Fotografieren lernen – 15 Tipps, die du drauf haben solltest!

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Du suchst nach Tipps für bessere Bilder? Du willst Fotografieren lernen und bessere Fotos machen? Hier habe ich 15 Tipps für coole Fotos für dich. Damit wird Fotografieren lernen zum Kinderspiel. Naja, vielleicht etwas übertrieben. Denn Fotografieren lernen erfordert vor allem viel Übung. Aber es gibt schon so einige Tipps, die dir auf dem Weg zu besseren Fotos helfen – quasi die Grundlagen der Fotografie oder auch eine tolle Übersicht für Anfänger. Wenn du weitere Tipps hast, dann freue ich mich wie immer auf deine Ideen und Kommentare!


1. Jedes Foto braucht einen Vordergrund

Bringe Tiefe in dein Foto. Man sagt auch: Jedes Foto braucht einen Vordergrund. Also suche dir prägnante Objekte im Vordergrund deines Fotos. Das kann ein Felsen, ein Stein, ein Zaun oder ein Busch sein. Das öffnet dein Bild und führt den Blick.

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Ein Geländer kann ein perfekter Vordergrund sein, selbst wenn es nur im Anschnitt zu sehen ist!

2. Gib deinem Foto einen Rahmen

Ein natürlicher Rahmen hilft deiner Bildgestaltung. Das kann ein Torbogen, eine Hecke oder eine Personengruppe sein. Also rahme dein Foto ein! Das gibt deinem Foto ebenfalls Tiefe. Zu dem Thema „Gib deinem Foto einen Rahmen“ habe ich auch eine tolle Fotoaufgabe für dich!

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Ein Rahmen erhöht die Tiefenwirkung deines Fotos

3. Geh nah ran!

Trau dich ran an dein Motiv. Durch die Nähe gewinnt dein Foto. Unwichtige Bildelemente werden eliminiert und es erhöht sich der Blick auf das Wesentliche. Mehr dazu findest du auch in meinem kostenlosen Fotobuch mit 10 Tipps für bessere Fotos.

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Geh nah ran! Nähe erhöht die Bildwirkung.

4. Zoome mit deinen Füßen

Wow, da kann ich ja super cool mit ran zoomen. Schön im Handy das Foto aufziehen. Häh, alles unscharf?! Bedenke, dass jeder Zoom und Tele-Effekt oft auch immer Qualitätseinbußen hat. Also zoome lieber mit den Füßen. Denn dann bleibt die Qualität erhalten!

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Zu weit weg? Dann geh doch näher ran – statt immer zu zoomen!

5. Achte auf die Richtung

Das Auge will immer der Richtung folgen. Egal ob im Lauf, in der Flugbahn oder ähnlichem. Also sollte dein fotografiertes Objekt immer Platz für die Richtung lassen. Lasse zum Beispiel die Person in das Bild hinein, nicht hinaus laufen.

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Ich habe versucht bei den Lauf-Fotos auch auf die Laufrichtung zu achten. Platz lassen!

6. Im Dunkeln mit Stativ

Fotos im Dunkeln sollten in der Regel immer mit einem Stativ gemacht werden. Denn in der Langzeitbelichtungen ist es dir nicht möglich die Kamera ohne Verwackelung zu halten. Natürlich können heutzutage viel Fotoapparate unendlich hohe ISO-Werte erreichen, doch in der Regel gilt: Je niedriger der ISO-Wert, desto geringer auch das Bildrauschen. Und vor allem kannst du in der Langzeitbelichtung mit Fernauslöser tolle Fotos komponieren. Hier findet du noch ein paar Tipps für Nachtfotografie und Langzeitbelichtung.

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Im Dunkeln lieber mit Stativ!

7. Schneide keine Füsse ab

Oft achte ich immer (nur) auf das Gesicht, wenn ich Personen fotografiere. Aber im Ganzkörper Portrait solltest du einen Blick für das große ganze des Motivs entwickeln. Also keine Füsse, Arme oder Beine ungewollt abschneiden.

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Wenn du Ganzkörper-Aufnahmen machst, dann schneide keine Füsse ab!

8. Hartes Licht und weiches Licht

Du solltest dir die Kontrolle des Lichtes beibringen. Denn dann hast du eine der wichtigsten Regeln gelernt. Weiches Licht gibt deinem Foto eine natürliche Stimmung, aber auch hartes Licht kann total spannend ein. Wenn du übrigens Ideen für einen „Blitz Diffusor“ benötigst, dann schau dir doch auch mal die Idee für meinen selbstgebauten Diffusor und Bouncer an!


9. Erzeuge Spannung und Neugierde

Wenn du nicht alles zeigst, dann lässt du dem Betrachter Raum für Spekulation. Vieles wird im Kopf vervollständigt. Aber genau das kann auch Spannung und Neugierde erzeugen.

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Gerade ein cleverer Anschnitt kann viel Spannung erzeugen – so wie hier bei einem Konzertfoto von CJ Ramone

10. Fokussiere (dich) auf die Augen

Die Augen bestimmen oft das Portrait. Daher fokussiere ich in der Portrait Fotografie immer auf die Augen. Oft wähle ich zudem eine große Blende, um viel Unschärfe im Hintergrund zu haben und so die Augen zusätzlich zu betonen.

Hier findest du noch mehr Tipps für Portrait Fotos

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Ein Fokus auf die Augen in Kombination mit großer Blende und Unschärfe kann Spannung erzeugen.

11. Kontrolliere die Schärfe

Nichts ist ärgerlicher als unscharfe Bilder, wenn du es anders geplant hast. Vor allem in der Landschaftsfotografie oder der Architekturfotografie ist eine durchgehende Schärfe gewünscht. Also kontrolliere die Schärfe schon während und direkt nach dem Foto. Variiere ansonsten die Blende, um eine größere Tiefenschärfe zu erzielen.


12. Geh auf Augenhöhe

Geh auf Augenhöhe mit deinem Motiv. Das gilt insbesoondere für Kinder, Tiere oder auch Blumen. Das Ergebnis sind viel authentischere Bilder!

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Geh auf Augenhöhe. Das verleiht deinem Foto einen viel natürlicheren Ausdruck!

13. Raus aus der Mitte

Vermeide eine Anordnung in der Bildmitte. Fotografiere lieber nach der Drittelregel. Wichtig ist immer das visuelle Gleichgewicht. Was ist das? Hier findest du weitere Tipps zur Bildgestaltung in der Fotografie und dem visuellen Gleichgewicht.

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Das Auge empfindet eine Platzierung nach der Drittelregel als sehr angenehm und spannend.

14. Nutze das natürliche Licht

Licht komponiert dein Foto. Und wenn du hier ein natürliches, authentisches Foto dir wünscht, dann versuche dir so viel wie möglich des natürlichen Lichts zu erhalten.

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It’s all about natural light

15. Achte auf Formen

Überall sind Formen. Kreise, Rechtecke, Dreiecke und vieles mehr findest du überall. Auch wenn du es nicht sofort erkennst – entwickele ein Auge für Formen in deinem Foto. Das hilft dir in der Bildkomposition.

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Klar, so einfach machen es dir nur wenige Motive. Aber entwickele ein Auge für Formen in deinem Motiv!

Und jetzt aber bitte auch anwenden und üben!

Zu vielen dieser Ideen stelle ich dir regelmäßig Fotoaufgaben, damit wir die Ideen zusammen üben können. Schau doch mal bei den aktuellen Fotoaufgaben vorbei und mache mit! Oder lass dich inspirieren zu weiteren Themen zum Fotografieren lernen und üben!


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Bildgestaltung und Bildaufbau: Das visuelle Gleichgewicht

Visuelles Gleichgewicht

Wenn du dich gerne mit Bildgestaltung und Bildaufbau beschäftigst, solltest du auch das visuelle Gleichgewicht kennen. Als ich das erste Mal den Begriff visuelles Gleichgewicht gehört habe, konnte ich mir nicht viel drunter vorstellen. Es geht um das Geheimnis der Bildaufteilung. Goldener Schnitt, Drittel-Regel und Farbgebung! Eine gute Bildaufteilung macht dein Foto zum echten Hingucker für den Betrachter.

Durch das visuelle Gleichgewicht führst das Auge, du spielst mit Kontrasten und kannst Dinge in deinem Foto betonen. Dabei geht es um Begriffe wie Goldener Schnitt, Drittel-Regel, Goldenes Rechteck, Goldene Spirale, Goldener Winkel und im Gegenzug natürlich das Ungleichgewicht, das du vermeiden solltest. Hier habe ich dir ein paar Tipps und Ideen aufgeschrieben, wie du für dich das Geheimnis der Bildaufteilung lösen kannst. Ich bin gespannt, was du davon schon anwendest oder was du für Ideen hast, um dein Foto noch besser zu gestalten.

Die Ạsymmetrie hat oft eine direkte Einwirkung auf das visuelle Gleichgewicht. So wirkt es links ausgeglichen – auch wenn es nicht 100% symmetrisch ist.

Farbe bekennen: Setzte Farb-Akzente in deinem Foto

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Eigentlich ist das gelbe Taxi nur ein kleiner Teil des Fotos, aber es ist der klare Blickfang – durch die grelle Farbe

Ich mag Farbe im Bild. Verschiedene Farben bestimmen dein visuelles Gewicht. Ein heller oder gar greller Farbton wird immer die eher blassen Farben überstrahlen und den Blick auf sich ziehen. Das kann also über Gleich- oder Ungleichgewicht in deinem Foto entscheiden.

Mit Farbe den Blick führen

In dem Fotobeispiel rechts setzt das gelbe Taxi den Akzent vor der Skyline von Manhattan. Trotz kleinem Auto vor großem Panorama zieht es durch die gelbe, grelle Farbe sofort den Blick auf sich.

Wenn gleich rot die schwerste Farbe ist und gelbe eher eine leichte Farbe, zieht in dem Bild hier das gelbe Taxi in der eher aus grau und braun bestimmten Umgebung klar den Blick auf sich. Würde ein roter Feuerwehrwagen daneben fahren, wäre dem Taxi sicher die Aufmerksamkeit genommen.

Bildaufbau: Wo soll der Betrachter hinschauen?

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Hätte sich die morgendliche Läuferin für eine graue Hose entschieden, wäre sie im Foto möglicherweise nicht so hervorgestochen.

Dein Hauptmotiv kann auch verschwinden durch die falsche Farbe

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Hier ist die Bildgestaltung missglückt. Denn das rote Rohr zieht in Form und Farbe den Blick auf sich und die Läuferin geht fast unter im Foto.
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Bildgestaltung ganz einfach: Visuelles Gleichgewicht ausnutzen!

Eine Frage der Größe

Ganz klar, große Objekte nehmen mehr visuelles Gewicht ein, als kleine Objekte. Denn wenn diese auch mehr Platz im Foto einnehmen, ziehen sie in der Regel auch mehr Aufmerksamkeit auf sich. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Bildgestaltung beeinflussen durch Formen und Fokus

Wie sieht das denn aus? Ungewöhnliche Formen in Mitten von gewöhnlichen Formen stechen ins Auge. Das mag in unserer Natur liegen, damit wir immer eine Bedrohung oder ähnliches erkennen. Wenn alles in gleicher Form ist, schaltet unser Gehirn auf Autopilot. Das kannst du dir zu nutze machen und dein Hauptobjekt hervorstechen lassen. Gleiches gilt natürlich auch für scharf vor unscharf. Auch da ist völlig klar, wohin das Auge sich gezogen fühlt.

Mache dir also kurz Gedanken über deine Szene und den Bildaufbau. Was soll die ungewöhnliche Form einnehmen, was soll im Fokus (also scharf) sein? Was sollte eher aus dem Bild verschwinden, da es möglicherweise den Fokus aus deinem Bild verzerrt?

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Viele Linien und mitten drin eine Person, die auf die U-Bahn wartet. Ein schöner Kontrast in der Form zieht den Blick auf sich.

Spiele mit der Komplexität der Form

Wenn du einfache Formen wie einen Kreis oder eine Linie hat, dann braucht dein Gehirn nicht allzu lang, um diese Formen zu verarbeiten. Wenn jedoch ein Baum oder ähnliches mit komplexen Formen ins Blickfeld kommt, dann zieht das sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Mache dir das in deiner Bildgestaltung zu nutze.

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Linien und Rechtecke – davor ein Mensch. Ganz klar, was hier den Blick des Betrachters auf sich zieht!

Platzierung im Bild: Drittelregel

Die Drittelregel funktioniert. Denn das gibt dem Foto ein gewisses Gleichgewicht. Klar, auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel, doch grundsätzlich empfindet dein Auge es als angenehmer, wenn das Hauptobjekt nicht mittig platziert ist.

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Das Auge empfindet eine Platzierung nach der Drittelregel als sehr angenehm und spannend.

Kombiniere Formen, Farbe und Bildaufbau

Die beste Wirkung erzielst du natürlich, wenn du Formen (ungewöhnliche Form vor gewöhnlichen Formen), Farbgebung (knallige Farben vor leisen Farben) und zudem noch die Bildaufteilung (Platzierung nach Drittelregel) kombinierst. Hier im Foto habe ich versucht auf viele der Punkte zu achten.

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Der Hund mit rötlich, bräunlichem Fell setzt einen klaren Blickfang auf der grünen Wiese.

Welche Regeln der Bildgestaltung kennst du?

Welche Regeln der Bildgestaltung kennst du? Welche nutzt du? Ich freue mich auf deine Ideen und Kommentare. Und wenn du tolle Fotobeispiele zu Farben, visuellem Gleichgewicht oder ähnlichem hast, dann lade sie hier gerne hoch und zeige sie uns!


Das Buch: Kreative Foto-Aufgaben
Das Buch: Kreative Foto-Aufgaben

NEU: Hier noch mehr Ideen in meinem Buch: Kreative Foto-Aufgaben

Juhu, kürzlich ist mein neues Buch „Kreative Foto-Aufgaben: Woche für Woche bessere Fotos. Projekt 52 – Dein Foto der Woche“ erschienen. Es ist ein kreatives Aufgabenbuch mit unendlich viel Inspiration und Motivation für deine Fotografie. Also lass dich hier inspirieren!

Hier die ersten Feedback zum Buch:

Lerneffekt garantiert

„Der Untertitel Woche für Woche wurde von Lars Poeck mit bedacht gewählt. Während sich die erste Buchhälfte mit technischem und bildgestalterischem Grundwissen befasst, darf der Leser im zweiten Teil die erlernten Fähigkeiten in wöchentlichen Foto-Aufgaben umsetzen. Lerneffekt garantiert.
(4,5 von 5 Sternen / erschienen in Digital photo/Ausgabe 11/2017)

*****

Woche für Woche bessere Fotos
„Ihr sucht ein Fotoarbeitsbuch, das Spaß macht, euch lernen lässt und in dem ihr auch zahlreiche Tipps und Tricks erhaltet? Dann kann ich euch absolut „Kreative Foto-Aufgaben“ von Lars Poeck empfehlen. …“
(augsburger-fotografen.de/09/2017)

*****

Klare Aussagen und Anhaltspunkte
Endlich mal ein Buch das ohne viel Geschwafel sofort zum Thema und auf den Punkt kommt. Man kann sehr gut nachvollziehen was hier beschrieben ist und erkennt sich in den dargestellten Problemen wieder (zumindest ich) . (…) Man kann sofort die Tipps umsetzten. (Gibt es einen Vordegrund/Hintergrund,stört was im Bild, Spannung/Blickrichtung /Schärfe/Schatten im Bild, ist es evtl Reizüberflutet ) Das und viele andere Aussagen im Buch macht es für mich bis jetzt sehr wertvoll. LG Klaus“

(Amazon.de/Klaus Knopp am 2. September 2017) 

*****

 

Sehr gelungen!
„Es war heute in der Post. Ich habe mich sofort darin vertieft und bin noch lange nicht fertig mit dem Lesen, aber eine Einschätzung kann ich bereits geben: Ein sehr gutes, bereicherndes und inspirierendes Buch – auch für Menschen, die schon länger fotografieren. Aber da es ganz sicher auch für Anfänger geeignet ist, werde ich es meinen Fotokurslern ganz fest ans Herz legen. Danke für dieses fundierte, verständlich erklärte Wissen und die tolle Inspirationsquelle.‘
(Von Amazon Kunde am 2. September 2017)


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Besser Fotos machen: Das Licht lesen lernen

Fotografieren lernen ganz einfach: Die Wirkung von Licht verstehen

Das passende Licht ist der wohl wichtigste Faktor, den dein Foto braucht. Schließlich leitet sich Fotografie aus dem griechischen photós („Licht“) und graphein („schreiben“ oder auch „malen“) ab. Wenn wir Fotos machen, malen wir mit Licht. Klingt toll!

Daher ist es wirklich wichtig, dass Du Dich mit der Wirkung des Lichtes vertraut machst. Lerne das Licht zu lesen und die jeweiligen Lichtstimmungen einzuschätzen.

Intensität des Lichts

Lichtquellen können verschiedene Intensitäten haben. Diese können sehr gedimmt und ganz weich sein bis zu sehr hell, grell und intensiv. Das muss Du erkennen und lernen damit umzugehen. Die unterschiedlichen Situationen kannst Du nämlich ganz toll für deine Fotoidee einsetzen!

Wirkung des Lichts verstehen: Von wo kommt das Licht?
Wirkung des Lichts verstehen: Von wo kommt das Licht? Insbesondere das seitliche Licht wirkt toll auf Portraits!

Das weiche Licht

Ist Deine Lichtquelle sehr groß und nahe am Objekt, dann hast Du in der Regel ein sehr weiches Licht. Zudem kann die Nutzung eines Diffusors hartes Licht sehr weich machen. In der Natur ist zum Beispiel ein von Wolken verhangener Himmel der beste Diffusor für weiches Licht. Auch die große Fensterscheibe eignet sich toll als Diffusor für Dein Licht und erzeugt eine weiche Wirkung.

Die Fensterscheibe als natürlicher Diffusor
Das Licht lesen lernen: Die Fensterscheibe als natürlicher Diffusor für weiches Licht

Das harte Licht

Ein hartes Licht produziert sehr hohe Kontraste. Die Schatten sind dunkel mit deutlichen Rändern. Die hellen Flächen sind sehr hell. Was bedeutet das? Du muss in jedem Fall darauf achten, dass Du das Foto nicht überbelichtest.

Mittagshitze fast ohne Schatten
In der Mittagshitze kommt die Sonne von oben – und wirkt hart, fast ohne Schatten – aber es produziert tollen Kontrast!

Die Mittagshitze mit der Sonne hoch am Himmel produziert oft hartes Licht. Der Spot auf den Künstler oder das Model kann auch sehr hartes Licht erzeugen.

Aus welcher Richtung kommt das Licht?

Orientiere Dich! Hast du Gegenlicht, hast du das Licht im Rücken oder seitliches Streiflicht. Die Richtung des Lichts bestimmt, wo und wie die Höhepunkte und die Schatten in deinem Foto liegen. Damit kannst du das ganze Foto komponieren.

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Hannah im Gegenlicht im Park. Das Licht wird weich. Aber Vorsicht: Gegenlicht macht auch Kontraste weicher!

Welche Farbe hat Dein Licht?

Jedes Licht erzeugt andere Farben. Diese Farbtemperatur ist abhängig von der Umgebung (innen/außen, Sonne, Regen…). Die Einheit der Farbtemperatur ist Kelvin (K). Genau dafür hat deine Kamera die Einstellung mit dem Namen Weißabgleich. Damit kannst du die unterschiedlichen Lichtfarben ausgleichen. Ich empfehle dir deine Fotos in RAW zu fotografieren und die Einstellung auf Automatik.

Nachtfotografie-Tipps-Tricks
Nachtfotografie auf der Museumsinsel in Berlin: Zur blauen Stunde wirkt alles etwas kühler und eben bläulich.
mueritz-sonnenaufgang
Eines meiner Lieblingsfotos – fotografiert nahe Waren/Müritz um 6 Uhr morgens. Die Farbe des Lichts: Goldgelb!

Merkhilfe: Stelle Dir die folgenden Fragen vor deinem Foto:

1. Welche Arten von Lichtquellen gibt es?
2. Gibt es genug Licht für mein Foto?
3. Aus welcher Richtung kommt das Licht?
4. Wo und wie liegt der Schatten?
5. Ist das Licht hart oder weich?

PS: Hier habe ich übrigens einen Farbtemperatur-Spickzettel für Dich, der das Thema Farbtemperatur toll erklärt!


fotografieren-in-berlin-buchMehr Inspirationen für deine Fotografie – mit über 100 Foto-Beispielen

Ich bin immer wieder in spannenden Orten und Locations zum Fotos machen unterwegs. Jetzt habe ich meine liebsten Foto-Locations in einem Buch für dich zusammengefasst und zeige dir die schönsten Foto-Motive. Egal, ob du Lost Places Fan und Entdecker bist oder ob du Architektur kreativ fotografieren willst – das Buch bietet dir eine Vielzahl an spannenden Motiv-Ideen. Zudem gibt es einige zusätzliche digitale Extras als Bonus für dich.

Hier kannst du das Buch „Fotografieren in Berlin: 101 tolle Bildideen in der Hauptstadt“ bestellen!


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Meine 10 Anfängerfehler beim Fotografieren lernen

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Beim Fotografieren lernen beginnt alles mit den ersten Schritten. In der Regel lernst du durch ausprobieren, vielleicht auch mal scheitern, die üblichen Anfängerfehler und es noch einmal zu versuchen. So war es jedenfalls bei mir. Aber es gibt ein paar Anfängerfehler, die du beim Fotografieren lernen vermeiden kannst. Hier meine 10 schönsten Anfängerfehler als Fotografie-Einsteiger. Vielleicht findest du dich ja wieder …

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Eines meiner wichtigsten Fotos letztes Jahr auf dem Weg zum fotografieren lernen, denn ich merkte: Ich bin auf einem gutem Weg

Du kaufst dir eine Kamera, ohne zu wissen wie man sie benutzt

Canon-EOS-700D-SLR-Digitalkamera-18-Megapixel-76-cm-3-Zoll-Touchscreen-Full-HD-Live-View-Kit-inkl-EF-S-18-55mm-135-56-IS-STM-0-4-300x164Genau so ging es bei mir los. Es gab ein paar Begriffe, die ich schon kannte. Mit diesem Halbwissen bin ich dann los gezogen und habe mit meine erste Kamera gekauft. Cool, damit mal den Verkäufer löchern. Aber die erste Anschaffung will gut überlegt sein. Denn in der Regel wird dich diese Kamera ein ganzes Stück lang begleiten. Hier findest du ein paar Tipps, die ich aus meinem letzten Kamerakauf gelernt habe.

Die Mega Speicherkarte, unformatiert

Eine Digitale Spiegelreflexkamera oder auch Systemkamera arbeitet mit einer SD-Speicherkarte. Es gibt günstige und teure. Es gibt schnelle und langsame. Es gibt riesige Gigabyte-Garagen und kleine SD-Karten.

Und es gibt den Hinweis „Card Read Error“. Oh je, der Horror, wenn du diese vielleicht erstmals nach einem Foto-Walk in das Laptop schiebst oder zurück in die Kamera steckst. Wie kannst dem vorbeugen? Bevor du die Karte erstmals nutzt, denke dran diese Karte zu formatieren. Das kennst du von neuen Festplatten. Das beugt beschädigten Dateien vor. Und ich habe für mich gelernt: Ich brauchen keine 128 GB Mega-Riesen Speicherkarte. Das verleitet mich nämlich dazu tausende von Bildern auf meiner Karte zu horten. Lieber regelmäßig auf den Rechner überspielen und die Fotos von der Karte löschen.

Die ersten Nachtaufnahmen und nur ein schwarzes Irgendwas

Ich habe immer davon geträumt diese wundervollen Linien auf die Straße und in die Lichter zu zaubern. Aber als ich dann das erste Mal nachts draußen war, gab es nur großes Rauschen. Nichts hat geglänzt oder Linien gezogen. Dann habe ich den IOS Wert hoch gestellt. Muss doch irgendwie gehen, dass ich mehr sehen kann in der Nacht. Aber das war auch Fehlanzeige. Hier findest du ein paar Tipps für die wundervolle Disziplin der Nachtaufnahme und Langzeitbelichtung. So werden deine Fotos zu einem Erfolg mit Wow-Effekt.

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ISO 100, 3,2 Sekunden belichtet und dazu noch eine große Blende: Alles zu dunkel. Schade!

Von wegen eine ruhige Hand – alles verwackelt

In der Fotografie geht um den Faktor Zeit. Du bestimmst, wie lange du wie viel Licht auf den Sensor lässt. Auch wenn es nur der Bruchteil einer Sekunde ist, sobald du länger als 1/50 oder 1/40 einer Sekunde belichtest, wird dein Foto unscharf, denn dein Körper bewegt sich – denn du atmest, zitterst. Also versuche dich mit einem Stativ anzufreunden. Das steht stabil, während Licht auf deinen Sensor fällt. Kleine Merkregel: Maximale Verschlusszeit (als Belichtungszeit) die du verwacklungsfrei aus der Hand „halten“ kannst, ist der Kehrwert aus dem Produkt von Brennweite und dem Crop-Faktor (crop = beschneiden) (Verlängerungsfaktor).

Ich fotografiere zum Beispiel mit einer 50mm Festbrennweite und meine Kamera hat einen Vollformat-Sensor: Somit sollte ich also nicht unter 1/50 Sek. in der Belichtungszeit gehen.

Äh, das sah doch auf dem Display so scharf aus?

Beim fotografieren wirst du immer wieder feststellen: Mist, das Foto ist ja gar nicht scharf. Selbst wenn’s am Display scharf aussah. Gerade als Anfänger geht es mir immer wieder so. Klar, ich vergesse den Fokus, Vertraue der Kamera die Arbeit an. Die korrekte Ausrichtung ist wichtig und Autofokus-Systeme sind schnell verwirrt. Also suche dir eine klare Kante auf die Du fokussieren kannst (beim Portrait zum Beispiel die Pupille oder – wenn es darauf nicht fokussiert das Augenlied), stelle darauf Scharf und drücke vorsichtig den Auslöser.

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Mist, und auf dem Display sah es doch gestochen scharf aus … Hätte ich es nur noch einmal mehr kontrolliert!

Oh, war mein ISO wirklich auf 6400?

Ach, ist das wundervoll. Jede dunkele Ecke kann man zum leuchten bringen. Einfach den ISO-Werte schön hoch drehen und alles sieht super aus. Nein! Ein hoher ISO-Wert bringt immer das große Rauschen mit sich. Insbesondere in Landschaftsaufnahmen schaut das nicht so ideal aus. Versuche es eher über eine längere Belichtung zu lösen, statt mit dem ISO hoch zu gehen.

Ach so, das geht bei mir alles automatisch

Ja, ja – die gute Automatik. Verlasse dich nicht immer auf Auto-ISO, Autofokus oder Auto-Weißabgleich. Die Kamera hat auch mal schlechte Tage. Schnee ist ihr zu hell, eine Gesicht vor dunkel Wand ist ihr zu dunkel. Das kann also insbesondere bei High-Key und Low-Key zur Herausforderung werden. Hier findest du ein paar Erfahrungen meiner ersten Gehversuche in High-Key und Low-Key.

Licht? Ich hab doch einen Blitz!

Licht macht dein Bild. Und insbesondere natürliches Licht macht ein Foto oft wundervoll. Wenn du mit natürlichem Licht fotografieren kannst, hast du viel gewonnen. Auch gegen das Licht zu fotografieren macht Spaß. Also lasse den Blitz erst einmal bei Seite. Später kannst du damit noch viel machen. Aber dafür musst du erst einmal mit dem so genannten Available Light zurecht kommen.

Immer schön mittig und alles rauf bekommen

So habe ich angefangen. Gesicht in die Mitte, Haus in die Mitte und alles in die Mitte. Noch ein paar Schritte zurück, damit ich auch alles rauf bekomme. Puh, war das irgendwie, ähm, langweilig. Und verwirrend. Mein Tipp: Lerne das Gitter im (elektronischen) Sucher oder im Live-View kennen und lieben. Es hilft dir. Platziere deine Objekte und Motive im linken oder rechten Bilddrittel und gleich wirkt dein Bild spannender. Ich übe zudem auch gerade das weniger ist mehr. Hier ein paar Ideen für deine Bildgestaltung.

Ich weiß, dass ich super Fotos mache

Stolz und Eigenlob wird dich nicht immer weiter bringen. Naja, ich bin natürlich auch immer wieder stolz, wenn ein Foto mal gelobt wird oder ich Fotos irgendwo zeigen darf. Aber etwas Demut und Respekt vor dem langen Weg noch viel lernen zu wollen, tut mir immer wieder gut. Denn es gibt noch viel zu lernen (und auszuprobieren) in der Fotografie.

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Juhu, das erste mal über 100 likes bei 500px. Ich freu mich. Aber ich sollte auch selbst mein größer Kritiker sein!

Hier findest du noch ein paar „Mist, was mache ich nur falsch“ Fehler auf meinem Weg zum fotografieren lernen. Was ist bei dir so schief gelaufen auf deinem Weg zum bessere Fotos machen?


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Fotobearbeitung: 10 Lightroom-Tipps für großartige Portrait-Fotos

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Irgendwie ist das Foto zu dunkel. Es hat noch nicht diesen Wow-Effekt. Kennst du das beim Fotos durchschauen? Hierfür habe ich 10 Schritte für deine schnelle Portrait Foto Bearbeitung in Lightroom aufgeschrieben. Hinzu findest du alle Schritte als kostenloses Lightroom Video-Tutorial. Damit machst du aus einem naja-geht-so Bild ein echtes Wow-Portrait.

1. Schritt in der Lightroom-Fotobearbeitung: Profilkorrektur

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1. Schritt in Lightroom: Profilkorrektur aktivieren

Die Profilkorrektur in Lightroom erkennt, mit welchem Objektiv dein Foto fotografiert wurde. Die Daten für Verzeichnungen u.ä. werden dadurch raus gerechnet. In der Regel sind alle gängigen Objektivmodelle der Kamerahersteller hinterlegt. Dadurch gleich ihr Helligkeit und ähnliche Objektivabweichungen aus.

2. Schritt zum perfekten Portrait-Foto: Belichtung angleichen

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2. Schritt in Lightroom: Die Belichtung angleichen

Gerade wenn ihr as Foto als RAW-File abgespeichert habt, dann habt ihr noch viel Spielraum, um nachträglich die Helligkeit und Tiefen anzugleichen. Wenn ihr die Regler im Bereich Lichter, Tiefen, Weiß und Schwarz nachjustiert, haltet dazu auch einmal die Alt-Taste gedrückt. Dann erkennt ihr in Lightroom die Punkte, ab wann Zeichnung in den jeweiligen Bereichen des Fotos ist.

3. Schritt: Bildausschnitt angleichen & Cropping

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Den Ausschnitt optimal anpassen ber Cropping

Cropping ist nicht jedermanns Sache. Der eine will das perfekte Foto direkt in der Kamera fotografieren, ein anderer schiebt und schnippelt sich das Foto zurecht, wie er mag. Ich bin da ganz entspannt und croppe gern. Nicht zu letzt, da ich auch Fan der Drittelregel bin und so gerne Fotos genau danach ausrichte, begradige oder anpasse. Das Portrait bringe ich mit dem Punkt zwischen den Augen ausgerichtet auf die linke Achse des Fotos. Das macht es etwas spannender.

4. Schritt: Bereichsreparatur vornehmen

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Ein bisschen Kosmetik per Bereichsreparatur

Ein weiteres tolles Tool ist die Bereichsreparatur. Da wähle ich zuerst des Reparatur-Tool (statt kopieren) und eine Abdeckung von 65-75%. So schaut es schön natürlich aus, trotzdem überdecke ich einige Bereiche, denn gerade bei einem Portrait mit Blitz finde ich das wichtig.

5. Schritt: Augen aufhellen für das perfekte Portrait

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Augen aufhellen per Irisoptimierung

Der Blick bei jedem Portrait geht zuerst auf die Augen. Somit ist es schade, dass in meinem Foto diese Partie etwas zu dunkel war. Das lag daran, dass mein Blitz nicht ausgelöst hatte. Aber kein Problem für ein RAW-File in Lightroom. Ich markiere die Augenpartie. Das kann ich entweder per Effekt-Tool/Pinsel machen oder auch etwas genauer ran gehen und nur die Pupille und Iris markieren. Da gebe ich etwas Belichtung rein, etwas Kontrast und bei Bedarf auch Schärfe und Klarheit. Damit betonst du die Augen sehr schön.

6. Schritt: Farbe anpassen und Weißabgleich vornehmen

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Angleichen per Weißabgleich für die Farbe und den natürlichen Hautton

Wichtig bei einem Portrait ist der natürlich Hautton. Den Weißabgleich nimmst du für den exakten Wert per Grauwert aus einem neutralen Bereich. Wenn du da unsicher bist, kannst du aber auch einfach rum probieren oder den Kelvin-Wert händisch eingeben. Hier findest du übrigens ein schönes Cheat Sheet zum Kelvin-Wert und Weißabgleich.

7. Schritt: Schnappschuss als Zwischenschritt aufnehmen

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Speichere dir einen Schnappschuss für die Zwischenschritte

Wenn du deine einzelnen Schritte nachverfolgen willst, kannst du dir immer auch einen Zwischenstand abspeichern als Schnappschuß. Zudem findest du links im Entwicklerbereich einzelne Bearbeitungsschritte in Lightroom, die du auch problemlos zurück verfolgen kannst – ähnlich wie du es aus Photoshop vielleicht kennst.

8. Schritt: Catchlight per Lightroom hinzufügen

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Catchlight-Reflexion per Lightroom einfügen
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Den Catchlight Effekt in lightroom nachbauen

Für mich einer der wichtigsten Effekte bei einem Indoor-Portrait ist ein schönes Catchlight im Auge der portraitierten Person. Das kommt meist durch die Reflexion der Lichtquelle (Blitz, Reflektor o.ä.) im Auge deines Gegenübers. Aber leider hat das in meinem Foto hier nicht geklappt, da der Blitz nicht ausgelöst hat. Macht aber nichts, denn in Lightroom können wir ganz einfach ein Catchlight als Effekt nachbauen und dann in das Foto einfügen.

Dazu wählst du den den Effekt aufhellen, setzt den Wert der Belichtung maximal hoch (da du ja einen weißen Punkt erzeugen willst). Bei Bedarf kannst du auch Tiefen und Schwarzwerte hoch ziehen, um hier noch mehr Licht zu geben. Abschließend setzt die die Größe des Pinsels auf einen Wert von ca. 2/2,5. Bei Bedarf (sollte der Effekt noch nicht optimal sein), kannst du auch die Sättigung raus nehmen, um ein wirkliches Weiß zu erzeugen.

Dann setzt du jeweils einen Punkt in das Auge. Achte auf den Lichteinfall im Bild. Denn nur dann sieht das Catchlight natürlich aus. Schau dir ein paar Portraits an, wo das Catchlight vielleicht drin ist und vergleiche die Positionen und Größen.

9. Schritt: Bei Bedarf Umwandlung in Schwarzweiß

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Umwandlung in Schwarzweiß-Foto per Reduzierung der Sättigung

Gerade zu einem Charakter-Männer Portrait passt ein Schwarzweiß sehr gut. Den kannst du einfach per Klick von Farbe zu Schwarzweiß erzeugen. Ich bevorzuge aber die Sättigung zu reduzieren und ggf. minimal Farbe im Bild zu lassen. Das sieht cooler aus 🙂

10. Schritt: Fertiges Portrait-Foto als Jpg abspeichern

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Klarheit für das Kanten schärfen für noch mehr Charakter-Effekt im Foto

Abschließend mein Lieblings-Regler. Leider wird er oft überdreht und gerade als ich Lightroom neu hatte, habe ich immer Dynamik und Klarheit voll rein gedonnert. Aber hier passt Klarheit gut ins Foto. Damit betonst du die Kantenschärfe und gibst dem Schwarzweiß Look das gewisse extra. Ich habe einen Wert von 50 hier im Foto.

Mein fertiges Charakter-Portrait Foto

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Vorher: So sah das Foto als Foto direkt aus der Kamera aus…

Freu mich immer, wenn ich dann das finale Ergebnis sehe.

Hier nochmal zum Vergleich das Ausgangsfoto – ohne Bearbeitung als RAW-File direkt aus der Kamera. Also nie täuschen lassen vom eher flachen-direkt aus-der Kamera RAW-Foto. Denn da ist noch ordentlich Luft rin in der Foto-Nachbearbeitung. Und das gehört für mich zum fotografieren immer dazu.

Unten dann das final Schwarzweiß-Charakter Portrait.

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Fertig – mein finales Lightroom Charakter Portrait in Schwarzweiß

Vorher/Nachher Effekt der Lightroom Portrait Nachbearbeitung

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Fertig – toll zu sehen, was man noch aus einem eigentlich zu dunklen Foto rausholen kann

Fertig! Also auf den ersten Blick zumindest. Ich lasse dann immer das Foto ein wenig liegen und justiere nach einiger Zeit hier und da noch mal nach. Vielleicht doch noch etwas die Augen aufhellen? Vielleicht doch noch etwas weniger Klarheit. Welcome to the never ending Story of Bildbearbeitung. Hier übrigens noch ein paar Tipps für Bildbearbeitung, die dir keiner raten wird.


Hier die 10 Schritte zum Charakter-Portrait in Lightroom als Video-Tutorial

Lightroom Presets und Lightroom Cheat Sheet als gratis Download

Hier findest du in Ergänzung übrigens noch ein paar Lightroom Presets zum Download und einen Anleitung zum Importieren eines Lightroom Preset. Wenn du zudem noch ein paar Shortcuts für Lightroom suchst, habe ich hier auch ein paar Lightroom Cheat Sheets für dich.

PS: Wie machst du deine Portrait-Bearbeitung? Ich freue mich auf deine Ideen und Kommentare. Oder lade gerne ein Foto hoch und zeige es uns! Wenn dir der Beitrag gefallen hat, freue ich mich immer über ein „like“.