfach Situationen abbilden kann, die man eigentlich nicht zu Gesicht bekommt. Dafür nutze ich einen LEE Big Stopper, der schon mal den Tag zur Nacht macht. Das positive dabei ist, dass ich aufgrund des gleichen Filterdurchmessers der oben erwähnten Objektive auch nur einen Adapter dafür benötige und so ist in meiner Tasche meistens auch noch etwas Platz.

Mit Stativen hatte ich bisher sehr viel Pech. Eines ist gebrochen, eines ist vom Salzwasser korrodiert und lässt sich nicht mehr ausziehen und so weiter. Stative und ich haben eine ganz besondere Geschichte – aber leider keine gute. Derzeit arbeite ich mit einem MeFoto GlobeTrotter, das ich mir bedauerlicherweise auch immer ausleihen muss. Noch bin ich mir nicht sicher, welches das nächste Stativ wird.

Für Nachtaufnahmen sind natürlich Fernauslöser notwendig, um Verwacklungen durch den nervösen Shutterfinger zu vermeiden. Aber hier habe ich einfach ein Produkt eines Fremdanbieters gewählt, das alles kann was ich brauche, nämlich die Kamera auslösen. Zur sonstigen Standardausrüstung in meinem Rucksack gehören darüber hinaus noch ein Circular Polfilter, ein weiches Tuch mit dem man die teuren Linsen säubern kann und noch anderer Kleinkram, der aber für die eigentlichen Aufnahmen selten eine Rolle spielt.

Interview Simon Markhof Fotografie
Foto (c) Simon Markhof

Kannst Du Dich noch an das erste Foto erinnern, das Du fotografiert hast?

Ich weiß nicht ob es wirklich das erste meiner Fotos war, aber an eines der ersten kann ich mich noch sehr gut erinnern. Ich war ca. 9 Jahre alt und hatte eine quietschgelbe Analogkamera mit Animationssounds um Leute zum Lachen zu bringen – was übrigens nie funktioniert hat, aber das lag vielleicht auch an der inflationären Benutzung der immer gleichen Sounds durch meine Wenigkeit. Als stolzer kleiner Racker habe ich damals meine nagelneuen Adidas Fußballschuhe in meinem Kinderzimmer drapiert und abgelichtet. Ich konnte es kaum erwarten bis ich die Bilder zu Gesicht bekam. Ich muss heute noch lachen, wenn mir das Bild in die Hände fällt.

Neben meinen allerersten Gehversuchen meinst du sicherlich die ernsthaftere Fotografie. Hier war es ein Foto von Regentropfen auf einem Blatt, das mich total begeistert hat. Aus heutiger Sicht war das Foto nicht besonders, aber ich mag es immer noch. Bei allen anderen Fotos die ich so am Anfang gemacht habe stellen sich mir heute meist die Nackenhaare auf, aber zu diesem Bild habe ich einen sehr emotionalen Bezug. Ich glaube, dass es genau dieses Foto war, dass den Unterschied zwischen knipsen und fotografieren gemacht hat und das mich auf den Weg gebracht hat, auf dem ich mich heute befinde.

„Auch die Natur hat mal schlechte Laune und ich gehe frustriert nach Hause ohne den Shot, den ich im Kopf hatte.“

Deine Schwerpunkte liegen im Bereich Landschaftsfotografie. Gibt es dafür spezielle Gründe bzw. welchen Reiz üben diese Bereiche auf Dich aus?

Landschaftsaufnahmen empfand ich schon immer als etwas ganz Besonderes. Wenn ich früher, als ich noch nicht fotografierte, einen großformatigen Druck von Orten gesehen habe, die man selbst so vielleicht nie zu Gesicht bekommt, weckte das immer das Fernweh in mir. Die Vielfalt von Aufnahmen faszinierte mich jedes Mal.

Von Regenwald bis zu Gebirgsketten gibt es auf der Welt so viele wunderbare Orte. Als ich dann mit der Fotografie begann kam es einfach irgendwie, dass ich mich am meisten damit beschäftigte wie man Landschaftsszenerien am besten auf den Sensor bekommt. Ich wollte einfach den Leuten zeigen, wie viele wunderschöne Orte es gibt. Ihnen das Gefühl zu geben, das man selbst im Moment der Aufnahme hatte, das ist eigentlich der Reiz den das Ganze für mich hat. Dazu kommt, dass man völlig frei von anderen ist. Es ist für mich kein Problem mit meiner Kamera loszuziehen und einfach mehrere Stunden unterwegs zu sein.

Mit einem Model wäre das schon schwieriger. Da ist man dann auch von der Laune und dem Durchhaltevermögen der Models abhängig. Je nachdem wird das Ergebnis besser oder eben schlechter. So gesehen ist natürlich die Natur mein Model. Auch die hat mal schlechte Laune und ich gehe frustriert nach Hause ohne den Shot, den ich im Kopf hatte. Aber dann gehe ich einfach ein anderes Mal wieder nach draußen. Das Gute ist, dass ich einfach von niemandem abhängig bin.

Interview Simon Markhof Fotografie
Foto (c) Simon Markhof

Wie würdest Du Deinen fotografischen Stil beschreiben?

Das ist eine schwierige Frage. Auf Landschaftsaufnahmen bezogen versuche ich die Aufnahmen immer relativ realistisch zu halten. Dabei habe ich aber gerne einen Teil des Bildes, der etwas zeigt, was man sonst nicht so wahrnimmt. Ich liebe es z.B. Teile von Landschaften per Langzeitbelichtung verschwimmen zu lassen (wie. z.B. Wasser oder Wolken). Das gibt dem Bild noch einmal eine besondere Note. Dabei versuche ich aber immer nicht zu kitschig zu werden.

„Ich will dem Betrachter die Situation so zeigen, wie ich sie empfunden habe.“

Ich würde mich jedoch nicht einer festen Richtung zuordnen. Das überlasse ich gerne anderen. Ich versuche das Foto immer so zu gestalten, dass es die Aufnahmesituation am besten wiedergibt. Was mir allerdings sehr wichtig ist, ist dass meine Fotos natürlich wirken. Ich will dem Betrachter die Situation so zeigen, wie ich sie empfunden habe. Derjenige, der das Foto sieht soll sich in die Situation, in den Moment der Aufnahme hineinversetzen können.

Was zeichnet Deiner Meinung nach ein tolles Foto aus?

Neben technischen Aspekten wie Komposition, Belichtung, Schärfe etc. die unabdingbare Grundlage für ein gutes Foto sind ist es für mich oft einfach die Geschichte hinter dem Bild die aus einem Foto etwas Besonderes macht. Es gibt sehr viele technisch gute Fotografen da draußen, aber ich habe das Gefühl, dass in dem digitalen Zeitalter ein gutes Foto immer weniger wert wird. Man scrollt durch die „Popular-Galerie“ auf 500px.com und sieht sich ein Foto im Durchschnitt 2-3s an. Dann hinterlässt man entweder sein „Gefällt mir“ oder eben nicht. 2 Sekunden später hat man das Foto auch schon wieder vergessen.

Eine größere Wertschätzung der Arbeit eines Fotografen ist heute doch eher selten. Auf anderen Plattformen läuft es ganz genauso. Die meisten Leute lesen keine Bildbeschreibungen mehr. Das ist wirklich schade. Denn oft ist die Story, die hinter dem Foto steckt ein wichtiger Bestandteil des Bildes. Erst wenn man die Geschichte kennt kann man einen Bezug zum Bild aufbauen. Sie gehört quasi genauso zu dem Foto wie die Exif-Daten.

Was mir auch gefällt ist, wenn ein Bild einfach Emotion transportiert. Wenn man beim ersten Blick emotional gefangen ist – und es gibt Leute, die das wirklich gut können – dann ist es auch ein gutes Foto, wenn es technisch nicht perfekt ist. Letztendlich ist die Fotografie aber ein Handwerk, das einfach gewissen Regeln folgt. Wenn man diese beachtet wird das Ergebnis tendenziell besser, als wenn man einfach drauf los knippst. Wenn man die Regeln beherrscht kann man diese gezielt brechen und damit einen Überraschungseffekt erzielen. Und diese Regeln machen oft den Unterschied zwischen gut und – naja, sagen wir – nicht so gut.

Spielt der Zufall bei Deinen Arbeiten eine große Rolle oder ist vieles geplant?

Natürlich kann man vieles planen, aber die Natur hält immer Überraschungen bereit, somit würde ich das mit dem Zufall schon bejahen. Grundsätzlich werden die Shootings schon geplant und vor allem auf Reisen, wo mittlerweile die meisten Fotos entstehen, hat man oft einen straffen Zeitplan. Aber ein wenig Glück muss man immer haben. Oft muss man Shoots 3-4 mal wiederholen, bis das man das Licht oder die Stimmung bekommt, die man sich vorgestellt hat.

„Ein gutes Foto kann man nur machen, wenn man die Kamera dabei hat.“

Manche Fotos entstehen aber auch ganz spontan, z.B. am Straßenrand während einer Fahrpause o.ä. Das hängt auch immer ein wenig von der Situation ab. Meine wichtigste Regel lautet aber „Ein gutes Foto kann man nur dann machen, wenn man die Kamera dabei hat“. Viel zu oft habe ich mich schon geärgert, dass ich meine Kamera in gewissen Situationen nicht zur Hand hatte. Das passiert mir so schnell nicht wieder!

Wie empfindest Du die technische Entwicklung in den letzten Jahren?

Es ist unglaublich was heutzutage möglich ist. Mich fasziniert es immer wieder, wie Hersteller und auch Fotografen die Limits immer weiter nach oben pushen. Das ist auch gut für die eigene Motivation, denn so setzt man sich auch selbst immer wieder neue Ziele und versucht immer besser zu werden.

Was zum Beispiel neue Kameras für einen verhältnismäßig geringen Preis bieten war bis vor einiger Zeit schier undenkbar. Auch Fotocommunities und Bearbeitungsprogramme erleichtern das Leben aller digitalen Fotografen ungemein. Das ist schon beeindruckend, wie diese Industrie sich stetig weiterentwickelt. So gut wie ich das auf der einen Seite finde, so hat es natürlich auch seine schlechten Seiten. Durch die Erschwinglichkeit einer soliden Fotoausrüstung sieht man immer mehr Fotos auf dem Markt und jeder ist plötzlich Fotograf und vergisst dabei, dass es sich bei der Fotografie um ein Handwerk handelt, dass eine 3 jährige Lehrzeit voraussetzt. In diesem Sinne bin auch ich kein Fotograf.

Man muss immer bedenken, dass eine gute Ausrüstung und ein paar Nachbearbeitungsskills einen noch lange nicht zum professionellen Fotografen machen. Da gehört leider noch eine Menge mehr dazu. Auch die technische Entwicklung trägt immer mehr dazu bei, dass ein Foto heutzutage nicht mehr die richtige Wertschätzung erhält. Leute zahlen bei Fastfoodketten locker mal 7€ pro Menü für Essen, das nicht besonders gut schmeckt. Möchte man aber Bilder einer Veranstaltung für 5€ pro Stück an den Mann bringen erntet man nur seltsame Blicke. Das empfinde ich als ein wenig schade. Das ist aber eher ein gesellschaftliches Problem und wird durch den technischen Fortschritt nur unterstützt.

Du fotografierst ja nicht nur Landschaft. Was sind die meist gestellten Fragen in Deinen People Fotoshootings?

Oh, das kann ich so gar nicht beantworten, da jedes Shooting mit Leuten unterschiedlich ist. Und so viele Porträtaufnahmen fremder Leute mache ich ja gar nicht. Die meisten sind langjährige Freunde, die mir da vertrauen und die ich auch ganz gut kenne. Aus der Erfahrung heraus kann ich sagen, dass man den meisten Fragen entgegenwirken kann, wenn man demjenigen vor der Kamera vorher die Angst/Unsicherheit nimmt.

Ein nettes Gespräch, ein wenig Smalltalk und Erklärungen wie das Ganze am besten abläuft, das hilft schon sehr. Lockere Atmosphäre mit ein wenig Hintergrundmusik zu schaffen finde ich auch immer gut. Leute die nicht so oft vor der Kamera stehen haben meistens Angst, wenn man Ihnen eine Linse mit 72mm Durchmesser ins Gesicht hält. Da hilft es den Leuten oft schon, wenn sie den Menschen hinter der Kamera erst einmal ein wenig besser kennenlernen, bevor sie sich dann als Model vor die Kamera begeben. Auf konkrete Fragen kann ich das aber leider gar nicht reduzieren.

Was sind Deine meist genutzten Kameraeinstellungen im Hinblick auf Blende, ISO und Belichtungszeit?

Bei Landschaftsaufnahmen ist die Blende natürlich eher geschlossen, also so zwischen f8 und f14 bewege ich mich da meistens. Da das Licht sehr unterschiedlich ist bei verschiedenen Aufnahmesituationen versuche ich einfach richtig zu belichten und ggf. die Belichtungszeit anzupassen. Unabhängig von den Gegebenheiten versuche ich dabei die ISO so gering wie möglich zu halten, da Bildrauschen mein – Sheldon Cooper lässt grüßen – persönlicher Todfeind ist.

Manchmal lässt sich eine höhere ISO nicht verhindern, aber das versuche ich schon bei 100 zu halten. Meistens gelingt das auch. Was ich als sehr nützlich empfinde ist die Belichtungsreihe, so kann man auch ein wenig experimentieren wie das Bild dann heller oder dunkler aussieht. Und das Stativ ist natürlich Pflicht. Ohne Stativ geht eigentlich gar nichts.

„Ich bin der Meinung, dass man aus einem schlechten Bild auch mit der teuersten Software kein Meisterwerk macht.“

Welche Rolle spielt die Bearbeitung und womit bearbeitest Du Deine Fotos im Nachhinein?

Bestenfalls spielt die Bearbeitung keine große Rolle. Eine gut komponierte Aufnahme kann eigentlich mit allen gängigen Bearbeitungsprogrammen optimiert werden. Da muss es nicht immer die teuerste Option sein. Ein wenig Kontrast hier, ein wenig Farbanpassung da. Das geht eigentlich mit jeder handelsüblichen Software. Die Marke und der Umfang sollte dabei für Leute die das Fotografieren lernen möchten gar nicht im Vordergrund stehen.

Viel wichtiger ist das Verständnis von Bildwirkung und dem was realistisch und was unnatürlich wirkt. Gerade in der Landschaftsfotografie ist das oft ein schmaler Grat der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Bearbeitung sollte am Anfang sowieso nicht das sein, womit man die meiste Zeit verbringt. Am wichtigsten bleibt der Moment der Aufnahme! Alles was man hier richtig macht muss man in der Bearbeitung nicht korrigieren. Das wird meist vergessen. Ich bin der Meinung, dass man aus einem schlechten Bild auch mit der teuersten Software kein Meisterwerk macht. Lieber ein wenig mehr Zeit in das Foto an sich stecken als in die Bearbeitung. Es soll ja auch realistisch bleiben. Optimieren kann man dann mit jedem Programm, das in den finanziellen Rahmen jedes einzelnen passt.

Wer sind Deine fotografischen Vorbilder?

Wenn ich diese Frage mit nur einem Namen beantworten sollte, dann wäre das sicherlich die Arbeit von dem südafrikanischen Landschaftsfotografen Hougaard Malan. Jedes seiner Fotos ist einfach technisch perfekt und wirkt dabei so natürlich als würde man die Szenerie selbst betrachten. Das fasziniert mich jedes Mal aufs Neue. Daneben gibt es aber noch viele andere Fotografen, deren Werke mich inspirieren. Marc Adamus zum Beispiel schafft mit jedem Foto eine absolut unglaubliche Stimmung, der man sich kaum entziehen kann. Diese Fotos sind allerdings nicht jedermanns Geschmack.

Im Hinblick auf fotografieren lernen: Was hättest Du gerne damals gewusst?

Ach, da bin ich eigentlich ganz froh, dass ich mich da so rein gearbeitet habe. Kritikfähigkeit ist allerdings etwas, dass ich lange Zeit lernen musste, die hätte ich gerne von Anfang an gehabt. Wenn ich gerne etwas gewusst hätte, dann dass Fotocommunities zwar eine tolle Sache sind, in den wenigsten Fällen aber die besten Fotografen die meisten Kommentare abgeben. Oft werden Kommentare dort nur abgegeben um selbst mehr Views/Likes/Faves oder was auch immer zu bekommen. Ein Kommentar wie etwa „so ein schönes Bild“ schmeichelt natürlich jedem und tut der Seele gut, bringt einen aber persönlich und fotografisch leider nicht viel weiter. Wenn jemand sagt „schlechtes Bild“ oder „gefällt mir nicht“ ist man oft geneigt das als nicht qualifizierte Kritik abzutun. Aber ebenso ist ein „Gefällt mir“ keine qualifizierte Kritik, auch wenn es sehr viel besser klingt. Wenn einem aber qualifizierte Leute sagen, was man falsch macht, dann nagt das zwar zuerst an einem, hilft einem aber auch dabei immer besser zu werden. Diese qualifizierten Leute zu finden ist gar nicht so leicht. Das hätte ich gerne von Anfang an verstanden.

Hast Du ein Foto, auf das Du besonders stolz bist?

Auf viele meiner Fotos bin ich stolz. Wäre ja auch schlimm wenn nicht. Sicher sind die Fotos aus Neuseeland ein Highlight meiner fotografischen Laufbahn. Ich mag zum Beispiel eine Foto aus dem Tongariro National Park, Neuseeland ganz besonders.

Tongariro National Park, Neuseeland
Tongariro National Park, Neuseeland, Foto (c) Simon Markhof

Aber auch auf die Fotos aus meiner Heimat, dem Fichtelgebirge, bin ich teilweise sehr stolz, weil ich damit den Leuten zeigen kann wie wunderschön es hier ist.

Autumn Breeze: Herbsstimmung am Fichtelsee. Foto (c) Simon Markhof.
Autumn Breeze: Herbsstimmung am Fichtelsee. Foto (c) Simon Markhof.

Was sind Deine nächsten Herausforderungen, auf die Du dich besonders freust?

Die wahrscheinlich größte Herausforderung steht nächstes Jahr an. Da werde ich zusammen mit meiner Freundin ein Jahr lang Australien bereisen und dabei hoffentlich ein paar schöne Bilder ergattern. Da wir noch knietief in den Vorbereitungen stecken kann es noch ein wenig dauern, aber ab nächstem Jahr gibt es dann auch jede Menge Fotos von diesem ganz besonderen Ereignis.


Wer mehr über Simon erfahren möchte, kann sich auf seinem Blog umschauen. Dort gibt es zudem auch alsbald Infos zu seiner geplanten Australienreise. Hierzu könnt ihr euch aber auch die Webseite wombat-chase.com vormerken.

Simon im Netz:

Website & Blog: simonmarkhof.de/photography.html

FB: facebook.com/simonmarkhofphotography

500px: 500px.com/simonmarkhof

Instagram: instagram.com/simonmarkhof (relativ neu)

Fotos: (c) Simon Markhof

Spannende Fotoaufgaben: Deine Ideen sind gefragt

Architektur fotografieren in Berlin

besser fotografieren - das buchKomm raus aus der Komfortzone! Kennst du spannende Fotoaufgaben? Dann will ich sie wissen! Unter allen Teilnehmern verlose ich eine Ausgabe des Buches „Besser Fotografieren: Die hohe Schule der kreativen Fotografie“ von George Barr.

Fotoaufgaben: Hast du gute Ideen für mich?

Ich möchte demnächst einen Beitrag über tolle Fotoaufgaben schreiben. Hast du gute Ideen für mich? Zum Beispiel: Fotografiere einen Monat lang jeden Tag ein Selfie. Oder ab sofort Fotografiere ich Details meinen Arbeitsweg. Ich fotografiere für einen Woche immer aus der Hüfte statt durch den Sucher zu schauen. Es gibt so viele tolle Themen, die wir uns vornehmen können. Manche gehen schnell, manche sind längere Projekte. Aber das hilft bei der Aufgabe Fotografieren lernen.

Zum Beispiel: Heute fotografiere ich nur in schwarzweiß

Meine letzte Herausforderung, die ich mir gestellt habe, war: Heute fotografiere ich nur in schwarzweiß. Eigentlich bin ich da nicht sehr geübt drin. Aber genau das hat den Reiz für mich ausgemacht. Ich musste alle Motive vorher überlegen – wie wirken Licht und Schatten zusammen. Gibt es spannende Texturen oder Oberflächen. Wie ist die Architektur? Toll, was dabei dann oft passiert …

Architektur fotografieren in Berlin
Fotoaufgabe schwarzweiß: „Boys Dream“

Wie kannst du mitmachen: Kommentieren und gewinnen

Also, wenn du eine gute Idee hast, dann schreibe sie in das Kommentarfeld unter diesem Beitrag. Wenn du magst, kannst du mir auch gerne zusätzlich ein Foto zu der Aufgabe schicken an lars (at) ig-fotografie.de (schreib gerne dazu, ob ich das Foto veröffentlichen darf!).

Oder poste deine Aufgabe über Twitter mit dem Hashtag #Fotoaufgabe und dem Zusatz @vegasworld. Auf unserer Facebook-Seite oder auf unserer Google+ Seite geht’s natürlich auch. Ganz wie du willst.

Ich freue mich auf deine Idee!

PS: Teilnahmeschluss ist Sonntag (17.08.2014), 12 Uhr Mittag. Den/die Gewinner(in) entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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Makrofotografie: Der Mikrokosmos in meinem Garten – Interview mit Andrea Tanner

Makrofotografie Spinnen - Interview Andrea-Tanner

Andrea Tanner MakrofotografinAndrea Tanner liebt den Blick für’s Detail. Ihre Welt ist der kleine Moment – die Makrofotografie. Sie erkundet den Mikrokosmos im eigenen Garten, im heimischen Park oder im Wald vor der Tür. Andrea fotografiert erst seit knapp einem Jahr. Ich habe die Gelegenheit genutzt, ihr ein paar Fragen zum schönsten Hobby der Welt zu stellen und mehr über die Makrofotografie zu lernen.

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Fotografieren habe ich erst im Juni 2013 durch den Kauf meiner ersten, digitalen Spiegelreflexkamera für mich entdeckt. Diese war ursprünglich gedacht, um Schnappschüsse von meiner Familie in besserer Qualität zu machen. Dass es mich so packt, hätte ich nie gedacht. Mittlerweile ist die Kamera mein ständiger Begleiter. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, mindestens ein Foto pro Tag zu schiessen. Bis jetzt hat’s gut geklappt. Meistens wurden aus einem auch um einige mehr.

Makrofotografie Falter - Interview Andrea Tanner

„Ich gehöre nicht zu den Geduldigen, welche das Stativ vor eine Blüte platzieren und auf ein Insekt warten.“

Mit welchem Equipment fotografierst Du, wenn du auf Makro-Entdeckungstour gehst?

Ich besitze die Nikon D7000. Zu Beginn nutzte ich das 18- 270mm Reisezoomobjekt von Tamron . Vor gut einem halben Jahr habe ich mir das Sigma 50-500mm Zoom Objekt gekauft. Mit diesem sind auch die ersten guten Makrobilder entstanden. Da das Objektiv mit 2KG relativ schwer ist, habe ich mir vor kurzem noch das Makroobjektiv von SIGMA Objektiv MAKRO 150mm F2.8 EX DG OS zugelegt. Von dem bin ich total begeistert. Ich würde es nicht mehr weggeben.

Da ich Freihand-Fotografin bin, gehöre ich nicht zu den Geduldigen, welche das Stativ vor eine Blüte platzieren und auf ein Insekt warten. Wenn ich ein schönes Insekt gesichtet habe, muss es schnell gehen. Manchmal verfolge ich dieses robbend durch eine Wiese. Hier wäre zusätzliches Equipment störend. Filter habe ich noch nicht genutzt.

Makrofotografie Spinnen - Interview Andrea-Tanner

Kannst Du Dich noch an das erste Foto erinnern, dass Du fotografiert hast?

Ich glaube das waren Sportaufnahmen an einem Fussballspiel meines grösseren Sohnes. Ich habe am Anfang alles Fotografiert was mir irgendwie vor die Linse kam. Viele Bilder wurden aber auch gleich wieder gelöscht. Ich war aber auch unglaublich stolz auf einige der Fotos die ich zu Anfangszeiten geschossen habe. Aber wenn ich diese im Nachhinein betrachte, muss ich manchmal schon etwas schmunzeln. Es ist schon unglaublich wie viel man in einem Jahr dazulernen kann.

Deine Schwerpunkte liegt im Bereich Makro-Fotografie. Welchen Reiz hat dieser Bereich für Dich?

Makrofotografie Libelle - Interview Andrea Tanner

Die Natur hat viel Schönes zu bieten. Als Kinder sind wir der Natur und ihrer Tierwelt mit offenen Augen begegnet. Als Erwachsenen fehlt uns oft die Zeit dazu. Mit der Geburt unserer beiden Söhne habe ich wieder gelernt, die Natur aus den Augen eines Kindes zu betrachten. Stundenlang haben wir im Wald die Ameisen beobachtet, Schnecken und Regenwürmer eingesammelt und und und. Mittlerweile haben sich die Interessen meiner Jungs (12 und 9 Jahre) etwas verlagert und die Waldspaziergänge sind für sie nicht mehr so interessant.

Für gute Motive in der Makrofotografie braucht man nicht weit zu gehen und zu suchen. Es reicht auch schon nur ein kurzer Blick über den Wegrand und schon sieht man z.B. ein kleiner Grashüpfer am Grashalm pausieren oder einen Schmetterling auf Nektarsuche.

Diese schönen und manchmal etwas skurrilen Momente versuche ich mit der Kamera festzuhalten. Leider haben viele Menschen eine Abneigung gegenüber den kleinen Krabbeltierchen. Ich versuche mit meinen Bildern die Tierchen in ein besseres Licht zu setzten, um den Betrachtern die Faszination der einzelnen Lebewesen näher zu bringen. Ich selber bin immer wieder von neuem überrascht, was und die Natur und ihre Tierwelt alles zu bieten hat.

Makrofotografie Kellerassel: Interview Andrea Tanner

Wie würdest Du Deinen fotografischen Stil beschreiben?

Kreative Makrofotografie.

Was zeichnet Deiner Meinung nach ein tolles Foto aus?

Das ist schwierig. Das Bild welches mir heute nicht gefällt kommt ein paar Tage später für mich ganz toll rüber. So habe ich auch schon das eine oder andere Bild beim durchstöbern des Bildarchivs „neu“ entdeckt. Deshalb lösche ich wirklich nur die ganz misslungenen Bilder.

Spielt der Zufall bei Deinen Fotos eine große Rolle? Kannst du die „kleinen Momente“ planen?

Vieles ist dem Zufall überlassen. Manchmal plan ich auch kleinere Projekte, wie zum Beispiel gespiegelte Bilder von Blüten mit und ohne Insekten, welche auf unserem Gartentisch entstehen. Während der Fussball WM kam mir auch die Idee, Insekten mit einem Fussball zu posieren. Da musste ich lernen etwas mehr Geduld zu haben. Die Tierchen wollten nicht immer so, wie ich wollte. So musste ich vieles dem Zufall überlassen.

Makrofotografie Heuschrecke - Interview Andrea Tanner

Wie empfindest Du die technische Entwicklung in den letzten Jahren?

Das ist für mich schwierig zu beantworten. Einerseits weil ich erst seit einem Jahr Fotografiere und ich im Grunde genommen keine Ahnung von der Technik habe. Ich habe bis jetzt noch nicht einmal die Gebrauchsanleitung meiner Kamera studiert. So ist es auch bei meinem Laptop, iPhone, Waschmaschine und so weiter. Ich mache es wie meine Kinder. Die haben auch keine Angst und legen einfach mal los. Bei mir passiert irgendwie alles aus dem Bauchgefühl. Aber ich freue mich jedes Mal wie ein Kind, wenn ich wieder eine neue Funktion entdeckt habe.

Was sind Deine meist genutzten Kameraeinstellungen im Hinblick auf Blende, ISO und Belichtungszeit?

ISO habe ich meistens auf 100 eingestellt. Die Blende zwischen 6 und 8 und die Belichtung zwischen 1/100 und 1/250. Ich probiere auch hier einfach ein paar Möglichkeiten aus.

Welche Rolle spielt die Bearbeitung und womit bearbeitest Du Deine Fotos im Nachhinein?

Ich arbeite hauptsächlich mit Picasa und zwischendurch mit Photoshop Elements. Diese Programme nutze ich um die Belichtung anzupassen, das Rauschen zu mindern oder mal nachzuschärfen. Gerne nutze ich auch den Low Key Effekt.

Leider haben ich noch keine Ahnung, wie ich mit den verschiedenen Ebenen Arbeiten könnte. Mir fehlt einfach die Zeit sowie auch die Geduld. Vielleicht würde mir hier mal ein Workshop gut tun

Wer sind Deine fotografischen Vorbilder?

Vorbilder habe ich keine. Es gibt zwar viele Fotografen, welche ich auf Google+ treffe und die unwahrscheinlich tolle Fotos machen. Aber ich eifere niemanden hinterher oder vergleiche mich oder meine Bilder mit denen von jemandem anderem. Ich habe meinen eigenen Stil.

Im Hinblick auf fotografieren lernen: Was hättest Du gerne damals gewusst?

Dass das Fotografieren süchtig macht!

Hast Du ein Foto, auf das Du besonders stolz bist?

Makrofotografie Gelbbauchunke - Interview Andrea Tanner

Da gibt es ganz viele. Aber auf eines bin ich ganz besonders stolz. Es zeigt eine kleine Gelbbauchunke, die gerade um unseren Teich gehüpft. Auf unserem Gartentisch lag noch ein leeres Schneckenhaus und da kam mir die spontane Idee, den kleinen Kerl in das Häuschen zu setzten. Er hat auch ganz toll mitgespielt und dank dem Wasser auf dem Tisch entstand auch die wunderbare Spiegelung.

Was sind Deine nächsten Herausforderungen, auf die Du dich besonders freust?

Ich möchte in Zukunft noch andere Bereiche der Fotografie ausprobieren. Öfter werde ich angesprochen, ob ich auch Portraits mache. Aber dazu fehlt mir noch der Mut. Insekten reklamieren nicht, wenn ich sie nicht gerade von der besten Seite erwischt habe.

Auch die Landschaftsfotografie würde mich sehr interessieren. Mal schauen was die Zeit so alles mit sich bringt. Denn diese braucht es um dieses wunderbare Hobby auszuleben.

 

PS: Nach dem Gespräch mit Andrea muss ich mich nun dringend auch mit dem Thema Makrofotografie beschäftigen. Wie sind eure Erfahrungen damit? Welches Objektiv könnt ihr mir empfehlen, um mit meiner Canon 550d die kleine Welt zu entdecken? 


Andrea Tanner im Internet:

Website: andrea-tanner-fotografie.ch

Google+: plus.google.com/u/0/111035539034963015483

Fotos: Andrea Tanner


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Hefte raus, Klassenarbeit: Der Farbtemperatur Spickzettel

Kelvin Farbtemperatur Fotografie

Okay, jede Lichtquelle hat ihre eigene Farbe. Das Licht ist warm, jenes ist kühl – also scheinbar geht’s um Temperatur. Wiki sagt: „Farbtemperatur ist ein Maß, um einen jeweiligen Farbeindruck einer Lichtquelle quantitativ zu bestimmen„.

Maßeinheit für Farbtemperatur ist Kelvin

In der Fotografie ist diese Farbtemperatur in Kelvin angegeben. Der Weißabgleich ist daher scheinbar ein ganz wichtiges Thema in der Fotografie. Denn was genau als Farbeindruck weiß im Bild definiert wird, kann über das ganze Bild in seiner Wirkung bestimmen. Kühl oder romantisch. Blau oder Gelb. Da kenne ich mich leider noch viel zu wenig aus. Welches Licht hat denn welchen Kelvin-Wert?

Weißabgleich: Automatisch, manuell oder in der Nachbearbeitung

Farbtemperatur und Weißabgleich bedeutet, ist mir einmal mehr bei meinem Foto „Lights from the Sky“ bewusst geworden. Die meisten Kameras machen das automatisch. Funktioniert auch ganz okay. Aber natürlich kannst du es auch selbst bestimmen oder – wie ich es am liebsten mache – gar nicht beim fotografieren darauf achten, sondern in RAW fotografieren und dann nachträglich in Lightroom den Weißabgleich vornehmen. Toll,was dabei sich manchmal ergibt.

Wie macht ihr das in der Regel? Automatisch, manuell oder in der Nachbearbeitung?

foto des tages - lights from the sky - lars poeck -

Farbtemperatur einfach erklärt

So, Hefte raus, Klassenarbeit! Blau und Weiß sind eher im Bereich 7.000 Kelvin, rote und orange Töne eher im Bereich 2.000 Kelvin. Woher ich das weiß? Weil ich geschummelt hab mit den tollen Farb-Temperature Cheat-Sheet von Digitalcameraworld.

Kelvin Farbtemperatur Fotografie


fotografieren-in-berlin-buchMehr Inspirationen für deine Fotografie – mit über 100 Foto-Beispielen

Ich bin immer wieder in spannenden Orten und Locations zum Fotos machen unterwegs. Jetzt habe ich meine liebsten Foto-Locations in einem Buch für dich zusammengefasst und zeige dir die schönsten Foto-Motive. Egal, ob du Lost Places Fan und Entdecker bist oder ob du Architektur kreativ fotografieren willst – das Buch bietet dir eine Vielzahl an spannenden Motiv-Ideen. Zudem gibt es einige zusätzliche digitale Extras als Bonus für dich.

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Murphy’s Law: 15 Dinge, die beim Fotografieren gewaltig schief laufen können

Was beim Fotografieren alles schief gehen kann
Was beim Fotografieren alles schief gehen kann
Gute Idee. Das machen wir auch – nicht!

Mist, was läuft denn hier schief? Ich Anfänger! Naja, ich lerne ja noch. Aber Murphy’s Law kreuzt sicher auch eure Foto-Shootings. Vielleicht findet sich der ein oder andere in den folgenden Gesetzmäßigkeiten wieder.

1. Juhu, Testaufnahmen laufen perfekt. Ganz klar, das Shooting ein Desaster!

2. Wow, hast du viele Objektive. Im entscheidenden Augenblick ist garantiert das falsche vorgeschraubt.

3. Hast Du wenige Objektive, fehlt Dir immer genau das, welches Du nicht hast.

4. Da ist der perfekte Moment für das Foto. Auslöser drücken und dann erinnerst du, dass die Kamera noch auf Selbstauslöser mit 10 Sekunden Verzögerung gestellt ist.

5. Super, es kann losgehen und dann merkst du, dass deine Speicherkarte noch vom letzten Shooting voll ist. Oder ist sie noch im Kartenleser deines Laptops?

6. Gigantischer Himmel, wahnsinns Licht – und eine Hochspannungsleitung läuft durch Bild.

7. Den besten Sonnenuntergang entdeckst du immer dann, wenn du gerade auf der Autobahn bist.

8. Du brauchst immer dann ein Stativ, wenn du keines dabei hast. Und, klar – du brauchst immer dann kein Stativ, wenn du eines mit schleppst.

9. Das perfekte Wetter hält genau so lange, wie du brauchst, um das Shooting vorzubereiten.

1o. Kosmische Gesetz für das Fotografieren von Kindern oder Tieren: Sie sind bereit und du nicht.

11. Das Wetter klart genau dann wieder auf, wenn du deine Kamerasachen weg gepackt hast.

12. Dir fällt immer genau das Objektiv runter, auf das du 6 Monate gespart hast. Und warum fallen Objektive eigentlich lieber auf harten als auf weichen Untergrund?

13. Ganz klar, hast du einmal deine Kamera nicht dabei, wird sich der Moment für das Foto deines Lebens ergeben. Hast du deine Kamera dabei, wird n-i-e-m-a-l-s etwas außergewöhnliches passieren.

14. Das Objektiv, welches du gerade aufgeschraubt hast ist nie das was du für das erste Foto brauchst.

15. Wenn du als Passagier im Bus, Flieger oder Zug bist, wird mit größter Wahrscheinlichkeit die unglaubliche coole Szene für das Foto auf der anderen Fensterseite statt finden.

Woran erinnerst du dich, was bei dir mal gewaltig schief gelaufen ist beim fotografieren?


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3 Tipps um fließendes Wasser zu fotografieren

fließendes wasser fotografieren tipps

Schon lange bevor ich mich eingehender mit der Fotografie beschäftigt habe, fand ich diese mystischen „Wasser mit Nebel“ Bilder cool. Irgendwann aber wollte ich das auch mal machen und habe mir vorgenommen: So, jetzt Wasser in Bewegung fotografieren lernen.

Wie kann ich fließendes Wasser fotografieren?

Nachdem ich ein paar Fotobücher und Foto-Blogs durchstöbert habe, waren für mich drei grundsätzliche Punkte klar, um fließendes Wasser zu fotografieren:

1. Nutze lange Belichtungszeiten, um Bewegung aufs Foto zu bekommen

2. Packe ein Stativ ein, damit die Kamera nicht wackelt

3. Kaufe dir einen Graufilter, der wenig Licht durchlässt

Mit diesem Equipment ausgestattet kann es eigentlich schon losgehen. Natürlich sind Wasserfälle jetzt nicht gerade an der Tagesordnung im Stadtbild. So hatte ich letztens im Urlaub aber endlich mal die Gelegenheit meinen frisch gekauften Graufilter auszuprobieren:

Erster Versuch: Zu kurze Belichtungszeit

Wasser in Bewegung: Man sieht noch deutlich das spritzende Wasser. Nee, so will ich es nicht haben.

fließendes wasser fotografieren tipps
Iso 100, 79mm, f/25, 1/200 Sek.

Zweiter Versuch: 1/4 Sekunde Belichtungszeit

Also noch mal versuchen. Nun habe ich die Belichtungszeit auf eine viertel Sekunde verlängert.
So sieht das Ergebnis aus:

fließendes wasser fotografieren tipps
Iso 100, 79mm, f/5,6, 1/4 Sek.

Now we’re talking. So sieht es doch schon viel besser aus. Ich weiß, es ist kompositorisch jetzt nicht gerade Pulitzer-Preis Anwärter. Bildausschnitt und Stimmung könnten noch deutlich mehr kick vertragen, aber es ist ein Anfang und zeigt: Ja, ich habe die Technik schon mal im groben verstanden.

Wenn’s auch mal ohne gehen muss

Ja, Murphy’s Law: Dann war ich letztens beim Fotofestival in Zingst. Ich wollte am Vorabend schon zum Strand runter. Nur ein bisschen Seeluft atmen, vielleicht 2-3 Fotos am Strand machen. Konnte ich ahnen, dass sich eine Sturmflut ankündigt und das Wasser tobt und brodelt?

Aber der ein oder andere Pfahl hat meiner Kamera halt gegeben und das Wetter war eh grau-in-grau. Da musste ich eben auch ohne Graufilter auskommen. Dadurch ist der Himmel natürlich total verschwunden und Kontraste sind auch futsch. Doch besser ich mache ein mittelmäßiges Bild, als gar kein Bild.

fließendes wasser fotografieren tipps
Iso 100, 20mm, f/22, 4 Sek.

Und die gleiche Szenerie – ebenfalls mit langer Belichtungszeit und noch ein wenig Lightroom – sieht doch schon wieder ganz hübsch aus.

fließendes wasser fotografieren tipps
Iso 100, 20mm, f/22, 4 Sek.

Mein Fernziel für Wasser fließend fotografieren

Ja, man soll ja noch Ziele haben. Also übe ich noch ein wenig. Wer weiß, irgendwann habe ich dann auch mal die Gelegenheit nach Island zu reisen und eines dieser gigantischen „ich-bekomme-500-likes“ Bilder auf 500px oder Flicker zu veröffentlichen. Also klebe ich mir mal folgendes Bild vom Flickr-Fotografen chasedekker an den Kühlschrank und spare auf einen Flug nach Reykjavik.

Seljalandsfoss waterfall iceland photography chasedekker
Seljalandsfoss Wasserfall in Island – Foto (c) chasedekker

Abenteuer Fotografie von Steffen „Stilpirat“ Böttcher

Buchempfehlung Abenteuer Fotografie Steffen Stilpirat Böttcher

Buchempfehlung Abenteuer Fotografie Steffen Stilpirat BöttcherManchmal gibt es Bücher, die erwischen einen zu genau dem richtigen Zeitpunkt. Mein Regal ist voll von Fotobüchern. Klassiker wie „50 Photo Icons“ oder „Besser Fotografieren“ reihen sich ein neben „Canon EOS 550D. Das Kamerahandbuch“. Die meisten habe ich gelesen, einige durchgeblättert und ordentlich weg sortiert. Aber es muss schon einige Zeit her sein, dass ich eine Buchbestellung so sehnsüchtig erwartet habe und leider viel zu schnell durchgelesen habe. Aber eben so war es mit dem Buch „Abenteuer Fotografie“ von Steffen Böttcher.

Mein eigenes Abenteuer Fotografie

Zugegeben, ich bin derzeit schon echt sensibel für das Thema >fotografieren lernen<. Schließlich bin ich ja selbst vor ein paar Monaten intensiv in das Abenteuer Fotografie gestartet. So hat also Fotograf und Stilpirat-Blogger Steffen Böttcher genau den richtigen Moment bei mir erwischt. Ja, auch ich stehe im dunkeln auf Brücken und friere mir neben der Kamera einen ab, während diese in Langzeitbelichtung vor sich hin tickert. Ich melde mich auch bei Fotocommunities an und teile meine Bilder und bin am Boden zerstört, wenn die falschen Leute sich über meine Fotos auslassen. Und auch ich war geflashed von HDR-Fotografie und schäme mich dafür. Wie kann ein Fotobuch es so auf den Punkt bringen, wie Steffen Böttcher es tut? Es ist wundervoll.

 

„Liebe Fotografie, Du hast mir Grenzen gezeigt, aber auch Horizonte geöffnet. Und ich bin mittlerweile klug genug zu wissen, dass ich sie nie erreichen werde. Doch gehe ich Schritt für Schritt weiter. (Steffen Böttcher)“

Langzeitbelichtung, miese Hochzeitsloctations, HDR-Fotografie-Fremdschämen und immer neue Glücksmomente

Ohne Rücksicht auf Verluste durchlebt der Stilpirat die Phasen seiner fotografischen Entwicklung. Er entdeckt, reflektiert, findet gut und findet doof. Er hat eine Meinung.

Steffen schreibt über seine Versuche der Langzeitbelichtung, den Drang immer neues Kameraequipment kaufen zu wollen, seine Ausrutscher in der HDR-Fotografie, missglückte Hochzeits-Shootings, seine Liebe zu alten Kameras und so vieles mehr. Es war wundervoll die Glücksmomente nachzuerleben, wenn da genau das richtige Licht im Bild ist, die Befriedigung die Regeln zu kennen um diese dann komplett über Bord werfen zu dürfen und diese Gefühl gerade das beste Foto der Welt gemacht zu haben.

Wow, endlich habe ich High Key verstanden

Selten habe ich ein Fotobuch so intensiv miterlebt und als eigene Inspiration genutzt. Ein Thema ist zum Beispiel die High Key und Low Key Fotografie. Steffen hatte ein Hochzeitsshooting. Die Location war nicht sonderlich fotogen. Die Braut verheult und auch sonst kreuzte allerlei Gegenwind die Pläne des Stilpiraten für das optimale Shooting. Er beschließt auf das Stilmittel High Key zurück zu greifen. Für mich eine tolle Inspiration, es selbst auch gleich auszuprobieren.

high key fotografieren lernen - tipps
Iso 100, 1/60 Sek, f/1,8, 50mm Festbrennweite

Es geht um Bokeh und Lichtstimmung

Im Buch schreibt er viel über die Suche nach seinem eigenen Stil.  Er gibt Beispiele, zeigt Lieblingsbilder und gibt dabei Inspirationen ohne jegliches Oberlehrergehabe. Ich mag den Stil. Parallel zum Buch habe ich immer mal wieder auch auf dem Stilpiraten-Blog gestöbert. So bin ich zum Beispiel auf dem Blog-Post zum Familienshooting hängen geblieben. Es geht viel um Lichtstimmung. Bis dato hatte ich noch nie wirklich mich mit Gegenlicht oder Bokeh im Bild beschäftigt. So musste ich mitten beim lesen unterbrechen, meine Kamera nehmen und raus gehen. Mein Bruder war gerade zu Besuch. Perfekt, um mich erstmals im „gegen-das-Licht-fotografieren“ auszuprobieren.

Gegenlicht-und-Bokeh-Fotografie
Iso 100, 1/200 Sek, f/1,8, 50mm Festbrennweite

Der Ausdruck des Schwarzweiß-Porträts

Im Buch geht es auch viel um das Thema Schwarzweiß. Steffen ist Fan der Schwarzweiß-Fotografie. So schreibt er „wenn ich nicht zwingend von der Fotografie leben müsste, würde ich nur noch schwarzweiß fotografieren“. Das steht natürlich im direkten Gegensatz zu meinem eben beschriebenen Erlebnis gegen das Licht zu fotografieren. Doch okay, wir probieren uns ja aus.

So habe auch ich einen Schritt weitere gewagt und diese Porträt in schwarzweiß fotografiert. Und es stimmt: „Was will dieses wunderschöne Foto noch mit Farbe“?

Schwarzweiss-Portrait-Fotografie
Iso 100, 1/200 Sek, f/2,0, 50mm Festbrennweite

Meine Leseempfehlung für jeden Foto-Abenteurer

Nachdem ich kürzlich nun die letzten Seiten gelesen habe, kann ich jedem Fotoabenteurer dieses Buch ans Herz legen. Komischer Zufall, dass mein Bruder ebenfalls in Buchholz wohnt, wo der Stilpirat sein Heide-Fotostudio hat. Wer weiß, vielleicht darf ich mich ja da mal auf einen Kaffee einladen und mein Buch signieren lassen 🙂

PS: Hier geht es zum Stilpirat-Blog von Steffen Böttcher:
www.stilpirat.de


Titel: Abenteuer Fotografie – Aus dem Logbuch eines Fotografen
Autor: Steffen >>Stilpirat<< Böttcher
Verlag: Galileo Design

Weitere Leseempfehlung für Foto-Fans

Suchst du noch mehr Tipps für spannende Fotobücher? Dann ist vielleicht auch „Fotos nach Rezept 2“ etwas für dich…